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Biblische Wahrheiten

 


A. DIE BOTSCHAFT DER GOTTHEIT


1. Die Herkunft der Bibel  


16 ... alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
17 dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.


(2 Timotheus 3.16,17)

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2. Die göttliche Eingebung des biblischen Textes

 


Keine der Prophezeiungen der Bibel entspringt einer eigenen Auslegung dessen, der sie geschrieben hat, aus seinen Ideen, seiner Meinung oder seinem Urteilsvermögen.
So sagt der Apostel Petrus:

20 Und das sollt ihr vor allem wissen, dass keine Weissagung in der Schrift eine Sache eigener Auslegung ist.
21 Denn es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet
.”  

(2 Petrus 1.20,21)

Hinsichtlich der Wörter, die sie aufgeschrieben haben, waren die Schreiber der Bibel vom Heiligen Geist geführt und unterwiesen worden.

Der Text der Schrift ist göttlicher und keineswegs menschlicher Herkunft.

Die gesamte Schrift ist wahrhaftig das Wort und die gute Botschaft Gottes an uns Menschen.

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3. Die prophezeite Ablehnung der biblischen Wahrheit


Immer wieder wenn man auf die Bibel zu sprechen kommt, wirken die Angesprochenen etwas gelangweilt, ziemlich desinteressiert und sogar mehr oder weniger irritiert.

Die Ursache dafür müsste im Glauben an Kirchentraditionen – vom menschlichen Verstand erdacht - ergründet sein, die nicht im Zusammenhang mit der göttlichen Inspiration stehen.

Hierzu sollte wohl die biblische Prophezeiung zu bedenken geben, welche besagt:

3 ... Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren
."

(2 Timotheus 4.3,4)

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4. Die Wichtigkeit des Bibellesens



Viele Menschen unterschätzen die Wichtigkeit der Bibel oder Heiligen Schrift und kommen nie dazu, diese jemals zu lesen.

Die Kenntnis dieses Buches bringt jedoch mit sich einen immensen Nutzen.
So sagte der Apostel Paulus seinem Lehrling Timotheus:

15 und dass du von Kind auf die heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.”

(2 Timotheus 3.15)

Timotheus kannte die Heilige Schrift bereits in einem sehr zarten Alter.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, ein fortgeschrittenes Alter zu erreichen, um mit dem Bibellesen zu beginnen.
Es handelt sich hierbei nicht um das flüchtige Lesen oder die Lektüre irgendeines Buches.
Dieses da kann uns eine ganz besondere Unterweisung geben:
Diejenige, die zur Seligkeit führt.

Wie können wir die Seligkeit erringen?

Durch den Glauben an Jesus Christus. Nicht anderswie.

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B. ÜBER UNS MENSCHEN


1. Der unsterbliche Mensch

 
Nachdem Gott den Menschen erschaffen hat, nahm Er ihn, setzte ihn in den Garten Eden und gab ihm dieses Gebot:

16 Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, musst du des Todes sterben
.”

(Genesis 2.16,17)

Die Verlockung und die Neugier zugleich, von der verbotenen Frucht dennoch zu essen, sind jedoch so unwiderstehlich gewesen, dass die ersten zwei Menschen dem göttlichen Gebot nicht gefolgt sind.

Das Gebot hatte aber in sich einen tieferen Sinn:
Es war ein Test des Vertrauens zu Gottes Wort.

Aus ihrem Ungehorsam sind sie sterbliche Wesen geworden.
All ihre Nachkommen haben die tragische Folge dieser Übertretung vererbt, im Laufe der gesamten Menschheitsgeschichte und bis zum heutigen Tag.

Wir verspüren im eigenen Leben den Verlust unserer nächsten Angehörigen und Freunde und mit dem allmählichen Älterwerden wird es uns immer mehr bewusst, dass sogar wir selbst nicht unsterblich sind.

Am Anfang jedoch war es nicht so gewesen:

Gott hatte den Menschen als unsterbliches Wesen geschaffen.

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2. Die Sünde


 
Im Allgemeinen wissen wir alle, dass die Sünde nicht gut ist und geben ehrlich zu, dass man so was nicht begehen sollte.

Die Sünde - als biblische Definition - bedeutet die Übertretung des göttlichen Gebots, wie geschrieben steht:

17 Jede Ungerechigkeit ist Sünde(1 Johannes 5.17)

4 Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht.” (1 Johannes 3.4)

Am häufigsten sündigen wir willentlich und bewusst.

Diese Art zu handeln beruht auf dem Gedanken, als freier Mensch alles tun zu dürfen und gleichzeitig in der Selbstsicherheit, dass wenn wir unerlaubte Sachen tun, uns niemand beobachtet.
Es ist aber nicht so. Das Bibelwort besagt:

1 Herr, du erforschest mich
und kennest mich.
2 Ich sitze oder stehe auf, so weisst du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, Herr, nicht schon wüsstest.
5 Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir
.”

(Psalm 139.1-5)

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3. Die erste Sünde



Die erste Sünde der Menschheitsgeschichte ist diejenige der ersten zwei Menschen - Adam und Eva – gewesen, als sie eine Tat begingen, die das göttliche Gebot übertrat.

Aus diesem Grund haben sie mit einem sterbenden Leben zahlen müssen, das irgendeinmal ein Ende nehmen wird.

Die Schrift berichtet uns über Adam, „
5 dass sein ganzes Alter ward 930 Jahre, und starb.” (Genesis 5.5)

Das ist ihm so widerfahren „
23 denn – wie geschrieben steht – die Folge der Sünde oder der Sünde Sold ist der Tod.”

(Römer 6.23)

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4. Jeder Mensch hat Sünde



Die Tatsache, dass wir alle sterblich sind wird als selbstverständlich betrachtet sowie allgemein akzeptiert, so dass sich jeder irgendwann mit dem Gedanken des eigenen Ablebens tröstet.

Man sollte jedoch wissen, dass es den Tod nicht seit jeher gegeben hat, sondern als Folge der ersten Menschen Sünde übertrug sich dieser auf ihre Nachkommen und so auf die gesamte Menschheit.

Die Bibel sagt:

12 ... wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen...

(Römer 5.12)

Aus einem sterblichen Menschen kann nur einer ihm wesensgleicher geboren werden, also ebenfalls sterblich.

Gott will jedoch nicht, dass dies so bestehenbleibt.

Er bietet dem Menschen die Möglichkeit, das zu haben, was Er ihm am Anfang gegeben hatte: EWIGES LEBEN!

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5. Die Gerechtigkeit



Die Bibel verwendet manche Wörter, deren Verstehen zwecks Wahrnehmung ihrer Botschaft äusserst wichtig ist.

Eines dieser hier sehr häufig vorkommenden Wörter ist jenes der Gerechtigkeit.

Die naheliegendste Wortbedeutung ist „ohne Tadel”, „ohne Schuld”, „ohne Sünde”.

Es gibt eine besondere Gott gefallende Menschenart, die in der Bibel als „die Gerechten” genannt werden.

Weil jedoch ein gerechter Mensch ohne Tadel ist, oder anders gesagt, ohne Sünde, kann es niemanden geben, der gerecht ist, denn „
10 wie geschrieben steht: „Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.” (Römer 3.10)

Alle Menschen sind sündig und folglich sterblich.

Wenn jemand ohne Tadel wäre, also ohne Sünde, würde er nicht mehr sterben.
Genau dies ist der Zustand, in den uns Gott versetzen möchte, indem Er uns Seine Gerechtigkeit schenkt:

18 ... Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.
19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten
.”  

(Römer 5.18,19)

Dieser zweite Mensch ist Jesus Christus.

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6. Die Gerechtigkeit erlangt man durch den Glauben



Nach Gottes Beschluss, uns Seine Gerechtigkeit zu schenken, indem Er uns diese als eine Gabe anbietet, sollten wir sie auch annehmen.

Die Annahme Seiner Gerechtigkeit unsererseits kann nur auf eine Art und Weise gemacht werden: Durch den Glauben.

Um welchen Glauben handelt es sich hierbei? Die Bibel sagt es uns:

21 Nun aber ist ... die Gerechtigkeit ... offenbart ...
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben
."

(Römer 3.21,22)

Sobald wir an Jesus glauben, werden wir als gerecht angesehen, als wären wir tatsächlich Menschen ohne Tadel, was wir in Wirklichkeit nicht sind.

Wenn wir aber glauben, wird Gott uns wie sündlos ansehen, und zwar gerecht.
Es heisst:

24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade ...(Römer 3.24)

Die hier erwähnte Gnade bedeutet diejenige vonseiten Gottes uns erwiesene Gunst, ohne jeglichen Verdienst unsererseits; mit anderen Worten erhalten wir etwas geschenkt, dessen wir nicht würdig sind und auch nicht würdig sein können.

Der Glaube an Jesus bedeutet nicht etwa eine einfache verstandesmäßig abgegebene Zustimmung, sondern dieser muss tief in uns verwurzelt sein. Die Bibel verdeutlicht:

10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht.” (Römer 10.10)

Das bedeutet, von Herzen glauben, was er gesagt und getan hat.

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7. Die Auferstehung und das ewige Leben



Die Folge des Ungehorsams oder der Sünde des ersten Menschen ist dessen Tod gewesen und aller seiner Nachkommen bis zum heutigen Tag.

Wir alle sind sterblich. Wir werden geboren und nach einer Anzahl von Jahren sterben wir.

Es wird jedoch ein Tag kommen, da die vestorbenen Menschen auferstehen werden.

Die Bibel sagt:

21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden
.”

(1 Korinther 15.21,22)

...
in Adam alle sterben”: Daraus versteht man, dass all diese seine Nachkommen sind - alle Menschen.

Zum anderen „werden sie
in Christus alle lebendig gemacht werden”. Ewiges Leben jedoch werden allein diejenigen haben, die Christus im Glauben gefolgt sind; die anderen „werden hervorgehen ... zur Auferstehung des Gerichts". (Johannes 5.29)

Jesus sagt:

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen."

(Johannes 5.24)

An einer anderen Stelle besagt die Bibel Folgendes:

23 ... der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.” (Römer 6.23)

Die Sünde fordert einen Lohn: Den ewigen
Tod.
Gott aber bietet als Gabe, ohne Lohn, allen Menschen das ewige
Leben.

Bekommen werden es jedoch nur diejenigen, die „in Christus” waren, an ihn geglaubt und ihn als ihren Herrn angenommen haben.

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8. Die Auferstehung unserer Körper



Das Vorstellungsbild mancher Menschen über die Auferstehung liegt mehr im Bereich einer gewissen Abstraktheit, eines Geschehnisses mit nicht tastbaren Wesen ohne konkrete Körper, nicht Teil unserer Realität gehörend und eher in einer Welt der schwebenden und immateriellen Geister stattfindend.

Deren Ausdeutung ist diejenige einer Auferstehung nur des Geistes, mit anderen Worten sollen die Auferstandenen bloß Formen von Geistgestalten ohne leiblichen Körper annehmen.

Für viele kann die Auferstehung des Körpers gar nicht in Betracht kommen, da dies für den menschlichen Verstand undenkbar ist.

Überlegen wir doch mal auf welche Weise Jesus auferstanden war. Über ihn berichtet der Apostel Petrus Folgendes:

39 Und wir sind Zeugen für alles, was er getan hat im jüdischen Land und in Jerusalem. Den haben sie an das Holz gehängt und getötet.
40 Den hat Gott auferweckt am dritten Tag und hat ihn erscheinen lassen,
41 ... uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden war von den Toten
.”

(Apostelgeschichte 10.39-41)

Hätte ein Geist essen und trinken können?
Als sich Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern zum ersten Mal gezeigt hatte, meinten auch diese einen Geist gesehen zu haben, gerade deshalb weil – genauso wie heutzutage – die Auferstehung des Körpers unvorstellbar war.
Der Evangelist Lukas berichtet:

36 Als sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!
37 Sie erschraken aber und fürchteten sich und meinten, sie sähen einen Geist.
38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?
39 Seht meine Hände und meine Füße, ich bin’s selber. Faßt mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe.
40 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und Füße.
41 Als sie aber noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?
42 Und sie legten ihm ein Stück gebratenen Fisch vor.
43 Und er nahm’s und aß vor ihnen
.”

(Lukas 24.36-43)

Was wird über diejenigen gesagt, die Jesus im Glauben annehmen?
Wie werden diese auferstehen?
Die Bibel sagt es uns:

11 Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen ... "

(Römer 8.11)

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9. Die Allmacht Gottes



Wenn wir über die leibliche Auferstehung nachsinnen, stellen wir uns eine natürliche Frage: Kann denn so etwas möglich sein?

Für einen leblosen Körper gibt es keine Rückkehr mehr: Einmal verwest, kann dieser nicht mehr wiederhergestellt oder neugeschaffen werden.

Überlegen wir jedoch wie er geschaffen wurde.

Erinnern wir uns wie der Mensch entstanden ist und auf welche Weise er ins Leben gerufen wurde, finden wir folgende Antwort:

7 Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen.”

(Genesis 2.7)

So erfahren wir, dass die Substanz oder der Grundstoff aus welchem/er sich der menschliche Körper zusammensetzt die Erde ist.

Durch den von Gott empfangenen Odem des Lebens war der Mensch ein lebendiges Wesen geworden.

Beim Sterben ist dieser Prozess eben umgekehrt: Der Leib geht in die Erde zurück, während der Geist zu Gott zurückkehrt. Das eingegebene Wort besagt:

1 Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend ...
7 Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat
.”  

(Prediger 12.1,7)

Wenn Gott die Macht gehabt hat, Menschen aus Erde vom Acker zu machen, wird Er mit derselben Macht die Körper der aus dem Leben Geschiedenen erneut schaffen.

Mehr noch, zu einem von Gott beschlossenen und nur von ihm gekannten Zeitpunkt wird etwas Unerhörtes geschehen:

52 Die Toten werden auferstehen unverweslich”!

(1 Korinther 15.52)

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10. Jesus lebt



Die meisten Menschen kennen Jesus Christus als den Gekreuzigten, Mensch des Leidens und der Demut.

Man vergisst jedoch etwas Wesentliches: Er ist nicht am Kreuz hängen geblieben, so wie er oftmals in vielen Kirchen dargestellt wird.

Nachdem er seinen Geist aufgegeben hatte, war er allerdings beerdigt worden.

Er jedoch hatte vorhergesagt, dass er am dritten Tage von den Toten auferstehen wird.

22 ... sprach Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird überantwortet werden in die Hände der Menschen,
23 und sie werden ihn töten, und am dritten Tag wird er auferstehen
.”

(Matthäus 17.22,23)

Dies ist genauso geschehen.

Die Augenzeugen berichten darüber. Der Apostel Paulus sagt:

3 Denn als erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden ...
4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage ...
5 und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.
6 Danach ist er gesehen worden von mehr als fünfhundert Brüdern auf einmal ...
7 Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.
8 Zuletzt von allen ist er auch von mir ... gesehen worden
.”

(1 Korinther 15.3-8)

Der Evangelist Lukas bezeugt:

3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.”

(Apostelgeschichte 1.3)

Die Ungläubigkeit, dass heisst die Unfähigkeit zum Glauben des Apostels Thomas ist schon sprichwörtlich geworden.
Als sich Jesus seinen Jüngern gezeigt hatte, war dieser nicht anwesend gewesen. Über ihn steht geschrieben:

24 Thomas aber, ... einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammmelt, und Thomas war bei ihnen. Kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!
27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!


(Johannes 20.24-29)

Wir stellen uns weiter folgende Frage: Welcher ist eigentlich noch der Zustand Jesu nach Seiner Auferstehung?
Ist er womöglich von neuem gestorben?

Diese Unschlüssigkeit wird sogleich durch eine Versicherung behoben, die keinen Zweifel zulässt:

9 und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod kann hinfort über ihn nicht herrschen.”

(Römer 6.9)

Viele Jahrzehnte nach seiner Himmelfahrt hatte sich Jesus dem Apostel Johannes gezeigt, ihm sagend:

17 ... Ich bin ...
18 ... der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit ...


(Offenbarung 1.17,18)

Es kann sich nur eine einzige Schlussfolgerung ergeben:
Jesus ist in diesem Augenblick lebendig.

Die Kenntnis und die Gewissheit über diese Tatsache müsste einen entscheidenden Einfluss auf den Lauf unseres Lebens haben und zugleich eine verwandelnde Wirkung.

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JESUS CHRISTUS


1. Die ungewöhnliche und einzigartige Geburt Jesu Christi



Es ist eine offenkundige Tatsache, dass die Geburt eines Menschen die Frucht der Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau ist. Anders kann es auch nicht sein.

Im Falle der Geburt Jesu Christi jedoch hatte der Mann derjenigen, die ihn zur Welt gebracht hat, überhaupt keine Rolle in seiner Zeugung gespielt.

Die Schrift berichtet uns wie er geboren wurde:

18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist.
19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
20 Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem heiligen Geist.
21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden
.”

(Matthäus 1.18-21)

Es ergibt sich also, dass er nicht aus dem Zeugungsakt eines Mannes und einer Frau geboren wurde, sondern an Stelle des Mannes trat der heilige Geist.

Eine durchaus unvorstellbare Sache, umso mehr, als Maria - diejenige, die ihn zur Welt bringen sollte - noch nie intime Beziehungen mit einem Mann unterhalten hatte.

Deutlicher aufgezeichnet finden wir dies im Buch des Evangelisten Lukas:

26 Und im sechten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heisst Nazareth,
27 zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
28 Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!
29 Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiss?
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten
.”

(Lukas 1.26–31; 34,35)

Bis zur Geburt Jesu hatte sie keine intime Beziehung mit ihrem Mann Josef gehabt, wie uns gesagt wird:

24 Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.
25 Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar, und er gab ihm den Namen Jesus
.”

(Matthäus 1.24,25)

Hieraus kann man auch folgern, dass nach Jesu Geburt Maria zusammen mit Josef ein Familienleben als Mann und Frau geführt haben.

Ihrer Ehe sollen Söhne und Töchter entsprossen sein. Die Bibel berichtet uns darüber.
Zum Beispiel, dort wo über die Glaubensunfähigkeit der Menschen bekundet wird, dass derjenige, dessen Familie ihnen „allzuwohl” bekannt war, ausgerechnet der Erretter der Menschheit sein könnte:

53 Und es begab sich, als Jesus diese Geichnisse vollendet hatte, dass er davonging
54 und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, so dass sie sich entsetzten und fragten: Woher hat dieser solche Weisheit und solche Taten?
55 Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns? Heisst nicht seine Mutter Maria? Und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas?
56 Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm denn das alles?
57 Und sie ärgerten sich an ihm
.”

(Matthäus 13. 53-57)

Auch heutzutage können die meisten Menschen nicht glauben, dass Gott einen Rettungsplan für die Menschheit hat und dieser mit der Geburt Jesu Christi in unserer Welt beginnt, als Mensch in einer bescheidenen Familie.

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2. Die Notwendigkeit des Kommens Jesu Christi



Als Nachkommem der ersten zwei Menschen, Übertreter des Gesetzes Gottes, haben wie alle in uns eine ererbte sündige Natur.

Es muss an dieser Stelle gesagt werden, dass die Menschen nicht auch die Schuld Adams, auf Gottes Gebot nicht gehört zu haben, geerbt haben, sondern jeder einzelne von uns ist nur für die eigenen, bewusst verübten Sünden schuldig:

20 Denn nur wer sündigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes ...(Ezechiel 18.20)

Die sündige Natur bringt den Menschen leicht dazu, zu sündigen.
Wie auch im Falle eines jeden anderen Vergehens, gibt es selbst für das Begehen der Sünde ein Engelt oder einen Lohn.
Laut göttlichem Gesetz ist der Lohn für die begangene Sünde der ewige Tod (s.
Römer 6.23).

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Errettung oder Erlösung des Menschen von dem ewigen Tod.

Weil Gott es nicht zulassen wollte, die Menschen ins ewige Verderben gehen zu lassen, beschloss Er, dass ein Einziger den Lohn für alle bezahlt.

Dieser musste ohne Schuld sein, die Schuld aller Menschen auf sich nehmen, indem er mit seinem Tod bezahlte, so dass diese das ewige Leben wieder empfangen konnten.

Als dieser Mensch zur Welt kam, gab man ihm den Namen JESUS; dies ist kein zufälliger Name, sondern hat eine Bedeutung: „Jesus” heisst „Erlöser” oder „Erretter”.

Die Nachricht von seiner Geburt wurde den Menschen auf folgende Weise überbracht:

8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
9 Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11 denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids
.”

(Lukas 2. 8 – 11)

Somit wurde ihm ein zweiter Name verliehen: Christus.

Dieser ist ein griechischer Name und bedeutet „Der Gesandte (oder: der Gesalbte) Gottes”.

Das gleichbedeutende hebräische Wort des Namens Christus ist jenes des „Messias”.

Jesus Christus bedeutet demzufolge „Der von Gott gesandte Erretter”, mit anderen Worten „Derjenige, der den Auftrag oder die Zustimmung Gottes bekommen hat, die Menschheit vom ewigen Tod zu erretten”.

Der Apostel Paulus ruft aus:

15 Das ist gewißlich wahr und ein Wort, des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen ...

(1 Timotheus 1.15)

Die Sünder sind nicht nur eine beschränkte Anzahl von Menschen oder bloß eine gewisse Kategorie, sondern alle Menschen, wir alle.

Denn – sagt die Schrift –
es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt.”

(1. Könige 8.46; 2. Chronik 6.36)

8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.” (1 Johannes 1.8)

20 Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige.”

(Prediger 7.20)

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3. Die besondere Bedeutung der Buße



Eines der Schlüsselwörter zum wahren Verständnis der biblischen Botschaft ist jenes der „Buße”.

Kurz vor dem Kommen Jesu erschien ein Mensch, der anfing Folgendes zu verkünden:

2 ... Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!(Matthäus 3.2)

Sein Name war Johannes der Täufer.

Er hieß so, da er die Menschen „mit Wasser
zur Buße” taufte. (Matthäus 3.11)

Diejenigen, die sich dessen bewusst wurden, sündige Wesen zu sein und die es somit nötig hatten, gereinigt zu werden und einen neuen Anfang zu machen, ließen sich von ihm taufen.

Die Taufe mit Wasser hatte sicherlich einen förmlichen und vorbereitenden Charakter, denn nach Johannes sollte derjenige kommen, der die vollkommene Macht zur Reinigung der Sünden hatte: Der Heiland Jesus Christus.

Kurz danach kam Jesus selbst, der ebenfalls „
17 fing an zu predigen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!(Matthäus 4.17)

Nachdem Jesus seine zwölf Jünger gesandt hatte, von Ort zu Ort zu ziehen, Gutes zu vollbringen und die Kranken zu heilen, verkündeten diese zugleich, dass „das Himmelreich nahe herbeigekommen ist”. Über sie wird gesagt:

12 Und sie zogen aus und predigten, man solle Buße tun.” (Markus 6.12)

Sich an eine Menge Menschen wendend, riet der Apostel Petrus diesen dringend zu:

3 So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.” (Apostelgeschichte 3.19)

In Bezug auf die Bedeutung der Buße sagt Jesus:

10 So, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.” (Lukas 15.10)

Ist Buße etwa optional oder eher eine dringende Empfehlung der Gottheit?
Die Schrift sagt es uns:

30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggeseen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden
Buße tun.”

(Apostelgeschichte 17.30)

Die Bibel sagt, dass Jesus wiederkommt. Viele werden nun sagen: „Das wird seit zwei tausend Jahren immer wieder gesagt und alles bleibt beim Alten.”
Auch diese weltliche Denkart ist seit langem in der Heiligen Schrift prophezeit worden.

Es wird uns sogar der Grund dieser „Verspätung” mitgeteilt:

3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn nachdem die Väter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist
.”  

(2 Petrus 3.3,4)

Die Antwort der Bibel ist:

9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.”

(2 Petrus 3.9)

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4. Was ist Buße?



Im Allgemeinen sind unsere Handlungen in engem Zusammenhang mit unseren Überzeugungen.

Wenn uns also zugeredet wird, Buße zu tun, sollten wir auch gut verstehen, was dies zu bedeuten hat.

Was ist Buße und warum will Gott selbst, dass wir alle zur Buße finden? (s. 2 Petrus 3.9; Apostelgeschichte 17.30
)

Das Wort „Buße” ist sinngleich mit dem der „Reue”.

Wenn jemand etwas falsch gemacht hat oder jemandem Unrecht angetan hat, sich jedoch dessen bewusst wird, dann könnte es sein, dass es ihm leid tut und er es in seinem Inneren „bereut”, das heisst ein tiefes Gefühl des Bedauerns oder der Reue empfindet.

Viele werden sagen: „Es gibt doch nichts was ich in meinem Leben ändern muss. Ich habe nichts gestohlen, habe niemanden umgebracht, ich bin ein anständiger Mensch, geschätzt und geachtet von den Mitmenschen.”

Bei einer eingehenden Eigenuntersuchung werden wir jedoch verstehen, dass es nicht ausreichend ist, niemanden umgebracht zu haben, um ein gerechter Mensch zu sein.
Wenn wir unseren Nächsten auch nur mit Worten verwunden, kann dies wie ein scharfes Schwert wirken.
Welcher von uns ist noch nicht in der Lage gewesen, jemandem ein Unrecht angetan zu haben, oftmals ohne sich sogar dessen bewusst zu sein? Wir sind damals selbstsicher vorgegangen, von der eigenen Gerechtigkeit voll überzeugt, jedoch zugleich voll unwissend, dass der andere wegen uns leidet.

Das Unrechttun gegenüber unseren Nächsten ist nur eine der Vielheit von Fehler, Übeltaten oder Sünden, die wir alle begehen.

Das Bewusstwerden dieser Lage der Dinge wird uns dazu führen, all die Übertretungen, die wir im Laufe der Zeit begangen haben, zu bereuen. Wir werden diese nie wieder mehr tun wollen!

Was wir jedoch erfahren werden ist, dass trotz unserer Bestrebung und dem festen Entschluss zur Änderung, wir immer wieder neue Niederlagen hinnehmen werden müssen.
Wir werden den Willen haben, nicht aber auch die Macht der Änderung.

Auf sich selbst bezugnehmend, beschreibt der Apostel Paulus diesen wahren inneren Kampf wie folgt:

18 Denn ich weiss, dass in mir, das heisst in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
21 So finde ich nun das Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
22 Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
23 Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist
.”

(Römer 7.18-23)

Wie kann dieser fortdauernden Unfähigkeit eine Lösung gefunden werden?

Am Ende seiner Unruhe gelangt, bezeigt Paulus seine Dankbarkeit angesichts der Auflösung dieses Konfliktzustandes:

24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?
25 Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!


(Römer 7.24,25)

Zum Sieg kann uns nur Jesus Christus führen. Er hat die Macht über die Sünde.

Unsere einzige Chance ist dies zu glauben und in vollem Vertrauen zu ihm zu leben.
So werden wir feststellen, dass sich unser Leben mit der Zeit ändern wird.

Es ist jene Änderung nach dem Willen Gottes, die in Gedanken und im Herzen stattfindet.

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5. Wer ist in Wahrheit Jesus Christus?



Jesus Christus ist der Heiland der Welt.

Selbst sein Name – Jesus Christus – hat diese Bedeutung: Der von Gott gesandte Erretter, die Menschheit vom ewigen Tod zu erretten.

Zudem sollte man gut Bescheid wissen, dass er zugleich der einzige Erretter ist, wie geschrieben steht:

12
... in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.”

(Apostelgeschichte 4.12)

Hinsichtlich dieses Menschen bringt uns die Bibel eine aussergewöhnliche und ausschließliche Eigenschaft zur Kenntnis, die keinem anderen Menschen zuzuschreiben ist.
So sagt der Apostel Johannes:

14 ... wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt.”

(1 Johannes 4.14)

Gleich darauf folgt die Aufklärung, wer der Vater und wer der Sohn ist:  

15 Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.”

(1 Johannes 4.15)

Es genügt, nur das erste Kapitel des Evangeliums nach Johannes zu lesen und wir werden mit Erstaunen erfahren, wer Jesus in Wahrheit war und ist, er, den die meisten Menschen nur als „derjenige, der ans Kreuz geschlagen wurde” wahrnehmen.
In Wirklichkeit ist seine Person weit jenseits unserer Vorstellungskraft entfernt.

Wir wissen alle, dass das Wort das geläufigste und wichtigste menschliche Kommunikationsmittel ist: Das gesprochene Wort, das geschriebene oder gedruckte Wort, oder am Anfang das in Stein gemeißelte Wort.

Durch das Wort hatte auch Gott am Anfang die gesamte Schöpfung geschaffen: die Erde, die Sonne, den Mond, die Sterne und alle Lebewesen, und zum Schluss den Menschen, jedesmal sagend: „Es werde ... „ , und wie Er gesprochen hat, „geschah es so”.

Die Genesis, das erste Buch der Bibel, beginnt wie folgt:

1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.” (Genesis 1.1)

Das Evangelium nach Johannes beginnt mit einer auffallenden Ähnlichkeit:

1 Im Anfang war das Wort ...(Johannes 1.1)

Ist es wohl zufällig, dass das Evangelium nach Johannes mit denselben Worten beginnt?
Hier nimmt Johannes Bezug auf den Begriff des „Wortes”. Dieses Wort wird jedoch einer ... Person zugeschrieben! Wer ist diese Person?

Diese wird uns schrittweise von einem Vers zum anderen offenbart:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5 Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.
6 Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hieß Johannes.
7 Der kam zum Zeugnis, um von dem Licht zu zeugen, damit sie alle durch ihn glaubten.
8 Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.
9 Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,
13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
15 Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe:
Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn
er war eher als ich
.”

(Johannes 1.1.-15)

Aus dieser logischen Reihenfolge erfahren wir eine überraschende Wahrheit:
Der Mensch Jesus ist der Sohn Gottes, er selbst Gott, geboren von Gott seit aller Ewigkeit, vor Schöpfung des Universums.
Vielmehr erfahren wir noch über seine Eigenschaft als Schöpfer des Universums.

Unmittelbar nach dem Sündenfall des Menschen und daher der Notwendigkeit seiner Errettung, hatte Gott der Vater beschlossen, dass sein Sohn als Mensch auf Erden geboren werde, um so der Erretter aller Menschen zu werden.
Der Augenblick seines Kommens auf Erden ist vor ca. 2000 Jahren geschehen.

Er ist kein anderer als das zu Fleisch gewordene Wort.

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6. Die Stimme vom Himmel



Die Bestätigung der Tatsache, dass Jesus der Sohn Gottes ist, ist von Gott selbst gemacht worden.

Obwohl dies unglaublich scheint, wird in der Bibel in drei Fällen berichtet, wie Gott der Vater vom Himmel sprach, um Jesus als seinen Sohn anzuerkennen.

Das erste Mal war damals gewesen, als Jesus von Johannes im Fluße Jordan getauft wurde:

13
Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe.
16 Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen.
17 Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.


(Matthäus 3.13,16,17)


Das zweite Mal war dann gewesen, als er sich mit drei seiner Jünger auf einem hohen Berg befand und ein übernatürliches Ereignis stattfand: Die Verklärung Jesu.

2 ... nahm Jesus mit sich Petrus, Jakobus und Johannes und führte sie auf einen hohen Berg, nur sie allein. Und er wurde vor ihnen verklärt;
3 und seine Kleider wurden hell und sehr weiss, wie sie kein Bleicher auf Erden so weiss machen kann.
4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie redeten mit Jesus.
5 Und Petrus fing an und sprach zu Jesus: Rabbi, hier ist für uns gut sein. Wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Mose eine und Elia eine.
6 Er wusste aber nicht, was er redete; denn sie waren ganz verstört.
7 Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!


(Markus 9.2-7)

In einem seiner Briefe bezeugt der Apostel Petrus Folgendes:

16 Denn wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir Euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen.
17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
18 Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.


(2. Petrus 1.16-18)

Das dritte Mal war als Jesus über die Notwendigkeit seines Todes sprach:

27 Jetzt ist meine Seele betrübt. Und was soll ich sagen? Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.
28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn verherrlicht und will ihn abermals verherrlichen.
29 Da sprach das Volk, das dabeistand und zuhörte: Es hat gedonnert. Die andern sprachen: Ein Engel hat mit ihm geredet.
30 Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen geschehen, sondern um euretwillen.


(Johannes 12.27-30)

Ohne Zweifel ist hier all das, was sich zu jener Zeit zugetragen hat, für uns alle geschrieben.

Wir wissen jetzt, dass die Stimme des Vaters selbst vom Himmel herab ertönte, um uns die vollkommene Bestätigung dazu zu geben, dass Jesus Christus, unser Heiland, eigentlich sein Sohn ist.

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7. Die Geburt Jesu Christi: Warum aus dem heiligen Geist und einer Jungfrau?



Es gibt mehrere Gründe, die uns eine Antwort auf diese Frage geben:

1. Die Präexistenz Jesu Christi vor seiner Geburt auf Erden

Bevor er auf dieser Welt als der Mensch Jesus Christus kam, existierte Er zuvor als der Sohn Gottes, geboren vor Schöpfung des Universums:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
15 Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft: Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.


(Johannes 1.1,2,14,15)

58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.

(Johannes 8.58)


15 Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.”
17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.


(Kolosser 1.15-17)

Nachdem Maria schwanger war von dem heiligen Geist, brachte sie Jesus zur Welt, derselbige, der vor dieser weltlichen Geburt als Sohn Gottes existierte.
So wurde Jesus durch den heiligen Geist auf diese Welt als Mensch geboren und ist somit Gott auch auf Erden.


2. Die Kontinuität seiner Existenz auch in menschlicher Gestalt, um auf diese Weise der Heiland der Welt zu werden

Jesus sollte auf diese Welt als Mensch kommen und somit seine Existenz, die er bereits vor seiner Geburt auf Erden hatte, weiterhin fortführen.

Der Anlass seiner Geburt als Mensch auf Erden ist derjenige gewesen, dass er der von Gott gesandte Heiland der Menschheit werden sollte:

38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich’s auferwecke am Jüngsten Tage.
40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.


(Johannes 6.38-40)


3. Die Glaubwürdigkeit der Geburt Jesu vom heiligen Geist als Vater

Seine Geburt vom heiligen Geist und von einer Jungfrau diente als ein Beweis der Glaubwürdigkeit vor der ganzen Welt, dass der Neugeborene keineswegs der Sohn Josefs oder eines irgendwelchen anderen Mannes war.

Im vorliegenden Fall sollte ein bereits existierendes Wesen zur Welt kommen – jetzt auch in menschlicher Gestalt – und zwar Gott selbst, durch den heiligen Geist.

18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist
19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
20 Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem heiligen Geist.
21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.


(Matthäus 1.18-21)

"
30 Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden.
31 Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Jesus geben.
34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiss?
35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.
"

(Lukas 1.30,31,34,35)

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8. Jesus der Felsen



Unter seinen zahlreichen und bedeutenden Predigten sagte Jesus den Menschen auch das Gleichnis des auf dem Fels gebauten Hauses:

24
... wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.
27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.


(Matthäus 7.24-27)

Die Schlüsselwörter, die uns zum besseren Verständnis der obigen Verse, als auch der Person Jesu, führen werden, sind: „Fels” und „Grund”.

Der vernünftige Mensch oder der weise Baumeister baut sein Haus auf einem festen Grund, gegründet auf Felsen, und nicht auf Sand (das Haus symbolisiert hier unser Leben).

Der Weise setzt sein Vertrauen in Jesus, der sein Herr und Erretter ist; der unvernünftige Mensch dagegen weist Jesus von sich ab und übersieht die Tatsache, dass Er seine einzige Rettung ist.

Das Gleichnis des Hausbaus ist in der gesamten Schrift (sowohl im Neuen als auch im Alten Testament) öfters verwendet worden: von Jesus, den Aposteln, Evangelisten und Propheten.

Der Apostel Paulus nimmt ebenfalls Bezug auf das Gleichnis eines Hausbaus:

10 Ich nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als ein weiser Baumeister; ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut
11 Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
14 Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen.
15 Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden ...


(1 Korinther 3. 10,11,14,15)

Paulus bezieht sich hier auf sein Werk zur Evangelisierung, das Jesus Christus in dessen Zentrum hat.
Der von Paulus und danach von seinen Jüngern („ein anderer baut darauf”) verkündete Glauben war derjenige in Jesus Christus, das Fundament oder der Grund des christlichen Glaubens.
Vers 11 verdeutlicht: „
Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist ...

Während er sich auf die vergangenen Wanderschaften des Volkes Israel durch die Wüste bezieht, macht Paulus verständlich, dass all diese sich einer permanenten göttlichen Wegweisung erfreuen konnten:

3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.


(1 Korinther 10.3,4)

Der Apostel Matthäus berichtet:

13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?
14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.
15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.


(Matthäus 16.13-18)

Jesus wendet sich an Simon, Jonas Sohn, mit den Worten „du bist Petrus”, dem Namen unter dem dieser von da an bekannt werden sollte.
Zudem teilt er ihm mit, dass er „auf diesen Felsen” seine Gemeinde bauen will.

Die Wörter „Petrus” und „Felsen” sind im Griechischen – der Sprache des Neuen Testaments – sinnähnlich, haben jedoch unterschiedliche Bedeutungen:

Das griechische Wort für „Petrus” ist „petros” und bedeutet kleiner Stein oder ein aus einem Berg gelöstes Gestein.
Das griechische Wort für „Felsen” ist „petra” und bedeutet riesiger Fels oder ein felsiger Bergabhang.

Petrus erkannte Jesus als „Christus, des lebendigen Gottes Sohn”.  
Jesus offenbarte Petrus, dass diese Erkennung nicht seine eigene Erkenntnis ist, sondern ihm von Gott dem Vater gegeben wurde.

Jesus nimmt ebenfalls Bezug auf den Bau seiner „Gemeinde”.
Das griechische Wort für „Gemeinde” oder „Kirche” ist „ekklesia” und bedeutet eine zusammenberufene Menschenversammlung. Im Neuen Testament bezieht sich diese auf diejenigen, die den Glauben an Jesus Christus haben.
Sich an die Gläubigen in Christus aus Ephesus wendend, sagt der Apostel Paulus Folgendes:

19 So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
20 erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist,
21 auf welchem der ganze Bau ineinandergefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn.
22 Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist.


(Epheser 2.19-22)

Jesus nimmt das Gleichnis des Hausbaus wieder auf, indem er sich auf das Haus Gottes bezieht – ein geistiger Bau, der die in ständigem Wachstum befindliche Gesamtheit aller Gläubigen umfasst.
Als Grund hat dieses die Apostel und Propheten, diejenigen, die die Kenntnis von Jesus Christus verkündeten, der als „der
Eckstein” – das Tragteil zur Festigung des gesamten Baus – dargestellt ist.

Daraus lässt sich folgern, dass Jesus den anwesenden Zuhörern – Petrus und den anderen Jüngern – die Tatsache offenbarte, dass er die Versammlung jener an ihn Glaubenden (die Gesamtheit der Gläubigen: Gottes Volk) gründen werde. Er erklärte für richtig die feste Aussage Petrus, desjenigen, der ein Bestandteil („petros”) des Hauses oder Tempel Gottes, gebaut auf dem Felsen („petra”) Jesus Christus, werden sollte.

Die Jünger, zusammen mit Petrus – demjenigen, an den sich Jesus damals wendete – verstanden damals, dass der Felsen, auf den man sich in den bis zum damaligen Zeitpunkt geschriebenen Schriften des öfteren bezog, er selbst war: Jesus Christus.
Nach vielen Jahren schrieb Petrus im ersten seiner Briefe:

4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
6 Darum steht in der Schrift: „Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.”
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist „der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein geworden ist,
8 ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses”; sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.
9 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, ..., das Volk des Eigentums; ...
10 die ihr einst „nicht ein Volk” wart, nun aber „Gottes Volk” seid ...


(1 Petrus 2.4-10)

Gott ist immer der Felsen gewesen, auf den auch die aus alten Zeiten ihr ganzes Vertrauen und alle Hoffnung setzten. Nachdem ihn der Herr aus der Hand aller seiner Feinde erlöst hatte, richtete David dem Herrn folgende Worte:

2
Der Herr ist mein Fels und meine Burg
und mein Erretter.
3 Gott ist mein Hort, auf den ich traue,
mein Schild und Berg meines Heils,
mein Schutz und meine Zuflucht,
mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.


(2. Samuel 22.2,3)

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9. Die Erlösung



Dem Sinn nach wird das Wort „Erlösung” am ehesten in Zusammenhang mit „Befreiung” oder „Errettung” gebracht.

Die Bibel verwendet häufig den Begriff der „Erlösung” und in gleichem Maße den des „Erlösers”.

Als ein von ihm geschaffenes Wesen, gehörte der Mensch ursprünglich Gott. Nicht im Sinne eines Besitztums, sondern als ein mit ganz besonderen Eigenschaften ausgestattetes Wesen, verliehen von dem, der es ins Leben gerufen hat.
Die Wesenszüge des Menschen konnten nur allzu ähnlich denen seines Schöpfers sein, da er als ein solches Geschöpf ins Dasein kommen sollte, welches in völliger Übereinstimmung mit der vom Schöpfer gewünschten Vorstellung sein sollte:

26
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, ...
27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; …


(Genesis 1.26,27)

Als Folge ihres Ungehorsams sind die ersten zwei Menschen - die bis dahin in einer volkommenen Harmonie in Gottes Nähe gelebt hatten – sterbliche Wesen geworden.
Sie entfremdeten sich ihm nicht nur im geistigen Sinne, sondern auch von ihrem bisherigen konkreten Lebensort:

23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.


(Genesis 3.23,24)

Seit dem Augenblick entfernte sich der Mensch immer mehr von seinem Schöpfer und entfremdete sich ihm, indem er allmählich anfing, sich den „Werken des Fleisches” zu begeben:

19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen,
21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.


(Galater 5.19-21)

Dass diese Art und Weise des Seins im Widerspruch zu derjenigen Gottes ist, wird uns in den folgenden Versen offenbart:

22 Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.


(Galater 5.22-23)

Vom Sündenfall Adams bis zum heutigen Tag trachteten die Menschen eher nach den „Werken des Fleisches”, die inkompatibel zum Geist Gottes sind:

17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander ...

(Galater 5.17)

Durch sein Opfer hat der Heiland Jesus Christus nicht nur alleine die Strafe für die Sünde auf sich genommen, sondern:

14 ...  sich selbst für uns gegeben ..., damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit ...(Titus 2.14)

Die Erlösung hat somit auch die Rolle der vollständigen Befreiung von der Macht der Sünde oder „von aller Ungerechtigkeit”.

5 ...  der Mensch Christus Jesus,
6 ... sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung ...
(1 Timotheus 2.5,6)

Man weiss ja, dass für jeden Ankauf zwar ein gewisser Preis bezahlt werden muss. Im vorliegenden Fall ist dieser ein durchaus aussergewöhnlicher Preis:

18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise,
19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.


(1 Petrus 1.18,19)

Wir alle – ohne Ausnahme – sind vom vererbten „nichtigen Wandel” erlöst worden:

9 ... du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen

(Offenbarung 5.9)

Wir pflegen weiterhin zu leben nach den „Werken des Fleisches”, da wir unter den uns umgebenden unvermeidlichen nicht immer positiven Einflüssen und Versuchungen stehen.

Durch sein vollbrachtes Werk hat jedoch Christus ein Zeichen gesetzt.
Von dem Augenblick an, in dem wir von seiner grenzenlosen Ergebenheit gegenüber dem menschlichen Wesen Kenntnis nehmen, werden wir von unserem Gewissen in eine völlig neue Lage versetzt:
Uns für die allmähliche Entsagung der „Werke des Fleisches” zu entscheiden.

Diese werden wir jedoch nicht auf einmal „in Luft auflösen“ können.
Solange wir in dieser Welt leben, werden wir das Gesetz der Sünde oder des Bösen in uns tragen müssen:

18 Denn ich weiss, dass in mir, das heisst in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber tue, was ich nicht will, so tue nicht ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
21 So finde ich nun das Gesetz, dass mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt.
22 Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
23 Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemüt und hält mich gefangen im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.


(Römer 7.18-23)

Das einzig wirksame „Mittel” gegen die „Werke des Fleisches” ist, diese zu ignorieren oder diese einfach „aufzuhängen”:

24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.

(Galater 5.24)


Wir können in unser Leben allmählich „die Früchte des Geistes” bringen:

16 ... Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.(Galater 5.16)

So werden wir irgendeinmal erfahren, dass wir von dem von unseren Vorfahren geerbten nichtigen Wandel erlöst wurden.

Christus hat die Erlösung für alle Menschen möglich gemacht, jedoch werden sich nicht alle dessen erfreuen, sondern nur diejenigen, die erkennen werden, dass sie von nun an einen anderen Lebenswandel führen müssen: Einen nicht mehr nach der natürlichen Weise der weltlichen Natur. Grund dafür ist die Tatsache, dass sie „für Gott erkauft” wurden und fortan nach neuem Standard leben müssen.

Vor diese Wahl gestellt, sollten wir uns öfter ins Gedächtnis rufen, dass „die Werke des Fleischesimmer nur zum Bösen führen, während „die Früchte des Geistes” uns nur zum Guten führen werden.

Der Zweck der Erlösung ist die Zurückführung des Menschen vom bösen Zustand, in dem er sich heute befindet, zum ursprünglichen Zustand, in dem ihn Gott erschaffen hat.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Erlösung nicht automatisch vonstatten geht, sondern diese bedeutet eine Annahme und eine bewusst getroffene Wahl vonseiten des Menschen zu deren Gunsten – nach Kenntnisnahme dessen, was Jesus für uns verwirklicht hat.

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10. Vergebung der Sünden


 
Warum braucht man denn eine Vergebung der Sünden?

Als Nachkommen der ersten zwei Menschen – Übertreter des Gesetzes Gottes oder im biblischen Sinne: „Sünder” – sind wir alle von Geburt an ebenfalls „Sünder”:

12
... wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen ...

(Römer 5.12)

Als Folge des begangenen Fehlers waren Adam und Eva sterbliche Wesen geworden.

23 ...
der Sünde (oder: des Ungehorsams gegenüber Gott) Sold ist der Tod...(Römer 6.23)

Eine harte, selbstverständliche und jedem bekannte Realität ist, dass jedermanns Geburt ein längeres oder kürzeres Leben bevorsteht, dieses jedoch zuletzt mit dem Tod endet.

Der Wille Gottes aber ist es, dass der Mensch in den von ihm am Anfang verliehenen Zustand zurückkehrt: Jener eines unsterblichen Wesens:

23 ... die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.(Römer 6.23)

Jesus Christus hat die gerechten Anforderungen Gottes erfüllt, indem er für die Sünde der Menschheit mit seinem Tode bezahlte:

5 ... er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen.
Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.
11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.


(Jesaia 53.5,10,11)

21 ... er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

(2 Korinther 5.21)

Seitdem wird jeder, der an ihn glaubt, erlöst, dass heisst gerettet werden: vom ewigen Tod zum ewigen Leben, so dass, an einem von Gott dem Vater beschlossenen und nur von ihm gekannten Tag die in Christus Gestorbenen für die Ewigkeit auferstehen werden und der Tod wird nicht mehr sein.
(Offenbarung 21.4)

16 ... also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

(Johannes 3.16)

47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben.(Johannes 6.47)

52 ... es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.
54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: «Der Tod ist verschlungen vom Sieg. »


(1 Korinther 15.52-54)

Warum und wie sollten wir verstehen, dass es die Notwendigkeit von Sündenvergebung gibt?

Wenn in den zwischenmenschlichen Beziehungen Missverständnisse auftreten, die zur Beeinträchtigung oder zum Abbruch des gegenseitigen Umgangs führen, kann nur die Vergebung diejenige sein, die die ursprünglichen Beziehungen der Eintracht und friedlichen Zusammenlebens wiederherstellen kann.

Durch seine Aufopferung schafft Jesus auf ähnliche Weise die neue Grundlage der wunderbaren Harmonie zwischen Gott und den Menschen, um uns somit mit Gott zu versöhnen.

18 ... Gott, ... uns mit sich selber versöhnt hat durch Christus ...(2 Korinther 5.18)

Als Nachkommen der ersten zwei Menschen laufen wir mit sicheren Schritten dem ewigen Tod entgegen, welcher ist die gerechte Strafe (biblisch: der „Lohn”) der Sünde.
Solange wir nicht verstehen, dass wir das an unserer Stelle gebrachte Opfer Jesu von Herzen annehmen sollten, wird der Zorn Gottes ewig über uns bleiben, wobei unsere Zukunft das ewige Verderben sein wird. Laut Bibel ist dieser ein äusserst schrecklicher Zustand.

36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

(Johannes 3.36)

8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass
Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
9 Um wieviel mehr
werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind!
10 Denn wenn
wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wieviel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind.


(Römer 5.8-10)


28 ...  ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen ...(Johannes 10.28)

40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende der Welt gehen.
41 Der Menschensohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Unrecht tun,
42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneklappern sein.


(Matthäus 13.40-42)


Demjenigen, der glaubt, hat aber der Herr Jesus durch sein einmalig volbrachtes Opfer die Sünden ein für allemal vergeben. Im Nachhinein entfällt vonseiten des Menschen jegliche Notwendigkeit, dem irgendwas hinzuzufügen.

43 Von diesem bezeugen alle Propheten, dass durch seinen Namen alle, die an ihn glauben, Vergebung der Sünden empfangen sollen.

(Apostelgeschichte 10.43)

10 ... sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
11 Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die Sünden wegnehmen können.
12 Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun für immer zur Rechten Gottes
14 Denn mit EINEM Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden.
18 Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde.


(Hebräer 10.10-12,14,18)

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11. Die Todesangst



Die Todesangst ist menschlich und daher eine durchaus natürliche und selbstverständliche Sache.

Angesichts des Herankommens des Todes – entweder unmittelbar bevorstehend oder nach einer gewissen Zeit stattfindend – überkommt jeden Menschen ein Gefühl der Angst.

Im Allgemeinen ist dieses ein starkes Gefühl, das sich bis zur schrecklichsten Todesfurcht entwickeln kann.

Sosehr diese seelischen Zustände und Plagen auch sein mögen, diese werden von einer zugute kommenden Gewissheit begleitet, und zwar die dem Menschen gegebene Zusicherung Jesu Christi:

25
Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;
26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.


(Johannes 11.25,26)

Es werden uns hier zwei wichtige Begriffe übermittelt: Die Auferstehung und das Leben.
Der erste, die Auferstehung, bedeutet die Zurückbringung ins Leben des gestorbenen Menschen.
Der zweite, das Leben, ist das Antonym od. der Gegenbegriff des Todes.

Der Apostel Paulus machte seinerseits folgende erstaunliche Ankündigung:

51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53 Denn dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.
54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht: «Der Tod ist verschlungen vom Sieg.»


(1 Korinther 15.51-54)

Aus der zwischen diesen zwei Offenbarungen bestehenden Analogie stellt man fest, dass diese einen klaren Unterschied zwischen zwei Menschengruppen machen:
Diejenigen, die gestorben sind (deren Leib verweslich ist) und diejenigen, die am Leben sind (deren Leib sterblich ist).

Diejenigen, die gestorben sind – und an Jesus geglaubt haben – werden leben:

Ich bin die Auferstehung und das Leben ...”
„ ... Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;”
„ ... die Toten werden auferstehen unverweslich ...”
„ ... dies Verwesliche muß anziehen die Unverweslichkeit
...”

Für diese erste Gruppe gilt der Begriff der „Auferstehung”.

Diejenigen, die zur Zeit der letzten Posaune am Leben sein werden – und an Jesus geglaubt haben – werden leben.

Ich bin die Auferstehung und das Leben ...”
„... wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.”
„ ... und wir werden verwandelt werden.”
„ ... dies Sterbliche muß anziehen die Unsterblichkeit
...”

Für diese zweite Gruppe gilt der Begriff des „Lebens” (es handelt sich hier um das ewige, unsterbliche Leben).

Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, in vielen Berichten hinsichtlich jemandens Tod bezeichnet die Bibel diesen Zustand als jenen eines „Entschlafens”, wobei die Toten „die Entschlafenen” sind.

Die natürliche Frage, die sich ferner ergibt, ist:
Wann wird die letzte Posaune erschallen?

Die Bibel gibt uns folgende Antwort:

14 ... wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.
16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.


(1 Tessalonicher 4.14-17)


Dieses Ereignis der Auferstehung der Toten „in Christus” und zugleich der Verwandlung der Lebenden wird beim Wiederkommen Jesu Christi geschehen.

Die gläubigen Menschen, die zu jener Zeit leben werden, werden sich des ewigen Lebens sogleich erfreuen, mit andern Worten werden sie „nimmermehr sterben”.
Dies wird jedoch nicht geschehen bevor die, „die in Christus gestorben sind”, auferstanden sind.

All dies übersteigt den logisch-natürlichen Menschenverstand, für den diese Schilderung nur schwer begreiflich sein kann.
Eben deswegen versichert uns Jesus in deutlichen Worten und für jedermanns Verstand von der Wahrhaftigkeit dieses großen uns bevorstehenden Ereignisses:

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.
26 Denn wie der Vater das Leben hat in sich selber, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in sich selber;
27 und er hat ihm Vollmacht gegeben, das Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.
28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden,
29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.


(Johannes 5.24-29)

Nach seiner Himmelfahrt hatte Jesus Paulus zum Apostel aller anderen Nationen berufen, d. h. allen Völkern die Kenntnis über und den Glauben an ihn – Jesus Christus – zu predigen und zu verkünden.
Als den Gläubigen aus Korinth Zweifel über die Auferstehung der Toten aufkamen, sagte er ihnen:

12 Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?
13 Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden.
14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
15 Wir würden dann auch als falsche Zeugen Gottes befunden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen.
16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht auferstanden.
17 Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;
18 so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.
19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elendesten unter allen Menschen.
20 Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind.
21 Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten.
22 Denn wie sie in Adam alle sterben, so werden sie in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommen wird, die, die Christus angehören;
24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat.
25 Denn er muss herrschen, bis Gott ihm «alle Feinde unter seine Füße legt».
26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.


(1 Korinther 15.12-26)

All diese klaren Aussagen sind nicht nur an die Korinther geschrieben worden, sondern auch an jeden Menschen, der in manch einem Augenblick seine Bedenken bekommt, in welchem Zeitalter dieser auch lebt oder gelebt hat.

Jesus versichert dem Gläubigen, dass er ihn am „Jüngsten Tage” auferwecken wird:

38 ... ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jüngsten Tage.
40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage.


(Johannes 6.38-40)

Das Kommen Jesu und sein Wirken auf Erden erfüllen zudem noch den Zweck, dass er
15 ... die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.”

(Hebräer 2.15)

Bis zu seinem Kommen waren die Menschen durch die Furcht vor dem Tod und die düstere Perspektive davor „der Knechtschaft unterworfen”.
Durch die dem Menschen im Neuen Testament offenbarten Wahrheiten kann nun jeder vollkommen aufgeklärt werden: Hinsichtlich des Todes und der Auferstehung sowie von der Todesangst fürwahr „befreit” werden.
Jetzt wissen wir, dass die Zukunft desjenigen mit dem Glauben an Christus das EWIGE LEBEN ist!

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12. Jesus kommt wieder



Wie viele Menschen glauben heutzutage noch, dass Jesus wiederkommen wird?

Sein Kommen und Wirken auf Erden vor ca. 2000 Jahren sind Ereignisse, die seit langem in das Bewusstsein der Menschheit gedrungen sind und als solche geschichtlich aufgezeichnet worden sind.

Seitdem hat die Menschheit ihren Lauf weiterhin auf vielfachen - sozialem, wirtschaftlichem, politischem, kulturellem, wissenschaftlichem, u.s.w. - Gebieten genommen.
Es waren und es sind abwechselnd Zeiten des Aufblühens, gekennzeichnet aber auch durch Unruhen – sowohl auf familiärer, als auch auf gesellschaftlicher Ebene - , die eine Lösung erfordern.

Im Wirbel unzähliger Problematiken des alltäglichen Lebens, findet der Mensch keine Zeit und Muße, um sich – auch nur für kurze Zeit – mit dem Lesen eines bestimmten Buches (Die Bibel) zu beschäftigen, welches nicht nur Informationen historischer Art von stattgefundenen und archäologisch erwiesenen Geschehnissen bietet, sondern auch einzigartige prophetische Offenbarungen.

Eine von diesen – deren Erfüllung noch bevorsteht – ist das Wiederkommen Jesu Christi.
Dieses Wiederkommen wird nicht mehr dasjenige eines Menschen sein, der sein Leben hingeben wird, sondern des Gottesmenschen in all seiner Macht und Herrlichkeit.

Der letzte Blick, den seine Jünger von ihm gehabt haben, war derjenige seiner Himmelfahrt gewesen.
Aber in ebendenselben Augenblicken wurde ihnen - als auch der gesamten Menschheit von damals und von heute – eine Verheißung gemacht:
Diejenige seines sicheren Wiederkommens.

9
... als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.


(Apostelgeschichte 1. 9-11)


Wird sein Wiederkommen wohl im geheimen passieren und nur manchen Menschen sichtbar sein?
Wird er sich nur an bestimmten Orten zeigen?

Die Bibel sagt uns Folgendes:

3 ... traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt?
4 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe.
5 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.
23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus! oder da!, so sollt ihr's nicht glauben.
24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so dass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten.
25 Siehe, ich habe es euch vorausgesagt.
26 Wenn sie also zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus; siehe, er ist drinnen im Haus!, so glaubt es nicht.


(Matthäus 24.3-5, 23-26)

Jesus antwortet auf die Frage seiner Jünger zuerst mit einer Warnung.
Von dem Wunsch beseelt, sein Wiederkommen Wirklichkeit sehen zu wollen, werden viele Menschen von Personen in die Irre geführt werden, die von sich mit fester Überzeugung behaupten, der Heiland selbst zu sein.

Bis zu seinem Wiederkommen – und zwar in der Weise wie von ihm selbst vorhergesagt - ist es wichtig, uns von faszinierenden Geschehnissen („werden große Zeichen und Wunder tun, so dass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten” -
Matthäus 24.24) nicht beeindrucken und blenden zu lassen.

Diese „falschen Christusse und falschen Propheten” werden durch das Besitzen von außergewöhnlichen Mächten zu überzeugen versuchen. Dadurch werden sie unbemerkt ihren Einfluß auf die Emotionen der Menschen ausüben.

Das Wiederkommen des Heilands Jesus Christus wird einzigartig und ohnegleichen sein, so wie er es uns selbst fernerhin mitteilt:

27 Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.
30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel senden mit hellen Posaunen, und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum andern.


(Matthäus 24.27,30,31)

Über 500 Jahre vor Jesu Geburt auf Erden berichtete der Prophet Daniel von einer Botschaft, die er von Gott während seines Nachttraumes empfangen hatte:

13 Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht.
14 Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.”

(Daniel 7.13,14)


Im letzten Buch der Heiligen Schrift finden wir folgende göttlichen Aussagen:

7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.
8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.


(Offenbarung 1.7,8)

Dieses Ereignis wird also von jedem Menschen auf Erden gesehen und gehört werden.
Jesus wird zuerst aus der Luft erscheinen „auf den Wolken des Himmels”, „mit großer Kraft und Herrlichkeit
(Matthäus 24.30), und nicht auf der Erde, zwischen/unter den Menschen, die uns umgeben.

Können wir den Augenblick seines Wiederkommens genau wissen? Jesus sagt uns:

36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiss niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.

(Matthäus 24.36)

Was wir jedoch wissen können, sind die vorankündigenden Anzeichen seines nahenden Wiederkommens:

6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Sehet zu, erschrecket nicht; denn dies alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
7 Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten.
8 Alles dieses aber ist der Anfang der Wehen.


(Matthäus 24.6-8)


Jesus rät uns, uns nicht emotional berühren zu lassen, indem wir uns vor den schrecklichen Ereignissen – die bereits passiert sind und noch stattfinden werden - fürchten sollen, sondern wir sollten das innere Gleichgewicht bewahren.

Jesu Aussagen zufolge besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Auftreten falscher religiöser Lehrer und dem Kommen von schweren Zeiten.
Warum?

Die Neigung der Menschen, falschen „Christussen” und falschen religiösen Lehrern zu folgen wird durch die Zunahme der Kriege, Seuchen, Erdbeben, Naturkatastrophen verschärft.

Kriege, Seuchen, Hungersnöte, usw. hat es immer gegeben, die Möglichkeit jedoch von all diesen an jedwelchem Ort der Erde Kenntnis zu nehmen („Gerüchten” von ...) ist niemals so weit fortgeschritten gewesen wie heutzutage mittels den Massenmedien (besonders über Fernsehen und Internet).

Beim Erfahren dieser Dinge werden die erschreckten Menschen leicht zu manipulieren sein, um sich so falschen Lehrern und Propheten voll und ganz anzuvertrauen. Diese werden jedoch im Grunde Macht, Reichtum, Ruhm, politischen Einfluss, usw. bezwecken (man könnte sie sogar innerhalb der vorhandenen offiziellen Kirchen erkennen).
In der Regel pflegen die Menschen und geben sich damit zufrieden, regelmäßig in die Kirche zu gehen und zwar nach Tradition, da sie meinen, mehr als dies sei ihnen nicht notwendig.
An dieser Stelle muss jedoch gesagt werden, dass nur durch das individuelle Studium der Bibel jeder von uns wahrhaftig den Weg zu Gott finden kann, indem wir die Schriften erforschen, auf deren Seiten wir die wahre und realistische Führung, von Gott selbst eingegeben, finden!

Wie sehr wichtig der Zusammenhang zwischen dem Inhalt der Bibel, dem ewigen Leben und seiner Person ist, offenbart uns Jesus selbst, wie folgt:

„39 Ihr erforschet die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind es, die von mir zeugen.

(Johannes 5,39)

Seine prophetische Rede im Hinblick auf das Herannahen seines Kommens endet mit folgendem Hinweis:

28 Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.”

(Lukas 21.28)

Jesus sagt, wir sollen unsere Blicke nach oben richten, woher unsere Erlösung kommen wird. Dies bedeutet, wir sollten unsere Gedanken auch nach oben gen Himmel richten, woher wir das Kommen unseres Erretters erwarten und nicht nur nach unten, nach irdischen Lösungen suchend.

Erdbeben, Kriege usw., sind lediglich Vorzeichen der Erfüllung dieser Prophezeihungen.
Die eigentliche Gefahr besteht jedoch darin, dass man getäuscht und in die Irre geführt werden kann („Seht zu, dass euch nicht jemand verführe!”).

Obwohl uns die Vorzeichen seines Kommens bekannt sind, geben uns diese keine völlige Gewissheit bezüglich des Augenblicks seines Kommens, da Jesus uns auch sagt:

44 ... seid ... bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.(Matthäus 24.44)

„34 Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick;
35 denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen.
36 So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.
"

(Lukas 21.34-36)

Das Vollstopfen mit Essen und Saufen, wie auch die täglichen Sorgen sind Charakterzüge von Menschen, die ihr Leben meistens auf ungesunde Beschäftigungen und Vergnügungen gründen und sich von den im Leben häufig vorkommenden Sorgen plagen lassen.
Für all diese, deren Gedankenwelt nicht über den gegenwärtigen irdischen Horizont hinausgeht, wird das Wiederkommen Jesu Christi völlig unerwartet sein und wird sie „wie ein Fallstrick” fangen.

Jeder von uns kann Prioritäten haben, die uns von „wesentlicher” Wichtigkeit vorkommen, so dass wir die Verheißung unseres Heilands ganz ausser Acht lassen können.
Wir müssen zwar unsere täglichen Verpflichtungen nicht vernachlässigen, jedoch müsste unsere oberste Priorität die Gewissheit des Wiederkommens Christi sein.
Es besteht immer wieder die Gefahr, von Beschäftigungen ergriffen zu werden, die mit dem Willen Gottes unvereinbar sind. Eben deswegen redet uns Jesus eindringlich zu, wachsam zu sein.

Was heisst aber, wachsam zu sein oder zu „wachen”?

Es bedeutet, die Prioritäten unseres Lebens aufgrund der biblischen Botschaft – des Wortes Gottes für jeden von uns - umzuwerten.
Es bedeutet, konkret in unserem Leben Früchte in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes zu bringen.

„Wachen” bedeutet aber vor allem zu glauben, dass Jesus jederzeit wiederkommen kann.

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DER DEKALOG



1. Die Bedeutung



Die Zehn Gebote (oder der Dekalog: griech. deka "Zehn" und logos "Wort") haben aufgrund ihrer Herkunft und durch deren unschätzbaren Wert eine ganz besondere Bedeutung, unendlich groß für uns alle.

Gott selbst hatte diese verkündet und wenig später auf zwei steinerne Tafeln geschrieben.

Nach dem Auszug des Volkes Israel aus Ägyptenland, wurde Mose von Gott auf den Berg Sinai berufen, wo er ihm sagte, er solle das ganze Volk unten an den Berg versammeln.

9
Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dichten Wolke, auf dass dies Volk es höre, wenn ich mit dir rede, und dir für immer glaube. Und Mose verkündete dem HERRN die Worte des Volks.
10 Und der HERR sprach zu Mose: Geh hin zum Volk und heilige sie heute und morgen, dass sie ihre Kleider waschen
11 und bereit seien für den dritten Tag; denn am dritten Tage wird der HERR vor allem Volk herabfahren auf den Berg Sinai.
14 Mose stieg vom Berge zum Volk herab und heiligte sie und sie wuschen ihre Kleider. 15 Und er sprach zu ihnen: Seid bereit für den dritten Tag ...
16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
17 Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen und es trat unten an den Berg.
18 Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der HERR auf den Berg herabfuhr im Feuer; und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen und der ganze Berg bebte sehr.
19 Und der Posaune Ton ward immer stärker. Und Mose redete und Gott antwortete ihm laut.
20 ... nun der HERR herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seinen Gipfel ....


(Exodus 19.9-11; 14-20)

Vom Gipfel des Berges, inmitten einer sehr beeindruckenden und angsterregenden Atmosphäre, verkündete Gott die Zehn Gebote oder das Moralgesetz:

1 Und Gott redete alle diese Worte:
2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
13 Du sollst nicht töten.
14 Du sollst nicht ehebrechen.
15 Du sollst nicht stehlen.
16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.


(Exodus 20.1-17)

Die damals verkündeten Worte wurden dann von Gott selber in Stein eingegraben, als ewiges Zeugnis allen Völkern von damals und von heute:

12 Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, dass ich dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen.(Exodus 24.12)

18 Und als der HERR mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.(Exodus 31.18)

15 Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand; die waren beschrieben auf beiden Seiten.
16 Und Gott hatte sie selbst gemacht und selber die Schrift eingegraben.
(Exodus 32.15,16)

28 Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.(Exodul 34.28)

13 Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu halten, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln.(Deuteronomium 4.13)

10 ... mir der HERR die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.(Deuteronomium 9.10)

Der Dekalog ist die Mitteilung der Gottheit an den Menschen, durch die diesem gezeigt wird, wie er seine Haltung gegenüber Gott und den Mitmenschen verstehen muss:

Die ersten vier Gebote beziehen sich auf das erforderte Verhalten des Menschen gegenüber Gott.
Die nächsten sechs Gebote nehmen Bezug auf Verhaltensregeln des Zusammenlebens und der Beziehungen, die es zwischen den Menschen geben muss.

Die Beachtung dieser Gebote betraf nicht nur „das auserwählte Volk”, sondern auch alle Menschen von damals und von heute:

13 Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

(Prediger 12.13)

Zur damaligen Zeit verehrten alle Völker – mit der einzigen Ausnahme des jüdischen Volkes – verschiedene „Idole” (die Sonne, Darstellungen von Tieren, usw.), da für all diese die Existenz eines unsichtbaren Gottes undenkbar war.
Heutzutage hat jeder Mensch die Gelegenheit, von Gottes Wort – in der gedruckten Form, die „Bibel” genannt wird - Kenntnis zu nehmen und einschließlich auch der Zehn Gebote.
Diese widerspiegeln den Charakter Gottes und haben eine ewige und unveränderliche Gültigkeit.

Diese bilden nicht etwa eine Reihung von zehn auferlegten Regeln, sondern einen Wegweiser. Wenn sich die Menschen bemühen, diese möglichst getreu einzuhalten, werden sie die positiven Auswirkungen feststellen können, die in ihrem Leben nicht lange auf sich warten lassen werden, da die Zehn Gebote Verhaltensregeln des Lebens- und Denkwandels enthalten, die uns von unserem Schöpfer erdacht wurden.

Die Kenntnisnahme des Gesetzes der Zehn Gebote versetzt den Menschen in die Lage, einen Vergleich zu ziehen: zwischen seinem tatsächlichen und dem von seinem Schöpfer für ihn erdachten Lebens- und Denkwandel.
Am Anfang hatte der Mensch diese Zehn Gebote nicht nötig gehabt, da für ihn - als sündloses Wesen - die Übertretung irgendeines Gesetzes nicht in Frage kam.
Nach einigen tausend Jahren nach dem Sündenfall des Menschen hat Gott der Menschheit das Gesetz gegeben, durch dieses ihr – wie in einem Spiegel – den Zustand zeigend, in der diese geraten war.
So übernimmt das Gesetz die Rolle eines Anklägers und schließlich eines Wegweisers, keinesfalls aber eines Erlösers.

20 weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

(Römer 3.20)

Es spielt zugleich die große Rolle eines „Hinweisers” auf den Erlöser Jesus Christus:

24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.

(Galater 3.24)

21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
22 Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. ..
.”

(Römer 3.21-22)

Jeder Mensch wird schließlich und endlich feststellen müssen, dass er diese Gebote oder Anweisungen der Gottheit nicht ganz einhalten kann.
Man gelangt zu dieser Erkenntnis erst dann, wenn man erfährt, dass diese nicht eine Reihung von zehn einzuhaltenden Regeln bilden, da deren Sinngehalt weitaus die Grenzen ihrer konkreten Formulierungen überschreitet. So wie konzentrische Kreise erzeugen sie viel tiefgründigere Bedeutungen.

Derjenige, der ihnen die vollkommene Bedeutung gegeben hat ist unser Heiland Jesus Christus, der sich vor ca. 2000 Jahren mehrmalig auf diese bezogen hatte.

Wir erfahren, dass nicht durch die Bemühung, diese Gebote strikt einzuhalten wir unsere Erlösung erlangen, sondern durch den Glauben an Jesus Christus - der Einzige, der diese in der Gesamtheit all ihrer Bedeutungen eingehalten hat.

24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.
25 Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit ...
26... um nun in dieser Zeit seine Gerechtigkeit zu erweisen, ... und gerecht macht den, der da ist aus dem Glauben an Jesus.
27 Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.
28 So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.
29 Oder ist Gott allein der Gott der Juden? Ist er nicht auch der Gott der Heiden? Ja gewiss, auch der Heiden.
30 Denn es ist der eine Gott, der gerecht macht die Juden aus dem Glauben und die Heiden durch den Glauben.
31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf.


(Römer 3.24-31)

Die Verpflichtung deren Einhaltung wurde und wird niemals aufgehoben werden. Jesus sagt:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.


(Matthäus 5.17,18)

Unsere Bemühung, sie einzuhalten wird uns dem ursprünglichen Zustand des von Gott erschaffenen Menschen immer mehr nähern.
Mit der Zeit werden wir kein Gefühl der Verpflichtung mehr verspüren, dafür aber den wunderbaren Zustand der Harmonie und des Friedens mit uns selbst, den Mitmenschen und mit Gott erkennen.
Wir werden feststellen, dass „die Gebote” Teil unseres Wesens sind, da wir sie nicht mehr auf zwei steinernen Tafeln geschrieben „sehen” werden, sondern diese in unseren Herzen fühlen werden.

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2. Das erste Gebot



3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.(Exodus 20.3)

Bevor er mit der eigentlichen Verkündigung des Dekalogs anfing, offenbarte Gott zu allererst sich selbst:

2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.(Exodus 20.2)

Er ist der Schöpfer des Universums, des Himmels und der Erde, aller Lebewesen und vor allem unser, der Menschen.

Er ist übrigens der einzige lebendige und wahre Gott, Schöpfer aller Existenz.

4 Ich aber bin der HERR, dein Gott, von Ägyptenland her, und du solltest keinen andern Gott kennen als mich und keinen Heiland als allein mich.”

(Hosea 13.4)

20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns den Sinn dafür gegeben hat, dass wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.(1 Johannes 5.20)

Das erste Gebot fordert keine anderen „Götter” ausser ihm zu haben.

Diese anderen „Götter” haben mit der Schöpfung des Universums nichts zu tun, sondern sind bloß vom Menschen frei erschaffen worden. Sie kamen aus der Einbildungskraft der Menschen zustande und üben ihren Einfluss in den unterschiedlichsten Formen aus:
Regelrechte „Idole” oder übertriebene „Huldigung” an Lieblingsbeschäftigungen.

Die Völker der damaligen Zeit verehrten verschiedene „Götter”: de Sonne, Tiere, Elemente der Natur, usw.

Heutzutage sind diese ersetzt worden durch Idole, die es jedoch in ganz anderen Formen gibt.
Diese beherrschen den Verstand der Menschen und erscheinen häufig in Form abgöttisch liebender Beschäftigungen.

Viele werden „Sklaven” ihrer süchtig machenden Vorlieben, die einen Ehrenplatz auf deren Vorrangliste erhalten.
Von diesen restlos beansprucht vergisst der Mensch seinen Schöpfer und geht unmerklich diesen Göttern nach, die ihn letztendlich auf unerwünschte Wege verführen werden.
Der Schreiber der inspirierten Sprüche sagt:

25 Manchem scheint ein Weg recht; aber zuletzt bringt er ihn zum Tode.(Sprüche 16.25)

Inmitten der Vielfalt der alltäglichen Beschäftigungen sollten wir bedenken, ob das was wir tun im Einklang mit dem Willen Gottes und im Lichte seiner Wahrheiten ist oder nicht. Wir sollten stes in Gedanken Jesu Worte haben:

6 ... Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.

(Johannes 14.6)


Was ist ein Idol?

Im Altertum waren die Idole imaginäre Abgötter, die von allen Völkern angebetet wurden, mit Ausnahme des jüdischen Volkes. Dies ist auch der Grund dafür, für welchen sich Gott ausgerechnet diesem offenbart hatte.

2 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten.
3 Denn ihre Götter sind alle nichts. Man fällt im Walde einen Baum und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser ein Werk von Menschenhänden,
4 und er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle.
5 Sie sind ja nichts als Vogelscheuchen im Gurkenfeld. Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen, denn sie können nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen fürchten; denn sie können weder helfen noch Schaden tun.
6 Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.
7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist niemand dir gleich.
8 Sie sind alle Narren und Toren; denn dem Holz zu dienen ist ein nichtiger Gottesdienst.
9 Silberblech bringt man aus Tarsis, Gold aus Ufas; durch den Bildhauer und Goldschmied werden sie hergestellt; blauen und roten Purpur zieht man ihnen an, und alles ist der Künstler Werk.
10 Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. Vor seinem Zorn bebt die Erde, und die Völker können sein Drohen nicht ertragen.
11 So sagt nun zu ihnen: Die Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel.
12 Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Erdkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
13 Wenn er donnert, so ist Wasser die Menge am Himmel; Wolken lässt er heraufziehen vom Ende der Erde. Er macht die Blitze, dass es regnet, und lässt den Wind kommen aus seinen Vorratskammern.
14 Alle Menschen aber sind Toren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen beschämt da mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trug und haben kein Leben,
15 sie sind nichts, ein Spottgebilde; sie müssen zugrunde gehen ...


(Jeremia 10.2-15)

18 Was wird dann das Bild helfen, das sein Meister gebildet hat, und das gegossene Bild, das da Lügen lehrt? Dennoch verlässt sich sein Meister darauf, obgleich er nur stumme Götzen macht.
19 Weh dem, der zum Holz spricht: »Wach auf!«, und zum stummen Steine: »Steh auf!« Wie sollte ein Götze lehren können? Siehe, er ist mit Gold und Silber überzogen und kein Odem ist in ihm.
(Habakuk 2.18,19)

Heutzutage könnte man ein Idol als jenes Etwas (Gegenstand, Wesen oder Beschäftigung) bezeichnen, von dem sich der Mensch beherrschen lässt, dem er seine Gedanken blind übergibt und das er mehr als Gott zu würdigen pflegt.

Einige von diesen sind:
Die unbändige Genußsucht, Geldgier und Erwerb von Reichtum als Zielsetzung im Leben, Machtstreben, Habsucht, Egoismus, Hang zum Dauerfernsehen, Computersucht, Alkoholmissbrauch, abgöttische Verehrung von Persönlichkeiten (aus der Welt der Kunst, dem Sportbereich, u.a.), die exzessive Liebe für Tiere oder Gegenstände, usw.
Diese Aufzählung kann in einer weiten Varietät weitergehen.

So wird der Mensch den sterblichen Menschen und die vergänglichen Aktivitäten vielmehr verehren, als den ewigen und unvergänglichen Gott. Indem er so macht, wird sich der Mensch nicht nur immer mehr von Gott entfernen, sondern nie zur Erfahrung und zum Verständnis der biblischen Wahrheit kommen können.

Vor dem Beginn seiner Mission auf Erden „wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.”
(Matthäus 4.1) Bei der Gelegenheit hatte er die Einhaltung des ersten Gebots im eigenen Leben bewiesen:

8 Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.
10 Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen


(Matthäus 4.8-10)

Der folgenden inspirierten Anregung des Apostels Johannes sollte man folgen, indem man diese im allgemeinen Sinne versteht, mit weitreichender Anwendbarkeit auch für unsere Tage:

21 Kinder, hütet euch vor den Abgöttern!(1 Johannes 5.21)

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3. Das zweite Gebot



4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:
5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten
.

(Exodus 20.4-6)


In Ergänzung zum ersten, deutet das zweite Gebot darauf hin, was und wie wir nicht anbeten sollen.

Die Völker der biblischen Zeiten beteten verschiedene „Götter” an, die sie sich in Form von Bildnissen darstellten, unter denen diese den Angebeteten vorzustellen mochten.

Schon seit jenen Zeiten hatte Gott bekanntgemacht, dass die Anbetung ausschließlich ihm, Schöpfer der Himmel und der Erde, gebührt, als Zeichen der Dankbarkeit für das den Menschen geschenkte Leben inmitten einer wunderbaren Schöpfung, und nicht den von Bildhauern und Goldschmieden geschaffenen imaginären Idolen.

2 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht den Gottesdienst der Heiden annehmen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten.
3 Denn ihre Götter sind alle nichts. Man fällt im Walde einen Baum und der Bildhauer macht daraus mit dem Schnitzmesser ein Werk von Menschenhänden,
4 und er schmückt es mit Silber und Gold und befestigt es mit Nagel und Hammer, dass es nicht umfalle.
5 ... Sie können nicht reden; auch muss man sie tragen, denn sie können nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen fürchten; denn sie können weder helfen noch Schaden tun.
6 Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.
7 Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Völker? Dir muss man gehorchen; denn unter allen Weisen der Völker und in allen ihren Königreichen ist niemand dir gleich.
8 Sie sind alle Narren und Toren; denn dem Holz zu dienen ist ein nichtiger Gottesdienst.
9 Silberblech bringt man aus Tarsis, Gold aus Ufas; durch den Bildhauer und Goldschmied werden sie hergestellt; blauen und roten Purpur zieht man ihnen an, und alles ist der Künstler Werk.
10 Aber der HERR ist der wahrhaftige Gott, der lebendige Gott, der ewige König. Vor seinem Zorn bebt die Erde, und die Völker können sein Drohen nicht ertragen.
11 So sagt nun zu ihnen: Die Götter, die Himmel und Erde nicht gemacht haben, müssen vertilgt werden von der Erde und unter dem Himmel.
12 Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Erdkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.
13 Wenn er donnert, so ist Wasser die Menge am Himmel; Wolken lässt er heraufziehen vom Ende der Erde. Er macht die Blitze, dass es regnet, und lässt den Wind kommen aus seinen Vorratskammern.
14 Alle Menschen aber sind Toren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen beschämt da mit ihren Bildern; denn ihre Götzen sind Trug und haben kein Leben,
15 sie sind nichts, ein Spottgebilde; sie müssen zugrunde gehen ...


(Jeremia 10.2-15)

18 Was wird dann das Bild helfen, das sein Meister gebildet hat, und das gegossene Bild, das da Lügen lehrt? Dennoch verlässt sich sein Meister darauf, obgleich er nur stumme Götzen macht.
19 Weh dem, der zum Holz spricht: »Wach auf!«, und zum stummen Steine: »Steh auf!« Wie sollte ein Götze lehren können? Siehe, er ist mit Gold und Silber überzogen und kein Odem ist in ihm.


(Habakuk 2.18,19)


Heutzutage ist die Gewohnheit des Menschen sich vor einem von Menschenhand angefertigten Gegenstand zu verneigen immer noch vorhanden.
Die heutigen Darstellungen haben nämlich eine „christliche” Erscheinungsform.
Diese gibt es entweder in gemalter Form (Ikonen) oder als bildhauerische Gestaltungen (Statuen).

Obwohl all diese Darstellungen einen Bezug auf den christlichen Kultus haben, wird jedoch deren Anbetung und Dienen dazu führen, dass die Menschen von der wahren Anbetung des ewigen Gottes abkommen werden.
Die Anbetung dieser menschlichen „Darstellungen” ist eine Übertretung des zweiten Gebotes.

Welches ist die wahre Anbetung Gottes und wie ist die Gottesverehrung zu verstehen?
Es ist jene Anbetung, die nicht vor einem sichtbaren und greifbar-materiellen Gegenstand stattfindet, sondern in Gedanken und im Herzen des Menschen.
Die Bibel sagt:

23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.


(Johannes 4.23,24)

An die Anbetung lassen sich demnach zwei Begriffe anbinden: Geist und Wahrheit.

Die Anbetung im „Geist” bezieht sich auf das Innere des Menschen (Verstand, Herz, das ganze Wesen).
Die Anbetung in der „Wahrheit” deutet indirekt an, dass der Mensch – wissentlich oder nicht – auch die Lüge anbeten kann. Diese kann ein Nährboden für nicht auf der biblischen Wahrheit begründete Kulte sein.
Was ist die Wahrheit aber? Jesus sagt:

6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben ...(Johannes 14.6)

Die Wahrheit ist sonach ausschließlich an die Person Jesu gebunden, an allem was er getan und gesagt hat.

Was der Herr Jesus selbst über die Anbetung gesagt hat finden wir im biblischen Bericht seiner Begegnung mit der Samariterin, der er Näheres aus ihrem Privatleben offenbart hatte:

19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll.
21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, dass ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22 Ihr wisst nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden.
23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben.
24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.


(Johannes 4.19-24)

Sich ganz konkret an die Menschen vor hunderten Jahren wendend und zugleich auch auf prophetische Weise an seine Anbeter aus allen Zeiten, sagt Gott Folgendes:

5 Wem wollt ihr mich gleichstellen, und mit wem vergleicht ihr mich? An wem messt ihr mich, dass ich ihm gleich sein soll?
6 Sie schütten das Gold aus dem Beutel und wiegen das Silber mit der Waage dar und dingen den Goldschmied, dass er einen Gott daraus mache, vor dem sie knien und anbeten.
7 Sie heben ihn auf die Schultern und tragen ihn und setzen ihn nieder an seine Stätte, dass er stehe und nicht von seinem Ort rücke. Schreit einer zu ihm, so antwortet er nicht und hilft ihm nicht aus seiner Not.


(Jesaja 46.5-7)


18 Mit wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was für ein Abbild wollt ihr von ihm machen?
19 Der Meister gießt ein Bild und der Goldschmied vergoldet's und macht silberne Ketten daran.


(Jesaja 40.18,19)


25 Mit wem wollt ihr mich also vergleichen, dem ich gleich sei?, spricht der Heilige.

(Jesaja 40.25)


Das zweite Gebot will die Aufmerksamkeit wecken, kein Bildnis anzubeten und zu dienen, noch irgendein Gleichnis, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist.
Dies gilt für jedwelche Darstellung, nicht nur der Gottheit, sondern auch eines jeden Geschöpfs, eines jeden Menschen.

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4. Das dritte Gebot



7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.

(Exodus 20.7)

Das Wort „missbrauchen” ist hier sinngleich mit „entehren, herabwürdigen od. schänden”.

Das dritte Gebot bedeutet mit anderen Worten „du sollst den Namen Gottes nicht entehren, herabwürdigen od. schänden”.

Der Missbrauch des Namen Gottes im eigenen Sinne des Wortes ist ein äußerst schwerer Fall, dem man praktisch nur selten begegnen kann, in Anbetracht der Tatsache, dass die Menschen im Allgemeinen eine respektvolle Haltung gegenüber der Gottheit haben.

Es gibt eher einige „Angewohnheiten” in der Alltagssprache der Menschen, in der sich auch Redensarten mit Bezugnahme auf den Namen Gottes wiederfinden: von Schimpfwörtern mit dessen Einbeziehung, wie auch Scherze mit seinem Namen, bis zu scheinbar harmlosen Automatismen wie „Oh mein Gott, ...”, usw.

Man verwendet den Namen Gottes allzu leichtfertig und ohne nachzudenken, indem man außer Acht lässt, auf wen man sich soeben bezieht: Der Name Gottes ist an denjenigen gebunden, der die gesamte Schöpfung ins Dasein gerufen hat, vor allem das Leben des Menschen, als auch aller anderer Lebewesen.
So sollte das Aussprechen seines Namens bewusst gemacht werden, in Übereinstimmung mit seiner Göttlichkeit, als eines Namens, dem alle Ehre gebührt.

Diejenigen, die denken, es sei nicht so wichtig wie man mit dem Namen Gottes umgeht, sollten zur Kenntnis nehmen, was die Bibel hierzu sagt:

7 Irret euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.

(Galater 6.7)


Unter dem „Missbrauch des Namen Gottes” ist auch eine falsche Aussage unter Verwendung seines Namens zu verstehen:

12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den Namen eures Gottes nicht entheiligen; ich bin der HERR.

(Levitikus 19.12)

Es war zu der Zeit, als dem Volke das Gesetz der Zehn Gebote gegeben wurde. Nicht alle waren sich jedoch dessen völlig bewusst gewesen, dass ihnen dieses von dem Schöpfer des Universums, dem heiligen und lebendigen Gott selbst gegeben wurde. Da einige sogar dazu kamen, seinen Namen zu missachten und zu beschimpfen hatte Gott es für richtig gehalten, diese zu bestrafen.
Die Verbreitung der Wahrheit in der Welt musste somit zur Beseitigung mancher Menschen führen, die ein versteinertes Herz hatten. Es steht geschrieben:

18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.

(Römer 1.18)

Ein aufschlussreiches Beispiel der Bestrafung für die Lästerung und Beschimpfung des Namen Gottes finden wir im Folgenden:

10 Es ging aber der Sohn einer israelitischen Frau und eines ägyptischen Mannes mitten unter die Israeliten und zankte sich im Lager mit einem israelitischen Mann
11 und lästerte den Namen des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose ...
12 und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den Mund des HERRN.
13 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
14 Führe den Flucher hinaus vor das Lager und lass alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen und lass die ganze Gemeinde ihn steinigen
15 und sage zu den Israeliten: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen.
16 Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll sterben.


(Levitikus 24.10-16)

Wie sollte der Name Gottes verstanden werden und wie ist dieser zu betrachten?

Als desjenigen, der das Universum und all das Sein geschaffen hat und der – nach dem Sündenfall des Menschen – diesem die Erretung vom ewigen Tod ermöglicht.

24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind.
25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen,
27 damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
28 Denn in ihm leben, weben und sind wir ...
29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.
30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.
31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.


(Apostelgeschichte 17.24-31)


23 Und das ist sein Gebot, dass wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesus Christus ...

(1 Johannes 3.23)


Der Name Jesu Christi muss genauso hoch geehrt werden wie jener seines Vaters.
Von diesem steht geschrieben:

12 ... in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

(Apostelgeschichte 4.12)

Der Name Gottes – entweder Vater oder Sohn – ist ein über jedwelchen anderen stehender Name.
Dessen Aussprechen muss auch von einem von Ungerechtigkeit befreites Leben begleitet werden:

„19 ... Es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt.(2. Timotheus 2.19)

Der Name Gottes sollte nicht „missbraucht” werden, sondern angerufen werden.

12 ... es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen.
13 Denn »wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden«
(Römer 10.12,13)

Den Namen des Herrn „anrufen” bedeutet unsere Gedanken nicht ausschließlich täglichen Aktivitäten und Beschäftigungen widmen, aber auch unserem Schöpfer und Erlöser.
Erinnern sollten wir uns an ihn nicht nur in Zeiten der Not, sondern ihm jederzeit unsere Dankbarkeit und Verehrung entgegenbringen.

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5. Das vierte Gebot



8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.
9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.
11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn
.

(Exodus 20.8-11)


Der von Gott gesegnete und geheiligte Ruhetag (Sabbattag) ist der siebente Tag.

Dieser ist der Tag von dem uns Gott der Herr sagt, ihn zu heiligen und ihm als Ruhetag zu widmen.

Welcher Wochentag ist der siebente Tag?

Die Antwort auf diese Frage finden wir in dem biblischen Bericht des Morgens der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus:

1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.
2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.
3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?
4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.
5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.
6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.
7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
8 Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.
9 Als aber Jesus auferstanden war früh am ersten Tag der Woche, erschien er zuerst Maria von Magdala, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte.


(Markus 16.1-9)

Laut obigem biblischen Bericht ist Jesus am ersten Tag der Woche auferstanden.

Welcher Wochentag ist der erste Tag?

Die Antwort finden wir z. B. im alljährlichen Osterfest (das Fest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus), wo der Tag der Auferstehung immer an einem Sonntag ist.
Daraus ergibt sich, dass der erste Tag der Woche der Sonntag ist.

Logischerweise ist der siebente Tag derjenige unmittelbar vor dem Sonntag: der Samstag.
Folglich ist der Samstag (der siebente Tag der Woche) der von Gott gesegnete und geheiligte Ruhetag.

Der Samstag ist der Tag von dem uns Gott der Herr sagt, ihn zu heiligen und ihm als Ruhetag zu widmen.

In der Bibel kommt das Wort „Samstag” nicht vor, sondern „Sabbat”.
Dieses Wort stammt aus der hebräischen Sprache („Shabbat”) und bedeutet „Aufhören”.
Bezogen auf das vierte Gebot bedeutet dies „Tag des Ruhens od. Ruhepause”.
Übrigens war der siebente Tag der einzige Tag, der einen Namen trug, alle anderen wurden nur aufgezählt (der erste Tag, der zweite Tag, usw.).

Man sollte wissen, dass das Ruhen am siebenten Tage nicht zum ersten Mal mit der Gesetzgebung am Berg Sinai bekannt gegeben wurde, sondern existierte seit Anfang der Welt.
Der siebente Tag wurde gleich nach Vollendung der Schöpfung gesegnet und geheiligt:

1 So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.


(Genesis 2.1-3)

Zu dem Zeitpunkt gab es noch keine Völker. Die Menschheit bestand nur aus dem ersten Menschenpaar.
Dieser besondere Tag ist demnach nicht an Nationen, Völker oder religiöse Orientierungen gebunden, sondern richtet sich an die gesamte Menschheit.

Dieses Gebot dient dem Gedenken an der göttlichen Schöpfung des Universums, der Erde, aller Lebewesen und des Menschen, und erinnert an das Ruhen Gottes am siebenten Tag der Schöpfungswoche.

Tausende Jahre nach der Schöpfung erinnert Gott selbst im vierten Gebot des Dekalogs, dass dieser Tag und die Beendigung seiner Schöpfung miteinander zusammenhängen.
Dieses Gebot wurde am Berg Sinai dem Volke Israel gegeben (zu jener Zeit das einzige Volk mit dem Glauben an den wahren Gott) und durch dieses allen Erdbewohnern der ganzen Menschheitsgeschichte.

An diesem Tag errichtet Gott den notwendigen Zyklus der Arbeits- und Ruhezeit:
Am Ende von sechs Werktagen wird die Arbeit durch den siebenten Ruhetag unterbrochen.
Gleich seiner Ruhe unmittelbar nach der Beendigung der Schöpfung gebietet Gott seines von ihm geschaffenen Wesen sich an diesem Tag in Verbundenheit mit ihm zu freuen und bezeigt zugleich seine besondere Fürsorge um ein ausgeglichenes und gesundes Leben des Menschen. Der Mensch braucht regelmäßige Zeiträume der Ruhe, sowohl physisch als auch geistig. Die ganze Mühe und die Anstrengungen während der sechs Werktage werden über den Zeitraum des siebenten Tages „aufhören”.

Der Zweck, der Sinn und der Nutzen dieses Tages könnten wie folgt kurz zusammengefasst werden:

- Der Mensch kann sich auf praktische Weise der Vorteile dieses Tages zu seinem Besten erfreuen, durch physisches und mentales Ruhen, Ruhen des Körpers und Geistes.
- Es ist kein Tag der Plagen und falsch verstandener Einschränkungen, sondern der Freude und Kontemplation der Schöpfung Gottes, in deren Mitte der Mensch „wunderbar gemacht" ist
(Ps. 139.14).
- Es ist ein Anlass, unsere Gedanken in Gottes Wort zu vertiefen und im Wissen vom ewigen Leben voranzuschreiten.

Obwohl dieser ein Ruhetag ist, sollte man hieraus nicht folgern, dass an diesem Tag jegliche Aktivität verboten ist. Gott sagt: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.” Diesen Tag heiligen, bedeutet unsere Aufmerksamkeit (durch Aktivitäten, Beschäftigungen oder unsere Gedanken) auf Gott und sein Wort richten.
Was allerdings an diesem Tag (soweit wie möglich) aufhört, sind nur die gewöhnlichen Tätigkeiten der anderen sechs Tage.
Hierzu sagt Gott Folgendes:

13 Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tage und den Sabbat »Lust« nennst und den heiligen Tag des HERRN »Geehrt«; wenn du ihn dadurch ehrst, dass du nicht deine Gänge machst und nicht deine Geschäfte treibst und kein leeres Geschwätz redest,
14 dann wirst du deine Lust haben am HERRN ...
(Jesaja 58.13.14)

Vor ca. 2000 Jahren hatte der Herr Jesus Christus den Zweck des Sabbats offenbart:

27 ... Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht ....” (Markus 2:27)

Das Wort „Mensch” aus diesem Vers ist ein für die gesamte Menschheit gültiger Gattungsbegriff.

Dadurch zeigt Jesus nicht nur wie der Sabbat zu verstehen ist, sondern wie dieser nicht missdeutet werden sollte.
Da dieser aufgrund eines ganzen absurden Systems von Gesetzen menschlicher Untersagungen ein belastender Tag geworden war, hat unser Herr auf die Normalität hingewiesen, wie dieser Tag zu betrachten ist, indem er die Vorurteile des „Sabbathaltens” als grundfalsch verworfen hat.

Die Pharisäer (die obersten Religionsführer jener Zeit) hatten ein detailliertes System von einschränkenden Regeln erdacht, um jegliche Arbeiten während des Sabbats zu verhindern. Diejenigen, die davon abwichen, wurden der „Übertretung” des Gesetzes bezichtigt.

Die Bibel berichtet uns die Art und Weise wie Jesus den Sabbat von menschlichen Traditionen und Vorurteilen entbunden (oder befreit) hat:

1 Zu der Zeit ging Jesus durch ein Kornfeld am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig und fingen an, Ähren auszuraufen und zu essen.
2 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist.
3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte?
4 Wie er in das Gotteshaus ging und aß die Schaubrote, die doch weder er noch die bei ihm waren essen durften, sondern allein die Priester?
5 Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
6 Ich sage euch aber: Hier ist Größeres als der Tempel.
7 Wenn ihr aber wüsstet, was das heißt (Hosea 6,6): »Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer«, dann hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.
8 Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.
9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist's erlaubt, am Sabbat zu heilen?, damit sie ihn verklagen könnten.
11 Aber er sprach zu ihnen: Wer ist unter euch, der sein einziges Schaf, wenn es ihm am Sabbat in eine Grube fällt, nicht ergreift und ihm heraushilft?
12 Wie viel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man am Sabbat Gutes tun.
13 Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie wurde ihm wieder gesund wie die andere.


(Matthäus 12.1-13)

1 Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach Jerusalem.
2 Es ist aber in Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der heißt auf Hebräisch Betesda. Dort sind fünf Hallen;
3 In diesen lag eine große Menge von Kranken, Blinden, Lahmen und Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten.
4 Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, der wurde gesund, mit welcher Krankheit er auch geplagt war.
5 Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank.
6 Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein.
8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin!
9 Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin.
Es war aber an dem Tag Sabbat.
10 Da sprachen die Juden zu dem, der gesund geworden war: Es ist heute Sabbat; du darfst dein Bett nicht tragen.
11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund gemacht hat, sprach zu mir: Nimm dein Bett und geh hin!
12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm dein Bett und geh hin?
13 Der aber gesund geworden war, wusste nicht, wer es war; denn Jesus war entwichen, da so viel Volk an dem Ort war.
14 Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, dass dir nicht etwas Schlimmeres widerfahre.
15 Der Mensch ging hin und berichtete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.
16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu töten, weil er dies am Sabbat getan hatte.
17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.
18 Darum trachteten die Juden noch viel mehr danach, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.


(Johannes 5.1-18)

10 Und er lehrte in einer Synagoge am Sabbat.
11 Und siehe, eine Frau war da, die hatte seit achtzehn Jahren einen Geist, der sie krank machte; und sie war verkrümmt und konnte sich nicht mehr aufrichten.
12 Als aber Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Frau, sei frei von deiner Krankheit!
13 Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
14 Da antwortete der Vorsteher der Synagoge, denn er war unwillig, dass Jesus am Sabbat heilte, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, an denen man arbeiten soll; an denen kommt und lasst euch heilen, aber nicht am Sabbattag.
15 Da antwortete ihm der Herr und sprach: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder seinen Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
16 Sollte dann nicht diese, die doch Abrahams Tochter ist, die der Satan schon achtzehn Jahre gebunden hatte, am Sabbat von dieser Fessel gelöst werden?
17 Und als er das sagte, mussten sich schämen alle, die gegen ihn gewesen waren. Und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.


(Lukas 13.10-17)

Während seines Handelns auf Erden hatte Jesus die Vorurteile in bezug auf diesen Tag beseitigt.
Es sollte jedoch keinesfalls heißen, dass er diesen Tag abgeschafft hat oder dass er gekommen ist, um das Gesetz zu ändern. Im Gegenteil: Jesus hat unmißverstädlich deutlich gesagt:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.


(Matthäus 5.17,18)

"
27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
28 Also ist der Sohn des Menschen Herr auch über den Sabbat.
" (Markus 2.27,28)

Daraus ergibt sich Folgendes:

- Der Sabbat ist Jesus untergeordnet; Er ist der Herr, den wir anbeten
- Da Jesus Herr über den Sabbat ist, ist zu verstehen, dass dieser dazu gedacht wurde, um einen bestimmten zu berücksichtigenden Zweck zu erfüllen

Unsere Blicke müssen auf Jesus gerichtet sein, als auch auf die Weise, wie er den Sabbat betrachtet.

Jesus selbst ehrte diesen Tag, indem er predigte, Kranke heilte und Wunder vollbrachte.

Für ihn war dieser kein Tag der Inaktivität und auferlegten Restriktionen, sondern eine Zeit, in der er weiterhin aktiv und allen zugänglich war.

Es gibt eine irrige Tendenz, eine Abgrenzung zwischen dem Alten und dem Neuen Testament zu machen.
Die Bibel ist eine einzige einheitliche Schrift und ist das inspirierte Wort Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Das Neue Testament beginnt mit der Menschwerdung des Sohnes Gottes in Jesus Christus.
Das Alte Testament andererseits prophezeit das Kommen des Sohnes, der auch über dessen ganzen Zeitraum allgegenwärtig und aktiv war, da er schon immer und zu jeder Zeit existiert hat:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; ...
(Johannes 1.1-3,10 )

39 Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt

(Johannes 5.39)


1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind;
2 und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer
3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus.


(1 Korinther 10.1-4)

Seine Worte sind eindeutig: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz ... aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.”

All denjenigen, die hingekommen waren, den Sabbat durch das Prisma eines restriktiven und erstickenden Systems zu verstehen, zeigte er, dass das Angehen dieses Tages mißverstanden worden war. Er hat das vierte Gebot des Dekalogs nicht aufgehoben, sondern den siebenten Tag nur von den unnötig auferlegten Regeln befreit.
Dieser ist ein Ruhetag, aber keiner der Inaktivität. Was aufhört, sind die üblichen Alltagsarbeiten. Der siebente Tag ist jedoch eine Arbeitszeit für Gott, wie übrigens für jedwelche unentbehrliche Werke
(Matthäus 12.3,4) oder Akte der Barmherzigkeit (Matthäus 12.11,12).

Wie betrachtete Jesus den Sabbat? Die Antwort gibt er uns folgendermaßen:

Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch.”
(Johannes 5.17)

Auf welche Weise „wirkte” er?

Dadurch, dass er den Menschen stets zu Diensten war, im zu deren Besten und deren Heilung ausgerichtetes Handeln.

So wie immer, wandte sich Jesus nicht nur an deren Verstand, sondern auch an deren Herzen.
Die Pharisäer und all diejenigen, die dem geerbten menschlichen System der Traditionen blindlings folgten, haben die aufklärenden Worte und die barmherzige Einstellung Jesu nicht begriffen, weder mit dem Verstand, noch mit dem Herzen. Sie hatten nur eingesehen, dass er ihre ganze theologische Autorität beiseite geschaffen hatte. Deshalb „suchten sie ihn zu töten”.
Die vernünftigen Menschen aber und mit offenen Herzen verstanden was ihr Herr mit ihnen redete „und alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch ihn geschahen.”

Viele Jahre nach Jesu Christi Himmelfahrt haben seine Apostel den Sabbat weiterhin geehrt, indem sie an diesem Tag predigten und den besonderen Anlass dazu nahmen, zu den Menschen zu reden:

42 Als sie aber aus der Synagoge hinausgingen, baten die Leute, dass sie am nächsten Sabbat noch einmal von diesen Dingen redeten.
43 Und als die Gemeinde auseinander ging, folgten viele Juden und gottesfürchtige Judengenossen dem Paulus und Barnabas. Diese sprachen mit ihnen und ermahnten sie, dass sie bleiben sollten in der Gnade Gottes.
44 Am folgenden Sabbat aber kam fast die ganze Stadt zusammen, das Wort Gottes zu hören.


(Apostelgeschichte 13.42-44)

2 Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten von der Schrift,
3 tat sie ihnen auf und legte ihnen dar, dass Christus leiden musste und von den Toten auferstehen und dass dieser Jesus, den ich – so sprach er – euch verkündige, der Christus ist.
4 Einige von ihnen ließen sich überzeugen und schlossen sich Paulus und Silas an, auch eine große Menge von gottesfürchtigen Griechen, dazu nicht wenige von den angesehensten Frauen.


(Apostolelgeschichte 17.2-4)


4 Und er lehrte in der Synagoge an allen Sabbaten und überzeugte Juden und Griechen.
5 Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, richtete sich Paulus ganz auf die Verkündigung des Wortes und bezeugte den Juden, dass Jesus der Christus ist.
6 Als sie aber widerstrebten und lästerten, schüttelte er die Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme über euer Haupt; ohne Schuld gehe ich von nun an zu den Heiden.
7 Und er machte sich auf von dort und kam in das Haus eines Mannes mit Namen Titius Justus, eines Gottesfürchtigen; dessen Haus war neben der Synagoge.
8 Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, kam zum Glauben an den Herrn mit seinem ganzen Hause, und auch viele Korinther, die zuhörten, wurden gläubig und ließen sich taufen.
9 Es sprach aber der Herr durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
10 Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.
11 Er blieb aber dort ein Jahr und sechs Monate und lehrte unter ihnen das Wort Gottes.


(Apostelgeschichte 18.4-11)

Die Tatsache, dass nach Jesu Christi Himmelfahrt sich seine Jünger nicht nur am Sabbat trafen, sondern auch am ersten Tag der Woche ist kein Anzeichen dafür, dass den Menschen von damals an ein neuer Ruhetag gegeben wurde, da Gott dies niemals beschlossen hat.

Es ergibt sich aus keiner Stelle der Bibel, dass Gott den Ruhetag des siebenten Tages auf den des ersten Tages der Woche abgeändert hat.
Obwohl Jesus an einem Sonntag auferstanden ist, hat er nach seiner Auferstehung und nachdem er sich seinen Jüngern gezeigt hat diesen niemals zu verstehen gegeben, diesen Tag als neuen Ruhetag zu heiligen und nicht einmal diesen ihm zu Ehren zu feiern.
Er persönlich hatte den siebenten Tag (den Samstag) geehrt, was die Christen auch nach seiner Auferstehung fortzufahren hatten.
Der Sonntag ist nie von Gott geheiligt oder als sein besonderer Tag der Anbetung festgelegt worden.
Nach der Himmelfahrt des Herrn Jesus Christus haben seine Apostel, Jünger und alle, die den Glauben an ihn empfangen hatten, einen einzigen Ruhetag geheiligt:
Den siebenten Tag, der von Gott bestimmte Tag bereits seit Schöpfung der Welt, der später in das Gesetz der Zehn Gebote einbezogen wurde.

Und dennoch ist heutzutage in den meisten Kirchen der offizielle Ruhetag der Sonntag (der erste Tag der Woche).

Wie ist es zu dieser Änderung des göttlichen Gesetzes gekommen?

Die Ersetzung des Ruhetags am Samstag durch den am Sonntag hatte ursprünglich mehrere Gründe gehabt, die dazu geführt haben, dass die Dinge allmählich diese Wendung nahmen.

Was zu dieser allgemeinen Zustimmung mitgewirkt hat begann mit der Unterdrückung des jüdischen Volkes durch die Römer während der zwei jüdisch-römischen Kriege zwischen 66 – 135 n. Chr.

Aufgrund der sozialen und religiösen Unzufriedenheiten bricht in Judäa im Jahr 66 n. Chr. der jüdische Krieg gegen die Römer aus. Der erste große Aufstand endete im Jahr 70 n. Chr. mit der Belagerung Jerusalems durch die römischen Truppen – unter dem Befehl von Titus, dem Sohn des Kaisers Vespasian -, der Niederreißung der Festungsmauern, der Zerstörung der Stadt und des jüdischen Tempels. Der Befehlshaber Titus gebot, die ganze Stadt dem Erdboden gleich zu machen.

Diese Ereignisse und deren katastrophalen Ausmaßen sind vom Herrn Jesus Christus seinen Jüngern genau vorausgesagt worden:

1 Und Jesus ging aus dem Tempel fort und seine Jünger traten zu ihm und zeigten ihm die Gebäude des Tempels.
2 Er aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht das alles? Wahrlich, ich sage euch: Es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.


(Matthäus 24.1,2)

20 Wenn ihr aber sehen werdet, dass Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist.
21 Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht herein.
22 Denn das sind die Tage der Vergeltung, dass erfüllt werde alles, was geschrieben ist.
23 Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen,
24 und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.


(Lukas 21.20-24)


Außer anderen Maßnahmen gegen das jüdische Volk wurde diesem vom römischen Staat im Jahr 72 n. Chr. eine Sondersteuer („fiscus iudaicus”) auferlegt, und zwar für „die freie Erlaubnis, seine Religion ausüben zu dürfen” [1]. Dies bedeutete eine demütigende Maßnahme für die Juden, als auch eine dazu bestimmte, mögliche Bekehrungen zum Judentum zu verhindern.

Später hat der römische Kaiser Domitian (81 – 96 n. Chr.) diese Steuer auch all jenen, die „wie Juden lebten”, aufgebürdet.
Überall im römischen Reich wurden all diejenigen verfolgt, die „ihre Zugehörigkeit zur jüdischen Religion nicht gemeldet hatten, die aber wie Juden lebten, als auch diejenigen, die ihre Herkunft verschwiegen und die Sonderabgabe für ihr Volk nicht zahlten”. [1]
Gemeint waren hier die Christen (von den Juden und anderen Völkern herstammend), die von den Römern gemeinhin als Juden eingestuft worden sind.
Da auch die Christen den Sabbat feierten, redete man einfach, dass sie „wie Juden lebten”.

In den Augen der staatlichen Obrigkeit hatten die Christen zu jener Zeit keine vom Judentum andersartige Religion. Ob Christ oder Jude, die Sondersteuer musste bezahlt werden oder man musste mit harten Strafen rechnen.

Aus diesem Grunde wollten immer mehr Christen nicht mehr mit den Juden gleichgestellt werden, was zur verstärkten Distanzierung gegenüber diesen führte.

Es war der Zeitpunkt zu dem – aufgrund der Spannungen zwischen Juden und Christen – gleichzeitig der Gedanke aufkeimt, den Sabbat durch einen anderen Wochentag zu ersetzen.

Bis in jenen Tagen hatten die Christen den biblischen Ruhetag, den Sabbat (der siebente Tag der Woche) als heiligen Tag gefeiert, während der Sonntag (der erste Tag der Woche) nur ein gewöhnlicher Werktag war.

Man fing an, den ersten Tag der Woche als „ein Gedenktag der Auferstehung” [2] zu feiern und da dieser „der Tag ist, an dem Gott sprach: „Es werde Licht”. [3]
Es wurde somit nach Begründungen gesucht, um den Sonntag zum christlichen Feiertag zu erklären, indem man nach biblischen Berechtigungen suchte, die jedoch nach sachgerechter Analyse sich als falsch und unzutreffend herausstellen.

In den ersten Jahrhunderten wurden sogar in manchen Gegenden sowohl der Sabbat, als auch der erste Wochentag als Ruhetage geachtet. Dies jedoch läuft dem Gebot Gottes zuwider, der gesagt hat: Sechs Tage sollst du arbeiten und an einem Tag sollst du deine gewöhnlichen Aktivitäten ruhen lassen, diesen Tag ihm widmend – und zwar den siebenten Tag, nicht jedwelchen anderen – nicht zwei!

Im 3. Jahrhundert n. Chr. fand der Glaube an Jesus Christus eine dermaßen weite Verbreitung, dass dieser vom heidnischen römischen Staat weder ignoriert noch im Zaum gehalten werden konnte.

Weil nicht alle Menschen an die christlichen Wahrheiten glaubten, war das römische Reich in zwei große Gruppen gespalten: Nichtchristen (Heiden) und Christen. Im Hinblick auf die Aufrechterhaltung der Einheit im Lande und seiner politischen Ziele griff der römische Kaiser Konstantin I. (306 – 337 n. Chr.) zu einer zur Einigung erdachten Kompromißlösung:
Der erste Tag der Woche (der Sonntag). Warum?

Man sollte wissen, dass im heidnischen römischen Reich – wie bei nahezu allen anderen Völkern – der Sonnenkult praktiziert wurde. Als obersten „Gott” verehrte man die Sonne, den sogenannten „Deus Sol Invictus” (übersetzt: „Der unbesiegbare Sonnengott”).
Der Tag der wöchentlichen Anbetung war der erste Tag der Woche und „der Geburtstag des Sonnengottes” ("Dies natalis solis invicti") wurde am 25. Dezember gefeiert.

So ist die simpelste Weise, Einigkeit im Lande zu schaffen die Einführung der Sonnenanbetung in der christlichen Welt gewesen.
Die Auferstehung des Herrn Jesus Christus am ersten Tag der Woche ist der Vorwand gewesen für dessen Erklärung zum „neuen Ruhetag”.

Am 7. März 321 n. Chr. legalisierte Konstantin I. diesen im römischen Reich schon längst in Umlauf gekommenen Gedanken, indem er folgende Verordnung erließ, die einen neuen Ruhetag einsetzte:

"Alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, sollen am ehrwürdigen Tage der Sonne (Deus Sol Invictus) ruhen. Doch können sich die Landleute mit aller Freiheit auf den Ackerbau verlegen. Denn es trägt sich oft zu, dass an keinem andern Tage Acker und Weinberge so bequem bestellt werden können wie an diesem. Es soll also dieser Vorteil, den die himmlische Vorsehung selbst darbietet, nicht bei Gelegenheit einer so kurzen Zeit verlorengehen." [4]

In seiner Rede gegen „den Gebrauch” der Juden und in der Absicht, jede Gemeinsamkeit von Christen und Juden auszulöschen, erklärte Konstantin I. auf dem ersten Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. unter anderem Folgendes: „Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhaßten Volke der Juden !” [5]

Die zentrale Gemeinsamkeit war ... der Sabbat.

Er begründete die Abgrenzung von diesen als Folge der „vatermörderischen Schuld, ihren Herrn ermordet zu haben” [5].

Er forderte, das Fest der Auferstehung des Herrn sollte von der ganzen Christenheit an „einem und demselben Tag” [5] gefeiert werden und zwar am „Tag seines hochheiligen Leidens” [5] (Tag der Auferstehung, der erste Tag der Woche) und niemals am letzten Tag des jüdischen Festes Passah (der siebente Tag der Woche; s.
Exodus 12.16; 13.6).

Durch die Regelung der Osterfeier schaffte er die Grundlage für die Aufgabe des biblischen wöchentlichen Sabbats (Samstag) zugunsten des ersten Wochentags (Sonntag), der nun zum „Bindemittel” zwischen der heidnischen und christlichen Welt wurde.

Bereits zu Zeiten Konstantins I. hatte Silvester, Bischof von Rom (314 – 335 n. Chr.) den ersten Tag der Woche in „Tag des Herrn” umbenannt.
Diese Benennung entbehrt jeder biblischen Grundlage, da diese in der Bibel nicht im Zusammenhang mit dem ersten Tag der Woche erwähnt wird; dort wo diese vorkommt, dann mit Bezugnahme auf eine Zeit des Kommens des Herrn.

Überdies hat man im Jahr 363 n. Chr. auf dem Synod von Laodicea die Verlegung des Ruhens und der Heiligkeit des Sabbats auf den Sonntag durch folgenden Beschluss amtlich verordnet:

„Dass die Christen nicht judaisieren und am Sabbat nicht müssig sein, sondern an diesem Tage arbeiten sollen; den Tag des Herrn aber sollen sie besonders ehren und wenn möglich an demselben als Christen nicht arbeiten. Werden sie aber als Judaisten erfunden, so sollen sie vor Christus mit dem Kirchenbann belastet sein.” [6]

Später verleihte man der Umbenennung des ersten Tags der Woche von „Dies Solis” (Tag der Sonne) auf „Dies Dominica” („Tag des Herrn”, Sonntag) offiziellen Charakter.

Wenn nach der Verordnung Konstantins I. aus dem Jahr 321 n. Chr. der ländlichen Bevölkerung die Feldarbeit noch gestattet war, so dekretierte zwei Jahrhunderte später das Konzil von Orléans im Jahr 538 n. Chr. den Sonntag zum arbeitsfreien Tag, diesmal für alle und ohne jede Ausnahme. Zugleich wurde der Samstag zu einem ganz gewöhnlichen Werktag.

Das Christentum wurde zur offiziellen Staatsreligion erhoben und zugleich wurden die Privilegien des „Sonnengottes” auf Jesus Christus übertragen:

- Der Sonntag, der damalig hochgeschätzte Tag der Anbetung wird – unter dem Vorwand, dass Jesus an diesem Tag auferstanden war – zum gesetzlichen Ruhetag
- Der 25. Dezember – der Geburtstag des „unbesiegbaren Sonnengottes” („Deus Sol Invictus”) - wird zum Geburtstag des „neuen” Herrn

Gleichzeitig wird „die Übertragung” der heidnischen Sitten und Traditionen auf die christliche Kirche vollzogen.

Grund dazu war, den beliebten heidnischen Traditionen entgegenzukommen.
Da die unchristliche Bevölkerung an den heidnischen Traditionen und Sitten stark hing, wurde es zur Politik, diese in die Kirche einzuführen und denen christliche Bedeutung zu verleihen. So wurden die heidnischen Sitten und Gebräuche nach und nach vom offiziellen Christentum assimiliert, wobei diese nunmehr einen „christlichen” Gewand bezogen:

- Das Frühlingsfest zu Ehren der Eostre, Göttin des Frühjahrs, der Fruchtbarkeit und des neuen Lebens, gekennzeichnet durch Eier und Hasen (heidnische Symbole der Fruchtbarkeit) wird zum christlichen Fest des Osterns, des Gedenkens der Leiden und Auferstehung Jesu Christi; er selbst hatte die Einrichtung dieses Festes nie suggeriert
- Das Ritual der Anbetung gegen Osten zur Verehrung der aufgehenden Sonne (auf diese Art der Begrüßung wollte man diese willkommen heißen) wird zum christlichen Zeremoniell; die Kirchen wurden nach dem Osten ausgerichtet, so dass die Kontinuität der vorchristlichen Anbetung gewährleistet war; dies ist ein unbiblisches Ritual (s.
Hesekiel 8.15-18)
- Der „heilige” heidnische Tag der Wintersonnenwende – der 25. Dezember -  an dem die Sonnenverehrer das Fest „Dies natalis solis invicti” („Geburtstag des unbesiegbaren Sonnengottes”) feierten wird zur Weihnachtsfeier, das christliche Fest der Geburt Jesu Christi; das Datum der Geburt unseres Heilandes (weder der Tag noch der Monat) wird in der Bibel jedoch nicht erwähnt; man kann nur folgern, dass er nicht während des Winters geboren wurde, da die Hirten, denen seine Geburt verkündet wurde, des Nachts ihre Herde auf dem Felde hüteten, was niemals im Winter stattfindet (s.
Lukas 2.8)

Der Kompromiss zwischen Heidentum und Christentum war beinahe vollkommen: Die christianisierten Heiden durften ihre beliebten Bräuche behalten und die Christen bekamen unbiblische Traditionen und Rituale. Es entstand eine gemeinsame „christlich” genannte Religion, dazu bestimmt, jeden und alle zufriedenzustellen.

Es kam zu einer massenhaften „Christianisierung” auch der Nichtchristen (praktisch nur formell, da die meisten von den christlichen Wahrheiten nicht überzeugt waren).
Im Grunde genommen hat man eine harmonische Verflechtung des Heidentums und Christentums verwirklicht.
Die Mehrheit der Menschen begann den Weg der nun „christlichen” Traditionen einzuschlagen und immer weniger den Weg Christi.

Die erstaunlich subtile Änderung, die im Laufe dieser Jahrhunderte eingetreten ist, bleibt jedoch weiterhin das Eingreifen des Menschen im Gesetz Gottes.

Seitdem bis in unsere Tage haben die meisten Kirchen die sonntägliche Anbetung übernommen und weitergeführt, und sich von dem wahren biblischen Tag der Anbetung entfernt.

Der Feiertag des Sonntags ist kein von Gott festgesetzter Tag, sondern ein Feiertag menschlichen Ursprungs, gegeben durch menschliche Autorität.

Das Gesetz Gottes ist in den Zehn Geboten enthalten.
Dessen Befolgung setzt die Einhaltung aller dieser Zehn Gebote voraus:

10 Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.

(Jakobus 2.10)

Es ist dem Menschen nicht möglich, die Anforderungen des Gesetzes vollkommen zu erfüllen.
Dies hat Jesus Christus an seiner Stelle getan.

Von nun an ist der an ihn glaubende Mensch „in Christus”, von der Knechtschaft des Gesetzes endgültig befreit.

Der Glaube an Jesus annulliert aber nicht die Gültigkeit des Gesetzes der Zehn Gebote:

31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf.

(Römer 3.31)

Das Gesetz bleibt für immer die Richtlinie im Leben des Menschen. Und zwar so wie es von Gott gegeben wurde und nicht wie vom Menschen abgeändert.

Das vierte Gebot muss in gleichem Maße wie auch die anderen neun geachtet werden und zwar so wie es Gott selbst in seinem Gesetz formuliert hat.

Gottes Wort sagt:

27 ... denn was du, HERR, segnest, das ist gesegnet ewiglich.(1 Chronik 17.27)

Der siebente Tag ist seit Schöpfung des Universums gesegnet worden.

Unter den vielen Offenbarungen des letzten Buchs der Bibel finden wir auch folgende:

19 Und der Tempel Gottes im Himmel wurde aufgetan, und die Lade seines Bundes wurde in seinem Tempel sichtbar; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Erdbeben und ein großer Hagel.

(Offenbarung 11.19)


Die Lade des Bundes war ein hölzerner Kasten, der mit großer Strenge behütet werden musste, da sich darin die zwei Tafeln des Gesetzes befanden, von Gott selbst gemacht und von seinem Finger beschrieben, und zwar Das Gesetz der Zehn Gebote.

Dieses beinhaltet auch das vierte Gebot.

Soll Gott im nachhinein das abgeändert haben, was er ewiglich gesegnet hat?

Mit Sicherheit nicht.


Fußnoten:

[1] Suetonius: De Vita Caesarum--Domitianus, c. 110 C.E., Chapter XII
[2] Apostolic Constitutions, Book VII, Chapter 23
[3] Justin Martyr: The First Apology, Chapter LXVII. – Weekly worship of the Christians
[4] Codex Justinianus: Book 3, Title 12, Par. 2
[5] Eusebius of Caesarea: The Life of the Blessed Emperor Constantine, Book III., Chapter XVIII – XX
[6] Synod of Laodicea, canon XXIX

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6. Das fünfte Gebot



12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

(Exodus 20.12)

Jemanden „ehren” bedeutet diesen „respektieren, achten, schätzen”, diesem „die gebührende Ehre oder Achtung erweisen”.

Im Allgemeinen sollten die Beziehungen zwischen den Menschen auf dieser gegenseitigen „Ehrung” beruhen.

Gott beschränkt hier jedoch dieses Gebot im besonderen auf die Ehrung der Eltern.
Auf diese Weise macht er uns darauf aufmerksam, dass die Ehrung und Schätzung der Eltern mehr als der „normale” Respekt gegenüber den anderen Mitmenschen bedeuten.

Als angeborenes Gefühl ist der Respekt gegenüber den Eltern im Grunde genommen ganz selbstverständlich und natürlich.
Es ist ein bedingungsloses Gefühl, unabhängig von den guten oder schlechten Eigenschaften der Eltern, jenseits der Tatsache, ob die Eltern für die Erziehung, Entwicklung und Lebenseinstellung der Kinder sorgen oder nicht. Dies sind normalerweise natürliche Handlungen der Eltern, hervorgegangen aus deren Liebe für ihre Kinder.

Der Respekt der Kinder für ihre Eltern beruht auf ein angeborenes menschliches Gefühl:
Die Liebe des Nachkömmlings für dessen Eltern.

Für die Fälle, in denen es dennoch aufgrund mancher Lebenssituationen zu negativen Haltungen der Kinder gegenüber ihren Eltern kommt, erfährt hier der Mensch über die richtige Einstellung.

Welch hohe Bedeutung Gott der Achtung gegenüber den Eltern beimisst, geht auch aus den später gegebenen Gesetzen hervor hinsichtlich der körperlichen und verbalen Aggression gegen die Eltern:

15 Wer Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.
17 Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
(Exodus 21.15,17)

Mehr noch, die Aufforderung, Vater und Mutter zu ehren, wird durch die Verheißung eines langen Lebens begleitet.
Zum Zeitpunkt der Gesetzesgebung am Sinai stand nämlich dem damaligen Volk bevor, in das von Gott verheißene Land einzuziehen.
Die Verheißung eines langen Lebens behält jedoch seine Gültigkeit für all diejenigen, die dieses göttliche Gebot einhalten. Der Apostel Paulus bezieht sich auf das fünfte Gebot wie folgt:

2 »Ehre Vater und Mutter«, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat:
3 »auf dass dir's wohl gehe und du lange lebest auf Erden«” (Epheser 6.2,3)


Paulus zitiert hier das fünfte Gebot, so wie es im Buch Deuteronomium wiederaufgenommen wird:

16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf dass du lange lebest und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.(Deuteronomium 5.16)

Die zugute kommende Auswirkung der Einhaltung dieses Gebotes ist demnach nicht nur ein langes, sondern auch ein glückliches Leben.

Wenn zum Zeitpunkt der Gesetzesgebung sich die Verheißung ganz konkret auf das einzunehmende Land bezog, erweiterte sich diese später auf die Bewohner der ganzen Erde.

Deinen Vater und deine Mutter ehren” bedeuten nicht nur Respekt und Schätzung, aber vor allem Gehorsam gegenüber den Eltern:

1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht.(Epheser 6.1)

20 Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn.(Kolosser 3.20)

Den Kindern ist des öfteren nicht bewusst, dass die Eltern nur ihr Gutes wollen.
Von daher entstehen Mißverständnisse, die zu Streitigkeiten, Zwiespalt usw. führen können.
Richtige Hochschätzung seitens der Kinder kommt erst später, wenn diese ihrerseits ein Erwachsenenalter der vollen Reife errreicht haben werden.

Die Erziehung der Kinder zur Einhaltung des fünften Gebotes - und vor allem allgemein eine biblische Erziehung - wird das späte Bedauern manches nicht wieder gut zu machenden Verhaltens abwenden.

Die Eltern ihrerseits sollten den gegenseitigen Respekt im Umgang mit ihren Kindern nicht aus dem Auge verlieren:

4 Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.

(Epheser 6.4)

Da den Kindern an Lebenserfahrung und Reife eines Erwachsenenalters mangelt, brauchen diese geschützt, erzogen und unter Umständen selbst getadelt zu werden.
Mit aufwachsenden Menschenwesen mit Problemen, Bedürfnissen und spezifischen Altersfragen konfrontiert, sollten die Eltern, die sich des Lebensabschnitts, den ihre Kinder eben durchqueren, bewusst sind, eine gewisse Grenze nicht überschreiten, wenn es darum geht, diese zurechtzuweisen. Kinder sollten von den Eltern „nicht zum Zorn gereizt werden”. Welche Probleme auch immer auftreten, werden Taktgefühl, die Bereitschaft, Verständnis zu zeigen und sogar Zugeständnisse zu harmonischen Beziehungen zwischen diesen „Seiten” beitragen.

Die Nichteinhaltung vonseiten der Eltern der Aufforderung aus
(Epheser 6.4) hebt jedoch die Gültigkeit des fünften Gebotes nicht auf. Dieses Gebot ist von der oben erwähnten (auf Gegenseitigkeit beruhenden) Aufforderung nicht bedingt. Die Aufforderung unterstützt diese Beziehungen und hat einen zum Gebot komplementären Charakter.

Die Nichtumsetzung in die Tat dieses Rates ist zweifelsohne ein Manko der Eltern, das aber die Liebe der Kinder für ihre Eltern nicht zunichte machen soll.

Wenn aber die Eltern ihre Kinder zu Taten und Handlungen anstiften, die mit Gottes Wort unvereinbar sind, sollten diese sicherlich nicht gehorchen. Der Gehorsam gegenüber Gott wird dann – wie auch zu jeder Zeit – höchste Priorität haben:

29 Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.(Apostelgeschichte 5.29)

Die Verheißung eines langen und glücklichen Lebens ist eine positive Wirkung und eine göttliche Belohnung der Beachtung dieses Gebots, wobei diese nicht als Selbstzweck zu verstehen ist.
Wenn jemand seine Eltern wahrhaft ehrt, dann macht er es ganz abgesehen von jeder zusätzlich kommenden Verheißung und einzig als eine natürliche Umsetzung der Liebe aus Herzen, die er für diese empfindet.

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7. Das sechste Gebot



13 Du sollst nicht töten.(Exodus 20.13)

Der Sinngehalt dieses Gebotes ist auf einen Blick klar und eindeutig.
In kurzer und konziser Form wird jedermann hinsichtlich des Willens Gottes, das Leben seines Mitmenschen nicht zu nehmen, in Kenntnis gesetzt.
Dies betrifft nicht nur das Leben der anderen, sondern auch das eigene Leben:
Da es um das Nehmen des Lebens der eigenen Person geht, ist Selbstmord ebenfalls eine Form der Tötung und demzufolge eine Übertretung des sechsten Gebots.

Das Gebot ist, man solle unter keinen Umständen und aus keinen Gründen wissentlich oder vorsätzlich töten.

Dies gilt sowohl auf individueller als auch kollektiver Ebene, sowohl in bezug auf die Tötung einzelner Menschen, Personengruppen als auch im Falle der Kriege.
Eben die Geschichte des in Sünde gefallenen Menschen ist es gewesen, die die Gründung von Armeen in den verschiedenen Ländern, als Instrument der Selbstverteidigung, „notwendig” gemacht hat.
Nicht dies ist jedoch auch der Wille Gottes.

Die Heilige Schrift sagt:

9 Denn was da gesagt ist (2.Mose 20,13-17): »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3.Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«
10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.


(Römer 13.9,10)


Töten ist die Verübung eines schrecklichen Übels und derjenige, der tötet, handelt keineswegs aus Liebe gegenüber seines Nächsten.

Durch „Töten” versteht man gewöhnlich jene Aggressionsform mit physischen Mitteln, die zum Nehmen des Lebens eines menschlichen Wesens führt.
Was man jedoch übersieht ist, dass es auch andere Aggressionsformen gibt, die zu jemandens sofortigen oder allmählichen Tod führen können:
Das in einer aggressiven Form gebrauchte Wort kann sich genauso zerstörend auswirken.
Dieses kann wie ein „scharfes Schwert” wirken.

Nicht nur das scharfe Wort, sondern auch eine negative und bedrückende Haltung gegenüber jemanden - in der Regel ohne erklärte Absicht - kann über Jahre hinaus zu schädigenden Folgen mit Auswirkungen auf dessen seelischen und körperlichen gesundheitlichen Zustand führen.

Die „Opfer” sind nicht Gegner oder Todfeinde, sondern im Gegenteil, es sind häufig unsere nächsten Menschen:
Die Lebenspartner, Brüder und Schwestern, Eltern, Freunde, Kollegen.

Oftmals ist der Zustand des „Angegriffenen” nicht allzu weit von dem des Psalmisten David, als er sich in einer Situation zwischen Leben und Tod befand:

5 Ich liege mitten unter Löwen;
verzehrende Flammen sind die Menschen,
ihre Zähne sind Spieße und Pfeile
und
ihre Zungen scharfe Schwerter.


(Psalm 57.5)


Der Herr Jesus hat den tiefen Sinn dieses Gebots wie folgt erläutert:

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2.Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.
22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.
(Matthäus 5.21,22)

Der Auslöser der Konflikte, die zu aggressiven Handlungen mit manchmal bedauerlichem Ende führen, ist der Zorn.
Nur die Tatsache jedoch, dass jemand mit seinem Nächsten zürnt ist nach den Worten unseres Herrn schon genug, um „des Gerichts schuldig” zu sein. Mit anderen Worten hat Gott den Menschen als nicht-zorniges Wesen erschaffen.
Indem er sich auf den alten Zustand des gefallenen Menschen bezog, als die Zeit der Erlösung in Christus noch nicht gekommen war, sagte der Apostel Paulus:

1 Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden,
2 in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams.
3 Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern.


(Epheser 2. 1-3)


Der Mensch ist von Natur aus ein „Kind des Zorns”.
Das Bewusstwerden dieser Realität bringt eine radikale Änderung in unser Leben.

Das Gebot „Du sollst nicht töten” erscheint uns nun in einem neuen Licht:
Wir töten jedes Mal wenn wir uns streiten, wenn wir unsere Wut an jemandem auslassen, wenn wir mit jemandem in scharfem Ton sprechen, wenn wir uns gegenseitig verurteilen.

Nichtzuletzt offenbart uns die Bibel noch folgendes Wissenswertes:

15 Wer seinen Bruder hasst, der ist ein Totschläger, und ihr wisst, dass kein Totschläger das ewige Leben bleibend in sich hat.

(1 Johannes 3.15)

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8. Das siebente Gebot



14 Du sollst nicht ehebrechen.(Exodus 20.14)

Das Wort „ehebrechen” hat dieselbe Bedeutung mit „fremdgehen”.

Dies betrifft sowohl verheiratete Personen, die sexuelle Beziehungen mit Menschen außer ihrem Lebenspartner haben, als auch unverheiratete Personen, die intime Beziehungen zu verheirateten Personen haben.

„Ehebrechen” erinnert an Treulosigkeit, Betrug, Untreue und sogar Zügellosigkeit.

Im siebenten Gebot des Dekalogs wird dies dem Menschen von Gott verboten.

Außer den Zehn Geboten hatte Gott eine Reihe von detaillierten und in verschiedenen Situationen anwendbaren Gesetzen gegeben:

22 Wenn jemand dabei ergriffen wird, dass er einer Frau beiwohnt, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und die Frau, der er beigewohnt hat; so sollst du das Böse aus Israel wegtun.
23 Wenn eine Jungfrau verlobt ist und ein Mann trifft sie innerhalb der Stadt und wohnt ihr bei,
24 so sollt ihr sie alle beide zum Stadttor hinausführen und sollt sie beide steinigen, dass sie sterben, die Jungfrau, weil sie nicht geschrien hat, obwohl sie doch in der Stadt war, den Mann, weil er seines Nächsten Braut geschändet hat; so sollst du das Böse aus deiner Mitte wegtun.
25 Wenn aber jemand ein verlobtes Mädchen auf freiem Felde trifft und ergreift sie und wohnt ihr bei, so soll der Mann allein sterben, der ihr beigewohnt hat,
26 aber dem Mädchen sollst du nichts tun, denn sie hat keine Sünde getan, die des Todes wert ist; sondern dies ist so, wie wenn jemand sich gegen seinen Nächsten erhöbe und ihn totschlüge.
27 Denn er fand sie auf freiem Felde und das verlobte Mädchen schrie und niemand war da, der ihr half.
28 Wenn jemand eine Jungfrau trifft, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und wohnt ihr bei und wird dabei betroffen,
29 so soll, der ihr beigewohnt hat, ihrem Vater fünfzig Silberstücke geben und soll sie zur Frau haben, weil er ihr Gewalt angetan hat; er darf sie nicht entlassen sein Leben lang.


(Deuteronomium 22.22-29)

Nach hunderten Jahren, zu der Zeit als der Herr Jesus auf der Erde war, wird uns berichtet:

3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte
4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?
6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.
8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
9 Als sie aber das hörten, gingen sie – von ihrem Gewissen überführt -, einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten bis zu den Geringsten; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand.
10 Da richtete sich Jesus auf, und da er niemand sah als die Frau, sprach er zu ihr: Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt?
11 Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verurteile ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.


(Johannes 8.3-11)

Es gibt einen scheinbaren Widerspruch zwischen dem von Gott durch Mose gegebene Gesetz, nach dem der Schuldige gesteinigt werden sollte und die von Jesus genommene Haltung, die wegen Ehebruch schuldige Frau nicht zu verurteilen.
Zur Zeit der Gesetzesgebung waren diese Bestrafungen gemäß dem Verständnis der Menschen der damaligen Verhältnisse, denen es die göttlichen Gebote dauerhaft einzuprägen galt.
Als er über die Gebote des Dekalogs redete, bezog sich Jesus auch auf dieses hier, indem er diesem die vollkommene Bedeutung verlieh:

27 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen.«
28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.


(Matthäus 5.27,28)

Jeder kann somit verstehen, dass es - wegen der Sünde in uns - nicht möglich ist, nur durch eigene Kraft vollkommen zu sein.

Was wir aber tun können, ist uns dieser Lage bewusst zu werden und zu versuchen, nach der vom Gesetz geforderten Vollkommenheit zu streben.
Das Gesetz ist demnach der Spiegel, in dem wir unsere Unvollkommenheit betrachten und zugleich ein Leitfaden und ein Ziel zur Vollkommenheit, die uns bevorsteht.
Eben deswegen hat Jesus die Frau nicht verurteilt, wie er auch uns nicht verurteilt, die wir wegen der gefallenen menschlichen Natur keiner ohne Sünde sind.
Die Bedingung ist allerdings, sich der begangenen Sünde bewusst zu werden und sie nicht wieder zu tun.
Jesus selbst ist an unserer Stelle verurteilt worden, so dass letztlich diejenigen von uns an ihn glaubenden Menschen – von nun an „in Christus” - vor Gott ohne Tadel angesehen werden können.

Wenn du deinen Lebenspartner wirklich liebst, wirst du ihn niemals mit einem anderen betrügen können und auch du wirst von ihm dasselbe erwarten.

9 Denn was da gesagt ist: »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3.Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«

(Römer 13.9)

„Du sollst nicht ehebrechen” ergibt sich aus „deinen Nächsten lieben wie dich selbst”.
Und wer ist dir näher als derjenige, mit dem du dir das tägliche Leben - in guten und in schweren Tagen - teilst, der geliebte und hingebende Lebenspartner?
Als einer, der dies verstanden hat, wirst du ihn nicht nur in keinster Weise betrügen können, sondern im Gegenteil, du schenkst ihm deinen ganzen Respekt, dein Verständnis, deine Zuneigung und Liebe.

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9. Das achte Gebot



15 Du sollst nicht stehlen.(Exodus 20.15)

„Stehlen” heisst, wenn sich jemand heimlich oder gewaltsam ein fremdes Gut aneignet.
Es bedeutet, etwas ohne jedes Recht von jemanden nehmen und diesem auf diese Weise Schaden u. Verlust zufügen. Auch anders gesagt: dieben, rauben, plündern.

Es versteht sich nämlich, jemanden (natürliche oder juristische Person) von seinem Gut zu enteignen (materielle Sachen, Gegenstände, Geld, usw.).

Ein typischer Fall öffentlicher Schädigung ist der Diebstahl aus Geschäften, Läden, usw.
Ein anderer, nur scheinbar minder schuldig, ist die „Selbstbedienung” aus dem Bestand der Firma oder des Unternehmens, wo man berufstätig ist.
Eine besondere Form ist der Ideendiebstahl (z. B. das Plagiat in der Literatur).

Jedoch nicht nur Gegenstände und materielle Dinge allein sind Ziele von Diebstählen:
Es gibt auch den Raub von Wesen (Menschen, Kinder, Tiere).

Stehlen war schon immer gesetzlich unter Strafe gestellt.
Im Folgenden einige der Gesetzesregelungen zu verschiedenen Diebstahlsfällen, gegeben von Gott selbst gleich nach der Verkündigung des Dekalogs auf dem Berge Sinai:

16 Wer einen Menschen raubt, sei es, dass er ihn verkauft, sei es, dass man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben."

(Exodus 21.16)

37 Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, so soll er fünf Rinder für ein Rind wiedergeben und vier Schafe für ein Schaf.

(Exodus 21.37)

6 Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände zu verwahren gibt und es wird ihm aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zweifach erstatten;
7 findet man aber den Dieb nicht, so soll der Herr des Hauses vor Gott treten, ob er nicht etwa seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat.
8 Wenn einer den andern einer Veruntreuung beschuldigt, es handle sich um Rind oder Esel oder Schaf oder Kleider oder um etwas, was sonst noch verloren gegangen ist, so soll beider Sache vor Gott kommen. Wen Gott für schuldig erklärt, der soll's seinem Nächsten zweifach erstatten.
9 Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Stück Vieh in Obhut gibt und es stirbt ihm oder kommt zu Schaden oder wird ihm weggetrieben, ohne dass es jemand sieht,
10 so soll es unter ihnen zum Eid vor dem HERRN kommen, ob er nicht etwa seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat, und der Besitzer soll es hinnehmen, sodass jener nicht Ersatz zu leisten braucht.
11 Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soll er's dem Besitzer ersetzen.


(Exodus 22.6-11)

Zur Kategorie des Diebstahls gehören nicht nur konventionelle Formen, sondern auch andere - von großer Schlimmheit -, wie:

- Jemandens Freiheit (z. B. die Einkerkerung infolge eines ungerechten Richterspruchs)
- Jahre des Lebens (beispielsweise, wenn ein verheirateter Mensch, nach jahrzehntelanger Heirat hineingeriet, die eheliche Treue zu brechen; dessen Partner sieht sich offensichtlich in die Situation versetzt, all der Jahre, in denen er an ihn geglaubt hat und zu ihm in Not und Glück gestanden ist, beraubt zu sein
- Jemandem seine Jugend stehlen (z. B. jdn. willkürlich einsperren oder jmds. Vertrauen enttäuschen)

„Stehlen” basiert somit auf Betrug, der für sich allein betrachtet eine dessen Formen darstellt:

11 Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch betrügerisch handeln einer mit dem andern.(Levitikus 19.11)

Das Gebot macht darauf aufmerksam, in allen Beziehungen zu unseren Mitmenschen ehrlich zu sein:

21 Denn wir sehen darauf, dass es redlich zugehe nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.

(2 Korinther 8.21)

9 Denn was da gesagt ist (2.Mose 20,13-17): »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen, du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3.Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.«

(Römer 13.9)

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10. Das neunte Gebot



16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.(Exodus 20.16)

„Falsch Zeugnis reden” bedeutet eine falsche Aussage machen, d.h. von etwas unrichtig berichten oder etwas falsch bekunden.

Es heisst, eine falsche, lügnerische, unwahre Behauptung machen, kurzum: „lügen”.

Obwohl viele denken, lügen sei ein nicht zu gravierender Fehler, schließt Gott hingegen die Untersagung unwahrer Behauptungen in seine Zehn Gebote ein.

Auch im Falle dieses Gebots hatte Gott noch eine Reihe von ergänzenden Gesetzen, Regelungen und Anweisungen gegeben.

Fall eines falschen Zeugnisses ist z.B. eine falsche Aussage gegen jemanden machen:

15 Es soll kein einzelner Zeuge gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Missetat oder Sünde, was für eine Sünde es auch sei, die man tun kann, sondern durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gültig sein.
16 Wenn ein frevelhafter Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer Übertretung zu beschuldigen,
17 so sollen die beiden Männer, die eine Sache miteinander haben, vor den HERRN treten, vor die Priester und Richter, die zu jener Zeit sein werden,
18 und die Richter sollen gründlich nachforschen. Und wenn der falsche Zeuge ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben hat,
19 so sollt ihr mit ihm tun, wie er gedachte, seinem Bruder zu tun, damit du das Böse aus deiner Mitte wegtust.


(Deuteronomium 19.15-19)

5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird nicht entrinnen.(Sprüche 19.5)

1 Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten; du sollst nicht einem Schuldigen Beistand leisten und kein falscher Zeuge sein.
7 Halte dich ferne von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist. Den Unschuldigen und den, der im Recht ist, sollst du nicht töten; denn ich lasse den Schuldigen nicht Recht haben.


(Exodus 23.1,7)

9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lügen redet, wird umkommen.(Sprüche 19.9)

In den obenerwähnten Fällen eines falschen oder lügnerischen Zeugnisses wird der falsche Zeuge nicht unbestraft bleiben, weder von Gott noch von den menschlichen Gerichtsinstanzen.

28 Ein nichtswürdiger Zeuge spottet des Rechts, und den Gottlosen mundet das Unrecht.(Sprüche 19.28)

Das falsche Zeugnis wird von den Ungerechten wie eine richtige Waffe gegen den Unschuldigen verwendet. Inmitten einer solchen bedrohlichen Situation flehte der gerechte David zu Gott um Hilfe, da er seine einzige Hoffnung nur noch bei ihm sah:

2 HERR, errette mich von den Lügenmäulern,
von den falschen Zungen.
3 Was soll er dir antun, du falsche Zunge,
und was dir noch geben?”
(Psalm 120.2,3)


12 Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde!
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht ohne Scheu.
(Psalm 27.12)

Verleumdungen und Lästereien sind ebenfalls Formen eines falschen Zeugnisses:

16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du sollst auch nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der HERR.

(Levitikus 19.16)

Die Verbreitung von unwahren Gerüchten, als auch das unüberlegte Reden gegen jemanden sind auch Formen der Lüge:

1 Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten ...(Exodus 23.1)

28 Sei nicht ein falscher Zeuge wider deinen Nächsten und betrüge nicht mit deinem Munde.(Sprüche 24.28)

Wie auch Stehlen, ist Lügen eine Form des Betrugs, durch die jemand irregeführt, betrogen und getäuscht wird.

Gottes Wort bezieht sich auf all diese Formen von unehrlichen Handlungen in einem einzigen Satz:

11 Ihr sollt nicht stehlen noch lügen noch betrügerisch handeln einer mit dem andern.(Levitikus 19.11)

Da „jemandem etwas aussagen” auch bedeuten kann „jemandem etwas vertraulich mitteilen”, dort wo die Aussage lügnerisch ist, wird ausser Dritten zugefügten Schaden zugleich Vertrauensmissbrauch gegenüber dem Gesprächspartner gemacht.

Die Bibel berichtet von einem äußerst schlimmen Fall:

1 Nach diesen Geschichten begab es sich: Nabot, ein Jesreeliter, hatte einen Weinberg in Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria.
2 Und Ahab redete mit Nabot und sprach: Gib mir deinen Weinberg; ich will mir einen Kohlgarten daraus machen, weil er so nahe an meinem Hause liegt. Ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben oder, wenn dir's gefällt, will ich dir Silber dafür geben, soviel er wert ist.
3 Aber Nabot sprach zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, dass ich dir meiner Väter Erbe geben sollte!
4 Da kam Ahab heim voller Unmut und zornig um des Wortes willen, das Nabot, der Jesreeliter, zu ihm gesagt hatte: Ich will dir meiner Väter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz ab und aß nicht.
5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Was ist's, dass dein Geist so voller Unmut ist und dass du nicht isst?
6 Er sprach zu ihr: Ich habe mit Nabot, dem Jesreeliter, geredet und gesagt: Gib mir deinen Weinberg für Geld oder, wenn es dir lieber ist, will ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen Weinberg nicht geben.
7 Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch König über Israel! Steh auf und iss und sei guten Mutes! Ich werde dir den Weinberg Nabots, des Jesreeliters, verschaffen.
8 Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem Siegel und sandte sie zu den Ältesten und Oberen, die mit Nabot in seiner Stadt wohnten.
9 Und schrieb in den Briefen: Lasst ein Fasten ausrufen und setzt Nabot obenan im Volk
10 und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er stirbt.
11 Und die Ältesten und Oberen, die mit ihm in seiner Stadt wohnten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte,
12 und sie ließen ein Fasten ausrufen und ließen Nabot obenan im Volk sitzen.
13 Da kamen die zwei ruchlosen Männer und stellten sich ihm gegenüber und verklagten Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat Gott und den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, dass er starb.
14 Und sie sandten zu Isebel und ließen ihr sagen: Nabot ist gesteinigt und tot.
15 Als aber Isebel hörte, dass Nabot gesteinigt und tot war, sprach sie zu Ahab: Steh auf und nimm in Besitz den Weinberg Nabots, des Jesreeliters, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben; denn Nabot lebt nicht mehr, sondern ist tot.
16 Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, stand er auf, um hinabzugehen zum Weinberge Nabots, des Jesreeliters, und ihn in Besitz zu nehmen.
17 Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:
18 Mach dich auf und geh hinab Ahab, dem König von Israel zu Samaria, entgegen – siehe, er ist im Weinberge Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen –
19 und rede mit ihm und sprich: So spricht der HERR: Du hast gemordet, dazu auch fremdes Erbe geraubt! An der Stätte, wo Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen Hunde auch dein Blut lecken.
20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, Unrecht zu tun vor dem HERRN.
21 Siehe, ich will Unheil über dich bringen und dich vertilgen samt deinen Nachkommen und will von Ahab ausrotten, was männlich ist, bis auf den letzten Mann in Israel
22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, um des Zornes willen, dass du mich erzürnt und Israel sündigen gemacht hast.
23 Und auch über Isebel hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels.
24 Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel fressen.
25 Es war niemand, der sich so verkauft hätte, Unrecht zu tun vor dem HERRN, wie Ahab, den seine Frau Isebel verführte.
26 Und er versündigte sich dadurch über die Maßen, dass er den Götzen nachwandelte, ganz wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor Israel vertrieben hatte.
27 Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriss er seine Kleider und legte ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und ging bedrückt einher.
28 Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:
29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir gedemütigt hat? Weil er sich nun vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht kommen lassen zu seinen Lebzeiten, aber zu seines Sohnes Lebzeiten will ich das Unheil über sein Haus bringen.


(1 Könige 21.1-29)

Hier hatte man nicht nur einen kollektiven Betrug angebahnt, dessen schreckliche Folge ist sogar die Verübung eines Mordes gewesen.
Gott hat jedem nach seiner Gerechtigkeit vergolten.
Das prophezeite Ende Isebels hat sich genau bewahrheitet. Sie wurde aus dem Fenster geworfen (s.
2 Könige 9.33,34) und wurde dann von den Hunden gefressen:

35 Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr als den Schädel und die Füße und ihre Hände.
36 Und sie kamen zurück und sagten's Jehu an. Er aber sprach: Das ist's, was der HERR geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, als er sprach: Auf dem Acker von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen,
37 und der Leichnam Isebels soll wie Mist auf dem Felde sein im Gefilde von Jesreel, dass man nicht sagen könne: Das ist Isebel.


(2 Könige 9.35-37)

Sogar gegen den Herrn Jesus hat es den Fall eines falschen Zeugnisses gegeben:

59 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, dass sie ihn töteten.
60 Und obwohl viele falsche Zeugen herzutraten, fanden sie doch nichts. Zuletzt traten zwei herzu
61 und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und in drei Tagen aufbauen.
62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts auf das, was diese gegen dich bezeugen?
63 Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.
65 Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.
66 Was ist euer Urteil? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.


(Matthäus 26.59-66)

Nach Jesu Christi Himmelfahrt haben einige von denen, die an ihn nicht geglaubt haben, falsche Aussagen auch gegen manche seiner Jünger aufgestellt, wie z. B. gegen Stephanus:

7 Und das Wort Gottes breitete sich aus und die Zahl der Jünger wurde sehr groß in Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam.
8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9 Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Zilizien und der Provinz Asien und stritten mit Stephanus.
10 Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete.
11 Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott.
12 Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn und führten ihn vor den Hohen Rat
13 und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz.
14 Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und die Ordnungen ändern, die uns Mose gegeben hat.


(Apostelgeschichte 6.7-14)

Eine „Charakter”-Schilderung des Gott nicht gefälligen Menschen, als auch der Belohnung die ihn erwartet, ist wie folgt erläutert:

12 Ein heilloser Mensch, ein nichtswürdiger Mann, wer einhergeht mit trügerischem Munde,
13 wer winkt mit den Augen, gibt Zeichen mit den Füßen, zeigt mit den Fingern,
14 trachtet nach Bösem und Verkehrtem in seinem Herzen und richtet allezeit Hader an.
15 Darum wird plötzlich sein Verderben über ihn kommen, und er wird schnell zerschmettert werden, und keine Hilfe ist da.


(Sprüche 6.12-15)

Wir werden ziemlich verwundert sein zu erfahren, dass der Herr die Lüge nicht nur nicht dulden kann, sondern diese sogar hasst:

16 Diese sechs Dinge hasst der HERR, diese sieben sind ihm ein Gräuel:
17 stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen,
18 ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behände sind, Schaden zu tun,
19 ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern anrichtet.


(Sprüche 6.16-19)


Lügen können sich auf die Mitmenschen nachteilig auswirken, mehr noch, sie können auch zur Verschlechterung der menschlichen Beziehungen führen.

Nicht nur in gerichtlichen Fällen, sondern auch im alltäglichen Leben können „harmlose” Lügen, als auch die Wahrheit absichtlich entstellende Aussagen, sich letzten Endes als solche Hebel erweisen, die zur Verschlechterung der allgemeinen Lebensumstände, des Wohlergehens und sogar des gesundheitlichen Zustandes des Nächsten führen werden.
Eben deswegen heisst das Gebot „du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten”, da durch die Entstellung der Wahrheit oftmals gegen diesen vorgegangen wird.

Wenn die „tagtäglichen” Lügen von den Menschen in der Regel als harmlos betrachtet werden, so ist dies nicht auch der Gesichtspunkt Gottes.

Bei ihm unterscheiden sich die Lügen nicht nach einer sogenannten „Ernsthaftigkeit” (große oder kleine Lügen). Jesus sagt:

6 ... Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben ...(Johannes 14.6)

Weil Gott nur Wahrheit ist, ist die Lüge logischerweise außerhalb der Wahrheit.
Wahrheit und Lüge sind unterschiedliche Begriffe, die sich gegenseitig ausschließen und demzufolge keinen gemeinsamen Punkt haben können.
Demnach können von Gott sogar harmlose Lügen nicht akzeptiert werden. Eine nur so „unschuldige” Lüge ist für die Übertretung seines Gesetzes genug.

Da wir nun wissen, „
21 ... dass keine Lüge aus der Wahrheit kommt(1 Johannes 2.21), sollten wir uns von dem biblischen Wort nochmals überzeugen lassen, das besagt:

9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen
10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat
.”

(Kolosser 3.9,10)

Wir müssen verstehen, dass „lügen” im Vergleich zur Übertretung der anderen Gebote nicht weniger schlimm ist.

Genau deshalb ordnet der Herr Jesus Christus dieses Gebot auf gleichem Stand mit allen anderen ein:

16 Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?
17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;
19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16) ...
(Matthäus 19.16-19)

Da es aber ziemlich schwierig ist – so sehr man sich auch bemüht – dieses Gebot vollkommen einzuhalten, bleibt es richtungsweisend, den Versuch dessen Einhaltung allezeit zu beachten.
Wir können die Erfahrung machen und feststellen, dass die Vermeidung von unwahren Behauptungen ausschließlich zu vorteilhaften Auswirkungen führt und uns letzten Endes nur Segen bringt.

Das Wort Gottes spricht durch den Propheten Sacharja:

16 Das ist's aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren,
17 und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ich, spricht der HERR.


(Sacharja 8.16,17)

Solange es die Lüge gibt, werden die Beziehungen zwischen den Menschen immer zu leiden haben. So ist es erforderlich, die göttliche Anregung in die Praxis umzuwandeln, die besagt:

25 ... legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.

(Epheser 4.25)

Indem wir versuchen, die Lüge aus unserem Leben zu beseitigen, sollten wir zugleich der Anregung folgen:

19 ... liebt Wahrheit und Frieden!” (Sacharja 8.19)

Vor allem jedoch, sollten wir den lieben, der die Wahrheit ist:
Jesus Christus, unseren Herrn und Erlöser.

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11. Das zehnte Gebot



17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

(Exodus 20.17)

Das Wort, worauf wir in diesem Gebot aufmerksam gemacht werden, ist: „begehren”.

Die Begierde oder die Lust an sich ist nichts Schlechtes. Im Gegenteil:
Die Esslust, zum Beispiel, ist ein Zeichen dafür, dass jemand gesund ist. Wenn diese gedämpft ist, könnte es ein Anzeichen dafür sein, dass der Mensch krank ist.
Und es gibt im Allgemeinen die Lebenslust, als Ausdruck der Freude und des normalen Bedürfnisses eines jeden Menschen, das Leben durch verschiedene wohltuende Aktivitäten zu genießen.

Die Begierde wird nur dann schlecht oder schädlich, wenn diese eine dermaßen dominierende Form annimmt, dass sie zum Verlust des Willens und des Verstandes führt.
In diesem Fall ist man von ihr beherrscht und ist nicht mehr fähig, diese zu kontrollieren.

„Begehren”, im Sinne dieses Gebots, bedeutet „ein starkes Verlangen nach etwas haben, was einer anderen Person gehört”. Sinngleiche Wörter sind „(nach jmdm. oder etwas) heftiges Verlangen haben” oder „(nach etwas) trachten” oder „ein Gelüst nach etwas haben”.

Gott bezieht sich hier sicherlich auf die Begierde in negativem Sinn, die von ihm nicht erlaubt ist. Der Apostel Paulus sagt:

7 ... die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte (2.Mose 20.17): »Du sollst nicht begehren!«

(Römer 7.7)

Diese Art der Begierde wird von der Sünde im Menschen generiert:

12 So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.

(Römer 6.12)

Solange wir in dieser Welt leben, sehen wir uns auch mit solchen Tendenzen konfrontiert. Jedoch unter Berücksichtigung des Gesetzes sollten wir diesen Gefühlsregungen und ihren unvermeidlichen u. bedauerlichen Folgen keinen freien Lauf lassen, sondern die göttliche Anregung befolgen:

13 Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.(Römer 6.13)

Die Menschen suchen nach den Gründen für die Konflikte der Welt, finden aber nur kurzfristige Lösungen.
Das göttliche Wort jedoch ergründet vom Menschen unvermutete Tiefen des Wesens und zeigt, dass eben die bösen Begierden die eigentlichen Auslöser für viele Handlungen der Menschen sind und stellen somit die Grundlage für viel Verdruss dar:

1 Woher kommt der Kampf unter euch, woher der Streit? Kommt's nicht daher, dass in euren Gliedern die Gelüste gegeneinander streiten?

(Jakobus 4.1)

Der Grund für das Kommen der Sünde in die Welt ist ebenfalls die Begierde gewesen:

9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.


(Genesis 2.9,16,17)


Betrogen von der Schlange, sah die Frau „dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er
eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß.“ (Genesis 3.6)

Als Folge ihres Ungehorsams gegen Gott sind die ersten Menschen sterbliche Wesen geworden und nach ihnen das gesamte menschliche Geschlecht bis zum heutigen Tag.
Weil er jener Begierde nachgab, hat der Mensch seine Unsterblichkeit verloren.

Es muss zugleich erwähnt werden, dass der Urheber dieser Tragödie jener gewesen ist, der die Frau dazu verführt hat, von der verbotenen Frucht zu essen:

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
2 Da sprach die Frau zu der Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wie essen;
3 aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet!
4 Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben,
5 sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.


(Genesis 3.1-5)

Über diese Schlange wird an einer anderen Stelle Folgendes gesagt:

9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen ....”

(Offenbarung 12.9)

Der Teufel (griechisch: diabolos, wörtlich „Verleumder”, „Verwirrer“) oder Satan (hebräisch: satan, wörtlich „Feind”, „Gegner”) ist der Feind Gottes und des Menschen und wird – bis an dem Tag, da er von Gott vernichtet wird - sein zerstörerisches Werk auf Erden fortsetzen.

Als er mit den Pharisäern redete, sagte Jesus ihnen Folgendes:

44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

(Johannes 8.44)

Satan ist „der Fürst dieser Welt”, von dem Jesus sagte: „
in mir hat er nichts(Johannes 14.30); er führt und verführt uns auch heutzutage durch verschiedenartige Formen von Versuchungen und Begierden.

Darum wird uns immer wieder zugeraten:

11 Liebe Brüder, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: Enthaltet euch von fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten

(1 Petrus 2.11)

16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch ...


(Galater 5.16,17)

Die Begierde kann sich auch als sexuelle Lust oder Leidenschaft für eine verheiratete Person zeigen. Dieses Gebot macht darauf aufmerksam, „seines Nächsten Frau nicht zu begehren”. Einerseits wird das Leben aller einbezogenen Menschen schwer beeinträchtigt und andererseits handelt der Verursacher gegen den Ehegatten, dem er das Unrecht angetan hat:

29 So geht es dem, der zu seines Nächsten Frau geht; es bleibt keiner ungestraft, der sie berührt.
30 Es ist für einen Dieb nicht so schmachvoll, wenn er stiehlt, um seine Gier zu stillen, weil ihn hungert;
31 wenn er ergriffen wird, ersetzt er's siebenfach und gibt her alles Gut seines Hauses.
32 Aber wer mit einer Verheirateten die Ehe bricht, der ist von Sinnen; wer sein Leben ins Verderben bringen will, der tut das.
33 Schläge und Schande treffen ihn, und seine Schmach ist nicht zu tilgen.
34 Denn Eifersucht erweckt den Grimm des Mannes, und er schont nicht am Tage der Vergeltung
35 und achtet kein Sühnegeld und nimmt nichts an, wenn du auch viel schenken wolltest.


(Sprüche 6.29-35)

Durch diese „Begierden” übertritt man sowohl dieses, als auch das siebente Gebot („Du sollst nicht ehebrechen”), selbst wenn es nicht zu einer physischen Beziehung kommt.
Der Herr Jesus selbst offenbart uns dies:

27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 20,14): »Du sollst nicht ehebrechen.«
28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.


(Matthäus 5.27,28)

Man erkennt hier wie vielschichtig und tiefgängig Gottes Gesetz in seinen Bedeutungen ist!

Statt zu begehren was jemandem anderen gehört, sollte man eher versuchen von dem was man hat zu geben.
Folgende Bekenntnis Paulus ist die eines wahren Diener Gottes:

2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir haben niemand verletzt, wir haben niemand übervorteilt .

(2 Korinther 7.2)

33 Ich habe von niemandem Silber oder Gold oder Kleidung begehrt.
34 Denn ihr wisst selber, dass mir diese Hände zum Unterhalt gedient haben für mich und die, die mit mir gewesen sind.
35 Ich habe euch in allem gezeigt, dass man so arbeiten und sich der Schwachen annehmen muss im Gedenken an das Wort des Herrn Jesus, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.


(Apostelgeschichte 20.33-35)


Nicht nur dass Jesus selbst „niemand Unrecht getan hat
(Jesaja 53.9), er hatte „sich selbst für unsere Sünden dahingegeben ..., dass er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters.“ (Galater 1.4).

Gott selbst hat also die Welt geliebt, „dass er seinen eingeborenen Sohn
gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.” (Johannes 3.16)

Stärker als jede Leidenschaft oder Habgier müsste der Versuch sein, zu verstehen was diejenige Person empfinden würde, die unser wegen zu leiden hätte. Gottes Wort sagt:

12 Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz und die Propheten.

(Matthäus 7.12)

5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.
6 Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
(Kolosser 3.5,6)

4 dass es jeder von euch versteht, sein eigenes Gefäß in Heiligung und Ehrbarkeit in Besitz zu nehmen,
5 nicht mit leidenschaftlicher Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen.
(1 Thessalonicher 4.4,5)

20 Ihr aber habt Christus nicht so kennen gelernt;
21 ihr habt doch von ihm gehört und seid in ihm unterwiesen, wie es Wahrheit in Jesus ist.
22 Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
23 Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn
24 und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.


(Epheser 4.20-24)

„Die Heiden” waren Völker, die inexistente Gottheiten anbeteten und die den einzigen und wahren Gott, der sich der Menschheit in der Person seines Sohnes Jesus Christus geoffenbart hatte, nicht kannten.
Gott wendet sich auch heute immer noch durch sein Wort (Die Bibel) an alle Völker und will dass jeder Einzelne seine Wahrheit erfährt.
Diese Wahrheit setzt die Erneuerung unseres Lebens entsprechend den Normen seines Gesetzes voraus.

Das Gesetz bezieht sich weiterhin nicht nur auf die Untersagung, jemanden von seinem Eigentum zu enteignen, sondern auch auf die Beseitigung des Wunsches, jemanden anderen zu „kopieren”.
In diesem Sinne bedeutet es, man solle nicht nach dem Verlangen haben, was jemand hat: Vermögen, Geld, Luxus, Wohlstand, Erfolg, Ruhm, usw.

Die Bibel sagt: „
26 Lasst uns nicht nach eitler Ehre trachten ...” (Galater 5.26), „3 sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst.” (Philipper 2,3)

Die Jagd nach Geld als Zielsetzung im Leben findet kein gutes Lob vonseiten des Wortes Gottes, sondern „der Gewinn” erhält hier einen völlig anderen Begriffsinhalt:

6 Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der sich genügen lässt.
7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum werden wir auch nichts hinausbringen.
8 Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.
9 Denn die reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis.
10 Denn Geldgier ist eine Wurzel alles Übels; danach hat einige gelüstet und sie sind vom Glauben abgeirrt und machen sich selbst viel Schmerzen.
11 Aber du, Gottesmensch, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut!”


(1 Timotheus 6.6-11)

Jemand, der einmal mit dem Problem einer Erbschaft beschäftigt war, brachte es Jesus zur Kenntnis, in der Hoffnung, dass ihm endlich Gerechtigkeit widerfährt. Die Antwort des Herrn finden wir im nachfolgenden Bericht:

13 Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, dass er mit mir das Erbe teile.
14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbschlichter über euch gesetzt?
15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher Mensch, dessen Feld hatte gut getragen.
17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Früchte sammle.
18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorräte
19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!
20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele [d.h.: Geist des Lebens] von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?
21 So geht es dem, der sich Schätze sammelt und ist nicht reich bei Gott.
(Lukas 12.13-21)

Die Anregung „du sollst nicht begehren” deutet auf ein ausgeglichenes Leben hin, ohne Schlemmereien oder jede Art von Exzessen.
Dies sind „Werke des Fleisches” und sind unter anderen: „Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst ... Neid, Saufen, Fressen und dergleichen”.
(Galater 5.19-21)

Der Mensch müsste jedoch nach Gottes Geist leben:

16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.(Galater 5.16)

Eines der Früchte des Geistes aber ist die „
Selbstbeherrschung”. (Galater 5.23)

Die logische Folgerung ist:

24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.

(Galater 5.24)

Es ist die Entscheidung für ein neues Leben, durch einen Prozess täglicher Erneuerung in Gemeinschaft mit dem Herrn Jesus Christus und fortwährender Entsagung des „Fleisches” samt all den Begierden.

9 Denn was da gesagt ist (2.Mose 20,13-17): »Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren«, und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefasst (3.Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst(Römer 13.9)

Wir erfahren, dass das gesamte System der „Prioritäten” basierend „auf
weltlichen Begierden(Titus 2.12) nicht göttlichen Ursprungs ist und einen vergänglichen Charakter hat im Hinblick auf das ewige Leben, das wir haben können:

16 Denn alles, was in der Welt ist, des Fleisches Lust und der Augen Lust und hoffärtiges Leben, ist nicht vom Vater, sondern von der Welt.
17 Und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, der bleibt in Ewigkeit.


(1 Johannes.2.16,17)

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12. Das Gesetz und die Gnade



Gott, Schöpfer der Himmel und der Erde, nennt sich auch „der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs”.

Diesen erschien er zu wiederholten Malen und gab sich als „der allmächtige Gott(Genesis 17.1)
, Schöpfer des Universums und des Menschen, bekannt.
Er tat seinen Willen kund, den Menschen zu beschützen und ihm den richtigen Weg zu zeigen, um ihn somit aus einer in Sünde gefallenen Welt zu erretten und ihm schließlich die Möglichkeit der Wiedererlangung ewigen Lebens zu geben.

Vor ca. 4000 Jahren erhielt der Führer eines Hirtenvolkes namens Abram vom Herrn folgende Botschaft:

1 ... Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.
2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.
3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
4 Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte ... Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog.
5 So nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu reisen. Und sie kamen in das Land.


(Genesis 12.1-5)


Nach Jahren, „
1 ... begab sich's, dass zu Abram das Wort des HERRN kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.
2 Abram sprach aber: HERR, mein Gott, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen.
3 Und Abram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein.
4 Und siehe, der HERR sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.
5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!
6 Abram glaubte dem HERRN und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.


(Genesis 15.1-6)


Der obige Vers 6 öffnet uns den Weg zum Verständnis bezüglich der Weise in der Gott den Menschen erlöst:
Nur weil er geglaubt hat, » ist Abraham sein Glaube
zur Gerechtigkeit gerechnet worden(Römer 4.9)

Schon zu jener Zeit schaffte Gott die Grundlagen für die Erlösung des Menschen.

19 ... er [Abraham] wurde nicht schwach im Glauben, als er auf seinen eigenen Leib sah, der schon erstorben war, weil er fast hundertjährig war, und auf den erstorbenen Leib der Sara.
20 Denn er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark im Glauben und gab Gott die Ehre
21 und wusste aufs allergewisseste: Was Gott verheißt, das kann er auch tun.
22 Darum ist es ihm auch »zur Gerechtigkeit gerechnet worden
« (1.Mose 15,6).”

(Römer 4.19-22)

Was bedeutet eigentlich, dass jemand gerecht gemacht wird oder dessen Glaube ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wird ?

Die Gerechtigkeit ist derjenige von Gott gegebene neue Zustand, durch den der Mensch – Nachfolger des ersten Menschenpaares, das wegen dessen Ungehorsams sterblich geworden und seitdem von ihm getrennt war - ihm gegenüber gerecht (oder: sündlos) gemacht und dadurch erneut in inniger Verbundenheit mit ihm gebracht wird.
Der Mensch wird somit mit seinem Schöpfer versöhnt, die Verbindung zu ihm wird wiederhergestellt (daher auch das lateinische Wort re-ligio: vereinigen; wieder verbinden; die Verbindung mit Gott wiederherstellen) und erhält die Versicherung des ewigen Lebens, das ihm ursprünglich bei der Schöpfung gegeben wurde.

In seinem jetzigen Zustand erfüllt der Mensch jedoch nicht die Anforderungen der Heiligkeit eines vollkommenen (oder: sündlosen, tadellosen, unschuldigen, unbescholtenen, gerechten) Wesens. Trotzdem wird er gerecht gemacht (d.h. als gerecht betrachtet) aufgrund seines Glaubens.
Mit anderen Worten wird der Mensch, der ehrlich oder von Herzen an Gottes Wort glaubt, ihm gegenüber als gerecht oder sündlos betrachtet.

Abraham hat die Bestätigung der Verheißung Gottes erhalten:

2 Und Sara ward schwanger und gebar dem Abraham in seinem Alter einen Sohn um die Zeit, von der Gott zu ihm geredet hatte.
3 Und Abraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara gebar
(Genesis 21.2,3)

Was sollen wir jedoch mit dem Glauben Abrahams gemeinsam haben?
Die Schrift sagt weiter:

23 Dass es ihm zugerechnet worden ist, ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben,
24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, wenn wir glauben an den, der unsern Herrn Jesus auferweckt hat von den Toten,
25 welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.


(Römer 4.23-25)

Gott hat ihm den Namen von Abram auf Abraham geändert; dieser neue Name bedeutet „Vater vieler Völker”:

1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm.
2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren.
3 Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und sprach:
4 Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden.
5 Darum sollst du nicht mehr Abram heißen, sondern Abraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.
6 Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen und auch Könige sollen von dir kommen.
7 Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin.


(Genesis 17.1-7)


Abraham sollte nicht nur der Vater vieler Völker werden, sondern vor allem „
ein Vater werden aller, die glauben(Römer 4.11) und „gehen in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte". (Römer 4.12),
17 – wie geschrieben steht (1.Mose 17,5): »Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Völker« – vor Gott, dem er geglaubt hat, der die Toten lebendig macht und ruft das, was nicht ist, dass es sei.
18 Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, dass er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist (1.Mose 15,5): »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.«” (Römer 4.17,18)


7 Erkennt also: die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder.
8 Da es nun die Schrift voraussah, dass Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde, hat sie dem Abraham im voraus das Evangelium verkündigt: »In dir sollen alle Völker gesegnet werden
9 So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.”  (Galater 3.7-9)


16 Nun ist die Verheißung Abraham zugesagt und seinem Nachkommen. Es heißt nicht: und den Nachkommen, als gälte es vielen, sondern es gilt einem: »und deinem Nachkommen« (1.Mose 22,18), welcher ist Christus.” (Galater 3.16)

Über 400 Jahre nach der Verheißung an Abraham verkündete Gott auf dem Berge Sinai die Zehn Gebote (der Dekalog) oder Sein Gesetz.
Es wurde dem Volke Israel geboten, all diese Gebote zu befolgen und einzuhalten:

32 So habt nun Acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
33 sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, damit ihr leben könnt und es euch wohlgeht ....” (Deuteronomium 5.32.33)


24 Und der HERR hat uns geboten, alle diese Satzungen zu halten, dass wir den HERRN, unseren Gott, fürchten und es uns gut geht alle Tage und er uns am Leben erhält, so wie es heute ist.”
25 Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, dass wir alle diese Gebote tun und halten vor dem HERRN, unserm Gott, wie er uns geboten hat.” (Deuteronomium 6.24.25)

Zu jener Zeit offenbarte sich Gott dem Volke Israel als dem einzigen Volk mit dem Glauben an ihn, dem einzigen, wahren und allmächtigen Gott, Schöpfer des Universums.
Die Gesetzesgebung war eine Bekanntmachung des Charakters Gottes und der von ihm erschaffene Mensch musste sein Leben an den von seinem Schöpfer bestimmten hohen Anforderungen seines Gesetzes ausrichten.

Im Verlauf der Jahrhunderte haben sich die Menschen bemüht, das Gesetz einzuhalten.
Manche von ihnen waren sogar der Überzeugung, dieses ganz und in jeder Hinsicht befolgt zu haben:

16 Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?
17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
18 Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben;
19 ehre Vater und Mutter« (2.Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).
20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch?


(Matthäus 19.16-20)

Vor 2000 Jahren, als er auf der Erde gelebt hat, hat Jesus Christus die Komplexität des Gesetzes erläutert und dadurch auf die Notwendigkeit der Bemühungen hingewiesen, dieses in all seiner Tiefe einzuhalten:

21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist (2.Mose 20,13; 21,12): »Du sollst nicht töten«; wer aber tötet, der soll des Gerichts schuldig sein.
22 Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz!, der ist des Hohen Rats schuldig; wer aber sagt: Du Narr!, der ist des höllischen Feuers schuldig.” (Matthäus 5.21,22)

27 Ihr habt gehört, dass gesagt ist (2.Mose 20,14): »Du sollst nicht ehebrechen.«
28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
(Matthäus 5.27,28)

Das Gesetz klärt, wie die Liebe zu Gott (die ersten vier Gebote) und zu unseren Mitmenschen (die anderen sechs Gebote) zu verstehen ist.
Es ist die ausdrückliche Offenbarung des vollkommenen Charakters Gottes und ist auch an uns zur Befolgung und Erfüllung gerichtet.
Dies ist vom Herrn Jesus Christus selbst bestätigt worden:

25 Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?
26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
27 Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (5.Mose 6,5; 3.Mose 19,18).
28 Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben.” (Lukas 10.25-28)


Jesus wusste jedoch, dass der Mensch durch eigene Kraft das Gesetz nicht vollkommen einhalten kann, so dass „die aus den Werken des Gesetzes leben, die sind unter dem Fluch. Denn es steht geschrieben
(5.Mose 27,26): »Verflucht sei jeder, der nicht bleibt bei alledem, was geschrieben steht in dem Buch des Gesetzes, dass er's tue!«" (Galater 3.10)
Das Gesetz aber ist nicht »aus Glauben«, sondern: »der Mensch, der diese Dinge tut,
wird dadurch leben«(3.Mose 18,5). (Galater 3.12)

Wenn der Mensch, allein auf sich gestellt, die Anforderungen des Gesetzes nicht erfüllen kann, welchen Sinn macht es dann noch?
Zu welchem Zweck wurde dann das Gesetz (der Dekalog oder die Zehn Gebote) gegeben?

19 Wozu nun das Gesetz? Der Übertretungen wegen wurde es  hinzugefügt, bis der Nachkomme da sei, dem die Verheißung gilt ...” (Galater 3.19)

Das Gesetz wurde auch deswegen gegeben, damit der Mensch - ähnlich wie in einem Spiegel - seinen in Sünde befindlichen Zustand erkennt; dieser ist ein Zustand, der den Anforderungen des Gesetzes nicht entspricht:

19 Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei,
20 weil kein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
(Römer 3.19,20)

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit der Befreiung des Menschen von der Tod bringenden Sünde („wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und
der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen") (Römer 5.12) und des Zurückbringens in jenen zum Leben führenden Zustand.

Das Gesetz „wurde hinzugefügt bis
der Nachkomme da sei" (Galater 3.19), „welcher ist Christus" (dieser Name bedeutet: „Der Gesalbte oder der Gesandte Gottes”) (Galater 3.16).
Er sollte auf Erden kommen, um das Problem der Sünde zu lösen.

Er wurde nach ca. 1500 Jahren von der Gesetzesgebung als Nachkomme Abrahams geboren
(Matthäus 1.1) und man hat ihm den Namen Jesus gegeben (dieser Name bedeutet: „Erlöser” oder „Erretter”) (Matthäus 1.21).
Gott hatte Abraham gesagt: »In dir sollen alle Völker gesegnet werden«
(Genesis 12.3), da er der Vorgänger war, aus dem Jesus auf die Welt kommen sollte, derjenige, der die Menschheit aus ihrer schwierigen Lage erretten sollte.

Es wurde von Gott beschlossen, dass der Augenblick der Geburt des Erretters vor 2000 Jahren, in einer gewissen sozial-politischen Konjunktur, stattfindet.
Wie es der Menschheit unmöglich war, sich alleine aus der Sünde zu erretten, hat der allmächtige Gott in seiner Gnade beschlossen, das Problem selbst zu lösen: nämlich in der Person seines Sohnes.
Da es ein Problem des Menschen war, musste dieses ebenfalls durch den Menschen gelöst werden. Wie aber?
Durch die Geburt des Sohnes in unsere Welt als Mensch. Es steht geschrieben:

4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan,
5 damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste ...
(Galater 4.4,5)

Was musste Jesus Christus tun, um den Menschen in einen Zustand ohne Sünde (oder: der Gerechtigkeit) zurückzubringen? Die Bibel sagt uns:

19 Denn wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die Vielen zu Sündern geworden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die Vielen zu Gerechten.(Römer 5.19)

Der „Ungehorsam des einen Menschen” bedeutet: Der Ungehorsam des ersten Menschen (Adam) gegenüber Gottes Wort.
Der „Gehorsam des Einen” bedeutet: Der Gehorsam Jesu Christi (genannt auch „der letzte Adam")
(1 Korinther 15.45) gegenüber Gottes Wort durch ein Leben vollkommenen Gehorsams gegenüber sein Gesetz.

Tatsächlich war er einer, „der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.”
(Hebräer 4.15)

5 ... ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde.” (1 Johannes 3.5)

21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.(2 Korinther 5.21)

Folglich kann „das Wegnehmen der Sünden” nur durch ein Wesen gemacht werden, welches selbst ohne Sünde ist.
Der Einzige, der das tun konnte, ist Jesus Christus gewesen: „in ihm ist keine Sünde”.
Wenn er irgendeine Sünde gehabt hätte, wäre sein Tun vergebens gewesen.

Auf welche Weise wurde Jesus „für uns zur Sünde gemacht”?

Man weiss, dass jede Gesetzlosigkeit bestraft wird: mit der Bezahlung einer Geldstrafe, mit disziplinarischen Strafen, mit Freiheitsentzug (Gefängnis) und sogar mit der Todesstrafe.
Es ist ein Akt der Gerechtigkeit durch den jeder Gesetzesbruch mit angemessenen Strafen geahndet wird.
Nach Verbüßung der Strafe ist der Lohn für die begangene Gesetzlosigkeit getilgt, dem Übertreter wird vergeben und er ist von der Strafe für seine Tat befreit.
Obwohl er unschuldig war, hat Jesus unsere Sünden - als wenn er selbst schuldig gewesen wäre - auf sich genommen und hat die Strafe an unserer Stelle verbüßt.

Was ist „Sünde”? Die Schrift sagt uns:

4 Wer Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.” (1 Johannes 3.4)

Wer begeht die Sünde, von der hier berichtet wird? Es steht geschrieben:

12 ... wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. (Römer 5.12)

Weil alle Menschen Nachkommen des ersten Menschen (Adam) sind, desjenigen, der Gottes Gebot übertreten hat (d.h.: „gesündigt hat”), haben alle in sich eine ererbte sündige Natur.
Niemend hat jedoch auch die Schuld des ersten Menschen geerbt, sondern ein jeder Mensch ist nur für die eigenen, bewusst verübten Sünden vor Gott verantwortlich:

20 Denn nur wer sündigt, der soll sterben. Der Sohn soll nicht tragen die Schuld des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die Schuld des Sohnes ...” (Ezechiel 18.20)

Die Schrift sagt: „es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt”. (1. Könige 8.46, 2 Chronik 6.36)

8 Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.(1 Johannes 1.8)

20 Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige.” (Prediger 7.20)

Es gibt nicht einmal einen einzigen Menschen, der das Gesetz vollkommen einhalten kann und somit gerecht ist.
Ein lügnerisches Wort, ein unreiner Gedanke, ein gieriger Blick und der Mensch ist schon in der Situation, Übertreter des Gesetzes zu sein. Die Folge davon ist ein Leben, das mit dem Tode endet.

Aus diesen Begründungen erfahren wir, dass alle Menschen sündig sind, also Übertreter des Gesetzes.

Es steht geschrieben: „
Der Sünde Sold ist der Tod.(Römer 6.23)

Durch seinen Ungehorsam ist der erste Mensch sterblich geworden und all seine Nachkommen - wir alle - sind offenbar ebenfalls sterblich. Es wird als selbstverständlich angenommen, dass jedes Leben einmal ein Ende nehmen wird.

Aber nicht nur das natürliche Ableben ist die tragische Folge der Sünde, sondern vor allem die ewige Trennung von Gott: das Verlorengehen oder der ewige Tod.

Dieses Gesetz der universellen Gerechtigkeit, aufgrund dessen jede Ungerechtigkeit mit einer angemessenen Strafe geahndet werden muss, ist auch vom allmächtigen Schöpfer nicht übergangen worden.

Und trotzdem hat Gott für diesen scheinbar endgültigen Zustand einen Ausweg: Seine Gnade.

Durch die Gerechtigkeit des Einen möchte Gott den Menschen in jenen Zustand der Gerechtigkeit zurückbringen, der ihm das zu haben ermöglicht, was Er ihm am Anfang geschenkt hatte: Ewiges Leben.

18 ... wie nun durch die Übertretung des Einen die Verurteilung für alle Menschen kam, so kommt auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung, die Leben gibt.” (Römer 5.18)

Diese Rechtfertigung ist der Zustand durch den der Mensch vor Gott als gerecht betrachtet wird, ihm die Übertretung (oder: die Sünde) vergeben ist und er mit ihm versöhnt ist.
Wie es jedoch keinen Menschen gibt, der ohne Tadel (oder: gerecht) ist, beschließt Gott, ihn als gerecht zu betrachten, indem er ihm seine Gerechtigkeit schenkt.  

Der Mensch bekommt diese Gerechtigkeit umsonst, als Geschenk, und zwar durch den Glauben:

21 Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, offenbart, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten.
22 nämlich die Gerechtigkeit Gottes, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied
24 und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist.


(Römer 3.21,22,24)

Durch den Glauben (oder: Vertrauen) in ein Wesen, das alle Anforderungen des Gesetzes erfüllt hat, identifiziert sich der Mensch mit diesem und erlangt somit die Versöhnung mit Gott.

Etwas verblieb noch ungelöst: Die Vergebung der Sünden, davon geschrieben steht:

„ ...
ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.(Hebräer 9.22)

Weil „des Leibes
Leben im Blut ist(Levitikus 17.11), lässt sich folgern, dass unter „Blutvergießen” das Nehmen des Lebens zu verstehen ist.
Und: „das Blut ist
die Entsühnung, weil das Leben in ihm ist.(Levitikus 17.11)

Gott hat „seinen Sohn gesandt
als Sühnopfer für unsere Sünden.(1. Johannes 4.10)

Durch sein Opfer hat der Erlöser Jesus Christus nicht nur die Strafe für die Sünde auf sich genommen, sondern „hat sich selbst für uns hingegeben,
um uns von aller Gesetzlosigkeit zu erlösen”. (Titus 2.14)

Die Erlösung ist das Werk der Befreiung von der Macht der Sünde oder von jedwelcher Gesetzlosigkeit.

5 ... der Mensch Christus Jesus
6 ... sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat ...” (1 Timotheus 2.5,6)

18 denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise,
19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.” (1 Petrus 1.18,19)


9 ... denn du bist geschlachtet und hast mit deinem Blut
Menschen für Gott erkauft aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.(Offenbarung 5.9)

25 Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen”.
(Römer 3.25)

Die Sühnung für die Sünde der Menschheit ist vor 2000 Jahren von Jesus Christus, Gottes Sohn, der sich auch Sohn des Menschen nennt, ein für allemal gemacht worden.
Er ist der einzige Erlöser aller Menschen:

4 ... du solltest keinen andern Gott kennen als mich und
keinen Heiland als allein mich.(Hosea 13.4)

Ein jeder von uns ist bereits seit seiner Geburt ein Sünder, und zwar als Nachkomme des ersten Menschen, der aus Ungehorsam gegenüber Gott sterblich geworden ist.
Da "
der Sünde Sold ist der Tod" (Römer 6.23), muss jeder Mensch sterben.
Wenn aber anstelle des sündigen Menschen ein Mensch ohne Sünde stirbt, dann ist die Strafe für dessen Sünde abgebüßt.
Weil es keinen Menschen ohne Sünde gibt, ist Gott Selbst zum Menschen geworden und ist an unserer Stelle gestorben.

Er wurde ans Kreuz geschlagen, eine Maßnahme, die zur Zeit des römischen Reiches als Höchststrafe galt.

13 Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, indem er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«” (Galater 3.13)

Nun ist deutlich: „11 Dass aber durch das Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn »der Gerechte
wird aus Glauben leben« (Habakuk 2,4).” (Galater 3.11)

Was bedeutet, dass jemand, der von Gott gerecht gemacht wird - nämlich aufgrund seines Glaubens -leben wird”?

Die Aussage „wird leben” bezieht sich hier auf das ewige Leben, das vom Menschen empfangen wird, mit der einzigen Bedingung des Glaubens an Jesus Christus. Er selbst sagt:

47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.” (Johannes 6.47)

Jeder, der versteht, dass seine einzige Errettung aus dem Zustand der Sünde das Setzen seines Vertrauens in Jesus Christus als sein Herr und Heiland ist, wird vor Gott gerecht gemacht (oder: gerechtfertigt) und bekommt die Versicherung des ewigen Lebens.

Der Apostel Paulus verkündete mit Kraft:

38 So sei euch nun kundgetan, liebe Brüder, dass euch durch ihn Vergebung der Sünden verkündigt wird; und in all dem, worin ihr durch das Gesetz des Mose nicht gerecht werden konntet,
39 ist der gerecht gemacht, der an ihn glaubt.” (Apostelgeschichte 13.38,39)


Von nun an kann gesagt werden:

4 ... Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.” (Römer 10.4)

24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.
25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.” (Galater 3.24,25)


Der von Gott unmittelbar nach dem Sündenfall angekündigte Rettungsplan für die Menschheit
(Genesis 3.15) ist in dem Augenblick erfüllt worden, in dem Jesus, gleich bevor er seinen Geist übergab, mit lauter Stimme ausrief: „Es ist vollbracht!(Johannes 19.30).

Er wurde getötet durch Kreuzigung ans Holz infolge der Entscheidung der Oberhäupter und Anführer des jüdischen Volkes und nach dem Gesetz der römischen Besatzungsmacht.
Trotzdem: nicht die weltlichen Entscheidungen sind es diejenigen gewesen, die seinen Todesurteil gefällt haben, sondern der Wille Gottes, der dies lange davor beschlossen hatte:

23 diesen Mann, der durch Gottes Ratschluss und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht.(Apostelgeschichte 2.23)

18 Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor verkündigte, dass nämlich der Christus leiden müsse, auf diese Weise erfüllt.(Apostelgeschichte 3.18)

Eine der bewegendsten biblischen Passagen ist die durch den Propheten Jesaja gemachte Prophezeiung vor 2600 Jahren (also 600 Jahre v. Chr.!):

3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten ihn nicht.
4 Fürwahr, er hat unsere Leiden getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen; wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
5 Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unsrer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.
7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.
8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war.
9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.
10 Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen; er ließ ihn leiden.
Wenn er
sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.
11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.
12 Darum will ich ihm die Vielen zum Anteil geben und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.


(Jesaja 53.3-12)


Was geschah nachdem er seinen Geist aufgegeben hat?

29 Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in ein Grab.
30 Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten;
34 ... so dass er nicht mehr zur Verwesung zurückkehren sollte ...”


(Apostelgeschichte 13.29,30,34)


Weiter wird gesagt über Jesus den Auferstandenen:

3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes. (Apostelgeschichte 1.3)

Dann: „
9 ... wurde er vor ihren Augen emporgehoben” und fuhr „gen Himmel". (Apostelgeschichte 1.9,10)

Für die Erlösung des Menschen vom Verlorengehen oder von dem ewigen Tod zählt nun der Glaube an das vollbrachte Werk Jesu Christi - und zwar „wenn man
von Herzen glaubt(Römer 10.10).
Durch diesen Glauben wird der Mensch vor Gott gerecht gemacht (oder gerechtfertigt) und ihm werden zugleich die Sünden vergeben.

Und wer von Herzen glaubt, bekennt diesen Glauben mit seinem Munde:

9 Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.


(Römer 10.9,10)

Welches sind die Früchte oder die wohltuenden Auswirkungen des Glaubens an Jesus?

1 Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus;
2 durch ihn haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.


(Römer 5.1,2)

Früher waren wir unter dem Gesetz, jetzt sind wir unter der Gnade.

Wenn wir jetzt „nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind
(Römer 6.15) oder unter dem Gesetz des Glaubens an Jesus Christus, soll das etwa bedeuten, dass das Gesetz (d.h. der Dekalog oder die Zehn Gebote) seine Gültigkeit verloren hat?

Einst hatte Gott durch Moses dem Volke Israel Folgendes gesagt:

5 Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der HERR.” (Levitikus 18.5)

Wenn der Mensch makellos wäre, dann würde er durch die vollkommene Einhaltung des Gesetzes ewig leben können und die Erlösung würde dann durch das Gesetz kommen.
Da er aber von Geburt eine sündige Natur hat, kann er das Gesetz in dessen Vollkommenheit nicht einhalten. Man stellt sich also die Frage:

21 Wie? Ist dann das Gesetz gegen Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Denn nur, wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig machen könnte, käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.(Galater 3.21)

Nach allen Erklärungen und allem Wirken Jesu Christi, haben diejenigen, die Ohren gehabt haben zu hören, verstanden, dass das Gesetz ihren sündhaften Zustand aufdeckte. Indem sie dessen Forderungen nicht erfüllten, wurden sie zu Übertreter des Gesetzes und die Folge dieser Übertretung endete mit dem Tod.

Bei seiner Geburt wurde der ganzen Menschheit (nicht nur dem jüdischen Volk) das Kommen des Erlösers verkündigt
(Lukas 2.10,11).
Die Erlösung von dem durch die Gesetzesübertretungen verursachten Tode sollte durch den Glauben an ihn erlangt werden.
Das ist das Evangelium (griechisch: evangelios, wörtlich „Gute Nachricht”) von Christus:

16 ... es ist Gottes Kraft  zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen [der Vertreter aller anderer Völker];
17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben zum Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben

(Römer 1.16,17)


Da der Mensch durch die Einhaltung des Gesetzes nicht leben kann, wird er „aus Glauben leben”.

24 So ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christus hin, damit wir durch den Glauben gerecht würden.” (Galater 3.24)

Das Ziel oder der Zweck des Gesetzes ist demzufolge Christus selbst.

Gleichzeitig „ist Christus das Ende des Gesetzes” dadurch, dass die Menschen dank Ihm von der Verurteilung des Gesetzes befreit wurden, so dass
wer an den [Christus] glaubt, der ist gerecht.(Römer 10.4)

Das Gesetz jedoch bleibt auf immer und ewig gültig. Es ist das vollkommene und unveränderliche Gesetz Gottes.

Es wäre absurd zu denken, das Gesetz sei nach dem Kommen Jesu nicht mehr gültig. Warum sollte z. B. das erste Gebot („Du sollst keine anderen Götter haben neben mir”) von jetzt ab abgeschafft werden? Hat der Mensch von nun an die Freiheit, auch andere „Götter" anzubeten?
Ist er von jetzt ab frei, seine Eltern nicht mehr zu ehren, oder zu töten, die Ehe zu brechen, zu stehlen, u.s.w.?

Die Antwort der Bibel ist unzweifelhaft:

31 Wie? Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir richten das Gesetz auf [oder: wir bestätigen des Gesetz].(Römer 3.31)

Jesus Christus selbst macht unmißverständlich deutlich:

17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.(Matthäus 5.17)
17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Strichlein vom Gesetz fällt.(Lukas 16.17)

Was aber gleich nach dem Opfer Jesu abgeschafft wurde, ist das alte zeremonielle Gesetz:

Kurz nach der Verkündung des Gesetzes hatte Gott durch Mose auch eine Reihe von ausführlichen Gesetzen gegeben, die die von den Menschen begangenen Missetaten und Sünden regelten (s.
Levitikus 4.1-4; 13-15; 22-24; 27-35).
Da „der Sünde Sold [oder: die Folge der Sünde] der Tod  ist”, musste derjenige, der sündigte, mit dem Tode bestraft werden.
Nach Gottes Beschluss sollte die Sühnung für die Sünde des Menschen von einem Tier gemacht werden, welches als Sühnopfer an Stelle des Sünders gebracht werden sollte.
Für die Sünden des schuldigen Menschen musste jedes Mal ein unschuldiges und makelloses Wesen, und zwar ein unbeflecktes und fehlerloses Tier - als ein vollkommenes Opfer - sterben.
Der Sünder legte seine Hand auf den Kopf des Tieres, seine Sünden auf dieses symbolisch übertragend, und schlachtete es danach. Das vergossene Blut machte auf diese Weise das Sühnopfer für die Sünden des Menschen.
Dann wurde ihm die Sünde vergeben.

Diese Zeremonien mussten einerseits zeigen, was für schreckliche Folgen - und zwar ein unendlich kostbares Blutvergießen - die Begehung der Sünden nach sich zogen und wiesen andererseits in symbolischer Weise auf das wahre, einmalige und unwiederholbare kommende Opfer hin:
Das Opfer am Kreuz Jesu Christi, des „
unschuldigen und unbefleckten Lammes(1 Petrus 1.19) - das vollkommene menschliche Opfer -, „das die Sünde der Welt hinwegnimmt”. (Johannes 1.29)

In dem Augenblick, als Jesus Christus sein Werk am Kreuz vollbracht hat, hat das ganze System der Tieropfer aufgehört zu existieren.

Das Opfer Jesu hat dieses zeremonielle System der Tieropfer abgeschafft, was hunderte Jahre zuvor auch vom Propheten Daniel vorausgesagt wurde (s.
Daniel 9.27).

Warum ist es für den Menschen von lebenswichtiger Notwendigkeit, durch die persönliche Annahme des Opfers Jesu Christi gerecht gemacht (oder: gerechtfertigt) zu werden? Die Antwort ist:

9 Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden!

(Römer 5.9)

18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.

(Römer 1.18)

36 Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

(Johannes 3.36)

Der Glaube an Jesus ist demzufolge die einzige Errettung des Menschen vor dem Zorn Gottes, der zum Verlorengehen führt:

15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern  ewiges Leben hat.” (Johannes 3.15)

Der Grund für Jesu Opfer ist demnach der, dass der Mensch nicht verlorengehe.
Seine Chance, ewiges Leben zu erlangen, ist jetzt an ihn zu glauben.

Jeder, der Jesus abweist oder ignoriert, bleibt allein verantwortlich für alle im Laufe seines ganzen Lebens begangenen Übertretungen des Gesetzes. Der Mensch ohne Christus wird über alle seine Taten Rechenschaft geben müssen - und zwar bei der „Auferstehung des Gerichts
(Johannes 5.29), denn er hat das Angebot Christi, auch seine Sünden wegzunehmen, nicht angenommen.
Weil Gott der Vater seinem Sohn den Richterstuhl gegeben hat („der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben”)
(Johannes 5.22), wird Jesus Christus selbst über den unbußfertigen Menschen und dessen Übertretungen richten und ihm den gerechten Lohn geben. Dieser ist der zweite Tod oder das ewige Verderben. Bevor sie verlorengehen, werden diese Menschen verstehen, dass sie durch die Verstocktheit ihres Herzens die Unsterblichkeit verloren haben. Die Seelenqualen, die sie durchleiden werden und ihr spätes Bedauern werden dann unsäglich sein:

40 Wie man nun das Unkraut ausjätet und mit Feuer verbrennt, so wird's auch am Ende der Welt gehen.
41 Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden sammeln aus seinem Reich alles, was zum Abfall verführt, und die da Gesetzlosigkeit verüben,
42 und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und Zähneknirschen sein.
43 Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hören, der höre!


(Matthäus 13.40-43)

Der Mensch mit dem Glauben an Jesus Christus hat aber schon jetzt die Versicherung des ewigen Lebens:

11 ... Gott hat uns das ewige Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn.
12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.


(1 Johannes 5.11-13)

Er ist jetzt noch sterblich, aber an einem allein von Gott gewussten Tag („Von dem Tage aber und von der Stunde
weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.”) (Matthäus 24.36) wird er die Unsterblichkeit empfangen.
Und zwar bei der Wiederkunft Jesu Christi, wenn die in Christus Gestorbenen auferstehen werden unverweslich
(1. Thessalonicher 4.16; 1. Korinther 15.52), während die in Christus Lebenden, die beim Wiederkommen des Herrn am Leben sein werden, in Unsterblichkeit verwandelt werden (1. Korinther 15.52,53).

Der Kern und die Lehre der gesamten biblischen Botschaft ist nichts anderes als der Glaube an Jesus:

39 Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.(Johannes 5.39)

Gott zwingt niemanden zum Glauben an seinen Sohn Jesus Christus, sondern er überläßt jedem die freie Wahl, sich dafür zu entscheiden oder nicht.
Die dem Volke Israel einst gemachte Aufforderung Gottes gilt heute jedem einzelnen Menschen:

19 Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen(Deuteronomium 30.19)

Wer das Leben erwählt, entscheidet sich für den Glauben an Gottes Sohn, Jesus Christus.

Fast alle Bücher des Neuen Testaments enden mit den Worten:

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen!

Dies sind auch die letzten Worte der Bibel oder Heiligen Schrift des Alten und Neuen Testaments.

Gottes Wunsch ist es, dass alle sich der „Gnade des Herrn Jesus Christus” erfreuen.

Diese Gnade empfängt man jedoch allein durch den Glauben:

8 ... aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben.(Epheser 2.8)

Dank der Gnade hat das Gesetz keinen anklagenden Charakter mehr gegen die Menschen mit dem Glauben an Christus, aber gleichzeitig haben diese, die unter der Gnade sind, das Gesetz in ihren Herzen.

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E. WICHTIGE ERKENNTNISSE


1. Gute Werke



Wenn jemand von sich denkt, er sei ein guter Mensch, da er nur Gutes tut und sein ganzes Leben darauf ausgerichtet ist, seinem Nächsten zu helfen und auch ein Teilnehmer an Spenden und Akten der Wohltätigkeit ist, dann sind all dies zweifellos besonders positive Tatsachen.

Wenn aber jemand denkt, dass er durch das Vollbringen von guten Taten einen persönlichen Beitrag zur eigenen Erlösung haben kann, um auf derartige Weise „in den Himmel” zu gelangen, dann irrt er sich gewaltig. Warum?

Weil Gott nicht auf die guten Werke des Menschen schaut, da „5
... alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid ...” (Jesaia 64.5)
Es steht geschrieben: „
10 ... Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer.” (Römer 3.10)
12 ... Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3).” (Römer 3.12)
20 Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige.(Prediger 7.20)

Sosehr sich jemand auch bemüht, durch eigene Kraft vollkommen zu sein, wird es ihm nicht gelingen, so dass er höchstwahrscheinlich irgendwann scheitern wird.
Der Maßstab der Vollkommenheit (biblisch: Heiligkeit) des Menschen ist das Gesetz der Zehn Gebote.
Es muss gesagt werden, dass Gott den Menschen dieses Gesetz nicht darum gegeben hat, dass diese es „halten”, um dadurch erlöst zu werden.
Dies wäre dem Menschen eh fast unmöglich.
Es genügt, nur einmal gelogen zu haben, einen einzigen unreinen Gedanken gehabt zu haben, einen unerlaubten gierigen Blick geworfen zu haben oder nur ein einziges Mal zornig geworden zu sein und man ist schon Übertreter des Gesetzes geworden.
Die Folge (biblisch: Der Sold) dieser Übertretung ist der Tod
(Römer 6.23).

Die Anforderungen des Gesetzes sind nur schwierig vollkommen einzuhalten, da jeder von uns - Nachkomme des ersten Menschen, der das Gesetz übertreten hat (biblisch: Sünder) - eine sündige Natur geerbt hat.

Folglich können „gute Werke” nicht etwa ein Mittel unserer Erlösung bilden und durch diese erwerben wir uns überhaupt keine eigenen Verdienste vor dem Heiligen Gott.

Die Menschen machen oftmals den Fehler, sich als „gerecht” anzusehen. Diese menschliche Gerechtigkeit hat keine Gültigkeit vor Gott.
Weil Gott heilig ist, kann er keine Verbundenheit mit dem sündigen Menschen haben.
Gott schaut nur auf das vollbrachte Erlösungswerk seines Sohnes Jesus Christus.

30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung ...” (1 Korinther 1.30)

Also ist der Mensch durch Jesus Christus gerechtfertigt worden, und zwar durch den Glauben an ihn.

Der Mensch wird nicht durch seine eigene Gerechtigkeit errettet, sondern durch die Gerechtigkeit des Sohnes Jesus Christus, die einzig wertvolle vor dem Allmächtigen Gott.

Es gibt ein Gleichnis des Herrn Jesus, welches uns zwei Gruppen von Menschen darstellt:

9 Er sagte aber auch zu etlichen, die auf sich selbst vertrauten, dass sie gerecht seien, und die übrigen verachteten, dieses Gleichnis:
10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.
11 Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: O Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner da.
12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.
13 Der Zöllner aber stand ferne, wagte nicht einmal seine Augen zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir Sünder gnädig!
14 Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.


(Lukas 18.9-14)


Der Zöllner ist der Vertreter jener, die in ihrem Herzen zur Erkenntnis gelangt sind, dass sie unvollkommen sind und niemals die von der göttlichen Heiligkeit erforderten „Punktzahl” je erreichen werden können. Voll Demut, erhebt er seinem Schöpfer das Gebet, sich seiner zu erbarmen.

Der Pharisäer vertritt diejenigen, die ihr Vertrauen in sich selbst setzen und auf ihre Taten schauen und somit denken, dass sie dadurch vor Gott gerechtfertigt werden.

Als Johannes der Täufer und danach Jesus selbst und nach ihm seine Jünger alle Menschen aufgefordert hatten („
30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.”) (Apostelgeschichte 17.30) Buße zu tun, brachten sie damit allen zur Kenntnis, dass sie nur durch eigene Kraft nicht vollkommen sein können (s. Römer 7.14-25).

Damit verbunden ist auch das Verständnis der Tatsache, dass der Mensch ohne Jesus für alle Ewigkeit verloren geht.
Jene Menschen, die nicht verstehen wollen, dass Jesus Christus ihre einzige Überlebenschance jenseits dieses vergänglichen irdischen Daseins ist, verlieren das ewige Leben.

Das ewige Leben setzt sich nach der Auferstehung fort in ein Leben auf der neuen Erde und im neuen Himmel zusammen mit allen Erlösten (die das Volk Gottes sein werden), aber vor allem an der Seite unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus.
Der Apostel Johannes beschreibt die ihm von Jesus Christus selbst gegebene Offenbarung, Jahrzehnte nach Seiner Himmelfahrt:

1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann.
3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein;
4 und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!
6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
7 Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.


(Offenbarung 21.1-7)

Die älteren Menschen könnten zum Schluss kommen, dass jetzt, wo ihnen nur wenige Jahre zu leben übrig bleiben, es an der Zeit wäre, gute Taten zu vollbringen, damit ihnen diese zur eigenen Erlösung angerechnet werden.
In dieser Vorstellung könnte jemand sogar sein Haus, sein Vermögen, etc. verschenken oder könnte unzählige Akte der Barmherzigkeit machen.

Dadurch erlangen sie jedoch nicht im geringsten die Gunst Gottes, da die Erlösung ausschließlich durch den Glauben an Jesus Christus kommt und nicht durch gute Werke, wieviele auch immer diese sein mögen.

Wenn jemand „5 ... glaubt aber an den, der
die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.(Römer 4.5)
Den Glauben erwirbt man sich nicht durch eigene Anstrengungen und Verdienste, sondern der ist eine von Gott erhaltene Gabe:

8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,
9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.


(Epheser 2.8,9)

Die guten Werke sind nur die Früchte oder die natürlichen Handlungen derer, die den Glauben an Jesus Christus haben.
Die Taten dieser Menschen sind wohl wie die Früchte eines guten und gesunden Baumes.
Ebenso ähnlich wie ein Mensch, der feste Überzeugungen hat, können auch diese nicht gegen ihr eigenes Gewissen handeln, indem sie etwas tun, was im Widerspruch zu den göttlichen Empfehlungen sein könnte.
Die guten Werke sind also eine Selbstverständlichkeit ihres Daseins.

Diese sind Bestandteil des Lebens eines gläubigen Menschen und jemand, der den Glauben hat, erkennt auch, dass dieser allein nicht ausreichend ist.
Der von Gott erhaltene Glaube muss in seinem Leben Erfüllung finden: in seinen Verwirklichungen und in seinem Benehmen, als auch in der Aufmerksamkeit, die er seinen Mitmenschen zuwendet. Die Bibel sagt:

14 Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann ihn  denn dieser Glaube retten?
15 Wenn nun ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und es ihnen an der täglichen Nahrung fehlt,
16 und jemand von euch würde zu ihnen sagen: Geht hin in Frieden, wärmt und sättigt euch!, aber ihr würdet ihnen nicht geben, was der Leib nötig hat – was könnte ihnen das helfen?
17 So ist es auch mit dem Glauben:  Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
18 Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken.
19 Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es - und zittern!
20 Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist?


(Jakobus 2.14-20)

Weil Abraham Gott geglaubt hat ohne Beweise zu verlangen, ist er auch Vater der Gläubigen genannt, als Erster, dem »sein Glaube
zur Gerechtigkeit gerechnet worden« ist. (Römer 4.9)

Sein Glaube ist auch nach mehreren Jahrzehnten geprüft worden, als Gott ihn aufgefordert hat, seinen Sohn Isaak zum Brandopfer zu bringen.
Schmerzerfüllt, aber mit einem unerschütterlichen Glauben fasste er das Messer, bereit die Anforderung seines Schöpfers in die Tat umzusetzen.
Wir wissen jedoch, dass der Engel des Herrn ihn im letzten Augenblick davon abgehalten hat, als er sah, dass Abraham nicht zögerte, alles was sein Herr von ihm verlangte zu erfüllen
(Genesis 22.1-12).
Es ist hier der ideale Fall in dem Glaube und Tat zusammen wirken:

21 Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte?
22 Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden.
23 So ist die Schrift erfüllt, die da spricht (1.Mose 15,6): »Abraham hat Gott geglaubt und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden«, und er wurde »ein Freund Gottes« genannt (Jesaja 41,8).
24 So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein.


(Jakobus 2.21-24)

26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

(Jakobus 2.26)

Jemandens Glaube muss im Alltagsleben seine Anwendung finden, in den tagtäglichen Tätigkeiten.

Gute Taten sollen von Herzen kommen und sollten nicht formal und vorherbestimmt sein.

Manche verstehen es, gute Taten nur der Form halber zu vollbringen (z. B. nur aus Pflicht), um bei der ersten ihnen unpassenden Gelegenheit eine verachtende und arrogante Haltung zu haben oder über deren Nächsten mit Unerbittlichkeit zu urteilen, ohne Gnade und Achtung, mit Verständnis nur für die eigene „Gerechtigkeit”.

Die „Gute Tat” bezieht sich nicht nur auf eine praktische Handlung, wie eine Akte der Wohltätigkeit oder die Hilfsbereitschaft, darunter versteht man auch eine gewisse Einstellung gegenüber den Mitmenschen: man soll „in der Tat” wohlwollend, zuvorkommend, mildherzig, mit Anteilnahme und Verständnis gegenüber diesen sein.
Was vom Menschen eigentlich verlangt wird finden wir in den folgenden schönen Versen der Heiligen Schrift:

31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung
seien fern von euch samt aller Bosheit.
32 Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.


(Epheser. 4.31,32)

Unter der „guten Tat” versteht man auch das Engagement für die Wahrheit, indem man der Wahrheit Christi folgt und die irrigen, bequemen und falschen Wege verlässt.
In allem was wir tun, sollten wir keine Aggressivität und Brutalität anwenden und niemanden beleidigen, sondern sanftmütig sein und zugleich entschlossen handeln.
Unser Vorbild muss immer Jesus sein, der - als er seine Jünger in die Welt geschickt hatte, um das Evangelium zu verkünden - ihnen auch eine Lebensweisheit mitgegeben hat:

16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.

(Matthäus 10.16)

Der gläubige Mensch wird stets im Sinn den Gedanken der Einzigartigkeit jedes menschlichen Wesens haben, das mit Respekt, Einfühlungsvermögen und Zärtlichkeit behandelt werden muss. Noch einmal wird er die Richtigkeit und Wahrheit des göttlichen Gebots verstehen:

39 »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18).”

(Matthäus 22.39)

Es genügt aber nicht, allein das Wort Gottes zur Kenntnis genommen zu haben. Die Bibel sagt uns mehr:

22 Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.
23 Denn wenn jemand ein Hörer des Worts ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein leibliches Angesicht im Spiegel beschaut;
24 denn nachdem er sich beschaut hat, geht er davon und vergisst von Stund an, wie er aussah.
25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und dabei beharrt und ist nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter, der wird glückselig sein in seinem Tun
.”

(Jakobus 1.22-25)

18 Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

(1 Johannes 3.18)

Man findet jedoch in der Heiligen Schrift keinen Bezug auf die Erfüllung von so genannten „Werken” - zu Zwecken der „Freisprechung von Sünden“ -, wie Pilgerfahrten zu vorausbestimmten Wallfahrtsorten, bestimmte Rituale usw., hervorgegangen aus dem System der Traditionen menschlicher Herkunft.

Sicher macht der Mensch während seines Lebens auch Fehler oder wird so manches versehentlich auslassen, da er ein unvollkommenes Wesen ist. Wenn er aber sich seiner Fehler bewusst wird, wird er sie bereuen und sich anstrengen, die nicht wieder zu tun.
Indem er seine Fehler unmittelbar Gott bekennt, werden ihm diese dann vergeben:

9 Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.(1 Johannes 1.9)

Unser alleiniger Mittler, den wir beim Vater haben, ist unser Herr Jesus Christus:

1 Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten.(1 Johannes 2.1)

Außerdem, wenn wir jemandem Unrecht getan haben, sollten wir diesen um Verzeihung bitten und wir werden dann in unserem Herzen völlig versöhnt sein:

16 Bekennt einander die Übertretungen und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! ...” (Jakobus 5.16)

Der Mensch muss in seinem Leben Früchte bringen. Und die Früchte des Glaubens sind die guten Taten.

Diese sind kein Zweck an sich, sondern die Ausdrucks- und Äusserungsform eines aus einer gefallenen Welt erlösten neuen Menschen, der in Wahrheit lebt und sich auf dem Weg des ewigen Lebens befindet. Diese Gewissheit ist motivierend für ein neues Leben, das nicht unseren guten Werken zu verdanken ist, sondern des unschätzbaren erlösenden Opfers unseres Herrn Jesus Christus:

5 da hat er uns – nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit – errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes,
6 den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter,
7 damit wir, durch seine Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung.
8 Das ist gewisslich wahr.
Und ich will, dass du dies mit Ernst lehrst, damit alle, die zum Glauben an Gott gekommen sind, darauf bedacht sind, sich mit guten Werken hervorzutun. Das ist gut und nützlich für die Menschen.


(Titus 3.5-8)

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2. "In Christus" sein



Das Neue Testament - der zweite Teil der Bibel, beginnend mit dem Bericht von der Geburt Jesu Christi auf Erden vor 2000 Jahren - verwendet oftmals den Begriff „in Christus”.


In engem Zusammenhang damit gibt es einige weitere klärende Begriffe, die zum Verständnis der Verbindung dieser zwei Wörter führen sollen:

Der Begriff des Glaubens

Es handelt sich um „den
Glauben an Christus Jesus." (Apostelgeschichte 24.24) Dies setzt ein volles Vertrauen des Menschen in den Erlöser Jesus Christus voraus:

12 ... es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet  werden sollen!(Apostelgeschichte 4.12)

Ausser ihn gibt es keinen anderen, der uns den Weg zu Gott vermitteln könnte:

5 ... es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.(1 Timotheus 2.5)

Der Begriff der Liebe

Die Bibel berichtet „von der
Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.” (Römer 8.39)

Manche Menschen denken über sich, sie seien korrekt und gerecht, so dass Gott, der ja ihre guten Eigenschaften kennt, sowieso in seiner Liebe für sie sorgen wird.

Der Vers aus Römer 8.39 sagt jedoch eindeutig, dass die Liebe Gottes nicht uneingeschränkt oder bedingungslos ist, sondern diese „in Christus” ist.

Mit anderen Worten ist die Liebe, die uns zugute kommt, diejenige, die sich alleinig durch die Person seines Sohnes Jesus Christus offenbart.

Der Mensch mit einem dem Charakter des Herrn Jesus Christus nach geänderten Herzen ist sich vollkommen bewusst, dass Christus der einzige „Kanal” ist, durch den die Liebe Gottes über sich ausströmen kann.

Der Begriff der Wahrheit

Die Wahrheit existiert nicht ausserhalb Christus. Sie ist ausschließlich „in Christus
(Römer 9.1).

Viele Menschen suchen nach der Wahrheit in diversen Philosophien, religiösen Strömungen, Mythen und Legenden antiker Völker, usw.

Die Bibel jedoch sagt, dass die Wahrheit „in Christus” ist.

Laut dem Prinzip der Logik, wonach die Wahrheit und die Lüge sich gegenseitig ausschließen, kann man hieraus ebenfalls folgern, dass es „in Christus” keine Lüge geben kann.

Der Apostel Paulus predigte dies immer wieder zu verschiedenen Anlässen:

1 Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht ... (Römer 9.1)

1 So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen darbringe für alle Menschen,
2 für Könige und alle, die in hoher Stellung sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit.
3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter
4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und
zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus,
6 der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung, dass dies zu seiner Zeit gepredigt werde.
7 Dazu bin ich eingesetzt als Verkündiger und Apostel – ich sage die
Wahrheit in Christus und lüge nicht –, als Lehrer der Heiden im Glauben und in der Wahrheit.


(1 Timotheus 2.1 - 7)

Die Ankündigung der einzigen Wahrheit hatte zu dem Zeitpunkt stattgefunden, als Jesus sagte:

6 Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.(Johannes 14.6)

Der Begriff der engen Beziehung zwischen den Menschen

Die Menschen bilden einen Leib „in Christus”.

Jeder Mensch ist eine separate Entität gegenüber jedem anderen Menschen. Er kann jedoch nicht alleine in harmonischer Weise leben, indem er sich von den anderen absondert. Wir wurden mit dem Wunsch des Kommunizierens und der Interaktion mit unseren Mitmenschen geschaffen.

Wir sollten und müssten nicht isoliert leben, da in uns das Bedürfnis existiert, permanent die Eintracht mit den anderen zu suchen. Und der Bibel nach muss dieser engen zwischenmenschlichen Beziehung Christus zugrunde liegen.

Die Bibel offenbart diese wunderbare Gewissheit auf eine sehr verständliche Weise:

4 Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben,
5 so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied
”.

(Römer 12.4,5)

Der Begriff des „Anziehens” „in Christus”

Die Menschen kümmern sich in der Regel um ihre Kleidung, so dass die Art und Weise wie sie sich ankleiden und sich in der Gesellschaft „zeigen” ihnen nicht gleichgültig ist.

Dies jedoch widerspiegelt nicht auch den Charakter der betreffenden Person.

Oft kann ein eher bescheiden bekleideter Mensch wertvoller vor Gott sein, dank einiger positiver Charakterzüge, im Vergleich zu einem, der nur auf das Äussere Wert legt, mit dem er vor den anderen prahlt.

Einmal mit dem jährlichen Eintreffen der Winterfeiertage gibt es auch den Brauch des Anziehens als Weihnachtsmann: Eine gutmütige, friedliche und altruistische Person, aber unwirklich, fiktiv, vom menschlichen Verstand erdacht.

Im Gegensatz dazu spricht die Bibel von dem geistigen Anziehen „in Christus”:
Der wirkliche, wahre, lebendige Schöpfer, dem menschlichen Verstand unendlich überlegen.

Was dieses geistige Anziehen bedeutet, wollen uns folgende Verse etwas näher bringen:

11 Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich dass die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn jetzt ist unsere Errettung näher, als da wir gläubig wurden.
12 Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.
13 Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid;
14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt.


(Römer 13.11 - 14)

Der Begriff des Benehmens

Das Benehmen oder „die Wege” der Menschen ist die Art und Weise in der sich diese durch eine gewisse Verhaltensweise zeigen.

Das Verständnis der biblischen Wahrheit und Wichtigkeit hat eine positive Auswirkung auch auf das Verhalten der Menschen, indem sich diese dezent (nicht aber auch steif), natürlich, positiv, bescheiden, angenehm und besonnen zeigen.
In dem Maße wie wir die großen göttlichen Wahrheiten verstehen, werden „13 ... wir alle hingelangen ... zum vollendeten Mann, zum vollen Maß der Fülle Christi”.
(Epheser 4.13)

Das christliche Leben ist ein kontinuierliches Wachsen in Wissen und Gewissheit, von „unmündigen Kindern in Christus
(1 Korinther 3.1) bis zu vollendeten Wesen, die die wunderbare vollkommene Kenntnis der ewigen Wahrheiten haben.

Unsere Überzeugungen werden sich mit der Zeit auch auf unser Verhalten auswirken, so dass ein besonderes Benehmen „an meine
Wege in Christus(1 Korinther 4.17) (so Apostel Paulus) erinnern wird.

Der Begriff des Sieges

Das Wort „Sieg” benutzte man ursprünglich im Falle der Konfrontation feindlicher Streitkräfte auf einem Schlachtfeld.

Die im Konflikt verwickelte militärisch besser gerüstete Seite wird am Ende den Sieg über die andere Macht haben.

Ebenso erscheinen auch auf individueller Ebene immer wieder Konflikte und Zwistigkeiten.

Inmitten eines Konfliktes ist ein jeder von uns davon überzeugt - indem man übrigens konkrete Rechtfertigungsgründe für sich „ins Feld führt” - , dass die Schuld auf der Seite der anderen Person liegt.

Es mag erstaunlich klingen, aber die Bibel offenbart uns, dass wir uns in Wirklichkeit mit einem trügerischen Konflikt auseinandersetzen: Der Gegner ist nicht die Person selbst, sondern es gilt gegen Mächte anderer Natur zu kämpfen, die die wahren Verursacher des Bösen in unserer Welt sind:

12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.(Epheser 6.12)

Die ganze konfliktäre Problematik wird man demnach neu werten müssen.
Zur Unterstützung unseres Kampfes werden uns auch die entsprechenden „Waffen” zur Verfügung gestellt:

13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt.
14 So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit
15 und die Füße gestiefelt mit Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens.
16 Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen,
17 und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
18 Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist
...” (Epheser 6.13 - 18)

Die zerstörerischen Kräfte des Bösen können nicht in wiederholten kontradiktorisch geführten Gesprächen bewältigt werden, durch Aufregungen, Selbstrechtfertigungen, Wut und Schreien, sondern indem man die Waffenrüstung Gottes überzieht. Diese hat als Grundlage die Wahrheit, die Gerechtigkeit, den Frieden im Herzen verliehen durch die Gewissheit des Evangeliums (oder: der guten Nachricht) des ewigen Lebens durch den Glauben an den Erlöser Jesus Christus, das Wort Gottes (Die Bibel) und nicht zuletzt die Gebete, die wir in den verschiedensten Lebenslagen machen können.

Das Endziel ist den „Sieg in Christus” zu erringen:

14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten! (2 Korinther 2.14)

Der Begriff der Vergebung

Oftmals gelangen Menschen - als Folge einiger Missverständnisse, Streitereien oder Konflikte - an einen Punkt, sich nicht mehr ausstehen zu können, woraufhin sie die Beziehungen zueinander abbrechen. Ihr Herz soll derartig verletzt sein, dass eine Wiederkehr zu früheren Zeiten unmöglich scheint.

Doch das göttliche Wort zeigt uns in den folgenden Versen den weisen und gesunden Umgang miteinander, gefolgt von dem Ansporn, uns gegenseitig zu verzeihen, so wie auch Gott Selbst uns allen „in Christus” vergeben hat:

31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit.
32 Seid aber untereinander freundlich und barmherzig und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.
(Epheser 4.31,32)

Die Folge der Tatsache, dass der Mensch gesündigt hat, ist dessen ewiger Tod. Gott hat ihm aber in Seiner Liebe vergeben, indem Er sich Selbst „in Christus” geopfert hat, so dass der Mensch von Neuem die Chance der Wiedererlangung ewigen Lebens haben kann.

Wenn die Liebe des Allmächtigen Gottes so groß gewesen ist, dass Er dem Menschen von seinem Ungehorsam vergeben hat, dann müsste der Mensch in seiner Dankbarkeit seinem Nächsten umso mehr vergeben.

Der Begriff der Lehre

Kinder werden in der Regel von klein auf in die Schule gegeben, um Unterricht zu nehmen und sich bilden zu lassen.

In dem Maße wie diese die verschiedenen Schulstufen absolvieren, werden sie in Wissen, Gelehrsamkeit und Weisheit fortschreiten.

Die Bibel spricht über eine Lehre, die jedem zugänglich ist und auch keinen Zusammenhang mit der Anzahl der absolvierten Schulstufen hat, aber unerläßlich ist, um den Willen des Allmächtigen Gottes zu verstehen und im Einklang mit diesem zu sein: Die „Lehre Christi”.

Das göttliche Wort sagt:

9 Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht; wer in dieser Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.(2 Johannes 9)

23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater.(1 Johannes 2.23)

So wie auch jede andere Lehre, kann auch die über Christus gelernt werden, und zwar über:

Wer Er ist, was Er für uns getan hat, wie wir eine Verbindung mit ihm haben können und über die Möglichkeit, die Ewigkeit mit ihm verbringen zu können.

Diese Kenntnisse können wir nur durch das Lesen und das individuelle Studium der Bibel gewinnen.


Wenn sich all diese Begriffe im Leben der Menschen wieder finden, dann sind sie selbst „in Christus”.

Was bedeutet dies? Die Bibel sagt:

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden! (2 Korinther 5.17)

Was Gott vom Menschen will, ist ihn vom aktuellen Zustand eines sündigen Wesens in einen anderen, Seinen ursprünglichen Kriterien angemessenen Zustand, zu verwandeln.

Die Grundlage dieser hohen Anforderungen ist durch die von Jesus Christus erfüllten göttlichen Kriterien der Wiedergutmachung (biblisch: Sühne) geschaffen worden: Durch Sein Leben ohne Fehl und Tadel, durch Seinen Tod und dann durch Seine Auferstehung.

Der Mensch, der aufrichtig auf die Nachricht der Errettung vom ewigen Tod durch den Glauben an Christus vertraut, wird sich von nun an anstrengen, in Christus zu leben und sich somit mit Gott, dem Schöpfer des Universums und des Menschen, versöhnen:

18 Das alles aber kommt von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Jesus Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat;
19 weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte.


(2 Korinther 5.18,19)

Die endgültige Verwirklichung der Versöhnung mit Gott wird an einem von keinem anderen, ausser nur von Gott gewussten Tag stattfinden, wenn die „in Christus” nicht nur geistig, sondern auch körperlich verwandelt werden und zu unsterblichen Wesen werden.

Die ersten, die an diesem großen Segen teilhaben werden, werden die Toten „in Christus” sein:

13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, dass wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.
16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.”

(1 Thessalonicher 4.13 - 17)


Es wird uns kein genaues Datum dieser Entrückung all derjeniger „in Christus” bekannt gegeben: Der an jenem Tag Lebenden („
51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;) (1 Korinther 15.51) und der Toten („52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.”) (1 Korinther 15.52)

53 Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit.
54 Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg.” (1 Korinther 15.53,54)

Was wir aber mit Sicherheit wissen, ist dass an dieser Auferstehung und Verwandlung nicht alle Toten und alle an jenem Tag Lebenden teilhaben werden, sondern nur diejenigen, die ihre Herzen „geöffnet” haben, als im Laufe ihres Lebens sie von der göttlichen Nachricht ihrer Erlösung aus einer in Ungehorsam gefallenen Welt erfahren haben: Die „in Christus”.

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3. Die Erlösung durch den Glauben



Gott bietet allen Menschen die Erlösung als eine Gabe an, und zwar durch den Glauben an Seinen Sohn Jesus Christus:

8
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es ...(Epheser 2.8)

Jemand, der von der Möglichkeait seiner Erlösung (oder: seiner Errettung vom ewigen Tod) erfährt, müsste eine unendlich große Freude empfinden, da er von nun an die Gewissheit hat, dass sein Leben nicht verloren ist.
Diese wunderbare Nachricht ist den Menschen vor zwei Jahrtausenden von einem Boten des Himmels überbracht worden, unmittelbar nach der Menschwerdung des Sohnes Gottes:

10 Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11 denn euch ist heute in der Stadt Davids der Retter geboren, welcher ist Christus, der Herr.
(Lukas 2.10,11)

Gott möchte, dass alle Menschen, ohne Aussnahme, Sein Angebot der Erretung aus einer von Ihm getrennten Welt annehmen. Er möchte mit jedem von uns jene Verbindung wiederherstellen, die es ursprünglich gegeben hat. Dies kann nur durch Reue oder Buße gemacht werden, das heisst durch die Bewusstwerdung unseres unvollkommenen Zustands, das Bedauern um die begangenen Fehler und das Setzen des Vertrauens in den einzig möglichen Erretter (oder: Erlöser): Jesus Christus.

23 Meinst du, dass ich Gefallen habe am [ewigen] Tode des Gottlosen, spricht Gott der HERR, und nicht vielmehr daran, dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am [ewigen] Leben bleibt? (Ezechiel 18.23)

Warum finden dann viele Menschen den Weg nicht zu dem Glauben, der ihnen von Gott angeboten wird?

Die Antwort auf diese Frage wird uns im Gleichnis vom Sämann gegeben, gesprochen von unserem Herrn Jesus:

3 Und er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus, um zu säen.
4 Und indem er säte, fiel einiges an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen es auf.
5 Einiges fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging sogleich auf, weil es keine tiefe Erde hatte.
6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.
7 Einiges fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten es.
8 Einiges fiel auf gutes Land und brachte Frucht, einiges hundertfach, einiges sechzigfach und einiges dreißigfach.
9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!” (Matthäus 13.3-9)


18 So hört nun ihr dies Gleichnis von dem Sämann:
19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gesät ist.
20 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt;
21 aber er hat keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.
22 Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, aber die Sorge der Welt und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.
23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht; der bringt dann auch Frucht; und der eine trägt hundertfach, ein anderer sechzigfach, ein dritter dreißigfach
.” (Matthäus 13.18-23)

Im Gleichnis vom Sämann werden vier Menschengruppen geschildert.
Diese unterscheiden sich voneinander je nach der Weise in der der Mensch schließlich auf das Hören des Wortes Gottes antwortet.
Die Art und Weise wie das Wort seinen Widerhall im Leben der Menschen findet wird stufenweise veranschaulicht, angefangen mit den Gleichgültigen bis zu denen, die das Frucht bringende Wort verstehen.

Das Gleichnis vom Sämann, so wie auch andere Gleichnisse des Herrn Jesus, wird in den Evangelien des Matthäus, Markus und Lukas berichtet.
Ihre Berichte, obwohl nicht identisch als Form, ergänzen sich gegenseitig: Durch die Einzelheiten, die ein jedes einbringt, vervollständigen diese zusammen den tiefen Sinn dieses Gleichnisses:

Der Sämann ist Jesus Christus Selbst. Er „sät das Wort.”
(Markus 4.14)
Er „ging aus, um das Wort von dem Reich zu säen”. (s. Matthäus 13.3,19)
Mit anderen Worten, Er „zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte [gab bekannt] das Evangelium von dem Reich.”
(Matthäus 4.23)

Das „Evangelium” stammt vom griechischen Wort evangelios, welches heisst: „Gute Nachricht”.

Wem soll aber dieses Reich gehören?

Die Antwort wird uns in Markus 1.14,15 gegeben, wo über den Beginn des Wirkens Jesu berichtet wird:

14 Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium [die gute Nachricht] Gottes
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium [die gute Nachricht]!” (Markus 1.14,15)

Jesus forderte also die Menschen auf, Buße zu tun und an das Evangelium zu glauben.
Was bedeuten jedoch diese beiden Begriffe: „Buße tun” und „Glaube an das Evangelium”?

„Buße tun” bedeutet, dir bewusst werden, dass du ein sündiges (Fehlern ausgesetztes) Wesen bist und zugleich zu Kenntnis nehmen, dass die Folge der Sünde der ewige Tod ist, dann die begangenen Fehler zutiefst zu bereuen und versuchen, sie nicht mehr zu wiederholen.

„Das Evangelium von dem Reich Gottes” ist die gute Nachricht von der Herrschaft und Führung Gottes.

„Der Glaube an das Evangelium von dem Reich Gottes” bedeutet, aufgrund der biblischen Schriften zu wissen, dass der einzige Erretter von der Folge der Sünde, welche der ewige Tod ist, Jesus Christus, der Sohn Gottes (Er Selbst Gott) ist.

Aber war nicht Gott schon seit Anfang Seiner Schöpfung Herr des Universums und aller Wesen ? Warum behauptet die Schrift: „das Reich Gottes ist nahe”?

Gott war und wird immer der Souverän des Universums sein, jedoch nach dem Sündenfall (Ungehorsam gegenüber Gott) lebt der Mensch unter dem Einfluss dessen, der ihn zum Ungehorsam verführt hat und aus ihm ein sterbliches Wesen gemacht hat: Der Böse, der Teufel oder Satan (s.
Apostelgeschichte 26.18).

Scheibar hat Gott im weiteren Verlauf der Geschichte nicht gleich eingegriffen.

Es entstehen hier natürlicherweise zwei Fragen, die jede auch ihre Antwort hat:

1. Warum hatte Gott den Bösen (Satan oder Teufel) nicht gleich vernichtet, zumal dieser Sein Gegner war (das Wort „Satan” stammt vom hebräischen satan und bedeutet „Feind”, „Gegner”)?

Antwort: Das von Satan oder dem Teufel („Teufel” stammt vom griechischen Wort diabolos und heisst übersetzt „der Verleumder”, „Verwirrer”, „Faktenverdreher”) - derjenige, der mit irreführenden Argumenten den Mensch dazu verführt hat, Gottes Wort nicht zu gehorchen, indem er diesem den falschen Eindruck erweckt hat, die Übertretung des göttlichen Gebots würde Souveränität und Wissen mit sich bringen (s.
Genesis 3.1, 4-6; 2 Korinther 11.3; Offenbarung 12.9) - verursachte Böse musste sich selbst als trügerisch und unheimlich zerstörerisch vor den Wesen des Universums, nämlich den Engeln Gottes und den Menschen erweisen.

Zur rechten Zeit wird jedoch Satan seine verdiente Strafe erhalten (s.
Offenbarung 20.10).

2. Warum wurden die Menschen damals nicht gleich unter göttlichem Schutz genommen, sondern im Laufe von Jahrtausenden bis zum heutigen Tag unter dem Einfluss des Bösen gelassen?

Antwort: Gott konnte in Seiner Gerechtigkeit die Schuld des Ungehorsams gegenüber Sein Wort nicht unbestraft lassen. Als Folge dessen, ist der Mensch zu einem sterblichen Wesen geworden.

Dies bedeutet aber nicht, dass Gott den Menschen aufgegeben hat, sondern ganz im Gegenteil: In Seiner Barmherzigkeit will Gott den Menschen die Chance geben, in ihren ursprünglichen Zustand, jenen unsterblicher Wesen, zurückkehren zu können.

Die Sühne für die begangene Sünde konnte nur durch ein vollkommenes Opfer getilgt werden:
Jenes eines Menschen (keines anderen Wesens) ohne Sünde (das heisst: tadellos, vollkommen).
Der Einzige aber, der vollkommen ist, ist Gott Selbst. Und da die Sühne durch den Menschen erfolgen musste, ist Er auf Erden als Mensch geboren. Dies ist vor etwa 2000 Jahren geschehen.
Es war der Augenblick an dem Gott entschieden hat, ins Geschehen einzugreifen.
Im Alter von ca. 30 Jahren offenbarte sich Jesus den Menschen als der Christus.
Seitdem gilt: „Die Zeit ist erfüllt
(Markus 1.15) für den Beginn der Erlösung des Menschen aus dieser „verlorenen” Welt.
Derjenige, der zum „Fürst dieser Welt
(Johannes 12.31; 14.30) geworden war, sollte durch das Opfer des Sohnes Gottes verurteilt werden. Durch Seinen Tod, Seine Auferstehung und Seine Himmelfahrt hat Jesus Christus über den ewigen Tod triumphiert.
Zugleich ist Satan für immer besiegt worden (s.
Johannes 12.31; 16.11).
Seitdem wird „dies Evangelium vom Reich
(Matthäus 24.14) immer mehr in der ganzen Welt verkündet, so dass jeder die gute Nachricht seiner Erlösung durch den Glauben an das von Gott vollbrachte Werk in der Person Seines Sohnes Jesus Christus erfahren kann.

Obwohl „der Böse” weiss, dass er besiegt ist und die Zeit seiner endgültigen Strafe mit dem Vergehen jeden Tages sich mehr und mehr verkürzt, versucht er weiterhin zu verhindern, dass die Menschen von der Wahrheit des Wortes von dem Reich erfahren und sich davon überzeugen, dass ein jeder, der an Jesus Christus glaubt, die Gewissheit des ewigen Lebens hat:

13 Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.” (1 Johannes 5.13)

Darum: Unser „Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er
verschlinge.” (1 Petrus 5.8)

12 ... Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er wenig Zeit hat.(Offenbarung 12.12)

Wie versucht der Teufel die Menschen zu „verschlingen”?

Er ist „
9 ... der große Drache, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der die ganze Welt verführt.(Offenbarung 12.9)

Seine Vorgehensweisen zu verführen sind vielfältig, und zwar von den einfachsten bis zu den subtilsten.
Der Endzweck ist zu verhindern, dass der Mensch von der Möglichkeit seiner Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus erfährt.
Als „Vater der Lüge” (s.
Johannes 8.44) lockt er den Menschen durch diverse Theorien, Beschäftigungen, Vorsätze und Gedanken, die mit dem Willen und der Wahrheit Gottes nicht übereinstimmen. Diese sollen ihn dann von der Kenntnisnahme des Wortes ganz entfernen, dem Wort, das im von Gott Selbst eingegebenen Buch aufgezeichnet ist: Die Bibel oder Die Heilige Schrift.

Mit dieser Warnung beginnt der Herr Jesus Christus die Deutung des Gleichnisses vom Sämann, wiedergegeben in den drei synoptischen Evangelien, auf folgende Weise:

19 Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht versteht, so kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei dem es an den Weg gesät ist.(Matthäus 13.19)

15 Die am Weg aber sind die, bei denen das Wort gesät wird, und wenn sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war.(Markus 4.15)

12 Die am Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und gerettet werden.(Lukas 8.12)

Das sind diejenigen Menschen, die das Wort Gottes hören, aber nicht dazu kommen, es zu verstehen. Der Böse lenkt ihre Gedanken sogleich in andere Richtungen, so dass deren Leben weiterhin ausschließlich auf dem Niveau der prioritären vergänglichen weltlichen Beschäftigungen verlaufen wird und sie das einst gehörte Wort völlig missachten werden.

20 Bei dem aber auf felsigen Boden gesät ist, das ist, der das Wort hört und es gleich mit Freuden aufnimmt;
21 aber er hat keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung erhebt um des Wortes willen, so fällt er gleich ab.
(Matthäus 13.20,21)

16 Desgleichen auch die, bei denen auf felsigen Boden gesät ist: wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf,
17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so fallen sie sogleich ab.
(Markus 4.16,17)

13 Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.” (Lukas 8.13)

Zu dieser zweiten Menschengruppe gehören diejenigen, die sich beim Hören des Wortes von dem Reich Gottes sogleich freuen. Doch das gehörte Wort wird in ihrem Leben nur für einen kurzen Zeitraum da sein, weil dieses nicht Wurzeln schlagen kann. Sie sind diejenigen, die sich zwar beim Hören der göttlichen Nachricht gefreut haben, doch konfrontiert mit verschiedenen Problemen des Lebens und umgeben von diversen neuen Einflüssen wird ihr ürsprünglicher Enthusiasmus, den sie beim Hören des Wortes gezeigt haben, verschwinden.
Indem sie sich nicht Zeit für das Studium des biblischen Wortes genommen haben, werden sie nicht das notwendige Verständnis, den Scharfsinn und die erforderliche Charakterstärke haben, um Aktionen und Veranstaltungen mehr oder weniger religiöser Art erkennen zu können, die mit dem Wort nicht im Einklang stehen und sich somit von diesen abzugrenzen. Demzufolge beschränken sich diese bequem und unkompliziert auf die Befolgung von Bräuchen und geerbten Traditionen und wenden sich mit Leichtigkeit, als auch voll und ganz vom Wort ab.

22 Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, aber die Sorge der Welt und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht.(Matthäus 13.22)

18 Und andere sind die, bei denen unter die Dornen gesät ist: die hören das Wort,
19 aber die Sorgen der Welt und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach anderen Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und es wird unfruchbar.
(Markus 4.18.19)

14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es gehört haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen, dem Reichtum und den Vergnügungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife. (Lukas 8.14)

Die dritte Menschengruppe bezieht sich auf diejenigen, die das Wort hören, die aber die Bibel nicht konsequent lesen, um so die empfangene Nachricht zu vertiefen, sondern lassen sich von den weltlichen Einflüssen erdrücken:

- Die Sorgen des Lebens lasten unvermeidlich auf jeden von uns, so dass sich diese nicht verleugnen lassen. Derjenige aber, der sich vertrauensvoll in das eingegebene biblische Wort vertieft, wird wissen, dass er sich um überhaupt nichts sorgen muss. Der folgende Vers ist jedem von wahrem Halt, ungeachtet des Ernstes der Lage, mit der man sich konfrontiert sieht:

6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten durch Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft
[oder: der allen Verstand übersteigt], wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus.(Philipper 4.6,7)

Viele werden zu irgend einem Zeitpunkt ihres Lebens die Nachricht des Wortes gehört haben, doch konfrontiert mit verschiedenen Sorgen und Problemen des Lebens, werden sie gemäß der weltlichen Gesinnung denken, die einst gehörte Nachricht sei nur theoretisch und könne ihnen demnach nicht wirklich helfen. Infolgedessen ignorieren sie das Wort, so dass dieses in ihrem Leben nicht fruchten wird. Weil ihnen das Interesse an der Vertiefung der Kenntnisse des Wortes gefehlt hat, wissen diese auch nicht, dass die biblische Nachricht eine große führende und verwandelnde Kraft im Leben des Menschen hat. Das Wort ist real, „denn das Wort Gottes ist
lebendig und wirksam(Hebräer 4.12). Je mehr es studiert wird, wird man mehr und mehr seinen tiefen Sinn ergründen. Alle Reichtümer dieser Welt sind nichts wert im Vergleich zu dieser „kostbaren Perle(Matthäus 13.46). „Wer Ohren hat zu hören” wird verstehen, dass gerade das Wort der wahre Leiter seines Lebens ist.

- Der Reichtum wird für nicht wenige die erste Priorität ihres Lebens erhalten und dessen Ansammlung ein Zweck an sich werden. Deren Hauptbeschäftigung wird diejenige sein, all ihr Tun und Treiben stets dazu zu nutzen, um Vermögen und Reichtum anzuhäufen, so dass das Wort fast vergessen und in ihrem Leben nie fruchten wird. In ihrer Selbstsicherheit ignorieren diese Menschen die Tatsache, dass Gott die Anhäufung von Reichtum als Zweck an sich keineswegs empfiehlt, ganz im Gegenteil:

15 Und er sprach zu ihnen: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.(Lukas 12.15)

11 ... wenn der Reichtum sich mehrt,
so
hängt euer Herz nicht daran.
(Psalter 62.11)

Sie wählen also einerseits ein illusorisches Ziel, das mit dem Willen Gottes nicht im Einklang ist, anzustreben und andererseits werden sie niemals zur spirituellen Erfüllung in Christus kommen. Jesus Christus sagt: „21 … wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein."
(Matthäus 6.21) Der Schatz, worauf Er sich bezieht, ist das Wort. Die aber, die ihr Herz an weltliche „Schätze” hängen lassen - seien diese Reichtum, Begierden nach anderen Dingen oder Vergnügungen des Lebens – und zugleich das göttliche Wort ignorieren, werden am Ende feststellen, dass sie sich getäuscht haben, da der von ihnen gewählte Weg sie nicht zum ewigen Leben geführt hat. Indem sie den Glauben an Christus – ihr einziger Verteidiger vor der kommenden Wut Gottes (s. Johannes 3.36; Römer 5.9; 1 Thessalonicher 1.10) - nicht haben, gehen sie auf dem Weg des ewigen Verlorenseins.

Diese drei Menschengruppen wiederfinden sich, kurz und prägnant zusammengefasst, auch in folgendem Vers:

3 Wenn aber unser Evangelium verhüllt ist, so ist es denen verhüllt, die verloren gehen,
4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes
.” (2 Korinther 4.3,4)

Im letzten Teil des Gleichnisses vom Sämann wird uns noch eine Menschengruppe dargestellt:

23 Bei dem aber auf gutes Land gesät ist, das ist, der das Wort hört und versteht und dann auch Frucht bringt; und der eine trägt hundertfach, ein anderer sechzigfach, ein dritter dreißigfach.” (Matthäus 13.23)

20 Diese aber sind's, bei denen auf gutes Land gesät ist: die hören das Wort und nehmen's an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach.“ (Markus 4.20)

15 Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.(Lukas 8.15)

Die vierte Menschengruppe vertritt diejenigen, die, wie auch die anderen, das Wort hören.
Im Unterschied zu den anderen jedoch, verstehen sie es. Dies nicht weil sie zwangsläufig mit einer gegenüber den anderen höheren Intelligenz ausgestattet sind, sondern weil sie es annehmen.
Das Wort wird fortan in ihnen wohnen und in ihrem Leben wirken. Dies wird nicht gleich einem unabhängig vom Willen des Menschen stattfindenden magischen Prozess geschehen, sondern mit dessen aktiven Beteiligung heranreifen.
Sie sind diejenigen, die nicht nur das Wort gehört haben, sondern sich auch bemühen werden, die zu Kenntnis genommenen göttlichen Weisungen in ihrem Leben zu verwirklichen.
Das Wort wird in Ihren Herzen wirken und sie mit der Zeit aus ihrem unter den Einflüssen einer gefallenen Welt befindlichen Zustand in einen anderen, dem Willen Gottes entsprechenden neuen Zustand, verwandeln.  

Diese Stufen zur Erfüllung und Vervollkommnung sind vom Apostel Petrus unter göttlicher Eingebung wie folgt aufgezeichnet:

5 So wendet alle Mühe daran und erweist in eurem Glauben Tugend und in der Tugend Erkenntnis
6 und in der Erkenntnis Selbstbeherrschung und in der Selbstbeherrschung Geduld und in der Geduld Gottesfurcht
7 und in der Gottesfurcht brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen.
8 Denn wenn dies alles reichlich bei euch ist, wird's euch nicht faul und unfruchtbar sein lassen in der Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.
9 Wer dies aber nicht hat, der ist blind und tappt im Dunkeln und hat vergessen, dass er rein geworden ist von seinen früheren Sünden.
10 Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen;
11 denn auf diese Weise wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Retters Jesus Christus.
(2 Petrus 1.5-11)

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4. Was ist Glaube?



Betrachte irgendeinen Gegenstand, zum Beispiel einen Apfel.
Bist Du davon überzeugt, dass es ein Apfel ist oder vermutest Du nur?
Du vermutest nicht, sondern Du weisst mit großer Sicherheit.
Du glaubst daran, weil Du ihn siehst.

Genauso bezieht sich der Glaube an existierende Dinge, Erscheinungen, Wesen, die man jedoch (noch) nicht sieht, oder an noch nicht stattgefundene Ereignisse, deren Erfüllung noch in der Zukunft liegen.

Die biblische Definition des Glaubens ist Folgende:

1
Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.(Hebräer 11.1)

Das, was man hofft” ist das, worauf der gläubige Mensch seinen Blick „gerichtet” hält, wohl wissend, dass er dies eines Tages als greifbare Wirklichkeit sehen wird.
Er ist von dem Dasein der Dinge, die er jetzt nicht sieht, völlig überzeugt.
Das ganze elfte Kapitel des Buches „Hebräer” erinnert in kurzer Darstellung einige von denen, für die der Glaube eine Vorrangstellung in ihrem Leben eingenommen hat.  

Die grundlegende Denkweise des Gläubigen ist die Überzeugung, dass das Universum, die Natur und das Leben von einem höheren, nicht sichtbaren, allmächtigen - Gott genannten - Wesen ins Dasein gerufen wurden:

3 Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, sodass alles, was man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden ist.(Hebräer 11.3)  

Selbst die Existenz der heutigen Welt haben wir einem gläubigen Menschen zu verdanken: Noah.
Vor ca. 4400 Jahren, als Gott entschieden hat, wegen der Bosheit der Menschen alles Wesen zu vertilgen
(Genesis 6.1-7; 11-13), war Noah „ein frommer Mann und ohne Tadel unter seinen Zeitgenossen”. (Genesis 6.9)
Da sprach Gott zu Noah:
Das Ende allen Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist voller Frevel von ihnen; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde.
(Genesis 6.13)
Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, um alles Fleisch, das Lebensodem in sich hat, zu vertilgen unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.(Genesis 6.17)
Zugleich gab Er Noah genaue Anweisungen zum Bau eines Schiffes, in dem er und seine Familie gehen soll; auch sollte er „von allen Tieren, von allem Fleisch, von jeder Art” in die Arche bringen: Vögel, Vieh, Gewürm
(Genesis 6.14-21).
22 Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.(Genesis 6.22)
Er machte dies „
durch den Glauben, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah. (Hebräer 11.7)
Er hatte auf diese Weise nicht nur sich und seine Familie gerettet, sondern wurde zugleich zum Vorläufer, von der Sintflut her, der gesamten menschlichen Zivilisation, die ihm bis heute gefolgt ist.

Diese „feste Zuversicht auf das, was man hofft” brachte die Menschen des Glaubens aller Zeiten dazu, nicht auf vorübergehende Vorteile und Vergnügungen Wert zu legen, sondern „auf die zukünftigen Dinge”.
(Hebräer 11.20)

Für den nichtgläubigen Menschen (oder: den Menschen in seinem natürlichen Zustand) zählt hauptsächlich was man sieht und greifbar ist.
Demnach kann er die Existenz eines unsichtbaren Gottes keinesfalls erkennen und implizit Seine Verheißungen.

Der Gläubige jedoch lebt oder „wandelt” „im Glauben und
nicht im Schauen”. (2 Korinther 5.7)
Er ist „getrost
(2 Korinther 5.8) und hat die Gewissheit der Erlösung und Erlangung ewigen Lebens durch den Glauben an seinen Herrn Jesus Christus.
Der Glaube und die Person des Sohnes Gottes, der Herr Jesus Christus, sind untrennbar, da Er „der Anfänger und Vollender
des Glaubens(Hebräer 12.2) ist.

Die Menschen, die vor ca. 2000 Jahren gelebt haben, geniessten das große Privileg, Gott den Sohn mit leiblichen Augen sehen zu dürfen.
Da Sein Kommen auf Erden bereits seit hunderten von Jahren in den Büchern des Alten Testamentes von den alten Propheten vorausgesagt wurde, konnten die Zeitgenossen vom Herrn Jesus durch Erforschung der Schriften nur allzugut wissen, dass sie vor ihnen Gott den Sohn selbst hatten.

Dadurch, dass sich damals die Prophezeiung Seines ersten Kommens erfüllt hat, ist für sie der Glaube zur Wirklichkeit geworden.
Gott wurde für die Menschen sichtbar, indem Er auf Erden als Mensch geboren worden ist.
Das Gespräch des Sohnes Gottes mit Philippus, einem Seiner Jünger, ist wohl belehrend:

7 Wenn ihr mich erkannt habt, so werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
8 Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns.
9 Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater?” (Johannnes 14.7-9)


Sie haben nicht nur den zum Menschen gewordenen Gott gesehen, sondern den Erlöser selbst.
Dieser ist eigentlich der Zweck Seines Kommens gewesen: Den Menschen vom Verlorengehen zu erretten, indem Er ihm den Weg zur Ewigkeit zeigt.
Jesus sagt: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater
denn durch mich.” (Johannes 14.6)
Einen anderen Weg zu Gott gibt es nicht.
Außer Jesus gibt es keinen anderen Mittler in den wir unser Vertrauen setzen sollen:
5 ... es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus (1 Timotheus 2.5)

Als gewöhnliche Sterbliche werden diejenigen, die ihr Leben Jesus anvertraut haben, wie auch alle anderen Menschen sterben; wenn sie aber auferstehen werden, werden sie das Leben ohne Tod bedingungslos empfangen. Jesus versichert uns, dass jeder, der sich Ihm anvertraut, bereits ab dem Augenblick das ewige Leben hat (auch wenn er stirbt). Er sagt uns:

25 ... Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.(Johannes 11.25)  

24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.(Johannes 5.24)  

47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. (Johannes 6.47)

25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.” (Johannes 5.25)

28 Wundert euch darüber nicht. Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden
29 und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
(Johannes 5.28,29)

Folglich werden alle Menschen, die gestorben sind, auferstehen. Diejenigen, die an Jesus geglaubt haben, werden zum Leben ohne Tod auferstehen, da sie für nicht schuldig befunden wurden (das ist die erste Auferstehung), die anderen jedoch werden auferstehen, um gerichtet zu werden, „ein jeder nach seinen Werken”; da sie das errettende Angebot Christi, auch ihre Sünden auf Sich zu nehmen, nicht annehmen wollten, werden diese die Folgen der eigenen Entscheidung tragen müssen (das ist die zweite Auferstehung, die tausend Jahre nach der ersten stattfinden wird); s.
Offenbarung 20.  

Jesus Christus begann Sein Werk auf Erden, indem Er sich einige einfache Menschen aussuchte, denen Er sich offenbarte und ihnen den Weg zum ewigen Leben bekanntmachte.
Diese Jünger genannten Menschen glaubten an ihn und an allem was Er ihnen erklärte; oftmals vollbrachte Jesus Wunder vor aller Augen: die Auferweckung des Lazarus, als dieser bereits seit vier Tagen tot war
(Johannes 11.11-44); die Stillung des Sturms (Matthäus 8.23-27); die Heilung eines Gelähmten (Matthäus 9.1-8); die Heilung einer blutflüssigen Frau und die Auferweckung der Tochter des Jairus (Matthäus 9.18-26); die Heilung von zwei Blinden (Matthäus 9.27-31); die Speisung der Fünftausend (Matthäus 14.13-21); der Gang auf dem See (Matthäus 14.22-33) etc.

Viele glaubten damals an Ihn, weil sie die Wunder, die Er vor ihnen vollbrachte, gesehen haben.
Es waren aber auch Menschen, die an Ihn bedingungslos geglaubt haben, ohne zuerst sehen zu wollen.
Beispielsweise der Hauptmann, der sein vollstes Vetrauen in Jesu Heilkraft gesetzt hatte.
Er bat Jesus, seinen schwerkrank bettlägerigen Knecht wieder gesund zu machen, ohne jedoch von Ihm zu verlangen, mit ihm nach Hause zu gehen und äusserte damit auch nicht den Wunsch, die ersehnte Heilung gleich sehen zu wollen.
Ein Wort von Ihm war ihm genug, um zu wissen, dass was Er will, sich auch erfüllt:

5 Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn
6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen.
7 Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
9 Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er's.
10 Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Einen so großen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden!
13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.
(Matthäus 8.5-13)

Heutzutage ist es auch nicht anders: Wir müssen nicht gleich sehen was wir uns wünschen, sondern das vertrauensvolle Gebet, dass wir Gott im Namen Jesu erheben wird uns genug sein, denn Sein Wille wird immerhin geschehen.

Das worum wir bitten, wird uns gegeben. Jesus sagt:

23 ... Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was auch immer ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er wird es euch geben!(Johannes 16.23)

22 ... alles, was ihr glaubend erbittet im Gebet, das werdet ihr empfangen!(Matthäus 21.22)

Jedoch werden unsere Bitten nicht immer so erfüllt wie wir sie uns vorstellen.
Gott kann auf einige unserer Bitten auf eine ganz andere Weise antworten.
Im Nachhinein werden wir rückschauend feststellen können, dass Gott uns in Seiner Weisheit auf andere Wege geführt hat: In Richtung optimaler Lösung, die oftmals andersartig sein kann, im Vergleich zu unseren ursprünglich geäusserten Wünschen.

Thomas, einer der zwölf Jünger des Herrn Jesus, ist unter dem Namen „Thomas, der Ungläubige” bekannt geblieben. Warum?
Die Erklärung finden wir im Evangelium nach Johannes, im Kapitel wo die Ereignisse, die nach der Auferstehung des Herrn Jesus Christus stattgefunden haben, berichtet werden:

19 Am Abend aber dieses ersten Tages der Woche, als an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, die Türen verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!
20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, als sie den Herrn sahen.
21 Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22 Und als er das gesagt hatte, blies er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt Heiligen Geist!
23 Welchen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
24 Thomas aber, der Zwilling genannt wird, einer von den Zwölfen, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
25 Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht in seinen Händen die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich's nicht glauben.
26 Und nach acht Tagen waren seine Jünger abermals drinnen versammelt und Thomas war bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und tritt in ihre Mitte und spricht: Friede sei mit euch!
27 Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!
28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!
(Johannes 20.19-29)

Daraus ergibt sich: „gläubig sein” heisst, zu glauben, auch ohne sichtbare Beweise zu haben.

Viele Menschen pflegen von sich zu behaupten: „Ich habe meinen Glauben!”
Es ist, als würde es unterschiedliche persönliche Glauben geben, genauso zahlreich wie die Anzahl der Personen, die diese Behauptung aufstellen.

Der Bibel nach aber gibt es:

5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe.(Epheser 4.5)

Diese tut den Menschen kund:

4 ... ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung.” (Epheser 4.4)

Die Hoffnung, genauso wie auch der Glaube, bedeutet die Erwartung der Erfüllung zukünftiger Tatsachen.
Sie bezieht sich nicht auf Dinge, die man sieht, denn „eine Hoffnung aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht?
Wenn wir aber auf das hoffen, was wir
nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld.” (Römer 8.24,25)

Es geht nicht um die „Hoffnung auf den unsicheren Reichtum, sondern auf Gott”  
(1 Timotheus 6.17) und auf den „Herrn Jesus Christus, der unsere Hoffnung ist”. (1 Timotheus 1.1)

Wir „warten auf die selige Hoffnung und
Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus(Titus 2.13) (s. auch 1 Korinther 1.7)

Der Glaube ist kein aus eigenen Bemühungen erworbener Verdienst:

8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,
9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme
.” (Epheser 2.8,9)

Wer verstanden hat, dass Jesus ein zweites Mal kommt, auf den Wolken des Himmels (s.
Daniel 7.13; Matthäus 24.30; 26.64; Apostelgeschichte 1.11; Offenbarung 1.7) an einem Tag an dem die Toten in Christus unverweslich auferstehen werden (s. 1 Korinther 15.52; 1 Thessalonicher 4.16,17), weiss, dass Gott derjenige ist, der ihm dieses Verständnis offenbart hat.
Auf welche Art und Weise wird uns Glaube von Gott gegeben? Die Bibel sagt:

17 So kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi. " (Römer 10.17)

Das Wort ist die Heilige Schrift oder die Bibel in ihrer Gesamtheit, aus deren Seiten ein jeder die Möglichkeit hat, die gute Botschaft der Errettung oder Erlösung durch den Glauben an Jesus Christus zur Kenntnis zu nehmen.

Nach Seiner Himmelfahrt vor ca. 2000 Jahren hat Ihn niemand mehr gesehen.
Aber durch die Kraft des Glaubens lieben wir den und glauben wir an den, den wir (noch) nicht gesehen haben:

5 die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereit ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.
6 Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
7 damit die Bewährung eures Glaubens, viel kostbarer als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer geläutert wird, Lob, Preis und Ehre zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.
8 Ihn habt ihr nicht gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn jetzt nicht seht; ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude,
9 wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.
(1 Petrus 1.5-9)

Der Glaube an Jesus Christus ist die Garantie des ewigen Lebens.
Es ist für uns nicht von wesentlicher Bedeutung, alles zu wissen, was Jesus als Mensch auf Erden gemacht hat.
Auch müssen wir von Gott keine Zeichen und Wunder verlangen, als sichtbare Beweise, um glauben zu können.
Was in der Bibel niedergeschrieben ist, ist ausreichend, um den erlösenden Glauben zu empfangen:

30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.
 
31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.
(Johannes 20.30,31)

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5. Was ist Kirche?


Im allgemeinen versteht man unter dem Begriff „Kirche” ein Gebäude, ein dafür errichteter Ort, wo Menschen sich zusammenfinden, um Teilnahme am Gottesdienst zu haben.
Viele gehen zur Kirche auch weil dies mit der geerbten Tradition der Familie konform ist und man sich somit verpflichtet fühlt, mehr oder weniger regelmäßig am religiösen Dienst des Kultes, dem man angehört, teilzunehmen.
Ein zusätzlicher Grund ist die Tatsache, dass die Menschen dasjenige angenehme Gefühl der Gemeinschaft mit ihresgleichen suchen und haben möchten. Andere sind der Auffassung, es werde ihnen „gut gehen”, wenn sie in die Kirche gehen.
Und es gibt noch den kontemplativen Faktor der Atmosphäre der Ruhe und Introspektion aus dem Inneren der Wände dieser als heilig erachteten Bauten.

Was sagt aber die Bibel über die „Kirche”?

Der erste Bericht bezüglich dieses Begriffs stammt vom Herrn Jesus Christus selbst und wir finden diesen erwähnt in
Matthäus 16.18.
Der Ausdruck kam zum Anlaß einer der Gespräche, die Er mit Seinen Jüngern gehabt hat:

13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?
14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.
15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, dass ich sei?
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus [griechisch: petros], und auf diesen Felsen [griechisch: petra] will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.


(Matthäus 16.13-18)

Es war der Augenblick, als der Herr Jesus ankündigte, Er werde Seine Gemeinde bauen.
Das Wort des griechischen Originals (der Sprache des Neuen Testaments), welches hier mit „Gemeinde” übersetzt wird, ist ekklesia; dieses Wort bezeichnete am häufigsten eine örtliche Versammlung von Gläubigen, niemals aber ein Gebäude.
Somit bezieht sich Jesus hier nicht auf die Errichtung eines Gebäudes (da eine ekklesia eine Versammlung oder eine Zusammenkunft war), sondern auf einen geistigen „Bau”.
Durch den Gebrauch des Verbes „bauen” nimmt Er Bezug auf das Wesensmerkmal Seiner Gemeinde: Diese hat einen festen Grundbau, vergleichbar mit einem riesigen Stein oder einem Felsen, ausgedrückt durch das griechische Wort petra, welches ihn, Jesus Christus, symbolisiert.
Auf die an Seine Jünger gerichtete Frage hinsichtlich Seiner Identität, bekennt Simon durch göttliche Offenbarung Jesus als den Christus selbst, den Sohn Gottes.
Christus oder der Gesalbte Gottes ist die Übersetzung des hebräischen Wortes hammasiah oder Messias, der erwartete Erlöser.
Nach dem Verständnis des damaligen jüdischen Volkes symbolisierte der Felsen (petra) immer Gott den Erlöser. Beispielsweise, in den vergangenen Zeiten der Wanderungen durch die Wüste wurde das Volk von demselben „Felsen” geführt und unterwiesen: Christus.
Der Apostel Paulus richtete späterhin an die Gläubigen in Korinth folgende Worte:

1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind;
2 und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer
3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen
4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus
.”  (1 Korinther 10.1-4)

Der Felsen symbolisierte die feste Stütze, die ihnen Vertrauen, Hoffnung und Hilfe in Zeiten der Not und Bedrängnis verlieh, wie auch während der tagtäglichen Belastungen (s.
1 Samuel 2.2; Psalmii 18.3; 42.10; 62.3).

Es ist derselbe Felsen, der ein „Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“ werden sollte und zwar für viele, die wegen ihrer Überheblichkeit den Glauben an Ihn nicht annehmen konnten oder gar nicht wollten (s.
Jesaja 8.14; Römer 9.33; 1. Petrus 2.8; Psalm 118,22; Jesaja 8,14).

Bereits zuvor in Seiner Bergpredigt sagte der Herr Jesus, unter vielen anderen, auch das Gleichnis vom Hausbau:

24 Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet.
26 Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute.
27 Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß
.”

(Matthäus 7.24-27)

Auch hier nahm Er Bezug auf den Bau eines Hauses, wobei Er zwei Menschengruppen unterschied.
Der kluge Mensch erbaut sein Haus (d.h. sein Leben) auf einen festen Grundbau: Der Felsen.
Dieser „erbaut” sein Leben indem er als Grundlage dafür seinen Erlöser erwählt, der ihn vor dem kommenden Zorn Gottes schützen wird. Seit er die gute Nachricht über die Existenz des Erlösers erhalten hat, führt er ein Leben des vollen Vertrauens an Seinem Wort, nicht nur im Zuhören, sondern indem er es aus einem aufrichtigen und reinen Herzen auch erfüllt. Gerade hinsichtlich der „Erfüllung” sagte Jesus auch:
21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.” (Matthäus 7.21)
Von den Menschen befragt, was sie tun sollen, um den Willen oder die Werke Gottes zu erfüllen (
Johannes 6.28), antwortete Jesus und „sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.” (Johannes 6.29)
Dies ist die Grundbedingung, die zu einer Lebensänderung des klugen Menschen führen wird, der sein gesamtes Leben neu werten und es auf ein neues Fundament legen wird: Jesus Christus, sein Herr und Erlöser, der Felsen auf dem von nun an sein Leben erbaut wird.
Die Stimme des Vaters selbst war aus dem Himmel zu hören, als Er sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn;
auf ihn sollt ihr hören!(Markus 9.2-7)
Am Ende wird der kluge Mensch von dem Gericht über all seine Sünden befreit („wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet ...”)
(Johannes 3.18), da er zugestimmt hat, dass sein Erlöser (oder: sein Befreier) seine Sünden auf Sich nimmt und er so von der Strafe oder dem ewigen Tod befreit ist. Somit bekommt der kluge Mensch nicht den Lohn für seine Sünden, sondern „die Gnadengabe Gottes: das ewige Leben” (s. Johannes 5.24; Römer 6.23).

Der törichte Mensch hingegen erbaut sein Haus (also: sein Leben) auf ein wackeliges Fundament wie Sand.
Dieser „erbaut” sein Leben und mißachtet oder ignoriert dabei die einst gehörte Nachricht, dass er sich der unschätzbaren Hilfe des alleinigen Erretters erfreuen kann, der ihn vor dem kommenden Zorn Gottes schützen kann. Stattdessen entscheidet er sich für ein Leben, in dem sein möglicher Erretter Seinen gebührenden Platz nicht findet.
Zu dieser zahlreichen Gruppe gehören auch diejenigen, die ihn formell und mit einem unveränderten Herzen verehren, ohne aufrichtig an Seinem Wort interessiert zu sein und ohne Christus wirklich in Ihren Herzen zu haben.
Jesus spricht über diese in prophetischen Worten:
22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Wunder getan?
23 Dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!”  (Matthäus 7.22,23)

Folglich wird auch das Ende des törichten Menschen diesem angemessen sein, da er ganz am Schluss die Früchte seines Leichtsinns ernten wird. Er hat die Notwendigkeit seiner Erlösung durch den Einzigen Erretter Jesus Christus mißachtet und der großen Wahrheit der Gabe des ewigen Lebens durch den Glauben an Jesus Christus keine Beachtung geschenkt. Bis zum letzten Augenblick seines Lebens hat er die Chance zurückgewiesen, den Erretter Christus Jesus durch Buße (Umkehr) zu akzeptieren, der seine Sünden auf Sich hätte nehmen können.
Darum wird er am Tag des Jüngsten Gerichts, welcher der zweiten Auferstehung, der Auferstehung des Gerichts, folgen wird, „vor dem Richterstuhl des Christus”
(2 Korinther 5.10) auftreten müssen.
Als unbußfertiger Sünder wird er die gerechte Strafe empfangen: Den zweiten Tod (oder das ewige Verderben), so wie es geschrieben steht: „ ... der Lohn der Sünde ist der Tod”.
(Römer 6.23)
Er wird der einzig Schuldige an dem Verpassen des ewigen Lebens sein. Er hat die biblische Wahrheit hinsichtlich der Möglichkeit seiner Errettung in Christus und des Empfangs aus Gnade des Ewigen Lebens (falls er sich für Christus als Grundlage seines Lebens entschieden hätte) nicht für ernst genommen.
Aus der Fülle der unzähligen weltlichen Einflüssen hat er eine andere Priorität gehabt, die keinen Beitrag zur ewigen Errettung haben konnte. Im Gegenteil, diese bedeutete nur eine schwache Basis, die ihn nicht zur Versöhnung mit Gott durch den Glauben an Seinen Sohn Jesus Christus geführt hat.
Statt Christus als seinen Erlöser akzeptiert zu haben erleidet er nun die Konsequenzen seines eigenen Ungehorsams: Das göttliche Gericht und dessen Folge, das ewige Verderben. Christus kam in die Welt mit dem Auftrag, uns zu erretten (s.
Johannes 3.17). Dies versteht man deutlich aus den Worten des Herrn Jesus:

47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den werde ich nicht richten; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern dass ich die Welt rette.
48 Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.” (Johannes 12.47,48)


So wie ein Gebäude zunächst ein Fundament hat, auf dem man danach ein Bauwerk bestehend aus einer bestimmten Anzahl an Backsteinen oder kleineren Steinen bis zu dessen Beendigung erbaut, fing der Erlöser Jesus Christus in ähnlicher Weise an, die Gemeinschaft der Menschen aufzubauen, die ihn als Denjenigen anerkennen, der die allergrößte Bedeutung in ihrem Leben hat.
Nachdem Jesus von Seinem Jünger Simon als Christus, den Sohn Gottes bekannt wurde, sagte Er ihm nach dessen Bekenntnis, er werde von nun an „Petrus” [lateinisch] heißen (ein aus dem griechischen Wort petros abgeleiteter Name, welcher „Gestein” oder „Stein” bedeutet; der Name stammt ursprünglich aus dem Aramäischen Kepha).
Es war nicht das erste Mal, dass Jesus Simon mit diesem Namen anredete. Er gab ihn ihm bereits anlässlich ihres ersten Treffens, als Simons Bruder Andreas zu ihm sprach: „Wir haben den Messias gefunden (das heißt übersetzt: „Christus”, d.h. der Gesalbte). Und er führte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du bist Simon, Jonas Sohn; du sollst Kephas heißen (das heißt übersetzt: „Petrus”, d.h. Stein).”
(Johannes 1.41, 42)

Es waren die Tage als Jesus Seine ersten Jünger machte, solche Menschen, die Er den richtigen Weg des Lebens, die Wahrheit und die wunderbare Perspektive des ewigen Lebens lehren sollte.
Es waren Menschen, die lebten in der Hoffnung des Kommens des im Alten Testament prophezeiten Erlösers. Jesus rief sie herbei und diese folgten ihm, davon überzeugt, dass Er Derjenige war, auf den sie gewartet haben. Die Tatsache, dass Jesus jeden einzelnen von ihnen kannte und auch Einzelheiten aus ihrem Leben wusste, bekräftigte sie nur in Ihrer Überzeugung, dass Er der lang erwartete Messias war:

43 Am nächsten Tag wollte Jesus nach Galiläa gehen und findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
44 Philippus aber war aus Betsaida, der Stadt des Andreas und Petrus.
45 Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, Josefs [des Ziehvaters] Sohn, aus Nazareth.
46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
47 Jesus sah Nathanael auf sich zukommen und sagt von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in dem keine Falschheit ist!
48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. [Luther + Schlachter]
49 Nathanael antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!


(Johannes 1.43-49)

So wie Jesus gewusst hat, dass Nathanael ein Mensch ohne Falsch war, genauso kannte Er auch Simons Charakterzüge, sowohl die guten als auch seine schwächeren Seiten, die verstärkt zu werden brauchten: Der impulsive Charakter und die übereilten Reaktionen als auch dessen schwankende und unbeständige Wesensart.
Jesus sah vorher den guten Kern in ihm, genauso wie manche seiner Charakterzüge, die verändert werden mussten: Aus einem der schwachen Natur und Fehlern unterworfenen Menschen sollte er stabil, stark und beständig werden, dazu fähig das Wort Gottes in der Welt verkünden zu können.
Die wahre Verwandlung Simons sollte aber erst nach der Himmelfahrt des Herrn und dem Herabkommen des Heiligen Geistes stattfinden.
Der Name Kephas oder Petrus symbolisierte eben die Festigkeit eines auf Felsen fundamentierten Steins. Mit anderen Worten, durch seine Verbindung mit Christus wird der natürliche, den Fehlern, Versuchungen und Schrecken unterworfene Mensch zu einem neuen Menschen, der ein neues Verständnis der Dinge bekommt:

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur (oder Schöpfung); das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.” (2 Korinther 5.17)

Nicht nur Petrus, aber alle anderen Jünger des Herrn Jesus Christus, diejenigen von damals und jene im Laufe der gesamten menschlichen Geschichte bis zum heutigen Tag können zu lebendigen „Steinen” werden, die die Kenntnis der guten Nachricht der Möglichkeit der Errettung aus dem Zustand der Sünde weitergeben.
In einem seiner Briefe spricht Petrus über die Kirche Gottes, erbaut auf dem Glauben an Jesus Christus. Er, Christus, ist der Grundstein (der „Eckstein”) und all diejenigen, die auf ihn vertrauen, werden zu dem erlösten Volk Gottes, wie als lebendige Steine, hinzukommen:

4 Zu ihm kommt als zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen verworfen ist, aber bei Gott auserwählt und kostbar.
5 So lasst auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
6 Darum steht in der Schrift (Jesaja 28,16): »Siehe, ich lege in Zion einen auserwählten, kostbaren Eckstein; und wer an ihn glaubt, der soll nicht zuschanden werden.«
7 Für euch nun, die ihr glaubt, ist er kostbar; für die Ungläubigen aber ist »der Stein, den die Bauleute verworfen haben, zum Eckstein geworden,
8 ein Stein des Anstoßens und ein Fels des Ärgernisses« (Psalm 118,22; Jesaja 8,14); sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bestimmt sind.
9 Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht;
10 – euch, die ihr einst »nicht ein Volk« wart, nun aber »Gottes Volk« seid
... (Hosea 2,25).”

(1 Petrus 2.4-10)

Jeder von diesen empfangen von ihrem Herrn die Stärke, die Standhaftigkeit und den heiligen Auftrag, Ihn, den Auferstandenen und Lebendigen in alle Ewigkeit, zu bezeugen, als Seine Priester, von nun an vom Geiste Christi geprägte Menschen.

Nikodemus - einer der Pharisäer, die an Ihn zu glauben begannen, jedoch noch nicht die gesamte Essenz Seiner Botschaft verstanden – erhielt, als er vom Meister mehr erfahren wollte, folgende Antwort:

1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, einer von den Oberen der Juden.
2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist.
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir:Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
6 Was vom Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was vom Geist geboren ist, das ist Geist.
7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden.
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist
.”

(Johannes 3.1-8)

Bevor Nikodemus eine konkrete Frage stellt, gibt ihm Jesus die Antwort, die er wissen muss, sowohl er als auch jeder andere Mensch.

Es ist die essentielle Botschaft der Gottheit, laut welcher der Mensch von neuem geboren werden muss; ohne diese Neugeburt kann sich niemand des Reiches Gottes erfreuen.

Die Botschaft bezieht sich auf eine Änderung des Menschen im Geiste, auf eine Erneuerung des inneren Lebens.
Da der Mensch mit einer sündigen Natur geboren wird, werden ihn seine natürlichen Neigungen dazu antreiben, die Begierden des Fleisches zu vollbringen
(Galater 5.19-20).
Solange der Mensch mit diesen Begierden „im Einklang” lebt, wird er „das Reich Gottes nicht erben
(Galater 5.21), da er mit dem heiligen und vollkommenen Gott, jenem in dem keine Sünde ist, nicht koexistieren kann.
Darum ist es dringend notwendig, dass der Mensch von neuem geboren wird und zwar im geistigen Sinne, um in seinem Leben die Früchte des Heiligen Geistes bringen zu können
(Galater 5.22-23).
Aus eigenen Kräften allein wird aber der Mensch bloß oberflächliche Änderungen machen können.
Die Neugeburt, die eine tiefe Verwandlung des Herzens bedeutet, ist ein Vorgang, der nur durch göttliche Intervention verwirklicht werden kann.
Nikodemus fragte Jesus, ob Seine Bezugnahme auf diese „Neugeburt” eine mögliche neue physische Geburt sein kann, Jesus aber sagte es im Sinne von „Geburt von oben” (griechisch: anothen), also von oben, von Gott und zwar durch den Glauben an Seinen Sohn, Jesus Christus:

3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.” (1 Petrus 1.3)

Diese Wiedergeburt beginnt nicht mit der Suche des Menschen nach Gott, sondern Gott Selbst „klopft an die Tür” des Menschenherzens
(Offenbarung 3.20), indem Er ihn durch die „Stimme” des Gewissens anspricht.
Weil Gott den Menschen als ein freies Wesen mit eigener Entscheidungsfreiheit geschaffen hat
(Deuteronomium 30.19), steht es diesem frei, seinem Schöpfer zu antworten und zwar entweder indem er Sein Angebot der Errettung annimmt oder indem er es abweist (das Ignorieren oder die Gleichgültigkeit sind ebenfalls Formen der Ablehnung).
Derjenige, der seinem Schöpfer sein Herz öffnet, da er sich seinen gegenwärtigen unvollkommenen Zustands bewusst ist, wird eine Haltung der Demut und Frömmigkeit haben. Diese Haltung, eng zusammenhängend mit dem Bedauern über manche Handlungen und manchem Verhalten, die nicht im Einklang mit dem Willen Gottes stehen, nennt sich Buße (oder: Bereuen über eigene Fehler, über Stolz, über seinen Egoismus, über alle sündhaften Neigungen). Trotz des Willens, sich vom Bösen zu befreien, wird er klar erkennen, dass wegen der fleischlichen Triebe er im Gesetz der Sünde allzu stark verankert ist
(Römer 7.23). Nur eine Macht, die jenseits des menschlich Möglichen ist, wird ihm die Grundlage eines neuen Anfangs zugrunde legen können. Es ist diejenige Macht, die ihren Ursprung im siegreichen Werk am Kreuz des Sohnes Gottes hat (Römer 5.10,15,17,21; 6.4).
So wie in den zwischenmenschlichen Beziehungen es erstmal notwendig ist, um etwas zu erhalten, dafür zu bitten, gilt dasselbige auch im Falle unserer Verbindung (genannt auch: Gebet) zur Gottheit.
Darum ist es erforderlich, dass der reuige Mensch zuerst dessen Zustand der Unvollkommenheit bekennt und danach seinem Schöpfer das Bittgebet richtet, sein Leben zu ändern.
Gott wird ihm dann als Gabe, d.h. umsonst, ohne Entgelt, den Glauben an Seinen Sohn Jesus Christus schenken
(Epheser 2.8), Derjenige, der vor 2000 Jahren die Strafe für die menschliche Sünde auf sich genommen hat (Jesaja 53.5), der Einzige, der dazu fähig ist, uns den Sieg über die Sünde zu geben (Römer 7.24,25).

Der Glaube an Christus wird im Bußfertigen wirken und aus ihm einen neuen Menschen schaffen.
Sobald der Mensch den Glauben annimmt beginnt ein lebenslanger Prozess geistigen Wachsens, von klein (genau wie ein neugeborenes Kindlein) bis groß und zwar zum vollendeten Mann und zum vollen Maß der Fülle Christi trachtend
(1 Petrus 2.2; Epheser 4.13). Es ist ein Prozess der allmählichen Änderung, durch den der Mensch „in Christus” vom Heiligen Geist getragen, geführt und unterwiesen wird, wobei er die Art und Weise, in der der Heilige Geist die Verwandlung in ihm wirkt, nicht wissen kann. Darum hätte der vom Herrn Jesus gezogene Vergleich mit dem Wind treffender kaum sein können: „Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist.” (Johannes 3.8)

Auf Nikodemus’ Frage „Wie kann dies geschehen?”
(Johannes 3.9) antwortet ihm Jesus,dass Er, der Sohn des Menschen, „erhöht werden” muss (Johannes 3.14), (Andeutung auf Seine Kreuzigung) „damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.” (Johannes 3.15)
Also einmal mit dem Glauben an Ihn geschieht auch die Neugeburt.
Der von neuem geborene Mensch, genannt auch „in Christus”, wird die alte (natürliche oder weltliche) Natur so gut wie möglich nicht mehr „speisen” müssen, sondern in sein Leben mehr und mehr die Frucht des Geistes bringen:

16 Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht das tut, was ihr wollt.
24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.
25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.” (Galater 5.16,17,24,25)


Nur die unmittelbare Verbindung mit dem Erlöser Jesus Christus wird das Wirken unserer Verwandlung vom alten zum neuen Menschen möglich machen. Das Gleichnis des Weinstocks und der Reben ist eine eloquente Schilderung der Tatsache, dass wir nur dann Frucht bringen können, wenn wir im permanenten Kontakt zu Ihm sind:

4 Bleibt in mir und ich [bleibe] in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.
5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.” (Johannes 15.4,5)


Der Wunsch der Gottheit ist es, den Menschen in den Zustand eines neuen Wesens „nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat”
(Kolosser 3.10) zurückzubringen, wobei die Neugeburt ein Prozess der Neuschaffung ist:

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden.” (2 Korinther 5.17)

Das Evangelium nach Johannes offenbart uns Gott den Sohn als das Wort, das bereits am Anfang bei Gott den Vater war, vor Erschaffung des Universums, Denjenigen, der alle Dinge geschaffen hat und die Quelle des Lebens ist.

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott .
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
9 Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.”

(Johannes 1.1-4;9)


Doch trotz alledem hat die Welt den zum Mensch gewordenen Schöpfer nicht erkannt und Ihn sogar von sich abgewiesen.
Der natürliche Geist des sündigen, ungläubigen Menschen hat Ihn abgewiesen:

10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.” (Johannes 1.10,11)

Doch all diejenigen, die Ihn akzeptieren, indem sie an Ihn glauben, werden von Gott einen neuen Geist bekommen, zu Seinen Kindern werden und nach Seinem Willen leben, zwar nicht gemäß der alten Natur, sondern neu geboren durch Gottes Werk:

12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.” (Johannes 1.12,13)


Alle neu geborenen Menschen, diese Kinder Gottes aus allen Zeiten, bilden die Kirche Christi, mit anderen Worten Seine Gemeinde oder Sein Volk.

Schon kurz nach der Bildung von ersten Zusammenkünften derjenigen mit dem Glauben an Jesus Christus reagierte die Welt mit heftigsten Reaktionen:

3 Saulus aber verwüstete die Gemeinde, drang überall in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und warf sie ins Gefängnis.” (Apostelgeschichte 8.3)

Saulus, ein zum Verfolger der Christen gewordener Pharisäer
(Apostelgeschichte 23.6; 26.5)
ist vielleicht das spektakulärste Beispiel einer Bekehrung zum Glauben an Christus.
Als dieser mit seinem Gefolge auf dem Weg nach Damaskus war, in einem Feldzug der Verfolgung gegen die dortigen Christen, geschieht ihm etwas, das jenseits des menschlichen Verstandes hinausgeht:

1 Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester
2 und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er Anhänger des neuen Weges, Männer und Frauen, wenn er sie dort fände, gefesselt nach Jerusalem führe.
3 Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel;
4 und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich?
5 Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
6 Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und geh in die Stadt hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst! [Schlachter]
7 Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden.
8 Da stand Saulus von der Erde auf; doch obgleich seine Augen geöffnet waren, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus;
9 Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
10 Es war aber in Damaskus ein Jünger namens Ananias; dem erschien der Herr und sprach: Ananias! Er sprach: Hier bin ich, Herr!
11 Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man „die Gerade” nennt, und frage in dem Haus des Judas nach einem [Mann] mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet;
12 und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen namens Ananias, der zu ihm hereinkam und die Hand auf ihn legte, damit er wieder sehend werde.
13 Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Mann, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat;
14 und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle gefangen zu nehmen, die deinen Namen anrufen.
15 Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.
16 Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.
17 Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest.
18 Und sogleich fiel es wie Schuppen von seinen Augen und er wurde wieder sehend; und er stand auf und ließ sich taufen;
19 und nahm Speise zu sich und kam zu Kräften.
Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus.
20 Und alsbald verkündigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser der Sohn Gottes ist.
21 Alle aber, die ihn hörten, staunten und sprachen: Ist das nicht der, der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen, und ist er nicht deshalb hierher gekommen, dass er sie gefesselt zu den Hohenpriestern führe?  
22 Saulus aber gewann immer mehr an Kraft und trieb die Juden in die Enge, die in Damaskus wohnten, indem er bewies, dass Jesus der Christus ist.”

(Apostelgeschichte 9.1-22)

Seitdem wurde Saulus, der nicht lange danach den neuen Namen Paulus erhielt
(Apostelgeschichte 13.9), nicht nur ein überzeugter Anhänger des Herrn Jesus Christus, sondern sogar der größte Verkünder des Herrn. Er ist der inspirierte Schreiber der meisten Bücher des Neuen Testaments.

Statt die Christen weiterhin zu verfolgen, begann er mit ganzer Kraft zur Buße aufzurufen und die Umkehr zu Gott zu verkünden, angefangen gleich in Damaskus.
Sein Eifer für die Wahrheit in Christus verbreitete sich dermaßen schnell, dass er sogar vor den König gebracht wurde, vor welchem er über seine Denkart und Handlungsweise vor, aber vor allem nach seiner Begegnung mit dem Herrn berichtete, indem er mit viel Mut über den einzig wahren erlösenden Glauben bezeugte
(Apostelgeschichte 26.1-20).
Hier, als auch in anderen seiner Reden vor solchen, die ihn zur Rechenschaft über sein Verkünden zogen (s. auch
Apostelgeschichte 22.1-21), berichtete Paulus immer von der Erscheinung des Herrn Jesus auf dem Weg nach Damaskus. Der Herr hat ihn damals dazu erwählt, um die große Wahrheit der dringenden Notwendigkeit der Befreiung von der Macht des Bösen (Matthäus 6.13; Johannes 17.15; Galater 1.4; 2 Thessalonicher 3.3; 1 Johannes 5.18,19) und der Umkehr zu Gott, durch den Glauben an Seinen Namen, zu verkünden:

12 Als ich nun nach Damaskus reiste mit Vollmacht und im Auftrag der Hohenpriester,
13 sah ich mitten am Tage, o König, auf dem Weg ein Licht vom Himmel, heller als der Glanz der Sonne, das mich und die mit mir reisten umleuchtete.
14 Als wir aber alle zu Boden stürzten, hörte ich eine Stimme zu mir reden, die sprach auf Hebräisch: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu löcken.
15 Ich aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst;
16 steh nun auf und stell dich auf deine Füße. Denn dazu bin ich dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will.
17 Und ich will dich erretten von deinem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich sende,
18 um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich.
19 Daher, König Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam,
20 sondern verkündigte zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und im ganzen jüdischen Land und dann auch den Heiden, sie sollten Buße tun und sich zu Gott bekehren und Werke tun, die der Buße würdig sind.”
(Apostelgeschichte 26.12-20)

Die Wahrheit in Christus verbreitete sich und die Zahl der Gläubigen stieg andauernd an:

31 So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiläa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.” (Apostelgeschichte 9.31)

5 Da wurden die Gemeinden im Glauben gefestigt und nahmen täglich zu an Zahl.” (Apostelgeschichte 16.5)

Zur gleichen Zeit setzte sich der Widerstand vonseiten der Gegner der Wahrheit fort: Durch Verfolgungen, Folterungen, Einkerkerungen und Ermordung der Verkünder Christi, darunter auch Seine Apostel und Jünger:

1 Um diese Zeit legte der König Herodes Hand an einige von der Gemeinde, um sie zu misshandeln.
2 Und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
3 Und als er sah, dass das den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen.”

(Apostelgeschichte 12.1-3)


5 So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.” (Apostelgeschichte 12.5)

Der Name „Christen” (Anhänger des Christus oder zu Christus Gehörende), aus dem Griechischen christianos (andere Variante: „chrestus”) ist von „Nichtchristen” den Jüngern Jesu zum ersten Mal in Antiochia im 1. Jhd. n. Chr. gegeben worden, als
32 Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen.” (Apostelgeschichte 4.32,33)
36 Josef aber, der von den Aposteln Barnabas genannt wurde – das heißt übersetzt: Sohn des Trostes –, ein Levit, aus Zypern gebürtig,” (Apostelgeschichte 4.36) blieb zusammen mit Paulus „26 ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.” (Apostelgeschichte 11.26)

Das Verhältnis zwischen Christus und der Gemeinde ist ähnlich wie jenes zwischen einem Mann und seiner Frau:
Er ist das Haupt der Gemeinde, die sich Ihm mit liebevoller Hingabe unterordnet.
Die Gemeinde ist Sein Leib, den Er nährt, pflegt, heiligt und am Ende erlöst.
Somit können all diejenigen, die Seine Gemeinde (den Leib) bilden, nicht getrennt von Christus (dem Haupt) leben.
Ebenso können die Mitglieder der Gemeinde (die Glieder) nicht voneinander getrennt leben, so wie die Glieder des menschlichen Körpers nur in enger gegenseitiger Abhängigkeit funktionieren können, indem sie einander aushelfen, zusammen arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und ein organisches Ganzes bilden
(Römer 12.4-8):

22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn.
23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat.
24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben,
26 um sie zu heiligen, nachden Er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort,
27 damit er sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei.
28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.
30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.
31 »Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein« (1.Mose 2,24).
32 Dieses Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde.”

(Epheser 5.22-32)

24 Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und ich erfülle in meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, welcher die Gemeinde ist.” (Kolosser 1.24)

18 Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.” (Kolosser 1.18)

Viele Jahrzehnte nach Seiner Himmelfahrt zeigte sich der Herr Jesus Christus dem Apostel Johannes, während sich dieser im Exil auf der Insel Patmos befand.
Der Zweck Seiner Erscheinung war, ihm die Dinge zu zeigen, die im Verlauf der künftigen Geschichte der Menschheit kommen werden; zugleich hatte Er eine Boschaft für jede der sieben Gemeinden des Imperiums der damaligen Zeit:

4 Johannes an die sieben Gemeinden, die in der Provinz Asia sind: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind.” (Offenbarung 1.4)

9 Ich, Johannes, euer Bruder, der mit Euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus Christus, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses von Jesus Christus.
10 Ich war im Geist am Tag des Herrn, und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie von einer Posaune,
11 die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte! Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.” (Offenbarung 1.9-11)

Jenseits ihrer Existenz als Gemeinden jener Zeiten verkörpern diese zugleich sieben historische Zeiträume, beginnend mit dem ersten Jahrhundert nach Christus und bis zum Ende der Geschichte dieser Welt.
Jeder dieser Gemeinden, beziehungsweise historischen Zeitabschnitten, sendet Er kurz gefasst eine Beurteilung ihres Wirkens. Je nach erbrachten Früchten sendet Er ihnen Worte der Schätzung und des Lobes, aber öfters nicht gutheißende und tadelnde Worte mit der Anregung zugleich, sich zu läutern.

Wenn der jetztzeitige historische Zeitabschnitt demjenigen der siebenten Gemeinde Laodizea entspricht, dann müssten wir die folgende Botschaft des Herrn zur Kenntnis nehmen:

14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes:
15 Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärst!
16 Weil du aber lau bist und weder kalt noch heiß, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
17 Du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und mir mangelt es an nichts!, und weißt nicht, dass du elend und jämmerlich bist, arm, blind und bloß.
18 Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest.
19 Alle, die ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße!
20 Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und das Abendmahl mit ihm essen und er mit mir.
21 Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron.
22 Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!”

(Offenbarung 3.14-22)


Welche bezeichnende Eigenschaft dieser Gemeinde kann man den obigen Worten des Herrn entnehmen?

Diese behauptet von sich selbst, sie sei in Ordnung, zu Wohlstand gekommen und somit ihr Ziel glücklich erreicht zu haben, ohne noch etwas zu benötigen.
In Wahrheit aber weiss sie nicht, dass sie des inneren Reichtums, den man nur in direkter Verbindung mit dem Sohn Gottes erlangen kann, entblößt ist. Gleich dem im Feuer geläuterten Gold bringt der Herr Jesus wahre Bereicherung durch Feuerproben und Bewährungen, die Er jenen, die Er liebt, schickt
(1 Petrus 1.7; 4.12,13). Nicht um sie zu quälen, sondern um sie zurechtzuweisen, sie darauf aufmerksam machen, dass sie nicht auf dem rechten Weg sind und erkennen, dass sie es dringend nötig haben, Buße zu tun. Das Ankleiden in weißen Kleidern ist eine bildliche Darstellung der Schenkung Seiner Gerechtigkeit. Auch wird Er sie von der Verblendung der weltlichen Realität, die sich unter dem Einfluss des Bösen befindet (2 Korinther 4.3-6), heilen. Mit den Augen des Glaubens wird er sie dann die Realität des göttlichen Reiches sehen lassen, desjenigen von jetzt und desjenigen, das noch kommen wird.
Wenn Jesus dem Menschen durch die Stimme des Gewissens spricht, sollte Ihm dieser die Türe des Herzens öffnen und Ihn von da an in sein Leben als Partner und Unterstützer im Kampf des Lebens aufnehmen (es muss dazu bemerkt werden, dass Jesus jede einzelne Person individuell anspricht, nicht Gruppen von Menschen). So wie Jesus in Seinem Leben auf dieser Erde nur durch eine kontinuierliche Verbindung mit Gott dem Vater
(Johannes 5.19,30; 8.28; 12.49,50; 14.10) siegreich geworden ist, wird auch derjenige, der Jesus in seinem Leben angenommen hat und in enger Verbindung mit Ihm in Gedanken und Gebet steht, am Ende das unsägliche Vorrecht genießen, ewiges Leben zu empfangen (Johannes 5.24; 6.40,47; 8.51; 20.31) und auf der neuen Erde und im Himmel zusammen mit seinem teueren Erlöser zu sein.
Diejenigen, die die Botschaft nicht abweisen, sondern diese „hören”, brauchen nicht unbedingt mit besonderer Intelligenz oder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten ausgestattet zu sein, sondern allein Ohren haben zu hören.

Weil diese zu einem Reichtum gekommen ist, der sie annehmen lässt, dass es ihr an nichts mangelt, sie aber keine wahre Beziehung zu ihrem Gründer Jesus Christus hat, ist die bezeichnende Eigenschaft dieser Gemeinde der Zustand relativer Gleichgültigkeit gegenüber Ihm.
Deshalb könnte diese Botschaft ein letzter Wachruf zur Buße und einem Leben in Übereinstimmung mit Seinen Gesetzen und Geboten, Geber ewigen Segens, sein.

Wenn man berücksichtigt, dass der jetztzeitige historische Zeitabschnitt höchstwahrscheinlich der Siebente ist und auch der Letzte auf den man sich hier bezieht, dann läßt sich daraus schließen, dass nach dessen Abschluss auch die Geschichte dieser Welt endet.
Was wird aus der
Gemeinde Christi werden, derjenigen der wahren Anbeter im Geist und in der Wahrheit (Johannes 4.21-26), die Ihn als ihren Herrn und Erlöser angenommen haben und die Gott als „in Christus” angesehen hat?
Die Bibel offenbart uns Folgendes:

15 Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, die entschlafen sind.
16 Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.”

(1. Thessalonicher 4.15-17)

Das Ziel und der Sinn des Glaubens ist Jesus Christus der Lebendige, und die Erlösung können wir in keiner anderen Weise haben als einzig und allein durch Seine und in Seiner Person.

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6. Der Zustand im Tod


Was geschieht mit dem Menschen nachdem er stirbt?
Welcher ist sein Zustand nachdem sein Leben zu Ende gegangen ist?
Das ist die Frage, auf die wir, nach allgemeiner Meinung, niemals eine Antwort bekommen werden.
Die Menschen haben dennoch versucht, Erklärungen in bezug auf den Zustand nach dem Ableben zu finden, und dies bereits seit ältesten Zeiten.
Es sind Betrachtungen, die einer berechtigten Bestrebung nach Unsterblichkeit entspringen.
Viele der Theorien haben ihren Ursprung in der babylonischen, ägyptischen und griechischen Philosophie des Altertums, welche den Grund des weit verbreiteten Glaubens an die „Unsterblichkeit der Seele” bilden.

Was sagt uns die Bibel oder die Heilige Schrift über den Zustand des Menschen im Tode?

Da diese einheitliche Schrift das von Gott selbst eingegebene Wort darstellt (s.
2 Timotheus 3.16), ist diese auch in dieser Hinsicht die verlässlichste Wissensquelle.
Aus deren ersten Seiten erfahren wir dass Gott die Himmel und die Erde, die Sonne, den Mond und die Sterne erschuf, die Natur und die Vielfalt an Lebewesen.
Ein Tag vor Vollendung der Schöpfung ruft Gott der Herr noch ein Wesen ins Leben, erschaffen nach Seinem Bilde: den Menschen (s.
Genesis 1.26,27).

Gott hat den Menschen auf folgende Weise erschaffen:

7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.” (Genesis 2.7)

Aus dem obigen Bericht stellt man gleich fest, dass der Mensch „eine lebendige Seele” „wurde”. Er hat nicht eine Seele bekommen, sondern er wurde eine Seele, und zwar „eine lebendige Seele”. Also: der Mensch ist „eine lebendige Seele”.

Das hier mit „Seele” übersetzte Original ist das hebräische Wort „nephesh“ und bedeutet „Leben”. Indem gesagt wird, dass der Mensch „eine lebendige Seele” wurde, ist darunter zu verstehen, dass diese Einheit (oder: Person, Individuum, Wesen) vor dem Zeitpunkt ihrer Erschaffung nicht existiert hat, sondern erst dann ins Leben gerufen wurde.
Daraus ergibt sich auch das Merkmal der Einzigkeit und Individualität jeder Person. Jedes Wesen gibt es nur ein einziges Mal und dessen Existenz ist einmalig.

Das hebräische Wort „nephesh“ wird auch an anderen Stellen mit der gleichen Bedeutung wie „lebendige Seele” verwendet. So bezieht man sich in den Schriften der Bibel auf einzelne Personen oder Menschengruppen, indem man das Wort „Seele” beziehungsweise „Seelen” als Übersetzungen für das hebräische Original „nephesh“ verwendet. Einige Beispiele aus dem Alten Testament:

27 Die Söhne Josefs, die in Ägypten geboren sind, waren zwei Seelen [Menschen]; sodass alle Seelen [Personen, Menschen, Mitglieder] des Hauses Jakobs, die nach Ägypten kamen, waren siebzig.” (Genesis 46.27)

13 Der Mann aber, der rein und nicht auf der Reise ist und es unterlässt, das Passah zu halten, eine solche Seele [Mensch, Mann] soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil sie die Opfergabe des HERRN nicht zur bestimmten Zeit dargebracht hat; ein solcher Mann soll seine Sünde tragen!” (Numeri 9.13)

22 ... Ich bin schuldig an allen Seelen [Menschen] aus dem Haus deines Vaters!” (1 Samuel 22.22)

25 Ein Zeuge der Wahrheit rettet Seelen [Menschen, Wesen]; wer aber Lügen vorbringt, der ist ein Betrüger.” (Sprüche 14.25)

5 Und Johanan, ..., und alle Heerführer nahmen den ganzen Überrest von Juda, die aus allen Völkern, in die sie vertrieben worden waren, zurückgekehrt waren, um im Land Juda zu wohnen:
6 Männer, Frauen und Kinder, die Königstöchter und alle Seelen
[Menschen], die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, ..., gelassen hatte ...” (Jeremia 43.5,6)

20 Die Seele [der Mensch], welche sündigt, die soll sterben!” (Ezechiel 18.20)

Auf ähnliche Weise bezieht man sich im Neuen Testament auf Menschen, Personen oder Menschengruppen durch die Wörter „Seele” beziehungsweise „Seelen”. Diese sind Übersetzungen aus dem griechischen Original „psyche”, ein Wort mit gleicher Bedeutung wie auch das hebräische „nephesh” : „lebendige Seele” oder „lebendiges Wesen” . Einige Beispiele aus dem Neuen Testament:

41 Diejenigen, die nun bereitwillig sein Wort annahmen, ließen sich taufen, und es wurden an jenem Tag etwa 3000 Seelen [Menschen] hinzugetan.” (Apostelgeschichte 2.41)

37 Wir waren aber auf dem Schiff insgesamt 276 Seelen [Menschen].”  (Apostelgeschichte 27.37)

45 So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einer lebendigen Seele [lebendiges Wesen; Mensch] «; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geist.” (1 Korinther 15.45)
Dieser Vers verdeutlicht, dass der Mensch keine „psyche” hat, sondern, da er zu einer „psyche” gemacht wurde, „psyche” ist, nämlich „eine lebendige Seele”.

20 die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen [Menschen], hindurchgerettet wurden durch das Wasser.” (1 Petrus 3.20)

Als Gott also den Menschen erschaffen hat, wurde dieser „eine lebendige Seele” oder mit anderen Worten „ein lebendiges Wesen / eine lebendige Person”.
Man kann sagen, dass jedes Mal wenn ein Mensch geboren wird, ein neues „Leben” auf die Welt kommt.

Folglich ist der Ausdruck „so wurde der Mensch eine lebendige Seele” identisch mit „so wurde der Mensch ein lebendiges Wesen”. Das Wort Seele bezeichnet also den ganzen Menschen.
Diese Wahrheit widerspricht der Theorie, die ihre Wurzeln in den nichtbiblischen Philosophien des Altertums hat, laut welcher sich der Mensch aus zwei eigenständigen Teilen zusammensetzen soll, Körper (sterblich) und Seele (unsterblich).
Aus der Bibel geht hervor, dass der Mensch als ein komplexes einheitliches Wesen geschaffen wurde, so dass die Elemente, aus denen er besteht, ihn zu einem physiologischen Ganzen machen.

Nachdem Er den Menschen ins Leben gerufen hat „
8 ... Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.
9 Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.” (Genesis 2.8,9)


16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst nach Belieben essen von jedem Baum des Gartens,
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du gewisslich sterben.” (Genesis 2.16,17)


Das Wort des Herrn benachrichtigte und verwarnte den Menschen, dass der Ungehorsam gegenüber das göttliche Gebot dessen Tod nach sich ziehen wird:
„Du musst gewisslich sterben!” ist das wahrhaftige Wort Desjenigen, „der nicht lügen kann”
(Titus 1.2).
Es ist die Bekanntmachung über eine unzweifelhafte Realität, die keinen Raum lässt für andere Ausdeutungen.
Die Folge des Ungehorsams sollte also der Tod des Menschen sein, mit anderen Worten sein Verlorengehen oder sein Übergang ins Nichtsein, welches das Gegenteil des Lebens ist: „Das lebendige Wesen” sollte daher zu einem toten, leblosen Wesen werden.
Der Zustand des Menschen vor dem Ableben wird im Buch
Prediger geschildert, dort wo dem Menschen zugeraten wird über seinen vergänglichen jetzigen Zustand bereits in den Jahren seiner Jugend nachzusinnen, ohne zu vergessen, dass er nicht durch Zufall entstanden ist, sondern durch die bewusste Entscheidung eines Schöpfers erschaffen wurde:

1 Und gedenke an deinen Schöpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen und die Jahre herannahen, von denen du sagen wirst: »Sie gefallen mir nicht«;
2 ehe die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne sich verfinstern und die Wolken nach dem Regen wiederkehren;
3 zu der Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern
[die Hände] und die Starken sich krümmen [die Füße] und die Müllerinnen aufhören zu arbeiten [die Zähne], weil sie zu wenige geworden sind, und wenn trübe werden, die aus dem Fenster schauen [die Augen];
4 wenn die Türen zur Straße hin geschlossen werden [die Lippen] und das Klappern der Mühle leiser wird, wenn man aufsteht beim Vogelgezwitscher und gedämpft werden die Töchter des Gesangs;
5 wenn man sich auch vor jeder Anhöhe fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege, wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich mühsam fortschleppt und die Kaper versagt; denn der Mensch geht in sein ewiges Haus, und die Klageleute gehen auf der Gasse umher;
6 ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Schöpfrad zerbrochen in den Brunnen fällt.
7 und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat.”  (Prediger 12.1-7)


Das hier mit „Geist” übersetzte Wort entspricht dem hebräischen Original „ruah”, dessen Grundbedeutung „Atem” ist, ein Wort, welches das Geräusch des menschlichen Atems suggeriert beziehungsweise den von Gott dem Menschen geschenkten Lebensodem.
Übrigens ist derselbe Geist / Lebenshauch auch den Tieren geschenkt worden:

19 Denn das Geschick der Menschenkinder und das Geschick des Viehs ist ein und dasselbe: Die einen sterben so gut wie die anderen, und sie haben alle denselben Odem [ruah], und der Mensch hat dem Vieh nichts voraus; ...
20 Alle gehen an denselben Ort: Alles ist aus dem Staub geworden, und alles kehrt auch wieder zum Staub zurück.” (Prediger 3.19,20)


Die dem Menschen gegebene wertvolle Anregung, „an seinen Schöpfer in den Tagen seiner Jugend zu gedenken” richtet die Aufmerksamkeit darauf, dass es für den Menschen von wesentlicher Bedeutung ist, sich stets an die Existenz Desjenigen, der ihn ins Leben gerufen hat, zu erinnern.
Nicht nur diese Kenntnis ist für die Lebensweise des Menschen bestimmend, sondern noch viel mehr: Er muss wissen, dass er „wunderbar gemacht” ist (s.
Psalm 139.14) und steht im Einklang mit den vollkommenen Gesetzen des von Gott erschaffenen Universums.

Solange er sich seiner Gesundheit erfreuen kann, gegeben durch die gute Funktionsfähigkeit seines Körpers, kann der Mensch mittels des biblischen Studiums über die besondere Bedeutung eines Lebens in Gehorsam zu Seinem Wort erfahren:

13 Lasst uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.
14 Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen ist, es sei gut oder böse.” (Prediger 12.13,14)


Der Mensch kann Gott und Seine Gesetze kennenlernen nur solange er sich körperlicher und mentaler Gesundheit erfreut und zwar bevor er stirbt („zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat.”)

Die Versöhnung mit Gott (durch die Umkehr von Sünde, genannt Buße) kann stattfinden nur solange der Mensch am Leben ist.
Nach dem Tode verliert der Mensch seinen Bewusstseinszustand:

5 Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; ...” (Prediger 9.5)
21 Sind seine Kinder in Ehren, das weiß er nicht, oder ob sie verachtet sind, das wird er nicht gewahr.” (Hiob 14.21)

Das Bewusstsein wird bei der Auferstehung wieder erlangt, wenn jeder Mensch, der jemals gelebt hat und gestorben ist, auferstehen wird.
Es werden aber zwei Auferstehungen geben: Beim zweiten Kommen des Herrn Jesus Christus wird die erste Auferstehung der in Christus Gestorbenen stattfinden, derjenigen, die ihr Leben dem Herrn anvertraut haben. Sie werden auferstehen und das ewige Leben geschenkt bekommen.
1000 Jahre nach der ersten Auferstehung wird die zweite Auferstehung der anderen Menschen stattfinden, derjenigen, die von Christus und Seinem Erlösungswerk nichts wissen wollten. Diese werden gerichtet und werden für immer sterben (das ist der zweite Tod oder das Verlorengehen, aus dem es keine Auferstehung mehr gibt), da sie Christus als den einzigen Verteidiger vor dem göttlichen Gericht nicht haben werden.

Hier ist der Bericht des Ereignisses, das stattgefunden hat, nachdem Gott Adam gesagt hatte, von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, nicht zu essen:

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
7 Da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.” (Genesis 3.1-7)

Unter den Folgen des Ungehorsams gegenüber Gottes Wort (s.
Genesis 3.8-18) ist diejenige am schwerwiegendsten, von der Gott der Herr den Menschen gleich von Anfang an gewarnt hatte (s. Genesis 2.16,17). Diese Warnung wurde bittere Wirklichkeit:

19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden; denn von ihm bist du genommen. Denn du bist Staub, und zum Staub wirst du wieder zurückkehren!” (Genesis 3.19)

Der erste Mensch, Adam, den Gott als unsterbliches Wesen erschuf, hat die Früchte seines Ungehorsams geerntet. Durch Gottes Gnade ist er nicht unmittelbar gestorben nachdem er Sein Wort übertreten hat, sondern erst nachdem er noch ein langes Leben gelebt hat:

5 Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre, und er starb.” (Genesis 5.5)

Im „Buch von Adams Geschlecht”
(Genesis 5.1-32) wird Folgendes angegeben: Die Namen seiner Nachkommen, wie lange jeder von ihnen gelebt hat, und zum Schluss die Erwähnung: „und er starb.”

Diese Erwähnung hat den Zweck zu informieren, dass alle Nachkommen Adams sterblich sind.
Laut der Bibel endet das Leben gleich nach dem Zeitpunkt des Todes.
Wir werden informiert, dass derjenige, der gestorben ist, nicht mehr bei Bewusstsein ist:

5 Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen.
6 Ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern sind längst vergangen, und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne geschieht.
10 Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen Kraft; denn im Totenreich, in das du gehst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit!” (Prediger 9.5,6,10)


Der Zustand im Tod wird mit einem Schlaf gleichgestellt und zwar einer ohne Gedanken und ohne Träume.
In den nachfolgenden Berichten der Schrift bezüglich jemandens Tod wird gesagt, dass die betreffende Person „entschlafen” ist. Hier sind einige Beispiele:

1. In einem der Psalmen richtet sich David an Gott den Herrn mit den folgenden Worten:

4 Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott!
Erleuchte meine Augen, dass ich nicht
im Tode entschlafe [oder: in den Todesschlaf versinke],
5 dass mein Feind nicht sagen kann: »Ich habe ihn überwältigt«,
und meine Widersacher nicht frohlocken, weil ich wanke!”
(Psalm 13.4,5)


2. In dem Bericht über die Steinigung des Stephanus, dem ersten gemarterten Jünger, wird gesagt:

59 Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
60 Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er.” (Apostelgeschichte 7.59,60)

3. Als der Apostel Paulus den Korinthern das Evangelium bekanntmacht, indem er über die Auferstehung Jesu spricht und über die Tatsache, dass Er sich danach verschiedenen Menschen gezeigt hat, sagt er ihnen:

3 Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift;
4 und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift;
5 und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen.
6 Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind.”  (1 Korinther 15.3-6)

4. Zu demselben Anlass, als manche an der Auferstehung der Toten zu zweifeln begannen, verweist Paulus auf diejenigen, die im Glauben an Christus gestorben sind:

16 Denn wenn die Toten nicht auferstehen [oder: auferweckt werden], so ist auch Christus nicht auferstanden [oder: auferweckt worden].
17 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;
18 so sind auch die, die in Christus entschlafen sind, verloren.” (1 Korinther 15.16-18)

5. Als er über Das Zweite Kommen des Herrn Jesus sprach, behauptete Paulus, dass die Gläubigen, die zu dieser Zeit am Leben sein werden, nicht mehr sterben werden oder anders gesagt, „nicht mehr entschlafen werden”:

51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;
52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.” (1 Korinther 15.51-52)

6. An einer anderen Stelle, indem er erneut auf das große Ereignis der Wiederkunft des Herrn Jesus Christus auf den Wolken des Himmels verweist, schildert er dies in derselben Reihenfolge: Zuerst werden die in Christus Gestorbenen (oder: Entschlafenen) auferstehen und danach werden die zu dieser Zeit Lebenden sich zusammen mit ihnen der Begegnung mit Demjenigen, an den sie geglaubt haben, freuen:

13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen.
16 Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten in Christus auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.” (1 Thessalonicher 4.13-17)

7. In seiner Prophezeiung bezüglich der Ungläubigen, die die Wiederkunft des Herrn anzweifeln werden, sagt der Apostel Petrus Folgendes:

3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
4 und sagen: Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist.” (2 Petrus 3.3,4)


Es ist offenbar, dass in der Bibel „entschlafen” dieselbe Bedeutung hat wie „sterben”, und über diejenigen, die „gestorben” sind, sagt man auch, dass diese „entschlafen” sind.
Warum verwendet die Schrift für „sterben” oder „die Gestorbenen” nicht eher ein allgemein übliches Synonym wie „verscheiden” oder „die Verschiedenen”? Warum ausgerechnet „entschlafen” und „die Entschlafenen”, da ja derjenige, der gestorben ist, seine Existenz beendet hat?

Der Vergleich des Todes mit einem Schlaf ist wohl nicht zufällig; dies ist keine etwas „poetische” Ausdrucksform des Ablebens, sondern hat eine tiefgründige Bedeutung, die im Einklang mit der Verheißung der Gottheit steht:
Wenn der Mensch zu Bett geht, schläft er ein; der Zustand des Schlafes kennzeichnet sich dadurch, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt der Mensch aufwacht, ohne dabei zu wissen, wie lange es gedauert hat, seit er eingeschlafen ist; wissen wird er nur, sobald er auf die Uhr schaut.
Im Augenblick des Todes verliert der Mensch das Bewußtsein; der Geist des Lebens, empfangen bei der Geburt, kehrt zurück zu Demjenigen, der ihn gegeben hat, während der leblose Körper beerdigt wird und sich im Laufe der Zeit in Erde verwandelt.
Es wird aber ein Tag kommen „wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben.
(Johannes 5.25) ... Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden, und sie werden hervorgehen ... ” (Johannes 5.28,29)
Diese Auferstehung wird wie ein Aufwachen aus dem Schlaf sein: Es ist das Zurückbringen zum Leben aus dem Tod, ermöglicht nicht durch den Willen des Menschen, sondern durch die Kraft des Allmächtigen. Wenn er aufersteht, wird der Mensch nicht wissen, wieviel Zeit (Stunden, Jahre, Jahrzehnte oder Jahrhunderte) vergangen ist seit er „eingeschlafen” ist; jeden Menschen, der jemals auf dieser Erde gelebt hat, wird Gott der Herr auferstehen lassen. Er wird aber nicht alle gleichzeitig auferstehen lassen, denn es wird zwei Auferstehungen geben. Diejenigen, die sich der ersten Auferstehung erfreuen werden, sind die, von denen der Herr Jesus Christus sagt:
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.” (Johannes 5.24)
4 ... diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.
5 Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung.
6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. (Offenbarung 20.4-6)


Nachdem die tausend Jahre vorüber sein werden, werden die letzten Ereignisse der Geschichte dieser in Sünde gefallenen Welt stattfinden (s.
Offenbarung 20.7-11).
Dann „ ... werden hervorgehen, die ... das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.”
(Johannes 5.29) (s. auch Offenbarung 20.12,13)
Am Ende des Gerichts werden diese den zweiten Tod erleiden. Gleichzeitig wird der Tod selbst vernichtet werden (s. auch
1 Korinther 15.54,55):
14 Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod.
15 Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.” (Offenbarung 20.14,15)

Der zweite Tod ist gleichartig mit dem Verlorensein. Diese Wahrheit erfahren wir auch aus dem „goldenen Bibelvers”:
16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.” (Johannes 3.16)

Unter den vom Herrn Jesus vollbrachten Wundern und Heilungen, zu der Zeit, als Er als Mensch in der Welt gelebt und gewirkt hat, zählte auch das Zurückbringen ins Leben von Menschen, die vor einiger Zeit ... gestorben waren.
Der Herr Jesus selbst bezog sich auf den Zustand im Tod wie auf einen „Schlaf”:

22 Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge, mit Namen Jaïrus. Und als er Jesus sah, fiel er ihm zu Füßen
23 und bat ihn sehr und sprach: Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen; komm doch und lege deine Hände auf sie, damit sie gesund werde und lebe. 24 Und er ging hin mit ihm. ...
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35 Während er noch redete, kamen einige aus dem Hause des Vorstehers der Synagoge und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du den Meister noch?
36 Jesus aber hörte mit an, was gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!
37 Und er ließ niemanden mit sich gehen als Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.
38 Und sie kamen in das Haus des Vorstehers, und er sah das Getümmel und wie sehr sie weinten und heulten.
39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft.
40 Und sie lachten ihn aus. Er aber trieb sie alle hinaus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren und ging hinein, wo das Kind lag,
41 und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kumi! – das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf!
42 Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher; es war nämlich zwölf Jahre alt. Und sie gerieten außer sich vor Staunen.
43 Und er gebot ihnen streng, dass es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben. (Markus 5.22-43)

Indem Er sagte „Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft”, wollte Er die schmerzerfüllten Eltern und Angehörigen beruhigen, zumal Derjenige, der zu ihnen sprach, der Herr des Lebens selbst war, Derjenige, der „die Auferstehung und das Leben” ist.
(Johannes 11.25)
Andererseits erinnert Er an die Tatsache, dass der Tod nicht endgültig ist, sondern lediglich ein Übergangszustand bedeutet. Der Vergleich des Todes mit einem Schlaf setzt implizit auch ein Erwachen voraus.

Eines der erstaunlichsten Ereignisse, über die in der Bibel berichtet wird, ist die Auferweckung des Lazarus:

1 Es lag aber einer krank, Lazarus aus Betanien, dem Dorf Marias und ihrer Schwester Marta.
2 Maria aber war es, die den Herrn mit Salböl gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar getrocknet hatte. Deren Bruder Lazarus war krank.
3 Da sandten die Schwestern zu Jesus und ließen ihm sagen: Herr, siehe, der, den du lieb hast, liegt krank.
4 Als Jesus das hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde.
5 Jesus aber hatte Marta lieb und ihre Schwester und Lazarus.
6 Als er nun hörte, dass er krank war, blieb er noch zwei Tage an dem Ort, wo er war;
7 danach spricht er zu seinen Jüngern: Lasst uns wieder nach Judäa ziehen!
8 Seine Jünger aber sprachen zu ihm: Meister, eben noch wollten die Juden dich steinigen, und du willst wieder dorthin ziehen?
9 Jesus antwortete: Hat nicht der Tag zwölf Stunden? Wer bei Tag umhergeht, der stößt sich nicht; denn er sieht das Licht dieser Welt.
10 Wer aber bei Nacht umhergeht, der stößt sich; denn es ist kein Licht in ihm.
11 Das sagte er und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft, aber ich gehe hin, ihn aufzuwecken.
12 Da sprachen seine Jünger: Herr, wenn er schläft, so wird er gesund werden!
13 Jesus aber sprach von seinem Tode; sie meinten aber, er rede vom natürlichen Schlaf.
14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;
15 und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht da gewesen bin, damit ihr glaubt. Aber lasst uns zu ihm gehen!
16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Jüngern: Lasst uns auch hingehen, damit wir mit ihm sterben!
17 Als Jesus kam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grabe liegen.
18 Betanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa eine halbe Stunde entfernt.
19 Und viele von den Juden waren zu Marta und Maria gekommen, sie zu trösten wegen ihres Bruders.
20 Als Marta nun hörte, dass Jesus kommt, geht sie ihm entgegen; Maria aber blieb daheim sitzen.
21 Da sprach Marta zu Jesus: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
22 Doch auch jetzt weiß ich: Was immer du von Gott erbitten wirst, das wird Gott dir geben.
23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.
24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage.
25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt;
26 und jeder, der lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?
27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt gekommen ist.
28 Und als sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sprach zu ihr: Der Meister ist da und ruft dich.
29 Als Maria das hörte, stand sie eilend auf und kam zu ihm.
30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war noch dort, wo ihm Marta begegnet war.
31 Als die Juden, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, sahen, dass Maria eilend aufstand und hinausging, folgten sie ihr, weil sie dachten: Sie geht zum Grab, um dort zu weinen.
32 Als nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und sah ihn, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, mein Bruder wäre nicht gestorben.
33 Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, seufzte er im Geist und wurde sehr betrübt
34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!
35 Jesus weinte.
36 Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn lieb gehabt!
37 Einige aber unter ihnen sprachen: Er hat dem Blinden die Augen aufgetan; konnte er nicht auch machen, dass dieser nicht sterben musste?
38 Jesus nun, indem er wieder bei sich selbst seufzte, kam zum Grab. Es war aber eine Höhle, und ein Stein lag davor.
39 Jesus sprach: Hebt den Stein weg! Spricht zu ihm Marta, die Schwester des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er liegt seit vier Tagen.
40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?
41 Da hoben sie den Stein weg, wo der Verstorbene lag. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.
42 Ich weiß, dass du mich allezeit hörst; aber um des Volkes willen, das umhersteht, sage ich's, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.
43 Als er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!
44 Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtüchern an Füßen und Händen, und sein Gesicht war verhüllt mit einem Schweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Löst die Binden und lasst ihn gehen! (Johannes 11.1-44)

Das Zurückbringen ins Leben oder die Auferweckung von Menschen zu der Zeit, als unser Herr als Mensch in der Welt lebte, geht aus Seinem tiefen Mitgefühl mit dem menschlichen Wesen hervor.
Das alles aber geschah „zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde”.
(Johannes 11.4)
Jesus sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben.” (Johannes 11.25,26)
Er bringt uns die gute Botschaft (griechisch: evangelios) über die Gnadengabe des ewigen Lebens
(Römer 6.23) durch den Glauben an Ihn, Jesus Christus.
Derjenige, der solange am Leben ist, entscheidet, sein Vertrauen auf Ihn aus ganzem Herzen zu setzen
(Römer 10.10) wird leben, auch wenn er stirbt. Sobald er tot ist, wird er nichts wissen (Prediger 9.5) und sein Zustand wird wie jener eines Schlafs sein; aber an dem großen Tag der Wiederkehr des Herrn (1 Tessalonicher 15-18) wird er auferweckt werden und ewig leben, in unsterblichem Körper (1 Korinther 15.52,53), unverweslich.
Jeder, der an Ihn glaubt, der wird nimmermehr sterben. Jesus bezieht sich hier auf den zweiten Tod, aus dem es keine Auferstehung mehr gibt, denn dieser ist mit dem Verlorensein gleichbedeutend. Das mit nimmermehr übersetzte Wort kommt aus dem Griechischen „aion” und bedeutet in alle Ewigkeit; die Wurzel dieses Wortes ist „aei” und bedeutet immer.
Folglich bedeutet es, dass jener Mensch nicht für immer sterben wird, also nicht verlorengehen wird.

Die Textstellen aus
Johannes 11.25,26 offenbaren das gesamte Spektrum der menschlichen Existenz und Nicht-Existenz, durch die Bekanntmachung über die Wahrheit der Existenz zweier Leben und zweier Tode:

25 Jesus spricht ... : „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben [das zweite Leben = das ewige Leben], auch wenn er stirbt [der erste Tod];
26 und jeder, der lebt [das erste Leben] und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben [der zweite Tod = das Verlorensein].

(Johannes 11.25,26)

Oft redete der Herr Jesus zu den Menschen in Gleichnissen, um eine Wahrheit in einer illustrativen und leicht zu verstehenden Form zur Kenntnis zu bringen.
Eines dieser ist das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus:

19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
20 Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren
21 und begehrte, sich zu sättigen von den Brosamen, die vom Tisch des Reichen fielen; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwüre.
22 Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
23 Als er nun im Totenreich war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoß.
24 Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide Pein in diesen Flammen.
25 Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen; nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt.
26 Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüberwill, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber.
27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest in meines Vaters Haus;
28 denn ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
29 Abraham spricht zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; auf diese sollen sie hören!
30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun.
31 Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten auferstünde.” (Lukas 16.19-31)

Dies ist ein Bericht über zwei Menschen – Vertreter von zwei Kategorien von Menschen - , die irgendwann gestorben sind.
Der erste ist einer namens Lazarus, der widriger Lebensumstände zufolge keine Mittel für seinen Unterhalt hatte, da er mit einer lästigen und quälenden Krankheit zu kämpfen hatte; auch wurde er nicht von einem anderen vermögenden Menschen unterstützt, der ihm hätte helfen können.
Der zweite ist ein reicher Mann, der ein gemächliches Leben führte, nur zur Befriedigung von selbstsüchtigem Vergnügen, ohne sich dabei um seinen notleidenden und bedürftigen Nächsten zu kümmern.

Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß.
In der jüdischen Tradition sagte man, dass wenn es jemandem gut ging und er glücklich war, sich dieser in Abrahams Schoß befand oder wie in Abrahams Schoß lebte. Dieser den Juden der damaligen Zeit wohlbekannte Spruch bedeutete, dass diejenige Person gesegnet war und sich an einem glückseligen Ort befand.
Vermerk: Der jüdische Historiker Josephus Flavius beschreibt im „Josephus' Discourse to the Greeks Concerning Hades (Josephus' Diskurs an die Griechen hinsichtlich des Hades”) die Bedeutung des Ausdrucks „Abrahams Schoß” in der jüdischen Tradition.

Der Reiche aber starb auch und wurde begraben.
Im Folgenden wiederfinden sich die beiden in unterschiedlichen Zuständen, wobei beide dieser Zustände ein gemeinsames Merkmal haben: den permanenten und definitiven Charakter.

Der hier vorgetragene imaginäre Dialog enthält die wichtige Nachricht der Gewissheit, dass einmal mit dem Tod des Menschen auch sein ewiges Geschick besiegelt ist. Was der Mensch während seines Lebens nicht gemacht hat, kann nicht mehr nachgeholt werden.

Der Ausdruck „wurde von den Engeln getragen” ist eine Andeutung auf das Zweite Kommen Jesu auf den Wolken des Himmels zusammen mit Seinen Engeln
(Matthäus 24.30,31), wenn Seine Auserwählten alle zusammen in den Himmel entrückt werden, beginnend mit den Toten in Christus, die dann zum ewigen Leben auferweckt werden (1 Thessalonicher 4.15-18; 1 Korinther 15.51-54). Das wird die erste Auferstehung sein, derer, die von Gott gerechtfertigt wurden, durch ihren Glauben an den Erlöser Jesus Christus (Offenbarung 20.6).

Der Reiche befand sich nun im Totenreich ... in Qualen.
Über das Totenreich (mit anderen Worten: das Grab) behauptet die Bibel Folgendes:
... im Totenreich ...
gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.” (Prediger 9.10)
Der Zustand im Tod ist eins der Bewusstlosigkeit, ohne jegliche Empfindung.
In diesem Gleichnis sagt der Herr Jesus, dass diejenigen, die ähnlich wie der mitleidslose Reiche sterben, Qualen erleiden werden. Dies ist eine Andeutung auf die gerechte Strafe, empfangen von denjenigen, die bei der zweiten Auferstehung gerichtet werden, tausend Jahre nach der ersten Auferstehung
(Offenbarung 20.5,7). Dann wird ein jeder von ihnen die gerechte Strafe erhalten (Offenbarung 20.13; Römer 2.6) und begreifen, was sie versäumt haben; vor allem werden sie aber seelische Qualen erleiden, wenn der göttliche Richter, der Herr Jesus Christus (2 Korinther 5.10), ihnen die ewige Verurteilung aussprechen wird:
Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!”
(Matthäus 25.41)
Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.” (Matthäus 25.46)

Man spricht hier von dem ewigen Feuer und der ewigen Strafe.

Das ewige Feuer bezieht sich auf den Feuersee
(Offenbarung 20.15), in den der Teufel (oder: Satan), seine gefallenen Engel (die Dämonen) und die sündhaften Menschen (all die Unbußfertigen, die das rettende Angebot Christi abgelehnt haben) geworfen werden. Dieses Feuer wird aber nicht unendlich lang brennen, wie man denkt, sondern all diejenigen, die dann die endgültige Strafe empfangen, werden durch Feuer vernichtet werden und so für immer und ewig sterben.

Die ewige Strafe bringt zum Ausdruck die wegen dem Verpassen der Ewigkeit hervorgerufenen Qualen, im Unterschied zur Freude des ewigen Lebens, empfangen als Gabe von denjenigen, die durch das Blut des Lammes gerecht wurden
(Römer 6.23).
Die allgemeine Auffassung, dass es eine Hölle der ewigen Qualen gibt (wo das Adverb „ewig” im Sinne von Dauer verstanden wird) ist nicht biblisch, da nach dem Letzten Gericht und der Vernichtung der unbußfertigen Menschen, des Totenreiches und des Todes selbst jegliche Form des Übels enden wird.
Danach wird Gott alles neu machen
(Offenbarung 21.5), eine neue Erde und neue Himmel, in denen Leid, Schmerz oder Qualen nicht mehr existieren werden:
1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.” (Offenbarung 21.1,4)

Dieses Gleichnis bringt zur Kenntnis die besondere Bedeutung des Bewußtwerdens des sündhaften Zustands, in dem sich die Menschheit seit dem Sündenfall der ersten Menschen befindet, und im engen Zusammenhang des Rettungsplans (biblisch: der Erlösung) des Menschen, aufgestellt von Gott dem Herrn, durch den Glauben an das Opfer des Sohnes Jesus Christus.
Als Er als Mensch auf Erden gelebt hat, war der Gehorsam gegenüber Mose und den Propheten ein Teil des Wortes Gottes. Später vervollständigte und offenbarte das Neue Testament den Sinn aller Dinge; das Verständnis dafür beginnt mit Lesen und Studium:
3 Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.” (Offenbarung 1.3)
18 Wachset aber in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit! Amen.” (2 Petrus 3.18)

Gott, der alle Dinge lebendig macht” (1 Timotheus 6.13), „der allein Unsterblichkeit hat(1 Timotheus 6.16), wird geben „ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben” (Römer 2.7).
3 Ihr sollt vor allem wissen, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die ihren Spott treiben, ihren eigenen Begierden nachgehen
4 und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist!
5 Dabei übersehen sie aber absichtlich, daß es schon vorzeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus [entstanden ist] und inmitten der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes;
6 und daß durch diese [Wasser] die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrundeging.
7 Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.” (2 Petrus 3.3-7)
9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.” (2 Petrus 3.9)
13 Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.” (2 Petrus 3.13)

Das, was ein Hindernis im Wege des Glaubens an Seiner Verheißung bildet, ist Hochmut, Überheblichkeit, Vertrauen alleinig in den eigenen Kräften, Verdiensten und Theorien, wie auch der Richtgeist gegenüber den anderen.
Zu der Zeit des Herrn Jesus gab es eine Menschengruppe aus der auserlesenen Gesellschaftsschicht Israels, angesehene intellektuelle Menschen, die das Priestertum vertraten (aus welchem Grund der Hohepriester aus deren Reihen gewählt wurde): die Sadduzäer.
Durch ihr rein rationales Denken, gegründet lediglich auf die Einhaltung bestimmter Ritualen, konnten sie die natürliche Wahrnehmung der sichtbaren Realität nicht überschreiten. Mit einer unerschütterlichen Gewissheit wendeten sie sich an Jesus, indem sie von Ihm Erklärungen zu einer Frage betreffend Leben und Tod verlangten:

18 Da traten die Sadduzäer zu ihm, die lehren, es gebe keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:
19 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben (5.Mose 25,5-6): »Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterlässt eine Frau, aber keine Kinder, so soll sein Bruder sie zur Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen erwecken.«
20 Nun waren da sieben Brüder. Und der erste nahm eine Frau, und er starb und hinterließ keine Nachkommen.
21 Da nahm sie der zweite, und er starb, und auch er hinterließ keine Nachkommen; und der dritte ebenso.
22 Und alle sieben hinterließen keine Nachkommen. Zuletzt nach allen starb die Frau auch.
23 In der Auferstehung nun, wenn sie auferstehen, wessen Frau wird sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Irrt ihr nicht darum, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes?
25 Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, so heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.
26 Was aber die Toten anbelangt, dass sie auferstehen: Habt ihr nicht gelesen im Buch Moses, bei [der Stelle von] dem Busch, wie Gott zu ihm sagte und sprach (2.Mose 3,6): »Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs«?
27 Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.” (Markus 12.18-27)


Da der grundlegende Glaube der Sadduzäer sich auf den Pentateuch (die ersten fünf Bücher der Bibel, auch „die Bücher Mose” genannt) beschränkte, wendeten sie sich an Jesus mit einer verfänglichen Frage in Bezug auf eine der hier erwähnten Lebensregeln
(s. Deuteronomium 25.5).
Jesus antwortete ihnen ebenfalls mit einer Frage: „Irrt ihr nicht ...?
Dies war ein Anzeichen, welches die Sicherheit ihres Urteilsvermögens in Zweifel stellte.

Die Sadduzäer verstanden weder die Schrift noch die Kraft Gottes.

Im Himmel und auf der neuen Erde wird es die Heirat nicht mehr geben; dies ist eine Regelung der Beziehung zwischen Mann und Frau, unter den Umständen des Lebens in dieser Welt.
Nach der Auferstehung jedoch, werden die Menschen in Christus im vollkommenen Reich Gottes leben, in dem die weltlichen Gesetze der Vergangenheit angehören, da diese nicht mehr erforderlich sein werden; Männer und Frauen werden sich derselben Bedingungen erfreuen, an denen jetzt die Engel teilhaben; das unsagbare Glück wird aber sein, wenn Gott der Herr selbst mitten unter ihnen wohnen wird
(s. Offenbarung 21.3); dies wird eine Wiederkehr sein zur wundervollen engen Verbundenheit, die es bis zum Sündenfall gegeben hat (s. Genesis 3.8).

Dann zitiert ihnen Jesus einen Vers aus dem Pentateuch, in dem sich Gott an Moses wendet, als Seine Stimme aus einem brennenden Busch ertönt:
Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.”
(Exodus 3.6)
Zu der Zeit waren die drei Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob schon lange tot.
Gott aber macht Sich als deren Gott bekannt, so als seien diese noch am Leben.

Warum schlußfolgert Jesus, dass „Gott nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden ist”?
Weil, indem Er den Sadduzäern redete, die an die Auferstehung nicht glaubten, Er auch zu dieser Gelegenheit die große Wahrheit behauptete, dass der Tod nicht das Ende der menschlichen Existenz bedeutet; nach diesem folgt noch ein großes Ereignis: die Auferstehung.
Abraham, Isaak und Jakob, die während ihres Lebens zu wahren Männern Gottes wurden, werden durch Gottes Kraft auferweckt werden beim Zweiten Kommen des Herrn Jesus Christus auf den Wolken des Himmels (s.
1 Thessalonicher 4.16,17) und werden sich dann der unschätzbaren Gabe des ewigen Lebens erfreuen, einer Existenz, die kein Ende haben wird.
Die abschließenden Worte Jesu sind das Fazit der ersten Worte seiner Antwort und zwar:
„Ihr irrt sehr.”

Der Apostel Paulus bezieht sich auch auf Menschen ähnlich wie die Sadduzäer, über die er sagt: „ihre Sinne wurden verstockt.”
(2 Korinther 3.14) Nicht weil es ihnen an Intelligenz mangelt, sondern weil „bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen.” (2 Korinther 3.15)
... bis zum heutigen Tag bleibt beim Lesen des Alten Testamentes diese Decke unaufgedeckt.” Warum?
„Weil sie nur in Christus weggetan wird”
(2 Korinther 3.14), das heisst, diese kann nur dann weggetan werden, sobald der Mensch zum Herrn wiederkehrt (s. 2 Korinther 3.16) und somit ein umfassendes Verständnis der ganzen Schrift erlangt.
3 Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist es denen verdeckt, die verlorengehen,
4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.” (2 Korinther 4.3,4)

Als er über die Schwierigkeiten bezüglich des Verkündens des Evangeliums redete, sagte der Apostel Paulus auch Folgendes:

7 Wir haben aber diesen Schatz [das Evangelium = die gute Botschaft der Erlösung in Christus] in irdenen Gefäßen, damit die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.” (2 Korinther 4.7)

Was möchte Paulus mit den „irdenen Gefäßen” ausdrücken?
Einen ähnlichen Ausdruck finden wir auch in der folgenden Textstelle aus dem Buch Hiob:

17 Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott oder ein Mann rein sein vor dem, der ihn gemacht hat?
18 Siehe, seinen Dienern traut er nicht, seinen Engeln wirft er Irrtum vor;
19 wie viel mehr denen, die in Lehmhäusern wohnen, die auf Staub gegründet sind und wie Motten zerdrückt werden!
20 Es währt vom Morgen bis zum Abend, so werden sie zerschlagen, und ehe man's gewahr wird, sind sie für immer dahin.
21 Wird nicht ihr Zeltstrick abgerissen? Sie sterben, ohne Weisheit erlangt zu haben.” (Hiob 4.17-21)

Demnach sind die irdenen Gefäße oder die Lehmhäuser andere Bezeichnungen für den menschlichen Körper, gemacht von Gott aus Staub von der Erde (s.
Genesis 2.7).
Diese Verse bringen zum Ausdruck die Vergänglichkeit dieses Lebens, dass, sobald dessen „Strick” abreißt, für immer dahin ist.
Mit voller Gewißheit und Freude rief Paulus später aus:
14 ... wir wissen, dass der, welcher den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns durch Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich stellen wird.” (2 Korinther 4.14)

Voller Zuversicht auf die Verheißung des Herrn denkt Paulus über die jetzige, vor allem aber über die zukünftige Existenz nach:

1 Denn wir wissen: Wenn unser irdisches Haus, diese Zeltwohnung, abgebrochen wird, haben wir im Himmel einen Bau von Gott, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist.
2 Denn in diesem [Zelt] seufzen wir vor Sehnsucht danach, mit unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet zu werden.” (2 Korinther 5.1,2)


Auch hier bezeichnet die irdische Zeltwohnung den unvollkommenen Körper, während wir im vergänglichen „irdischen Haus” dieses sterblichen Daseins leben.
Paulus weiß, dass nach dem Tod der Mensch in Christus an einem ewigen „Haus” teilhaben wird, in dem er für immer „wohnen” wird. Der vergängliche Körper wird also mit einem vollkommenen und unsterblichen Körper überkleidet werden.

3 – sofern wir bekleidet und nicht unbekleidet erfunden werden.
4 Denn wir, die wir in dem [Leibes-]Zelt sind, seufzen und sind beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, sodass das Sterbliche verschlungen wird vom Leben.” (2 Korinther 5.3,4)

Die „Entkleidung” von diesem sterblichen Zelt oder Körper symbolisiert das Ableben oder den Tod des Menschen, während die „Überkleidung” sich auf das Erhalten eines unsterblichen Körpers beim Wiederkommen des Herrn Jesus Christus auf den Wolken des Himmels bezieht (s.
1 Korinther 15.51-55; 1 Thessalonicher 4.15-17).
Der Apostel Petrus benutzte dieselbe Symbolik als er sich an die Gläubigen wendete, mit dem Ansporn, ihre Berufung und Auserwählung in der Erkenntnis des Herrn fest zu machen; er versicherte ihnen, dass „10 wenn ihr diese Dinge tut, werdet ihr niemals zu Fall kommen”:
13 Ich halte es aber für richtig, solange ich in diesem [Leibes-]Zelt bin, euch aufzuwecken, indem ich euch erinnere,
14 da ich weiß, dass ich mein Zelt bald ablegen werde, so wie es mir auch unser Herr Jesus Christus eröffnet hat.
15 Ich will aber dafür Sorge tragen, dass ihr euch auch nach meinem Hinscheiden jederzeit diese Dinge in Erinnerung rufen könnt.” (2 Petrus 1.10,13-15)

Zur Zeit als er all dies schrieb, äußerte Paulus den innigen Wunsch, dass dieses große Ereignis des Wiederkommens des Herrn während seines Lebens geschieht.
Er wollte nicht sterben („weil wir lieber nicht entkleidet ... werden möchten”), sondern an der Verwandlung des Körpers und des Empfangs der Unsterblichkeit noch während seines Lebens teilhaben.
Die Wiederkehr des Herrn ist nicht während Paulus Lebens geschehen. Dieses große Ereignis wird zu einem nur Gott bekannten Zeitpunkt stattfinden:
6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen [in dieser Welt leben], weilen wir fern von dem Herrn [das heisst: wir sind noch nicht „daheim” bei Gott angekommen];
7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.” (2 Korinther 5.6,7)
Was ist Glauben? „Es ist ... eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.” (Hebräer 11.1)

Paulus denkt an den Augenblick an dem er diesen sterblichen Körper verlassen wird und daheim im ewigen Reich Gottes sein wird:
8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.
9 Darum suchen wir auch unsere Ehre darin, dass wir ihm wohlgefallen, sei es daheim
[lebend im sterblichen Körper] oder nicht daheim [lebend in einem unsterblichen Körper].(2 Korinther 5.8,9)
Aber ob das erwünschte Ereignis während dieses Lebens geschehen wird oder nicht, müssen wir ein Ihm gefälliges Leben führen, wissend, dass „wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.” (2 Korinther 5.10)
Wann wird das Gericht sein? Gleich nachdem der Mensch stirbt? Nein. Jesus sagt:
12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.”
(Offenbarung 22.12)
Das Gericht wird nach dem Zweiten Kommen Jesu Christi stattfinden (
1 Tessalonicher 4.16,17), „wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören, werden leben.” (Johannes 5.25)
4 Diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre.
5 Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung.
6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.” (Offenbarung 20.4-6)

Diejenigen, die Anteil haben werden an der ersten Auferstehung, sind die, von denen Jesus sagt:
24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.” (Johannes 5.24)
28 Verwundert euch nicht darüber! Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden,
29 und sie werden hervorgehen: die das Gute getan haben, zur Auferstehung des Lebens; die aber das Böse getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.” (Johannes 5.28,29)

46 Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.”
(Matthäus 25.46)
(s. Matthäus 25.31-46)
Die ewige Strafe ist nicht eine ewige Bestrafung, sondern das Gegenteil des ewigen Lebens. Es ist das Fehlen für ewig von jeglicher Lebensform, sodass „wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.” (Offenbarung 20.15) (s. Offenbarung 20.11-15)
Der Feuersee ... ist der zweite Tod”
(Offenbarung 20.14), aus dem es keine Auferstehung mehr gibt. Dies ist praktisch die ewige Verlorenheit. Der Herr Jesus hat mit aller Deutlichkeit gesagt:
16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat.” (Johannes 3.16-18)

Der Glaube an Jesus, dem Sohn Gottes, bewegte einen der beiden Übeltäter, die von den Römern rechts und links von Jesus gekreuzigt wurden, den folgenden Wunsch zu äußern:

42 Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke an mich, wenn du in deiner Königsherrschaft kommst!
43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.” (Lukas 23.42,43)


Diesem Menschen war bekannt, dass es einen Tag geben wird, an dem der Herr in Herrlichkeit wieder kommt.
Darum bittet er Jesus, Er solle sich an dem Tag auch an ihn erinnern.
Aus Jesu Antwort scheint es, als ob die Rettung jenes Menschen gerade an dem Tag erfolgen würde.

Das hier mit „Paradies” übersetzte Wort stammt aus dem Griechischen „paradeisos“; es hat die Bedeutung eines Ortes an dem sich die Erlösten zusammen mit Gott dem Herrn freuen werden und zwar für die ganze Ewigkeit („ ... Und er wird bei ihnen wohnen; und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird ihr Gott sein.”)
(Offenbarung 21.3)
Auf ähnliche Weise haben Adam und Eva, bis zum Sündenfall, im Garten Eden gewohnt und Gott war in ihrer Mitte („Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war ...”).
(Genesis 3.8)
Deshalb sagt Jesus Christus: ... wirst du mit mir im Paradies sein.
Das dem Übeltäter gegebene Versprechen, er werde heute mit Ihm im Paradies sein, würde zu dem Schluss gelangen, dass sie an dem Tag ins Paradies kommen werden. An dem Tag ist Jesus gestorben, am dritten Tag danach auferstanden und von Maria Magdalena begegnet worden:
15 Jesus spricht zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich will ihn holen!
16 Jesus spricht zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister!
17 Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.” (Johannes 20.15-17)

Jesus erklärte also, dass Er noch nicht zu Seinem Vater aufgefahren war. Mehr noch:
3 Ihnen zeigte er sich nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.” (Apostelgeschichte 1.3)
Erst nach vierzig Tagen „wurde er vor ihren Augen emporgehoben”.
(Apostelgeschichte 1.9)
Dies bestätigt, dass Jesus nicht an dem Tag, als Er gestorben ist, in den Himmel aufgefahren ist, sondern erst nach vierzig Tagen.
Als er von einer eigenen Erfahrung berichtete, sagte der Apostel Paulus:

2 Ich weiß von einem Menschen in Christus, der vor 14 Jahren (ob im Leib oder ob außerhalb des Leibes, ich weiß es nicht; Gott weiß es) bis in den dritten Himmel entrückt wurde.
3 Und ich weiß von dem betreffenden Menschen (ob im Leib oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es),
4 dass er in das Paradies
[griech.: paradeisos] entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die ein Mensch nicht sagen darf.” (2 Korinther 12.2-4)
Paulus bekam damals zu sehen » ... was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.« (1 Korinther 2.9)
Es handelt sich um dasselbe paradeisos, das Jesus demjenigen, der neben Ihm gekreuzigt war, verspricht.
Aber so wie Jesus an dem Tag, als Er gestorben ist, nicht in den Himmel aufgefahren ist, konnte auch der Übeltäter nicht an dem Tag hingekommen sein.
Wie ist dann dieser Widerspruch zu erklären?
Das kann uns nicht zu dem Schluß führen, dass Jesus dem Übeltäter lediglich Worte des Trostes zugesprochen hat, demnach nicht wahrheitsgetreu. Dies ist ausgeschlossen, da Jesus „ ... der Weg und
die Wahrheit [in der es keine Lüge gibt] und das Leben ...” ist. (Johannes 14.6)
Die Erklärung dieses scheinbaren Widerspruchs ist zu finden, indem man die Übersetzung aus dem Original untersucht. Das griechische Original ist das Folgende:

„Amen soi lego semeron met emu ese en to paradeiso.”
(Lukas 23.43)

Die Übersetzung in die deutsche Sprache ist die folgende:

Wahrlich [amen] dir [soi] ich sage [lego] heute [semeron] mit [met] mir [emu] wirst du sein [ese] im [en] Paradies [to paradeiso]”.

Der deutsche Vers ist also der folgende:
„Wahrlich dir ich sage heute mit mir wirst du sein im Paradies”.

Man muss wissen, dass die Originalschrift keine Zwischenräume zwischen den Wörtern enthielt und es auch keine Satzzeichen gesetzt wurden (Kommas, Punkte, Doppelpunkte, Fragezeichen oder Ausrufezeichen).

In welchem Sinn wird das Wort „heute” verwendet?
Jesus versicherte jenem Menschen, dass die Verheißung der Erlösung und des ewigen Lebens in Seiner Königsherrschaft ihm heute gemacht wird. Durch die Verwendung des Kommas ist dann die Antwort des Herrn Jesus wie folgt:
„Wahrlich dir ich sage heute, mit mir wirst du sein im Paradies ”.
Wann wird dieser mit Ihm im Paradies sein? Die Antwort wird eben vom erlösten „Übeltäter” gegeben: „wenn du in deiner Königsherrschaft kommst!”
Wann wird das geschehen?
Nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist und die Jünger Ihm immer noch nachsahen, „
10 ... siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.
11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.” (Apostelgeschichte 1.10,11)

Jesus Christus wird zurück kommen, von oben, vom Himmel, so wie Er uns versprochen hat. Er redete von diesem gewaltigen Ereignis, das uns alle angeht:
30 Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Sohn des Menschen kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.” (Matthäus 24.30,31)
Die Wiederkunft des Herrn Jesus ist auch in Matthäus 13.47-52 beschrieben.
Der Apostel Paulus berichtet von diesem Ereignis:
13 Wir wollen euch aber, liebe Brüder, nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben.
14 Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
15 Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen.
16 Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten in Christus auferstehen.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit.”  (1 Thessalonicher 4.13-17)

Ähnlich all derjenigen, die in Christus entschlafen sind, wird auch der gekreuzigte Übeltäter bei der Wiederkunft des Herrn auferstehen und von da an bei dem Herrn sein allezeit.

Der genaue Zeitpunkt des Kommens des Herrn ist nicht bekannt. Jesus sagt:

36 Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.
37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns.
38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging;
39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.” (Matthäus 24.36-39)


Die Analogie zu den Tagen Noahs ist nicht zufällig.
In jenen Tagen „
5 Als aber der HERR sah, dass des Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles Dichten und Trachten der Gedanken seines Herzens allezeit nur böse war,
6 da reute es den HERRN, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübte ihn in seinem Herzen.
7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe!
8 Aber Noah fand Gnade vor dem HERRN.  (Genesis 6.5-8)
13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt, und siehe, ich will sie samt der Erde vertilgen!
14 Mache dir eine Arche aus Tannenholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie innen und außen mit Pech überziehen. (Genesis 6.13,14)
17 Denn siehe, ich will eine Sintflut kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin Odem des Lebens ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen deiner Söhne mit dir. (Genesis 6.17,18)
22 Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem trockenen Land, das starb.
23 So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum Gewürm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb übrig und was mit ihm in der Arche war.” (Genesis 7.22,23)

Haben die Menschen, die in jenen Tagen lebten, die Möglichkeit gehabt, von den vernichtenden Wassern der Sintflut gerettet zu werden?
Ja. Sie haben diese Chance 120 Jahre lang gehabt (s.
Genesis 6.3), in welcher Zeit Noah, dieser Verkündiger der Gerechtigkeit” (2 Petrus 2.5), ein Schiff auf dem Trockenen baute zum Zwecke der Errettung von der kommenden Sintflut, so wie ihm Gott befohlen hatte. Aber sie haben Noah nicht getraut, haben ihn ignoriert und jeder von ihnen ging seinen Beschäftigungen nach.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem, was damals passiert ist und den heutigen Tagen? Zwischen Noahs Verkünden und die Verkündigung des Evangeliums? Zwischen der Chance der Errettung jener Menschen, die damals umgekommen sind, und unserer Errettung?

Der gemeinsame Nenner ist Derselbe, der die Propheten aller Zeiten immer inspiriert hat, im Namen Gottes zu prophezeien (v.
2 Petrus 1.21):
Der Geist Christi ..., der in ihnen war”. (1 Petrus 1.11)

Als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde”
(1 Petrus 3.20), ging der Geist Christi [durch den Propheten Noah] hin und verkündigte den Geistern [d.h. den Menschen] im Gefängnis [es geht - im übertragenen Sinn - um das Gefängnis der Sünde, s. Jesaja 42.7; 61.1; Lukas 4.18; 2 Timotheus 2.26], die vor Zeiten sich weigerten zu glauben”. (1 Petrus 3.19,20)

Doch diese zogen es vor, im Ungehorsam und Sünde zu leben (s.
2 Petrus 2.6), so dass zum Schluss „wenige, nämlich acht Seelen [Menschen], gerettet wurden durchs Wasser hindurch.” (1 Petrus 3.20)
Gott „bewahrte allein Noah, den
Prediger der Gerechtigkeit, mit sieben andern, als er die Sintflut über die Welt der Gottlosen brachte.” (2 Petrus 2.5)
Der Herr weiß die Frommen aus der Versuchung zu erretten, die Ungerechten aber festzuhalten für den Tag des Gerichts, um sie zu strafen.”
(2 Petrus 2.9)
Die Ungerechten in den Tagen Noahs, die in den Wassern der Sintflut ertrunken sind, werden zum Leben auferweckt werden zur Zeit der zweiten Auferstehung von den Toten, um gerichtet zu werden und als Strafe den zweiten Tod zu erleiden und zwar die ewige Verlorenheit.

Die Menschen, die während ihres Lebens nicht Buße getan haben, indem sie Christus als ihren Erretter angenommen und akzeptiert haben, werden nie wieder diese Gelegenheit haben.
Der Tod des Menschen markiert das Ende aller Gelegenheiten, die man bis dahin im Leben gehabt hat, zum Herrn zurück zu kehren.
Das inspirierte Wort sagt mit aller Deutlichkeit, dass es „den Menschen bestimmt ist,
einmal zu sterben, danach aber das Gericht.” (Hebräer 9.27)
10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.” (2 Korinther 5.10)

Einer der Gründe, weshalb der Herr nach mehr als 2000 Jahren nicht zurück gekommen ist, ist dass „der Herr
verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.” (2 Petrus 3.9)
Fazit ist, dass all diejenigen, die nicht Buße tun werden, verlorengehen werden (s.
Johannes 3.16).
Aber allen, die Sein Kommen erwarten, wird Er die Erlösung schenken bei Seinem Zweiten Kommen (s.
Hebräer 9.28).

Die damalige Welt [zur Zeit Noahs] ging zugrunde infolge einer Wasserflut.” (s.
2 Petrus 3.6)Was sagt die Schrift über die heutige Welt? Wird auch diese zugrunde gehen?
Ja. Selbst der Herr Jesus Christus macht die Analogie mit den damaligen Zeiten, als die Welt zugrunde gegangen ist, ertrunken in den Wasserfluten.

37 Denn wie es in den Tagen Noahs war, so wird auch sein das Kommen des Menschensohns.
38 Denn wie sie waren in den Tagen vor der Sintflut – sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis an den Tag, an dem Noah in die Arche hineinging;
39 und sie beachteten es nicht, bis die Sintflut kam und raffte sie alle dahin –, so wird es auch sein beim Kommen des Menschensohns.” (Matthäus 24.37-39)

Die Welt wird nicht mehr durch eine Sinflut zugrunde gehen (s.
Genesis 9.8-17).
10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, verbrennen.” (2 Petrus 3.10)
Dies wird geschehen „7 ... bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht,
8 in Feuerflammen, Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
9 Diese werden Strafe erleiden, ewiges Verderben, vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft,
10 an jenem Tag, wenn Er kommen wird ...” (2 Thessalonicher 1.7-10)

Wie kann also der Mensch der zukünftigen Strafe entgehen?
Antwort: durch den Gehorsam gegenüber dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus „
16 ... denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt ...
17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben zum Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.«” (Römer 1.16,17)

Solange die Menschheit und zwar jeder einzelne Mensch sich in dem natürlichen Zustand der Sünde zufriedengibt und nicht Buße tut, läuft diese mit Sicherheit ins Verderben.
18 Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten.” (Römer 1.18)
Im Herzen des Menschen gibt es ständig einen Konflikt zwischen Gut und Böse, zwischen den guten Vorsätzen und sündhaften Neigungen.
Das Böse werden wir niemals durch eigene Kräfte überwinden können.
Diesen Kampf beschrieb der Apostel Paulus in
Römer 7.14-25. Die Erlösung von der Sünde bekommen wir einzig und allein von Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!

Welcher ist der Fakor, der uns überzeugen wird, endlich einmal aufzuhören, die Werke des Fleisches zu „nähren” (s.
Galater 5.19-21)?
Die Antwort erhalten wir so wunderbar ausgedrückt im folgenden Vers:
Erkennst du nicht, dass dich
Gottes Güte zur Buße leitet?” (Römer 2.4)

Für die Gleichgültigen steht es geschrieben:
5 Du aber mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen häufst dir selbst Zorn an auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes,
6 der einem jeden geben wird nach seinen Werken:” (Römer 2.5,6)

Danach werden zwei Menschengruppen präsentiert: diejenigen, die dem Aufruf Gottes zur Buße gefolgt sind und dann die Gleichgültigen, wobei auch die Wirkungen der jeweiligen Entscheidung genannt werden:
7 denen nämlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstreben, ewiges Leben;
8 denen aber, die selbstsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Grimm und Zorn!
9 Drangsal und Angst über jede Menschenseele, die das Böse vollbringt ...
10 Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute tut ...” (Römer 2.7-10)


Im Folgenden finden wir einige unschätzbare Anregungen, dazu bestimmt, dem Menschen in Christus – neu geboren und von da an mit einem Charakter nach dem Willen Gottes - als Leitfaden zu dienen (s.
1 Tessalonicher 4.3-9):

1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
5 So tötet nun eure Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.
6 Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams;
7 unter ihnen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.
8 Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde;
9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen
10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.
11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.
12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld;
13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
14 Über alles aber zieht an die Liebe, die das Band der Vollkommenheit ist.
15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.
16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen in aller Weisheit ...” (Kolosser 3.1-16)

13 Lasst uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Streit und Neid;
14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, dass ihr den Begierden verfallt.” (Römer 13.13,14)


Buße bedeutet Rückkehr des gefallenen oder sündhaften Menschen vom weltlichen Leben, welches zwangsläufig zu den Werken des Fleisches führt (s.
Galater 5.19-21), hin zu dem Einbringen der Frucht des Geistes  (Galater 5.22-25) im alltäglichen Leben.
Der lebendige Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darin ist (s. Apostolelgeschichte 14.15) gebietet dem von Ihm geschaffenen Menschen Buße zu tun. Sein Sohn Jesus Christus wurde zum Menschen auf Erden und hat Sein Leben hingegeben, damit der Mensch aus der Gewalt der Sünde und des Todes gerettet werden kann.
Heutzutage hat jeder die Gelegenheit, das Evangelium des Herrn Jesus Christus kennen zu lernen.
Wer desinteressiert ist hat keine Entschuldigung. Die Schrift offenbart uns deutlich den im Leben einzuschlagenden Weg:
30 Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun,
31 weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat.” (Apostolelgeschichte 17.30,31)

Die Errettung des Menschen vom Verderben ist bedingt durch seine Buße.
Buße ist die Grundlage des von neuem (aus Geist oder „von Oben”) geborenen Menschen, dessen Leben von nun an geprägt ist von zwei festen „Pfeilern” der „neuen Arche”: der Glaube an seinen Herrn und Erlöser Jesus Christus und der Gehorsam gegenüber Seinem Willen und Seinen Geboten.

Das Leben ist keinesfalls durch Zufall entstanden und ist auch nicht das Ergebnis eines unpersönlichen evolutiven Prozesses.
Der Apostel Johannes offenbart gleich zu Beginn seines Evangeliums unschätzbare Wahrheiten:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
2 Dieses war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.
11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12 Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
15 Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich.” (Johannes 1.1-4; 10-15)

Das Leben des Menschen existiert demnach nur in Jesus, sodass das Zurückbringen ins Leben der Entschlafenen erst dann gemacht wird, wenn der Befehl Seiner Stimme ertönen wird:
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.
26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, das Leben in sich selbst zu haben.” (Johannes 5.25,26)

Derjenige,
der allein Unsterblichkeit hat, ist nur Gott allein, der allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herren (s. 1 Timotheus 6.15,16).
Bei Seiner Wiederkunft auf den Wolken des Himmels wird Er das ewige Leben schenken all denen, die an Ihn geglaubt haben.
Der Mensch hat keine natürliche Unsterblichkeit, sondern diese ist bedingt durch den Glauben an Jesus Christus.
Diejenigen, die der heidnischen Lehre von der Unsterblichkeit der Seele trauen, ignorieren und missachten die Verheißung des Herrn Jesus Christus, dass Er zurückkommen wird und all die, die an Ihn geglaubt haben, auferwecken wird und ihnen dann unsterbliches Leben geben wird.
Die natürliche Unsterblichkeit einer bei Bewusstsein befindlichen „Seele”, „befreit” aus einem sterblichen Körper, ist unvereinbar mit der gesamten Lehre der Bibel, dem Wort des lebendigen Gottes, laut welchem der Einzige, der die Unsterblichkeit in sich Selbst hat, nur Gott allein ist. Die Vorbedingung dafür, ewiges Leben zugesichert zu bekommen, ist an Gott den Sohn, Jesus Christus, zu glauben wie auch Seinen Willen zu erfüllen, indem man Frucht in Geduld bringt (s. das Gleichnis vom Sämann,
Lukas 8.15). Der Mensch in Christus verfolgt nicht im egoistischen Sinne durch seinen Glauben die Erlösung zu erlangen, sondern glaubt von Herzen und hat eine aufrichtige Liebe für seinen Schöpfer, Erlöser und Retter.

Jesus ist Derjenige, der das Leben gibt, da Er, der vor der Erschaffung des Universums existiert hat, die Quelle des Lebens ist (s.
Johannes 1.1,3; 17.5; Kolosser 1.16,17; 1 Corinther 8.6). Er sagt:

Ich bin
die Auferstehung und das Leben.” (Johannes 11.25)

Als Jesus sich zusammen mit einigen Seiner Jünger auf einem Berg befand „siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach:
Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; auf ihn sollt ihr hören!” (Matthäus 17.5)
Es war das Geständnis Gottes des Vaters über Seinen Sohn (s. 1 Johannes 5.9).
10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn.
11 Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn.” (1 Johannes 5.10,11)


Es gibt kein gegenwärtiges oder ewiges Leben, das außerhalb des Herrn Jesus Christus ist:

9 Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben sollen.” (1 Johannes 4.9)

Wir danken Dir, gerechter und liebender Vater, für die Liebe, die Du zu uns hast und dafür, dass Du uns das Geheimnis der Lebensquelle aller Wesen und Deiner gesamten Schöpfung offenbart hast.
Gib uns, Herr, die Kraft, uns von dem Einfluss der Sünde (des Ungehorsams) zu befreien und mache uns, durch Deine Gnade, zu würdigen Bürgern der neuen Erde.
Ewiges Lob und Preis dem Vater und Seinem Sohn, jetzt und in alle Ewigkeit. Amen.

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7. Die Schöpfung Gottes



Wie ist das Universum entstanden?

Soll es das Ergebnis eines Zufalls sein?
Das Universum einmal erschienen, aus einem vermeintlichen vorbestehenden Chaos, soll bald darauf eine allmähliche Entwicklung von Lebensformen begonnen haben, angefangen mit den einfachsten bis hin zu den komplexeren Formen?
Erscheint es plausibel anzunehmen, dass aus einem allgemeinen Chaos heraus die Materie angefangen hat, sich von alleine „selbst zu organisieren”?

Kann der Mensch das Ergebnis eines solchen evolutiven Prozesses sein?

Was wird die Zukunft bringen? Wird die menschliche Rasse fortbestehen oder irgendwann verschwinden, gleichwie man auch annimmt, dass diese erschienen ist, mitsamt der umgebenden Natur?
Wird das Universum ebenfalls verschwinden, so als hätte es diesen nie gegeben?
Soll demnach das Leben bloß eine vergängliche Existenz haben und einem absoluten Zufall entsprungen sein?

Selbstverständlich nicht!
Nichts organisiert sich von alleine, sondern im Gegenteil ...
Alles Existierende hat seine Herkunft in einem intelligenten Designer, der alles erschaffen hat und Ihn kennen wir unter dem Namen ... Gott.

Sogar schon der erste Vers der Bibel klärt das Problem auf:

1 Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.” (Genesis 1.1)

Das Universum ist nicht durch Zufall entstanden, sondern es wurde erschaffen.
Von wem? Von Demjenigen, der den Namen Gott trägt. Der Name des Originaltextes ist das hebräische Wort Elohim, wo die Endung „him” auf eine Mehrzahl von mehr als zwei Personen hinweist.

Das erste Buch der Bibel trägt den Namen „Genesis” und stammt aus dem griechischen Wort Genesis, welches „Ursprung” bedeutet.
Der Name des hebräischen Textes ist bereschit und bedeutet „Im Anfang”.
Das Universum und die Existenz des Lebens hat einen Anfang und alles wurde erschaffen von Dem, der schon immer existiert hat:

2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt [oder: Erdkreis] geschaffen wurden, von Ewigkeit zu Ewigkeit  bist du, Gott!” (Psalm 90.2)

Der Bericht über Seine Schöpfung wird uns im ersten Kapitel des Buches Genesis offenbart:

1 Am Anfang schuf Gott [Elohim] die Himmel und die Erde.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis.
5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der erste Tag.
6 Und Gott sprach: Es werde eine Ausdehnung [oder: Wölbung] zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
7 Und Gott machte die Ausdehnung [oder: Wölbung] und schied das Wasser unter der Ausdehnung [oder: Wölbung] von dem Wasser über der Ausdehnung [oder: Wölbung]. Und es geschah so.
8 Und Gott nannte die Ausdehnung [oder: Wölbung] Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der zweite Tag.
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, damit man das Trockene sehe! Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war.
11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Gewächs, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so.
12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Gewächs, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.
13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der dritte Tag.
14 Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Himmelsausdehnung [oder: an der Wölbung des Himmels] sein, die da scheiden zwischen Tag und Nacht und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren;
15 und sie sollen als Lichter an der Himmelsausdehnung [oder: an der Wölbung des Himmels] dienen, dass sie die Erde beleuchten. Und es geschah so.
16 Und Gott machte die zwei großen Lichter, das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu auch die Sterne.
17 Und Gott setzte sie an die Himmelsausdehnung [oder: an die Wölbung des Himmels], damit sie die Erde beleuchten
18 und den Tag und die Nacht beherrschen und Licht und Finsternis scheiden. Und Gott sah, dass es gut war.
19 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der vierte Tag.
20 Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebenden Wesen, und Vögel sollen über der Erde fliegen unter der Himmelsausdehnung [oder: unter der Wölbung des Himmels].
21 Und Gott schuf die großen Meerestiere und alle lebenden Wesen, die sich regen, von denen das Wasser wimmelt, nach ihrer Art, und allerlei geflügelten Vögel nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.
22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt das Wasser in den Meeren, und die Vögel sollen sich mehren auf der Erde.
23 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der fünfte Tag.
24 Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art, Vieh, kriechende Tiere und Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so.
25 Und Gott machte die Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere des Erdbodens nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war.
26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.
27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.
28 Und Gott segnete sie; und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan; und herrscht über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde.
29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Gewächs gegeben, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind. Sie sollen euch zur Nahrung dienen;
30 aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was sich regt auf der Erde, in dem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so.
31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.


(Genesis 1.1-31)

Die Schöpfung ist durch ihre Vollkommenheit unzweifelhaft Gottes Meisterwerk.

Er hat das Universum (die Himmel, die Erde, die Sonne, den Mond und die Sterne) und alle Existenz in sechs Tagen von vierundzwanzig Stunden geschaffen. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass jeder der sechs Zyklen der Schöpfung mit den Worten endet:
Und es wurde Abend, und es wurde Morgen”. (Genesis 1.5,8,13,19,23,31)

Es ist zu bemerken, dass die Himmel und die Erde von großer Bedeutung für die Schöpfung Gottes sind.

Was gleich von Anfang an existiert hat, war das Wasser (Vers 2).
Gott hat alles mittels des Wassers erschaffen:

5 ... von jeher Himmel waren und eine Erde, die aus Wasser und durch Wasser Bestand hatte, durch das Wort Gottes.” (2 Petrus 3.5)

Er hat dann das Wasser mittels einer Ausdehnung getrennt (Vers 6).
Das Wort Ausdehnung ist übersetzt aus dem hebräischen Original „raqia” und bedeutet „Wölbung, Gewölbe, Ausdehnung, Erweiterung, Weite”.
Diese Ausdehnung, von jetzt an Himmel genannt (Vers 8), schied das Wasser unter der Ausdehnung von dem Wasser über der Ausdehnung (Vers 7).

Das Verb „raqa”, das dem Wort „raqia” zugrunde liegt, bedeutet „ausdehnen, ausbreiten, breithämmern”.
Das Himmelsgewölbe ist eine reale, durchsichtige Schicht, ausgedehnt und von HARTER Konsistenz:

18 kannst du gleich ihm die Wolkendecke [oder: das Firmament; die Ausdehnung] ausbreiten, die fest ist wie ein gegossener Spiegel?” (Hiob 37.18)

24 So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleib an gebildet hat: Ich, der HERR bin es, der alles vollbringt – ich habe die Himmel ausgespannt, ich allein, und die Erde ausgebreitet – wer war da bei mir?” (Jesaja 44.24)

22 Er thront über dem Kreis der Erde, und die darauf wohnen, sind wie Heuschrecken; er spannt den Himmel aus wie einen Schleier und breitet ihn aus wie ein Zelt, in dem man wohnt.” (Jesaja 40.22)

Der Schöpfer ist Seiner Schöpfung ganz nahe und zwar thront Er über dem Kreis der Erde:
Das Wort „Kreis” aus dem obigen Satz ist die Übersetzung aus dem hebräischen Original „hug”, welches „Kreis” oder „Scheibe” bedeutet. Das Wort „hug” bedeutet, als Verb, „einen Kreis ziehen”.
Daraus folgert, dass die Erde eine runde, kreisförmige Form wie einer flachen Scheibe hat, und ist keinesfalls sphärisch.

Andere biblische Verse beziehen sich auf sphärische Formen, diese aber ohne Zusammenhang mit der Form der Erde, wie zum Beispiel:

17 Siehe, der HERR wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und wird dich packen
18 und dich zum Knäuel machen und dich wegschleudern wie eine Kugel
[einen Ball] in ein weites und breites Land. Dort wirst du sterben, dort werden deine kostbaren Wagen bleiben, du Schmach für das Haus deines Herrn!” (Jesaja 22.17,18)

Hier ist das Wort „Kugel” oder „Ball” die Übersetzung des hebräischen Originals „dur”.

Die Erde ist also ein geschlossenes System, flach und unbewegt. Sie ist geschlossen, da sie oben eine Wölbung (oder: den Himmel) hat, ähnlich einem Kuppelgewölbe, die sich auf dem Rand des Erdumfangs anlehnt.
Diese durchsichtige Wölbung trennt die Erdatmosphäre von den Wassern über dieser Ausdehnung.
Darum, wenn wolkenlos, ist der Himmel blau:

1 Halleluja! Lobt den HERRN von den Himmeln her, lobt ihn in den Höhen!
4 Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!” (Psalm 148.1,4)


Dann sammelte Gott das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, so dass das Trockene zum Vorschein kam, welches Er Erde nannte. Die Ansammlung der Wasser nannte Er Meere (Verse 9 und 10).
Er versah die Erde mit Pflanzen, Gras und Gewächs, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume, ein jedes nach seiner Art (Verse 11 und 12).

Gott machte dann zwei Lichter, die Er an die Wölbung des Himmels setzte: das größere Licht (die Sonne) und das kleinere Licht (der Mond) (Verse 14-18).
Diese wurden mit dem Ziel geschaffen, um zu „scheiden zwischen Tag und Nacht und sie sollen dienen als Zeichen und zur Bestimmung von Zeiten und Tagen und Jahren” und als Lichter an der Himmelsausdehnung, um auf die Erde zu leuchten.
Weil Gott sie „Lichter” nennt, heisst es, dass diese eigenes Licht besitzen.

Aufgrund dessen, dass Er sie an die Wölbung des Himmels setzte, ist zu folgern, dass diese Lichter kleinere Dimensionen als die der Erde haben.
Diese Tatsache ist auch für die Vielzahl von Sternen gültig (Vers 16).

Diese Lichter kreisen über der Erde:

5 Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, dass sie dort wieder aufgehe.”
(Prediger 1.5)

5 ... Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;
6 sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn.
7 Sie geht an einem Ende des Himmels auf und läuft um bis ans andere Ende,
und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.”
(Psalm 19.5-7)

19 Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten;
die Sonne weiß ihren Untergang.
20 Du machst Finsternis, dass es Nacht wird;
da regen sich alle Tiere des Waldes,
21 Die jungen Löwen brüllen nach Raub
und suchen ihre Nahrung von Gott.
22 Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück
und legen sich in ihre Verstecke.”
(Psalm 104.19-22)

Die Bibel berichtet von einem Tag, als Gott, vor dem Hintergrund gewisser Ereignisse, die Bewegung der Sonne und des Mondes stoppen ließ:

12 Da redete Josua zu dem HERRN an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen Israels dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon!
13 Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Aufrichtigen? So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag.
14 Und kein Tag war diesem gleich, weder zuvor noch danach, dass der HERR [so] auf die Stimme eines Mannes hörte; denn der HERR kämpfte für Israel.” (Josua 10.12-14)

Die Erde mit ihrem Himmelsgewölbe sind unbeweglich und sind gegründet auf Grundfesten:

5 Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet,
dass sie
nicht wankt für immer und ewig.” (Psalm 104.5)

8 ... Denn die Grundfesten [oder: die Säulen] der Erde gehören dem HERRN,
und
auf sie hat er den Erdkreis gestellt.” (1 Samuel 2.8)

10 Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberfläche der Wasser bis zur Grenze von Licht und Finsternis.
11 Die Säulen des Himmels erbeben und erschrecken vor seinem Schelten.” (Hiob 26.10,11)

Das Ganze, bestehend aus der Erde, dem Himmelsgewölbe und den Grundfesten [Säulen] ist aufgehängt über dem Nichts:

7 Er spannt den Norden aus über der Leere und hängt die Erde über dem Nichts auf.” (Hiob 26.7)

Dann rief Gott ins Leben die Lebewesen der Gewässer und die Vögel, die über der Erde fliegen sollen unter der Wölbung des Himmels (Verse 20-22).
Er machte auch alle Wesen, die auf der Oberfläche der Erde leben (Verse 24,25).

Gott krönte die Schöpfung, indem Er noch ein weiteres Wesen ins Dasein rief: den Menschen.
Durch die Erschaffung des Menschen wollte Gott in Seiner Schöpfung Wesen haben, die Ihm ähnlich denken und fühlen sollten. Darum erschuf Er den Menschen „nach Seinem Bild” und Ihm ähnlich (Verse 26,27).

Was für ein großes Privileg für jeden von uns, wie wahre göttliche Wesen erschaffen worden zu sein!
Deshalb sollten wir unseren Schöpfer und himmlischen Vater durch ein Leben preisen, das würdig der Ehre ist, die uns gemacht wurde. Versuchen wir, Davids Verständnis zu erfassen, als er ausrief:

14 Ich preise dich darüber, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke,
und meine Seele erkennt das wohl!”
(Psalm 139.14)

Gott schuf den Menschen zu Seinem Bilde; „als Mann und Frau schuf Er Sie”.
Seitdem begannen die Menschen sich auf der Erde zu vermehren, im Laufe von Tausenden von Jahren bis heutzutage.
Soll Gott lediglich die Rolle des Schöpfers der ersten zwei Menschen gehabt haben und sich danach in relativer Passivität hinter den Kulissen der Menschheitsgeschichte zurückgezogen haben?
Auf keinen Fall! Er ist Derjenige, der immer aktiv ist in der Erschaffung eines jeden Menschen noch bevor dieser auf die Welt kommt. Der Psalmist wiedergibt dieses Werk Gottes in einem faszinierenden Abschnitt:

13 Denn du hast meine Nieren gebildet;
du hast mich
gewoben im Schoß
meiner Mutter.
14 Ich preise dich darüber, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;
wunderbar sind deine Werke,
und meine Seele erkennt das wohl!
15 Mein Gebein war nicht verhüllt vor dir,
als ich im Verborgenen gemacht wurde,
kunstvoll gewirkt tief unten auf Erden.
16 Deine Augen sahen mich schon als ungeformten Keim,
und in dein Buch waren geschrieben
alle Tage, die noch werden sollten,
als noch keiner von ihnen war.”
(Psalm 139.13-16)

Jeder Mensch, der auf die Welt gekommen ist, lebt nicht dank seiner eigenen Kraft, sondern durch den Willen seines Schöpfers:
10 In seiner Hand ist die Seele von allem, was lebt, und der Lebensodem aller Menschen.”  (Hiob 12.10)

24 Denn Er schaut bis zu den Enden der Erde und sieht alles, was unter dem Himmel ist.
25 Als er dem Wind sein Gewicht gab und die Wasser begrenzte mit einem Maß,
26 als er dem Regen sein Gesetz bestimmte und dem donnernden Unwetter [dem Blitz und Donner] seinen Weg:
27 Da hat er sie [die Weisheit] gesehen und verkündigt, sie bestätigt und ergründet,
28 und er sprach zum Menschen: »Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das ist Einsicht!« (Hiob 28.24-28)

Das Kapitel 38 des Buches Hiob ist eine beeindruckende Rede Gottes, wo Er über Sein Werk der Schöpfung spricht, entstanden durch Seinen Willen und Seine Weisheit, als auch über die Fürsorge mit der Er jeden Augenblick des Lebens möglich macht:

11 Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!” (Offenbarung 4.11)

Der Herr wendet sich konkret an den Patriarchen Hiob, und diese Worte stammen vom Schöpfer selbst. Das Gesagte des Herrn ist ein weiteres unbestreitbares Zeugnis der Weise in der das Universum und die Gesetze des Himmels entstanden sind sowie die Erde, das Meer, die Natur und deren Erscheinungen, das Licht, die Finsternis, der Wind, die Wolken, der Blitz, der Donner, der Hagel, der Regen, der Tau, usw., wie auch die Gesetze, denen all diese folgen. Im Folgenden einige dieser Verse:

4 Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir's, wenn du so klug bist!
5 Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du das? Oder wer hat die Messschnur über sie ausgespannt?
6 Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
16 Bist du zu den Quellen des Meeres gekommen und auf dem Grund der Tiefe gewandelt?
18 Hast du die Breiten der Erde überschaut? Weißt du das alles, so sage es mir!
19 Welches ist der Weg dahin, wo das Licht wohnt, und welches ist die Stätte der Finsternis,
22 Bist du gewesen, wo der Schnee herkommt, oder hast du gesehen, wo der Hagel herkommt,
24 Welches ist der Weg dahin, wo das Licht sich teilt und wie verbreitet sich der Ostwind über die Erde?
25 Wer hat dem Platzregen seine Bahn gebrochen und den Weg dem Blitz und Donner,
28 Hat der Regen einen Vater? Wer hat die Tropfen des Taus gezeugt?
31 Kannst du die Bänder des Siebengestirns zusammenbinden oder die Fesseln des Orion auflösen?
32 Kannst du die Sterne des Tierkreises herausführen zu ihrer Zeit, und leitest du den Großen Bären samt seinen Jungen?
33 Kennst du die Gesetze des Himmels, oder bestimmst du seine Herrschaft über die Erde?
34 Kannst du deine Stimme zu den Wolken erheben, sodass dich Regengüsse bedecken?
35 Kannst du die Blitze entsenden, dass sie hinfahren und zu dir sagen: »Hier sind wir«?” (Hiob 38.4-6,16,18,19, 22, 24, 25, 28, 31-35)

Die Rede des Herrn setzt sich in den nächsten paar Kapiteln fort:

1 Kennst du die Zeit, da die Steinböcke gebären? Hast du aufgemerkt, wann die Hirschkühe kreißen?
2 Zählst du die Monate, die sie erfüllen müssen, und weißt du die Zeit ihres Gebärens?
19 Gibst du dem Ross die Kraft, bekleidest du seinen Hals mit einer Mähne?
26 Bewirkt dein Verstand, dass der Habicht fliegt und seine Flügel nach Süden ausbreitet?
27 Fliegt der Adler auf deinen Befehl so hoch und baut sein Nest in der Höhe?” (Hiob 39.1, 2, 19, 26, 27)

1 Und der HERR antwortete Hiob und sprach:
2 Will der Tadler mit dem Allmächtigen hadern? Wer Gott zurechtweisen will, der antworte nun!
15 Sieh doch den Behemoth, den ich gemacht habe wie dich: Er frisst Gras wie das Rind.
16 Siehe, welch eine Kraft ist in seinen Lenden und welch eine Stärke in den Muskeln seines Bauchs! (Hiob 40.1,2, 15, 16)

Es ergibt sich klar und deutlich, dass Gott in jedem Augenblick wirkt.
Nichts geschieht durch Zufall oder von selbst, sondern alles findet statt durch die Kraft Gottes.

Die Worte des Herrn haben Hiob dazu geführt, sich zu demütigen und Reue zu empfinden, dass er an der Allmächtigkeit Gottes gezweifelt hat, Desjenigen, der alle Macht über Seine Schöpfung hat:

1 Da antwortete Hiob dem HERRN und sprach:
2 Ich erkenne, dass du alles vermagst und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.
3 ... Fürwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, Dinge, die mir zu wunderbar sind und die ich nicht begreifen kann!
5 Vom Hörensagen hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein Auge dich gesehen.
6 Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche!” (Hiob 42.1-3,5,6)


Genesis 2 verkündigt die Vollbringung der Schöpfung und spricht gleichzeitig über den siebenten Tag, welcher die Vollendung des göttlichen Werks bedeutet.
Es ist ein besonderer Tag, den Gott gesegnet und geheiligt hat.
Gott „ruhte” am siebenten Tag, gleich nach Vollendung Seines schöpferischen Werks:

1 So wurden vollendet die Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer.
2 Und Gott vollendete am siebenten Tage sein Werk, das er gemacht hatte; und ruhte am siebenten Tage von all seinem Werk, das er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen und gemacht hatte.” (Genesis 2.1-3)


Der Mensch ist dazu berufen, diesen Gott gewidmeten Ruhetag zu ehren.
Der siebente Tag (der Samstag) ist ein gesonderter Gedenktag der Schöpfung der Himmel, der Erde, des Meeres und aller Wesen (s.
Exodus 20.8-11).

Genesis Kapitel 2 beinhaltet einen zweiten Schöpfungsbericht, mit mehreren Details zur Entstehung des Menschen:

4 Dies ist die Geschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden. Zu der Zeit, als Gott der HERR Erde und Himmel machte,
5 noch war kein Gesträuch des Feldes auf der Erde, noch war irgendein Kraut auf dem Feld gesproßt; denn Gott der HERR hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde, und es war kein Mensch da, um den Erdboden zu bebauen.
6 Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdbodens.
7 Da machte Gott der HERR den Menschen aus Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.
8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden, gegen Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte.
9 Und Gott der HERR ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
.................................
15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.
16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,
17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du gewisslich sterben.
18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht.
19 Und Gott der HERR machte aus Erde alle die Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; denn wie der Mensch jedes lebendige Wesen nennen würde, so sollte es heißen.
20 Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.
21 Da ließ Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und er schlief ein. Und er nahm eine seiner Rippen und schloss die Stelle mit Fleisch.
22 Und Gott der HERR bildete die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu dem Menschen.
23 Da sprach der Mensch: Diese ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch! Diese soll »Männin« heißen; weil sie vom Mann genommen ist”. (Genesis 2.4-23)

Die Schöpfung Gottes wurde gemacht, um ewiglich fortzubestehen. Sie war nicht gedacht, um einen vergänglichen, sondern einen ewigen Charakter zu haben.
Der Mensch, geschaffen als ein ewiges Wesen und bedeutender als alle anderen Lebewesen der Erde, sollte in vollem Vertrauen und Gehorsam zu seinem Schöpfer leben, der offensichtlich nur sein Bestes wollte.
Es bestand aber die Gefahr, dass der Mensch seine Unsterblichkeit verlieren konnte und zwar durch Ungehorsam gegenüber seinem Herrn. Gott hat ihn einem Test unterzogen, ihn zuvor auf diese Gefahr hingewiesen und vor ihr gewarnt.
Aus dem Vers 17 geht hervor, dass der Mensch als UNSTERBLICHES  Wesen geschaffen wurde:

17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du gewisslich sterben.”

Gott hat den Menschen keinesfalls mit einem unabänderlichen Schicksal, sondern mit einem freien Willen geschaffen. Er, der Mensch, hat eine eigene Wahlfreiheit, so dass der Akt der Entscheidung ihm ausschließlich gehört. Gott sagt:

19 ... Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst ...” (Deuteronomium 30.19)

Weiterhin wird die falsche Entscheidung des Menschen dargestellt, der sich von einem gefallenen, mit Gott in Konflikt stehenden Wesen hat täuschen lassen und somit den göttlichen Ratschlag mißachtet hat:

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!
5 Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!
6 Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht; und sie nahm von seiner Frucht und aß, und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß.
7 Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.
8 Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kühle des Tages. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen des Gartens.
9 Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
10 Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich.
11 Da sprach er: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen?
12 Da antwortete der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum, und ich aß!
13 Da sprach Gott der HERR zu der Frau: Warum hast du das getan? Die Frau antwortete: Die Schlange hat mich verführt; da habe ich gegessen!
14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du dies getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens!” (Genesis 3.1-14)

Die Schlange war das Medium gewesen, dessen sich der Verführer, genannt der Teufel oder Satan, bedient hat.
„Teufel” stammt vom griechischen Wort diabolos, welches übersetzt „Verleumder”, „Verwirrer”, „Faktenverdreher” bedeutet.
„Satan” stammt vom hebräischen satan und bedeutet „Feind”, „Gegner”, „Widersacher”.

Er ist
9 ... der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt ...” (Offenbarung 12.9)

„Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan ...”. Sie verstanden plötzlich, dass sie getäuscht wurden.

In Seiner großen Liebe und in Seinem unendlichen Erbarmen gab Gott, der Herr, dem Menschen, der jetzt STERBLICH geworden ist, noch eine Chance. Er hat den Erlösungsweg geschaffen, indem Er die Voraussetzungen festgelegt hat, damit der Mensch wieder ein ewiges Wesen wird :

15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.” (Genesis 3.15)

Der Erlöser oder der Erretter Jesus Christus sollte Mensch werden, durch die Geburt aus einer Jungfrau. Denn nur ein Mensch konnte die Strafe abbüßen, durch ein Leben in vollem Gehorsam gegenüber Gott.
Es musste die Anforderung eines sühnenden Opfers erfüllt werden und damit die Grundlage der Versöhnung mit Gott dem Vater gelegt werden. Der heilige Gott entschied hierfür, dass, indem Er zum Menschen wurde, Er selbst die Sühnung für die gesamte Menschheit – das heisst für jeden von uns -  machte, durch ein perfektes menschliches Leben.

Der Teufel oder Satan, ursprünglich als ein schützender Cherub geschaffen, war „das Abbild der Vollkommenheit, voller Weisheit und über die Maßen schön”
(Ezechiel 28.12), doch sein Herz überhob sich und er wollte wie Gott selbst sein:

14 Du warst ein mit ausgebreitenden Flügeln schirmender Cherub und auf den heiligen Berg Gottes hatte ich dich gesetzt, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen.
15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.” (Ezechiel 28.14,15)

12 Wie bist du vom Himmel herabgefallen,
du Glanzstern, Sohn der Morgenröte!
Wie bist du
zu Boden geschmettert,
du Überwältiger der Nationen!
13 Du sagtest in deinem Herzen:
»Ich will zum Himmel hinaufsteigen
und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen,
ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
14 Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen
und
gleich sein dem Allerhöchsten.«” (Jesaja 14.12-14)

Er wollte nicht mehr in Gehorsam gegenüber Demjenigen leben, der alles sehr gut geschaffen hat, sondern begehrte, er selbst „der Größte” zu sein.
Dieser Hochmut und die Begier, sich an Gottes Stelle zu setzen führte ihn zum Fall.
Auch im Zustand eines gefallenen Wesens hat er nichts bereut, sondern er hat ein Drittel der Engel im Himmel getäuscht und sie in seinen Bann gezogen:

3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen;
4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. ...” (Offenbarung 12.3,4)

Die „Sterne des Himmels” sind die Engel, die zusammen mit Satan aus dem Himmel hinausgeworfen wurden:

7 als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Söhne Gottes jubelten?” (Hiob. 38.7)

7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften;
8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden.
9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.” (Offenbarung 12.7-9)

Einmal auf die Erde hinabgeworfen hat Satan sein zerstörerisches Werk fortgeführt, indem er die Menschen täuschte und sie unablässig von ihrem Schöpfer entfernte.
Wir sind alle sterblich, als Nachkommen der ersten zwei Menschen, die unsterblich erschaffen, ABER sterblich geworden sind durch Ungehorsam gegenüber den Schöpfer.
Nachdem er auch den Menschen getäuscht hatte, sah sich der Böse schon als Sieger. Er dachte, der gefallene Mensch hätte nunmehr keine Chance mehr seinen ursprünglichen Zustand wieder zu erlangen, als Tod, Krankheiten, Schmerz und Kummer für ihn nicht existierten.

Aber ... Satan wurde völlig überrumpelt durch den von Gott gefassten Entschluss, das Erlösungswerk für den Menschen selbst zu machen und zwar in der Person Seines Sohnes Jesus Christus.
Dieser Entschluss war für den Bösen ein völlig unerwarteter Schlag gewesen, daran er nie gedacht hätte!

In der Annahme, noch Chancen zu haben, führte Satan den Kampf gegen Gott fort.
Er versuchte den neugeborenen Jesus zu töten (s.
Matthäus 2.13-18) und später versuchte er Ihn in der Wüste mit all dem, womit er auch heutzutage die Menschen betrügt (s. Matthäus 4.1-11).

Auf Seinem Weg zur Kreuzigung wurde Jesus gequält und gepeinigt: Ihm wurde ins Gesicht gespuckt (s.
Matthäus 26.67; 27.30), Er wurde mit Fäusten geschlagen (s. Matthäus 26.67), geohrfeigt (s. Matthäus 26.67), gegeißelt (s. Matthäus 27.26), verspottet (s. Matthäus 27.29;39-44), man hat Ihm mit dem Rohr auf Sein Haupt geschlagen (s. Matthäus 27.30), Er war „verachtet ...  und verlassen von den Menschen” (Jesaja 53.3).
Aber Er „tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf”
(Jesaja 53.7) und hat auf Provokationen nicht geantwortet. Er hat ein Leben ohne Sünde gelebt (s. 2 Korinther 5.21; 1 Petrus 2.22), in vollkommenem Gehorsam gegenüber den Vater.

Als Er auf dem Kreuz rief: „Es ist vollbracht!”
(Johannes 19.30) war das Werk der Erlösung von der Sünde ein für allemal vollendet.
Dann wurde Satan besiegt und ist für immer verloren. All diejenigen, die ihm gegenüber folgsam sind, indem sie denken, sie leben nach ihrem eigenen Willen, werden ebenfalls für immer verloren gehen.

Der wahre und einzige wirkliche Gott ist Derjenige, der die Himmel und die Erde und alle Wesen geschaffen hat, am Ende den Menschen.
Er ist der himmlische Vater und die, die ihr Vertrauen auf Seinen Sohn Jesus Christus setzen, der Sein Leben am Kreuz für unsere Sünden gegeben hat, werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden:

12 Allen aber, die ihn [Jesus Christus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.” (Johannes 1.12)

26 denn ihr alle seid Kinder Gottes durch den Glauben in Christus Jesus.” (Galater 3.26)

1 Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es auch. Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht erkannt hat.
2 Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, dass wir ihm gleich sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.” (1 Johannes 3.1,2)

Wenn Er wieder kommen wird (s.
1 Thessalonicher 4.13-17; 1 Korinther 15.51,52) werden wir „ihm gleich sein”:
Dies bedeutet, dass wir einen unsterblichen Körper bekommen werden, und zudem werden wir Ihm in Vollkommenheit und Charakter gleich sein.

Der Mensch muss „von neuem geboren werden”, aufgrund des Verständnisses des todbringenden Sündenzustands in dem er sich befindet. Er muss Buße tun, seine Sünden vor Gott bekennen, um Vergebung bitten und dann Gottes Angebot der Erlösung durch den Tod und die Auferstehung Seines Sohnes Jesus Christus annehmen.
Dieser „neue” Mensch muss sich vor dem, was die ersten Menschen zu Fall gebracht hat, in Acht nehmen: die Begierde.
Es geht um die negative, zerstörerische, trügerische, herabwürdigende Begierde, die schließlich zum Verderben führt.
Darum hat „er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben ..., damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das
durch die Begierde in der Welt herrscht.” (2 Petrus 1.4)

Die folgenden aufklärenden Verse erfüllen den Zweck, jemandem das Verständnis zu öffnen und an die Lebensweise wieder zu erinnern, zu der wir als „neu geborene” Menschen gerufen sind, zu dieser Zeit, in welcher wir inmitten der schädlichen Einflüsse dieser Welt leben:

13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder; nur macht die Freiheit nicht zu einem Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.
14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
15 Wenn ihr einander aber beißt und fresst, so habt acht, dass ihr nicht voneinander aufgezehrt werdet!
16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Begierde des Fleisches nicht vollbringen.
17 Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist auf und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, sodass ihr nicht tut, was ihr wollt.
18 Wenn ihr aber vom Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter dem Gesetz.
19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit;
20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Zornausbrüche, Zank, Zwietracht, Parteiungen;
21 Neid, Mord, Trunkenheit, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut, Enthaltsamkeit. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.
25 Wenn wir im Geist leben, so lasst uns auch im Geist wandeln.” (Galater 5.13-25)

Hat Jesus Christus eine Rolle in der Schöpfung gespielt, in der Entstehung des Universums und des Menschen?

Ja. Das Evangelium nach Johannes offenbart uns erstaunliche Wahrheiten:

1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
2 Dasselbe war im Anfang bei Gott.
3 Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
9 Das war das wahre Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
15 Johannes legte Zeugnis ab von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als ich.” (Johannes 1.1-4;9;14,15)

Es ergeben sich drei besonders wichtige Aspekte bezüglich des richtigen Verständnisses der Art und Weise in der die gesamte Schöpfung ins Dasein gerufen wurde:

- Der Sohn Gottes (das Wort) hat von Anfang an existiert, zusammen mit Gott dem Vater, bevor die Schöpfung zur Existenz gebracht wurde. „Er ist
das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.” (Kolosser 1.15)
- Gott hat alles durch Seinen Sohn gemacht, Demjenigen, der der Erlöser (oder Erretter) der Welt werden sollte, mit Namen Jesus Christus.
- Der Sohn ist Derjenige, der jedem Menschen, der auf die Welt kommt, Leben gibt.

Nun versteht man, warum das Originalwort Elohim (übersetzt mit „Gott”) aus Genesis 1.1 für drei Personen in einem einzigen Gott steht. Diese sind: Gott der Vater, Gott der Sohn und Gott der Heilige Geist.

Der Brief an die Kolosser offenbart uns weitere wichtige Aspekte bezüglich des Sinnes der Schöpfung:

16 Denn in ihm [dem Sohn] ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten.
Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.
17 Und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.”  (Kolosser 1.16,17)

„Alles besteht durch ihn”:
Die gesamte Schöpfung gründet sich auf spezifische Gesetze.
Diese Gesetze werden von Ihm gelenkt, koordiniert und getragen.
Kein Wesen lebt durch eigene Kraft, sondern durch Seinen Willen, der unsere Existenz ermöglicht.
Durch den von Gott empfangenen Odem des Lebens ist jeder Mensch aus Gott und Sein Geist ist in uns, denn
durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind ...” (Apostolelgeschichte 17.28)

Wenn wir sterben, nimmt Gott das Leben zurück, dass Er uns geschenkt hat (siehe auch
Lukas 12.20).

Demnach ist Jesus Christus das Fundament der gesamten Existenz. Das Sichtbare und das Unsichtbare wurde ... für ihn geschaffen.

Eine besondere Stellung inmitten der Schöpfung hat der Mensch, der für ihn geschaffen wurde.
Der Mensch sollte in einer innigen Verbundenheit mit seinem Schöpfer sein, inmitten der wunderbaren Natur und aller anderen geschaffenen Wesen.
Der Mensch hat für seinen Schöpfer einen unschätzbaren Wert. Gott hat ihn so sehr geliebt, dass nach dem Sündenfall der Sohn Gottes vom Thron Seiner Herrlichkeit herunter gestiegen ist und als Mensch auf Erden geboren wurde, um Sein Leben als Lösegeld für das menschliche Wesen zu geben.
Der Preis dieses Loskaufs ist unbezahlbar: Es ist das „kostbare Blut Christi”.
(1 Petrus 1.19)
So ist der Mensch das wertvollste und am teuersten bezahlte Wesen des Universums.

In einem seiner Psalmen stellte sich David die Frage:

4 Wenn ich anschaue die Himmel, deiner Finger Werk,
den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?”
(Psalm 8.4,5)

Es sind viele, die die ungeheure Weite des Universums mit dem unendlich kleineren Menschen vergleichen und daraus folgern, dass der Mensch nur zu winzig und zu unbedeutend vor einem allmächtigen Gott sein kann.
Angesichts dieser falschen Denkart gibt der Herr Jesus Christus selbst eine klärende Antwort zu dem Wert, den der Mensch für seinen Schöpfer darstellt:

16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.” (Johannes 3.16)

Wer verstanden hat, dass das Einzige was ihn vom Verlorengehen retten kann der Glaube an den Sohn Gottes ist, wird von der Sünde erlöst. Er gehört nicht mehr sich selbst, sondern Demjenigen, der ihn mit einem Preis erkauft hat (siehe
1 Korinther 6.19,20). Darum berichtet das eingegebene Wort wie folgt:

7 Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich selbst.
8 Denn leben wir, so leben wir dem Herrn, und sterben wir, so sterben wir dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn.
9 Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder lebendig geworden, dass er sowohl über Tote als auch über Lebende Herr sei.” (Römer 14.7-9)


15 und er ist deshalb für alle gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferstanden ist.” (2 Korinther 5.15)

Gott sagt uns: Ich habe bezahlt für die Sünde, die zum Tode geführt hat (siehe
Römer 5.12) und die aus dem Menschen ein sterbliches Wesen gemacht hat. Ich biete dir jetzt an (siehe Apostelgeschichte 17.30) die Chance wieder unsterblich zu werden, durch den Glauben an meinen Sohn Jesus Christus.

Nur auf diese Weise können wir wieder unsterblich werden.

Die, die von ganzem Herzen an Jesus Christus glauben, werden von neuem geboren (sie sind „in Christus”) und weil sie von Ihm erkauft wurden, leben sie ohne Leidenschaften und weltlichen Begierden:

24 Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.” (Galater 5.24)

17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!” (2 Korinther 5.17)

Der Herr Jesus Christus wird von jedem Menschen gesehen werden bei Seiner Wiederkehr auf den Wolken des Himmels, aus Seinem Heiligtum kommend, das sich im dritten Himmel befindet (siehe
Psalm 150.1; 2 Korinther 12.2).

Dann wird sich der Himmel (die Ausdehnung, Wölbung oder Himmelsgewölbe) öffnen und jeder wird jenseits der Wölbung des Himmels das Kommen des Herrn sehen können:

14 Und der Himmel wich wie eine Schriftrolle, die zusammengerollt wird ...” (Offenbarung 6.14) (s. auch Jesaja 34.4)

Er wird Seinen Fuß nicht auf die Erde setzen, sondern die Erlösten werden von den Engeln zu Ihm gebracht: „werden wir ... entrückt werden auf den Wolken
in die Luft, dem Herrn entgegen ...” (1 Thessalonicher 4.17)
Indem wir den Lauf dieser Ereignisse kennen, haben wir auch die Gewißheit, dass wir von einem etwaigen falschen Jesus nicht getäuscht werden können.

7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben; und es werden wehklagen um seinetwillen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.” (Offenbarung 1.7)

30 ... Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.” (Matthäus 24.30,31)
(siehe auch 1 Thessalonicher 4.15-17)

Der Herr Jesus wird uns einen unsterblichen Körper schenken (siehe
1 Korinther 15.51-54) und wir werden uns ewig an Seiner Schöpfung freuen, an der unendlichen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, gemeinsam mit den himmlischen Engeln.
Aber am meisten werden wir uns an der innigen Verbundenheit freuen, die wir wieder mit Ihm haben werden.
Wir werden ewig leben und für immer den Frieden Gottes haben, der allen Verstand übersteigt (siehe
Philipper 4.7).

Gott wird eine neue Schöpfung machen. In dieser wird es „keinen Fluch mehr geben; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein ...”
(Offenbarung 22.3)

1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
3 Und ich hörte eine laute Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!(Offenbarung 21.1,3-5)

Die vor ca. 2000 Jahren gemachte Prophezeiung wird dann in Erfüllung gehen:

9 ... es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.«” (1 Korinther 2.9)

Als „das Wort Fleisch wurde und wohnte unter uns ... voller Gnade und Wahrheit”
(Johannes 1.14), „war Er in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn [Jesus Christus] aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.” (Johannes 1.10-12)

Sogar schon vor der unschätzbaren Gabe des Lebens ohne Tod ist das größte Privileg, das den Menschen von Gott gegeben werden kann, dasjenige, inmitten der neuen Schöpfung auch einen neuen Namen zu bekommen: Kinder Gottes.

26 Denn ihr alle seid Kinder Gottes durch den Glauben in Christus Jesus.” (Galater 3.26)

Die Menschen wachsen ständig in allerlei Kenntnissen und Wissen.
Aber warum, so stark die Wissenschaft sich auch entwickeln mag, wird der Mensch niemals eine einzige lebendige Zelle im Labor erzeugen können?

Die Antwort ist: Weil diese Information des Lebens nur Gott allein hat und haben wird.

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8. Der Friede des Herrn


Irgendwann in seinem Leben kann sich der Mensch plötzlich in der Lage sehen, mit sehr schmerzhaften und unerwünschten Situationen konfrontiert zu sein.

Es sind jene extreme Situationen des Lebens, weit schwieriger als die gewöhnlichen Unannehmlichkeiten und Probleme, welche, obwohl anstrengend und unangenehm, dennoch in erträglichen Grenzen bleiben.
Es handelt sich um jene Schläge des Lebens, auf die wir mehr „vorbereitet” sein müssen.

Diese können verursacht werden durch Unfälle, durch schwerwiegende Erkrankungen, durch schwierige Situationen, eingetreten als Folge von Kriegen, durch erschütternde Ereignisse innerhalb der Familien, die zur Verschlechterung der Beziehungen und sogar zum Beziehungsabbruch der Beteiligten führen können.
Die allerschwierigste Situation ist dann der Verlust des geliebten Lebenspartners oder der Kinder.

Was kann getan werden, wenn uns das Leben mit der Verzweiflung und den traumatisierenden Erfahrungen konfrontiert, die in Zeiten solcher Unglücke vorkommen?

Es gibt in der Heiligen Schrift einen Bericht über ein gewisses Geschehnis, das uns eine Perspektive eröffnen kann, als Ausweg aus den brutalen Schlägen des Lebens:

23 Und er stieg in das Boot und seine Jünger folgten ihm.
24 Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, sodass das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber schlief.
25 Und seine Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns! Wir kommen um!
26 Da sprach er zu ihnen: Warum seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See; und es entstand eine große Stille.
27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Wer ist dieser, dass ihm selbst die Winde und der See gehorsam sind?”
(Matthäus 8.23-27); siehe auch: Markus 4.35-41; Lukas 8.22-25

Dieses Geschehniss hatte stattgefunden bevor Seine Jünger verstanden, dass der Mensch Jesus eigentlich der Sohn Gottes ist, für den alles möglich war und ist.

Wir alle wissen, dass wenn wir uns mit einer extremen Lebenssituation konfrontiert sehen, in der wir sterben können, die unvermeidbare Angst aufkommt.

Als Er sich in derselben Lage befand, im Boot mit Seinen verzweifelten Jüngern, dass sie jederzeit sterben würden, bleibt Jesus vollkommen ruhig und tadelt sie noch wegen ihres schwachen Glaubens.

Seine Frage ist: „Warum seid ihr so furchtsam?

Er lehrte sie und Er lehrt auch uns heute, dass auch unter solchen widrigen Umständen, wo man keinen Ausweg mehr sieht -Meister, Meister, wir kommen um!
(Luca 8.24) - wir nicht die Angst über uns herrschen lassen sollten.
Man könnte denken, die Frage Jesu sei lediglich ein Wort der Ermunterung gewesen, für den Menschen, der schwierige Augenblicke durchmacht.

Seine Frage hat aber auch einen zusätzlichen Sinn. Diese kommt von Gott selbst und bezüglich des Zustandes der Angst sagt das von Gott eingegebene Wort Folgendes:

7 Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.” (2 Timotheus 1.7)

Wenn Gott uns nicht einen Geist der Furcht gegeben hat, dann wird diese wichtige Information notwendigerweise zu einer Neubewertung unseres Lebens führen müssen. Es ist die der Seele Frieden bringenden Freude der Gewissheit, dass die Angst oder die Furcht nicht von Gott stammen!
Von Ihm kommen nur: die Kraft, die Liebe und die Besonnenheit.

Immerhin: Wenn Gott uns nicht den Geist der Furcht gegeben hat, wo hat die Angst dann ihren Ursprung?

Die Angst erschien als Folge der Sünde, welche die ersten zwei Menschen begangen haben:

8 Und sie hörten die Stimme Gottes des HERRN, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war; und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN hinter den Bäumen des Gartens.
9 Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du?
10 Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!” (Genesis 3.8-10)


Die Sünde ist ein Wort, welches „Ungehorsam gegenüber Gottes Wort” bedeutet oder anders gesagt „Übertretung Seines Gesetzes” (siehe auch
1 Johannes 5.17; 3.4).

Das bedeutet, dass Angst infolge des Ungehorsams gegen Gott auftritt.

Wenn er Gott vertraut und auf Ihn hört, indem er nach Seinem Wort lebt, dann wird die Angst hinfort nicht mehr über den Gläubigen herrschen können.

Demnach: Durch die Stärkung des Glaubens wird die Angst wirkungslos gemacht.

Der Herr Jesus fragte: „Warum seid ihr so furchtsam, ihr Kleingläubigen?
Daraus folgert, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Angst und dem Mangel an Glauben. In
Lukas 8.25 lautet die Frage: „Wo ist euer Glaube?”.

Es ergibt sich also, dass Angst und Glaube sich gegenseitig ausschließen.
Das Gegenmittel gegen die Angst ist demnach DER GLAUBE.

Der Glaube „ ... ist ...
eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. (Hebräer 11.1)

Was auch immer geschieht, abgesehen von den Einflüssen und der „Meinung der Leute”, wird der Gläubige immer Vertrauen in die Verheißungen des göttlichen Wortes haben, die bald in Erfüllung gehen werden.
Er ist von der Existenz der von Gottes Wort verheißenen Dinge, die man zurzeit noch nicht sieht, fest überzeugt:

7 denn wir wandeln im Glauben und
nicht im Schauen.” (2 Korinther 5.7)

Sicherlich ist es ziemlich schwierig, die Ruhe zu bewahren, wenn wir uns in einer besonders schwierigen Lage befinden.
Aber mit einem persönlich gelebten Glauben werden wir die Fassung behalten können und Frieden im Herzen haben, auch in den schwierigsten Situationen des Lebens.

Der Gläubige betet zu dem Einzigen, der ihm helfen kann: Gott, dem Schöpfer.

Er sagt uns:

6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten durch Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft [oder: der allen Verstand übersteigt], wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus
.” (Philipper 4.6,7)

So wie der Herr Jesus damals die Winde und den See beruhigt hat, kann Er auch uns die Ruhe und den Frieden geben, wenn der Sturm der Lebensnöte droht, uns ganz zu zerstören.

Die Geburt Jesu wurde vor hunderten von Jahren prophezeit, als bereits offenbart wurde, dass Er „der Friede” sein würde:

1 Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar gering unter den Hauptorten von Juda; aber aus dir soll mir hervorkommen, der Herrscher über Israel werden soll, dessen Hervorgehen von Anfang, von den Tagen der Ewigkeit her gewesen ist.
4 Und er wird der Friede [d. h. der Friedensbringer] sein
...” (Micha 5.1,4)

Der Prophet Jesaja hat ca. 600 Jahre vor der Geburt des Erlösers Folgendes vorhergesagt:

5 Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.
6 Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, dass er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit
... ” (Jesaja 9.5,6)

Die Nachricht von Seiner Geburt auf Erden vor ca. 2000 Jahren wurde den Menschen folgendermaßen gebracht:

14 Ehre [Herrlichkeit] sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!(Lukas 2.14)

Der Herr Jesus begrüßte Seine Jünger, indem Er zu ihnen sagte: „
Friede sei mit euch!” (s. Johannes 20.19,21)
Also ist Gott derjenige, der den Menschen Friede bringt, da die Natur und der definitorische Charakterzug Gottes der Friede ist.
Er weiß, dass der Mensch den verlorenen Frieden herbeisehnt. Wenn Frieden ist, dann können uns alle Nöte und Leiden nicht zerstören.

Jesus Christus ist auch heutzutage die Quelle unseres Friedens. Die Bedingungen sind nun erfüllt, dass jeder die Möglichkeit hat, sich daran zu erfreuen.

Bevor Er in den Himmel aufgefahren ist, hat Jesus gesagt:

20 ... Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.” (Matthäus 28.20)

Er ist jetzt im dritten Himmel, zur Rechten Gottes.
Seinem treuen Jünger Stephanus, kurz vor dessen Marter, hat sich der Herr sehen lassen:

55 Er aber, voll Heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes
56 und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen
.” (Apostelgeschichte 7.55,56)

Vor seiner Auffahrt in den Himmel hat Jesus angekündigt, dass Gott der Vater den Heiligen Geist senden wird, der in der Welt sein wird bis zur Wiederkehr des Herrn:

25 Dies habe ich zu euch gesprochen, während ich noch bei euch bin;
26 Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
(Johannes 14.25,26)

Anschließend sagte Jesus:

27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.” (Johannes 14.27)

Hier ist nicht die Rede vom weltlichen Frieden, bekannt unter den verschiedenen Aspekten, wie etwa: „es soll Frieden sein in der Welt, nicht Krieg”; „der Preis für Frieden, verleiht an unterschiedliche Persönlichkeiten”, usw.
Jesus redet vom Frieden, der nur von Gott kommen kann und zwar dem inneren Frieden des Herzens, den man von Ihm empfängt und Ruhe und Heilung bringt, sodass wir sogar in den schwierigsten Augenblicken des Lebens nicht „wanken” sollen.

Der Friede des Herrn kommt aber nicht einfach nach der Kenntnisnahme dessen Existenz. Die einzige Art und Weise, wie man diesen empfangen kann, ist mittels des Gebets.
Das Gebet ist eine Anrede des Menschen an seinen Schöpfer, Gott, durch die er Ihm alles sagt, was er auf dem Herzen hat. Gott, der das Gebet erhört (s.
Matthäus 6.6), wird in seiner göttlichen Weisheit antworten:

6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten durch Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft [oder: der allen Verstand übersteigt], wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus
.” (Philipper 4.6,7)

Der vom Herrn empfangenen Frieden wird sich dadurch verwirklichen, dass wir in keiner Situation mehr verzweifeln werden, wie dem auch sei: selbst wenn die Gesundheit geschwächt ist, wir schwere Schläge erleiden oder wir unsere Liebsten verlieren werden.
Wir haben die Gewißheit, dass bei der ersten Auferstehung von den Toten alles herrlich sein wird, wenn unser Herr Jesus Christus auf den Wolken des Himmels kommen wird (s.
1 Thessalonicher 4.13 – 17;1 Korinther 15.52).
Wir wissen, dass auf der neuen Erde keine Krankheiten mehr sein werden, kein Schmerz, auch kein Leiden oder Kummer und den Tod wird es nicht mehr geben, sodass es die tragische Situation, nach den von uns weggegangenen Lieben viel leiden zu müssen, nie mehr wieder geben wird (s.
Offenbarung 21.4).
Wenn wir uns mit solchen schwierigen Augenblicken konfrontiert sehen, sollten wir uns entsinnen, dass der Herr bald zusammen mit uns in Ewigkeit sein wird.

Bezüglich der Befürchtung von schweren Schlägen gibt uns das inspirierte Wort Gottes eine wertvolle Vergewisserung:

13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt.” (1 Korinther 10.13)

Diese Vergewisserung hing damals zusammen mit der Möglichkeit bzw. Gefahr der Verführung, heidnischen Götzen zu dienen.
Sie ist aber vor allem eine beruhigende göttliche Vergewisserung mit universeller Relevanz, im Sinne, dass Gott es nicht zulässt, dass wir jenseits der Grenze des Erträglichen versucht werden.
Überdies hat Er auch das angemesse Mittel vorbereitet, um aus der jeweiligen Bewährungszeit hinauszukommen.

Unser Verstand wird immer wieder von der Person dessen beeindruckt sein, über welchen sich Seine damaligen Jünger voller Furcht und Verwunderung gegenseitig fragten: „Wer ist denn dieser, dass er auch den Winden und dem Wasser befiehlt
und sie ihm gehorsam sind?” (Lukas 8.25)

Er ist Derjenige, der nach Seiner Auferstehung gesagt hat:

18 ... Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.” (Matthäus 28.18)

Bis zu Seiner nahen Wiederkunft auf den Wolken des Himmels muss unser ständiges Bemühen um die Stärkung des Glaubens, durch Gebet und Flehen mit Danksagung, ein einziges Endziel bezwecken: Den Frieden des Herrn.

15 Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen ... „ (Kolosser 3.15)

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9. Die unsichtbare Realität


Es liegt in der Natur des Menschen, die umliegende Realität mit den „klassischen” fünf Sinnen, mit denen er ausgestattet wurde, wahrzunehmen.

Außer der taktilen Wahrnehmung mit der Haut (Tastsinn), der auditiven Wahrnehmung mit den Ohren (Gehör), der olfaktorischen Wahrnehmung mit der Nase (Geruch) und der gustatorischen Wahrnehmung mit der Zunge (Geschmack) ist das Sehen (die visuelle Wahrnehmung mit den Augen) dasjenige, das die meisten Informationen über die umgebende Realität liefert.

Das Sehen ist es, das die äußere Umwelt, in der wir leben, bestätigt.
Die mit unseren Augen wahrgenommene Realität ist eine selbstverständliche Gewißheit.

Sicherlich gibt es auch andere von diesen abgeleiteten Wahrnehmungen, ebenfalls bezüglich der Realität der Welt, in der wir leben.

Zum Beispiel, gibt es die sogenannten außersinnlichen Wahrnehmungen, wie: die Telepathie (Gedankenübertragung), die Hellseherei (Gabe der Prophezeiung) oder die Präkognition (die Fähigkeit, Ereignisse durch Träume, Vorahnungen usw. vorauszusehen).

Bezüglich des Sehens bringt uns die Heilige Schrift die Tatsache zur Kenntnis, dass für denjenigen, der sein Vetrauen in Gott gesetzt hat, die mit den Augen wahrgenommene Evidenz der Realität keinen exklusiven Charakter hat:

7 ... wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.” (2 Korinther 5.7)

Das „Wandeln” oder das Leben in dieser Welt beruht nicht nur auf was wir sehen, sondern es geschieht vor allem durch den Glauben.

Der Glaube ist keinesfalls ein persönliches Verdienst, sondern es ist die von Gott empfangene Gabe, nachdem der gläubige Mensch das göttliche Angebot der Errettung aus dem natürlichen Zustand der Sünde von Herzen angenommen hat:

8 Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch – Gottes Gabe ist es.” (Epheser 2.8)

Die biblische Defintion des Glaubens an sich setzt eine unerschütterliche Überzeugung voraus von der Existenz der Dinge, die man (noch) nicht sieht:

1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.(Hebräer 11.1)

Das, was man nicht sieht und worauf man hofft, sind unter anderem himmlische Wesen (Engel) und die Ereignisse, die in einer nur von Gott gekannten Zukunft in Erfüllung gehen werden:

Denjenigen, der das Leben erschaffen hat sowie alles Notwendige für die Existenz des Lebens und zwar:

- Die Erde (unbeweglich und flach)
- Die Wasser unter der Ausdehnung: die Meere, Ozeane und die Wasser unter ihnen
- Die Ausdehnung oder die Wölbung genannt „Himmel”
(Genesis 1.6-8) oder Himmelsgewölbe
- Die Wasser über der Ausdehnung, die oberhalb des Himmelsgewölbes sind
(Psalm 148.1,4)
- Die zwei Lichter (die Sonne und der Mond) an der Wölbung des Himmels
(Genesis 1.14-18), die sich oberhalb des Erdkreises drehen
- Die Sterne, die sich ebenfalls auf vorgegebenen Umlaufbahnen oberhalb der Erde drehen, mit einigen Ausnahmen (der Stern des Nordens, der sich nicht bewegt)

können wir nicht sehen, berühren, betasten oder riechen.

Die Schöpfung Gottes, wahrgenommen mit unseren „klassischen” fünf Sinnen, ist diejenige, die Seine Existenz unzweifelhaft bescheinigt:

19 Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart.
20 Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.”  (Römer 1.19,20)


Somit wird die Schöpfung Gottes mit all unseren Sinnen gesehen und wahrgenommen.
Dies ist eine objektive Realität.

Es gibt aber, außer dieser, eine Realität, die mit unseren „klassischen” Sinnen nicht wahrgenommen, sondern nur mittels des Wortes Gottes zur Kennnis genommen werden kann.
Somit wird in dem unten angegebenen Vers - von kapitaler Bedeutung für das wahre Verständnis der Sachlage, in der wir leben - Folgendes zur Kenntnis gebracht:

12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.” (Epheser 6.12)

Dies wird uns von Gott Selbst inspirierten Wort offenbart, um uns aufzuklären und dadurch ein tieferes Verständnis zu vielen Fragen zu gewinnen, vor allem in Bezug auf das, was im Leben passiert.  

In der Interaktion mit anderen Menschen fühlt es sich nicht selten an, als würde man sich in einem Kampf befinden.

Das „Fleisch und Blut” aus dem zuvor zitierten Vers ist ein Verweis auf „Menschen”.
Demnach erfahren wir, dass wir nicht mit Menschen oder gegen diese zu kämpfen haben.

Zum Beispiel, wenn uns jemand ein Unrecht antut, uns provoziert, uns neckt, uns verleumdet, über uns lästert, usw., so sollten wir uns dessen bewusst sein, dass wir wegen jener Person nicht leiden müssen. Egal, ob ein Arbeitskollege, ein Nachbar oder ein naher Verwandter, diese Person tut nichts anderes als in Übereinstimmung mit den Gedanken, der Urteilsweise, den Theorien und jenen Anregungen zu wirken, die ihr von den geistlichen Mächten der Bosheit herbeigeführt werden, welche in dieser Welt, in der wir alle leben, herrschen.

Es stellt sich nun eine berechtigte Frage: Ist aber nicht Gott Derjenige, der diese Welt regiert?
Die Antwort ist: Gott war, ist und wird immer der Souverän Seiner Schöpfing sein. Seit dem Sündenfall jedoch befindet sich die ganze Menschheit unter der Herrschaft desjenigen, für welchen sie sich entschieden hat und ihm seitdem gehorcht: der Böse genannt Teufel und Satan.

Viele stellen die Frage, „wieso lässt Gott alles Üble in dieser Welt zu?” oder „wenn es Gott existieren würde, warum gibt es dann so viel Unglück auf dieser Erde?”
Die Antwort ist dieselbe: weil nicht Gott die Welt regiert, sondern am Ruder befindet sich der Böse, der Leid, Unheil, Tod, Tränen, Schmerz, usw. erzeugt.

Aber wie können wir mit Sicherheit wissen, dass nicht Gott, sondern Satan die Welt regiert?

Dies wird in der Bibel im folgenden Abschnitt verdeutlicht:

1 Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.
…………………
8 Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.
10 Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5.Mose 6,13):
»Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.«”
(Matthäus 4.1.8-10)

Alle Reiche der Welt” gehören dem Teufel, demnach befinden sich diese unter seiner Führung.
Wenn diese Jesus Christus angehört hätten, dann hätte der Teufel Ihm sie nicht anbieten können.
Übrigens nennt Jesus Christus den Teufel „
Fürst dieser Welt”  und präzisiert zugleich: „in mir hat er nichts”  (Johannes 14.30), was bedeutet, dass der Teufel nichts Gemeinsames mit Jesus Christus hat.

Wie ist der Teufel oder Satan zum Fürsten dieser Welt geworden?

Diese Situation hat ihren Ursprung unmittelbar nach dem Fall des Menschen, als die ersten zwei Menschen Gott nicht gehorcht hatten, sondern der Versuchung und des Betrugs des Bösen gefolgt sind, indem sie dessen „Anregungen” Gehör geschenkt haben.
Seitdem ist die Sünde in die Welt gekommen, aus welchem Grund die Menschen von Gott aus dem Garten Eden vertrieben wurden:

22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!
23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
24 Und er vertrieb den Menschen und ließ lagern östlich vom Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen.” (Genesis 3.22-24)

Das war keine Bestrafung, sondern eine dazu bestimmte Maßnahme, um die Sünde auszuschließen so dass das Übel nicht ewiglich fortbestehen sollte.

Nachdem Er ihn erschuf, „
15 ... Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.” (Genesis 2. 15)
Der Begriff des „Bewahrens” lässt das Vorhandensein einer Gefahr vermuten, die einen gewissen Zustand gefährden könnte.
Demnach existierte das Böse bereits in der Welt, als Satan von Gott vor Erschaffung des Menschen auf die Erde ausgeworfen wurde.

Der Teufel oder Satan, erschaffen als ein beschützender Cherub, der „das Abbild der Vollkommenheit”, „voller Weisheit und vollkommener Schönheit”
(Ezechiel 28.12) war, wurde überheblichen Geistes und wollte über Gott sein:

14 Du warst ein mit ausgebreitenden Flügeln schirmender Cherub und auf den heiligen Berg Gottes hatte ich dich gesetzt, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen.
15 Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde.” (Ezechiel 28.14,15)


12 Wie bist du vom Himmel herabgefallen,
du Glanzstern, Sohn der Morgenröte!
Wie
bist du zu Boden geschmettert,
du
Überwältiger der Nationen!
13 Du sagtest in deinem Herzen:
»Ich will zum Himmel hinaufsteigen
und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen,
ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.
14 Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen
und
gleich sein dem Allerhöchsten.«” (Jesaja 14.12-14)

Er wollte zeigen, dass er die Welt besser führen konnte als Gott der Schöpfer.
Auf diese Weise ist ihm gelungen, ein Drittel der Engel des Himmels auf seine Seite zu bringen:

3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen;
4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. ...” (Offenbarung 12.3,4)

Die „Sterne des Himmels” bedeuten die Engel, die Satan gefolgt sind und die zusammen mit ihm aus dem Himmel vertrieben wurden.
Also hat Gott entschieden, den sündhaften und feindlichen Engel („Satan” stammt aus dem hebräischen satan und bedeutet „Feind”, „Gegner”) auf die Ede hinabzuwerfen, zusammen mit den gefallenen Engeln, die zu Dämonen (bösen Geistern) wurden:

7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften;
8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden.
9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.” (Offenbarung 12.7-9)

Jesus sagte Seinen Jüngern: „Ich sah
den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen.” (Lukas 10.18)

Obwohl Gott diesen von ihm erschaffenen Gegner gleich hätte vernichten können, der ein hochmütiger Faktenverdreher und Verfeinder geworden ist, hat Er es dennoch nicht getan. Warum?
Weil es dann ein nie endendes Misstrauen gegenüber Gott gegeben hätte, im Sinne, dass Satan dennoch im Recht war.
Darum erlaubte Er dem Bösen, den Menschen seine eigene andere Art und Weise zu zeigen, in der er sie führen werde ...

Seitdem und bis in unsere Tage machen Satan und seine Verbündete ihr „Werk” in der Welt, indem sie ständig Zerstörung, Tod, Enttäuschung, Krankheiten, Kummer und viel Leid bringen.
All dies sind die Folgen der geförderten „Tugenden” des Fürsten der Welt, in der wir leben: Selbstsucht (Egoismus), Überheblichkeit, Wut, Geiz, Neid, Geldgier, Hochmut, Ungehorsam gegenüber den Eltern, Stolz, Suche nach Ansehen und Bereicherung, Lüge, Unzucht, Ehebruch usw. (siehe
2 Timotheus 3.1-5 und Römer 1.29-31)
All diese großräumig gepflegten „Werte” sind im wesentlichen Übertretungen der Zehn Gebote Gottes.

Obwohl diese als eine geringfügige Sünde eingeordnet wird, ist DIE LÜGE diejenige, die zugrunde aller anderen liegt. Durch sie kam die Sünde, und mit ihr, der Tod in die Welt:

12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und durch die Sünde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen hingelangt ist, weil sie alle gesündigt haben.” (Römer 5.12)

Die Lüge wurde ursprünglich von Satan ausgesprochen, indem dieser sich hierfür der Schlange als Medium bedient hat:

1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der HERR gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?
2 Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen;
3 aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt!
4 Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben!” (Genesis 3.1-4)

Darum ist er der Vater der Lügen. Als Er auf der Erde gewesen ist, hatte der Herr Jesus Christus in einer Seiner Auseinandersetzungen mit den Pharisäern, die Seinem Wort nicht glaubten, diesen schließlich gesagt:

43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt!
44 Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der war ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.
45 Weil ich aber die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht.
46 Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich aber die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?
47 Wer aus Gott ist, der hört die Worte Gottes; darum hört ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.” (Johannes 8.43-47)

Es ist dazu gekommen, dass, außer den „geläufigen” Lügen, die Lüge in ganz großem Umfang verwendet wird, so dermaßen, dass diese zu einem Mittel der Manipulation und Desinformation der Menschen geworden ist, mit dem Ziel, die großen biblischen Wahrheiten zu vertuschen und insbesondere die Wahrheit über die Existenz Gottes und Seine Schöpfung und zwar:

- die wahre Form der Erde,
kreisförmig und keinesfalls kugelförmig (Jesaia 40.22)
- die Tatsache, dass die Erde statisch ist, sich nicht bewegt und auf Grundfesten gesetzt ist (
Psalm 104.5; 93.1; 96.10; 1. Chronik 16.30; 1. Samuel 2.8;)
- die Tatsache, dass wir unter einer Ausdehnung (oder: Himmelsgewölbe) leben, geschaffen als Schutz und nicht als „Eingrenzung”, mit Wassern bedeckt und gestützt auf Eckpfeilern (
Genesis 1.6-8; Hiob 37.18; Psalm 148.1,4; 104.2; Hiob 26.10,11)
- die Sonne und der Mond sind Lichter zur Beleuchtung während des Tages und der Nacht (ein jedes mit seinem
eigenen Licht), die sich an der Himmelsausdehnung um den flachen Erdkreis drehen (Genesis 1.14-18; Prediger 1.5; Psalm 19.4-6; 104.19-22)
- die Erde ist am Rande von einem Eisring umgeben, ca. 60 Meter hoch, als Grenze der Gewässer (
Hiob 38.8-11; Sprüche 8.29; 30.4)
- das Alter der Erde ist laut der Bibel ungefähr 6000 Jahre alt.
Diese Zahl wurde ermittelt aufgrund der Genealogie (
Genesis 5 und Genesis 11) bis Abraham, der vor ca. 4000 Jahren gestorben ist.

Jene, die in den lügnerischen Machenschaften der Desinformation verwickelt sind, machen ohne Gewissensbisse den „Willen” des Vaters der Lüge.
Gott hat den Menschen mit der Freiheit der Wahl geschaffen:

15 Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse.
16 Was ich dir heute gebiete, ist, dass du den HERRN, deinen Gott, liebst und in seinen Wegen wandelst und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechtsbestimmungen hältst, damit du lebst ...
17 Wenn sich aber dein Herz abwendet und du nicht gehorchst, sondern dich verführen lässt, andere Götter anzubeten und ihnen zu dienen,
18 so verkünde ich euch heute, dass ihr gewiss umkommen ... werdet ...
19 Ich nehme heute Himmel und Erde gegen euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und dein Same,
20 indem du den HERRN, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst; denn das ist dein Leben und bedeutet Verlängerung deiner Tage, ...”  (Deuteronomium 30.15-20)


Indem sie das in der Bibel aufgezeichnete Wort Gottes mißachten, gehen viele die Wege des Bösen, ohne zu wissen, dass sie sich auf dem Weg befinden, der ins Verderben führt.
Dies ist zwar auch das Vorhaben des Bösen, der die Menschen dazu anregt, auf den Einzigen nicht zu hören, der ihnen die Errettung aus dieser verlorenen Welt bringen kann und ihnen die Gabe des ewigen Lebens anbietet:

23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.” (Römer 6.23)

Satan bringt immer mehr Leid in der Welt, sogar im Wissen, dass er vor ca. 2000 Jahren vom Herrn Jesus Christus am Kreuz besiegt wurde, als Er die Anforderungen eines makellosen Opfers erfüllt hat. Durch Sein Opfer hat der Herr Christus die Sünde gereinigt und nach Seinem Tod und seiner Auferstehung ist Er zum Himmel aufgestiegen und sitzt zur Rechten Gottes, des Vaters (s.
Römer 3.25; Hebräer 9.14,26;10.12; 1 Johannes 4.10).
Indem er weiss, dass sein Ende mit jedem Tag naht, ist die einzige Genugtuung, die der Böse jetzt noch hat, so viele Menschen wie möglich, zusammen mit ihm, ins ewige Verderben zu führen. Hierfür verführt er mit allen Arten der Begierde, weltlichen Vorteilen und hat für jeden ein „passendes” Angebot:

8 Seid nüchtern und wacht! Denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.
9 Dem widersteht, fest im Glauben, und wisst, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in der Welt gehen.” (1 Petrus 5.8,9)


12 ... Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.” (Offenbarung 12:12)

Es nähert sich aber der Tag, an dem in diesem letzten Abschnitt der menschlichen Geschichte (genannt Laodizea, die siebente und letzte historische Etappe, auf die man sich in
Offenbarung 3.14-22 bezieht) Gott dieser anormalen Situation ein Ende machen wird und zwar wenn Jesus Christus wieder kommen wird, zusammen mit Seinen Engeln 30 ... auf den Wolken des Himmels [nicht aus einem dunklen Universum kommend, sondern aus dem dritten Himmel, der voller Licht und Herrlichkeit ist] mit großer Kraft und Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.” (Matthäus 24.30,31)

Dieses wird das große Ereignis des Zweiten Kommens unseres Herrn Jesus Christus sein:

28 so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.” (Hebräer 9.28)

Bis dahin aber, obwohl Er dem Bösen erlaubt, über die Welt zu herrschen, wirkt Gott zum Guten des Menschen:

17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich wirke auch.” (Johannes 5.17)

Alle Bücher des Neuen Testaments bestätigen die ständige Gegenwart und das Handeln Gottes im Leben der Menschen. Mittels Seiner Propheten jener Zeit hat Er bekannt gegeben, dass in Zukunft ein Erlöser auf Erden geboren wird, in der Person des Sohnes Gottes, der die Werke des Teufels vernichten sollte:

8 Wer Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.”  (1 Johannes 3.8)

Diese Zukunft ist für uns, die Menschen von heute, bereits Vergangenheit, da Jesus Christus, der Sohn Gottes, vor ca. 2000 Jahren in die Welt gekommen ist.
Einmal mit Seinem Kommen auf die Erde hat ein neuer Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschheit begonnen:

14 Nachdem aber Johannes gefangen genommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium Gottes
15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!” (Markus 1.14,15)

Um für das Reich Gottes bereit zu sein, muss der Mensch verstehen, dass er in einer gefallenen Welt lebt und er sich seines sündigen Zustands, in dem ihn sein Widersacher, der Teufel oder Satan, versetzt hat, bewusst werden muss und er sich somit auf dem Weg befindet, der zum endgültigen Verderben führt.
Das von Gott selbst inspirierte Wort, aufgezeichnet in der Bibel, bringt aber dem sündigen Menschen zur Kenntnis, dass solange er am Leben ist er nicht verloren ist, sondern die Chance hat, gerechtfertigt zu werden (oder: gerecht gemacht zu werden) durch den Glauben von Herzen an den Erretter oder Erlöser Jesus Christus. Durch sein Opfer am Kreuz, das vor 2000 Jahren geschehen ist, hat Er für die Sünde eines jeden Menschen bezahlt, so dass es diesem nur noch übrig bleibt, Sein Rettungsangebot durch den Glauben an Ihn anzunehmen. Daraufhin wird er, als Gabe, das ewige Leben empfangen:

16 Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern das ewige Leben hat.” (Johannes 3.16)

Wir sollten volles Vertrauen in Gottes Wort haben, der Seine Verheißungen uns gegenüber ganz gewiss wahr machen wird und zwar wenn die Zeit erfüllt ist und Jesus Christus für diejenigen, die an Ihn geglaubt haben, wieder kommen wird.

In unserem Leben sollte das Vertrauen in unserem Herrn, durch den wir das ewige Leben haben (s.
Johannes 3.36, 5.24, 6.47), vorwiegen, so dass unsere Gedanken auf Ihn gerichtet sind, der uns eines Tages die Unsterblichkeit bringen wird.

Indem wir mit der Welt und ihren „Prioritäten” konfrontiert sind, mit denen, die unglücklicherweise nicht mehr als die Zielsetzung der weltlichen „Erfüllungen” haben, an erfundenen Theorien glauben und an den menschlichen Traditionen dieser Welt, werden wir in die Lage versetzt, mit diesen interagieren zu müssen.
Wir sehen uns in der Lage, von Aussagen selbst ernannter Atheisten oder Agnostiker provoziert zu werden, die den eigenen Rahmen ihres natürlichen Denkens und ihrer Argumentation nicht verlassen können.

Was sie aber nicht wissen und auch nicht hören wollen, ist dass ein gesundes Denken nur durch die Aneignung des Wortes Gottes, aufgezeichnet in der Bibel, erlangt werden kann und wir auf diese Weise die göttliche Intervention in vielen Situationen aus unserem Leben erkennen können. Demnach sollten wir den Willen des Herrn in unserem Leben sogar jenseits unseres natürlichen Urteilsvermögens „sehen” können, ungeachtet der Herausforderungen und Lebensprüfungen, die man durchstehen muss:

3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die heilsame [gesunde] Lehre nicht ertragen werden; sondern nach ihren eigenen Gelüsten werden sie sich selbst Lehrer aufladen, nach denen ihnen die Ohren jucken,
4 und werden die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren.” (2 Timotheus 4.3,4)

1 Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht.” (Titus 2:1)

5 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen
und verlass dich nicht auf deinen Verstand;
6 erkenne Ihn auf allen deinen Wegen,
so wird Er deine Pfade ebnen.
7 Halte dich nicht selbst für weise;
fürchte den HERRN und
weiche vom Bösen!
8 Das wird deinem Leib Heilung bringen
und deine Gebeine erquicken!”
(Sprüche 3.5-8)


12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, sodass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist;
13 und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Heiligen Geist gelehrt sind, indem wir Geistliches geistlich erklären.
14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; denn
es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt werden muss.” (1 Korinther 2. 12-14)

Die Bibel ist eine unschätzbare Hilfe und ein Leitfaden der Verhaltensweise für den Menschen, der sein Vertrauen in seinen Schöpfer gesetzt hat, um ein richtiges Leben in dieser gefallenen Welt führen zu können:

16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
17 damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.” (2 Timotheus 3.16,17)

Gottes Wort hat einen Überfluss an leitenden Gedanken und Ratschlägen:

1 Von David.
Entrüste dich nicht über die Bösen,
sei nicht neidisch auf die Übeltäter.
2 Denn wie das Gras werden sie bald verdorren,
und wie das grüne Kraut werden sie verwelken.
3 Vertraue auf den HERRN und tue Gutes,
wohne im Land und übe Treue;
4 und habe deine Lust am HERRN,
so wird er dir geben, was dein Herz begehrt!
5 Befiehl dem HERRN deinen Weg,
und vertraue auf ihn,
so wird er es vollbringen.
6 Ja, er wird deine Gerechtigkeit aufgehen lassen wie das Licht
und dein Recht wie den hellen Mittag.

7 Halte still dem HERRN und warte auf ihn!
Erzürne dich nicht über den, dessen Weg gelingt,
Über den Mann, der Arglist übt.
8 Laß ab vom Zorn und lass den Grimm!
Entrüste dich nicht! Es führt nur zum Bösen.
9 Denn die Übeltäter werden ausgerottet;
die aber auf den HERRN harren, werden das Land erben.

10 Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose nicht mehr sein,
und wenn du nach seiner Stätte siehst, ist er nicht mehr da.
11 Aber die Sanftmütigen werden das Land erben
und sich großen Friedens erfreuen.”
(Psalm 37.1-11)


Voller Liebe wendet sich Gott an das Herz und an die Vernunft eines jeden Menschen, da alle unter den unheilvollen Einflüssen dieser Welt leben:

22 Ich tilge deine Übertretungen wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!
24 So spricht der HERR, dein Erlöser, der dich von Mutterleib an gebildet hat: Ich, der HERR, bin es, der alles wirkt, der die Himmel ausspannte, ich allein, der die Erde ausbreitete – wer war da bei mir?” (Jesaja 44.22,24)


22 Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, all ihr Enden der Erde; denn ich bin Gott und keiner sonst!” (Jesaja 45.22)

Mittels des Gebets stehen wir in Verbindung mit Gott, unserem Schöpfer.
Wir sollten immer unsere Gedanken auf Ihn richten, im Gebet mit Ihm sprechen, Ihm all unsere Probleme sagen, zuallererst sollten wir Ihm jedoch unsere Dankbarkeit erweisen für den Segen, den Er in jedem Augenblick über uns ergießt:

6 Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten durch Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!
7 Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft [oder: der allen Verstand übersteigt], wird eure Herzen und Gedanken bewahren in Christus Jesus.” (Philipper 4.6,7)

Gott wird alle Dinge wieder normalisieren, den Tod wird es nicht mehr geben und der Teufel wird endgültig gerichtet (s.
Offenbarung 20.10). Danach wird der Frieden errichtet werden:

4 Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.
5 Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss!(Offenbarung 21.4,5)

Jetzt aber, in jedwelcher Schwierigkeit auch immer wir uns befinden, jedwelchen Kummer wir auch haben, sollten wir wissen, dass wir nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen haben. Jene Menschen, die uns auf unterschiedliche Art und Weise Unrecht tun, handeln aus Unkenntnis und Ignoranz, nicht wissend, dass der Böse sich ihrer bedient, um Bitterkeit zu bringen. Wenn wir provoziert werden, sollten wir uns dessen immer bewusst sein. Und wenn wir beten, sollten wir auch an diejenigen denken, die noch nicht zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen sind:

24 Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten;
25 er soll mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisen, ob ihnen Gott nicht noch Buße geben möchte zur Erkenntnis der Wahrheit
26 und sie wieder nüchtern werden aus dem Fallstrick des Teufels heraus, von dem sie gefangen sind, zu tun seinen Willen.” (2 Timotheus 2.24-26)


3 ... Gott, unserem Retter,
4 ... will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.” (1 Timotheus 2.3,4)


Unsere „Waffen” sind nicht weltlicher Art, sondern von ganz anderer Natur:

11 Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels;
12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.
13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt.
14 So steht nun fest, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit,
15 und an den Beinen gestiefelt, bereit einzutreten für das Evangelium des Friedens.
16 Vor allem aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt,
17 und nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist,
18 indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen
im Geist, und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und Fürbitte für alle Heiligen.(Epheser 6.11-18)

Alles Böse beginnt immer mit der Bitterkeit in unserer Seele, erzeugt von Enttäuschungen, Verdruß oder erlittenen Ungerechtigkeiten.
Die Bitterkeit zieht nach sich den Grimm, der seinerseits den Boden für die Verärgerung ebnet.
Von da an bis zum Zorn und zum Geschrei bzw. Streit ist nur ein kleiner Schritt.
Es können dann Klatschereien und Lästerungen folgen, also nur Ärger bekommen und Bosheiten ertragen müssen.

Das inspirierte Wort macht uns diese graduelle und zunehmende Entwicklung des Bösen bekannt und ermahnt mit göttlicher Weisheit und Güte, uns nicht von diesem weltlichen „Mechanismus”, von teuflischer Natur, leiten zu lassen:

31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lästerung seien fern von euch samt aller Bosheit.
32 Seid aber untereinander freundlich und barmherzig und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus.” (Epheser 4.31,32)

Zweifellos führen die Unrechte, die uns angetan werden, nur zu natürlich zu Ärger, aber das Wort Gottes rät uns, diese Reaktionsweise zu ändern und zwar zu unserem Besten und für unsere Gesundheit.

Das vor allem dem gläubigen Menschen zugefügte Unrecht müsste diesen nicht mehr betrüben. Dafür gibt es einen gutfundierten Grund, nämlich: Durch den Glauben an den Herrn Jesus Christus ist er ja von und vor Gott gerechtfertigt worden. (siehe
Römer 3.21,22,24)

Wenn Dich also Gott in Seinen Augen als gerechtfertigt betrachtet, wie solltest Du Dich dann noch gegen irgendeines Unrechts empören, das Dir ein Ungläubiger antut?

Ein korrektes Leben in dieser Welt zu führen, ist wie eine Lehre, die uns für das ewige Leben vorbereitet. Deswegen erlaubt es Gott, dass wir auf den Prüfstand gestellt werden:

5 Der HERR prüft den Gerechten;
aber den Gottlosen und den, der Frevel liebt,
hasst seine Seele.”
(Psalm 11:5)


3 Der Schmelztiegel prüft das Silber und der Ofen das Gold,
der HERR aber
prüft die Herzen.” (Sprüche 17.3)


Es wird die Zeit kommen, in der jeder Gedanke, gut oder schlecht, bekannt gegeben wird:

22 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar gemacht wird, und nichts geschieht so heimlich, dass es nicht an den Tag kommt.” (Markus 4.22)

Dann wird jeder Mensch den Lohn bekommen, den er verdient hat und zwar nach der Einstellung, die er in dieser vergänglichen Welt, die auch auf der „unsichtbaren Realität” beruht, gelebt hat:

12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind.
13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
14 Selig sind, die ihre Kleider waschen, dass sie teilhaben an dem Baum des Lebens und zu den Toren hineingehen in die Stadt.
15 Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.
16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen ...” (Offenbarung 22.12-16)

Die Zeit wird es nicht mehr geben, sondern die Ewigkeit wird sie ersetzen.

Diejenigen „in Christus” werden dann am Leben sein und werden vor ihren Augen die viel ersehnte Realität der großen Freuden und der ewigen Glückseligkeit sehen, die Gott verheißen hat.

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